Die Frauen der Maori-Ureinwohner sind offenbar besonders stark und mit bösen Drohungen nicht klein zu kriegen. Zumindest im neuseeländischen Kino. Oder ist es ein Zufall, dass nach Lee Tamahoris „Letzter Kriegerin“ (1994) nun auch mit „Whale Rider“ ein Film von dem Prozess einer exzeptionellen weiblichen Selbstbehauptung erzählt? ... In einer erstaunlichen Mischung aus Ethno-, Familien- und Emanzipationsdrama erfährt man viel über die Kultur und das Leben des fernen Volksstammes, seine Legenden und Überlebensstrategien. „Whale Rider“ besticht auch durch grandiose Natur- und Unterwasseraufnahmen und vor allem durch eine Hauptdarstellerin, der man die verkörperte Mischung aus kindlicher Unschuld und weiser Führungspersönlichkeit abnimmt. Für die emotionale Kraft dieses Films sprechen bereits drei Publikumspreise auf internationalen Festivals.
(Offenbach Post)
Dies ist ein Film über Ureinwohner zwischen dem Ruf der Tradition und den Zwängen der Moderne, aber es ist kein Ethno-Kitsch. "Whale Rider" handelt vom Aufbrechen der Geschlechterrollen, kommt aber nicht als feministischer Traktat daher. Und, ja, wir verlassen euphorisiert das Kino, aber uns ist nicht Erbauung durch einen Prediger zuteil geworden, sondern etwas anderes.
Wenn eine erst 13-Jährige schon mit einer Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wird, macht das schon neugierig. Keisha Castle-Hughes aus Neuseeland spielt in "Whale Rider" ihre Rolle als nicht akzeptiertes Nachkömmling der Familie dann auch wirklich hervorragend und prägt den Film nachhaltig. Interessant ist das komplizierte Verhältnis zu ihrem Großvater, der stets versucht, die Tradition seines Whangara-Stammes in seinem Sinne fortzuführen. Der kleine und ruhige Film, der einen guten Einblick in eine unbekannte Kultur gibt, pendelt in der zweiten Hälfte zwar etwas an der Grenze zum Kitsch und surrealen Elementen, ist trotzdem ein Blick sicherlich wert!
Diesen Film habe ich in Neuseeland gesehen. Und so wie ich die Maoris kennen gelernt habe und die Kiwis überhaupt, so ist der Film.
Viel Terz umnichts. Filme über Maoris gleichen sich. Die Kelre führen sich als Macker auf, die Frauen sind ein Dreck wert. Aber ne große Klappe haben.
Aber dabei fehlt die Entschlußkraft, der rechte Willen, die Dinge mal anzupacken, sich ein Ziel zu setzen und beharrlich drauf zuarbeiten.
So der Film. Er hat mich kalt gelassen.
Ein sehr gefühlvoll erzählter Film über Tradition und ein Mädchen, das trotz ihrer Fähigkeiten und einfach nur wegen der Tatsache, dass sie ein Mädchen ist, aus dieser Tradition ausgeschlossen wird....aber, sie kämpft. Das schöne hier ist, dass die Grenzen zwischen Realität und Märchen leicht verschwimmen. Und ein wenig mystisches hat einem Film noch nie geschadet ;).
Gerade aus Neuseeland zurück gekehrt, weckt dieser Film großartige Erinnerungen in mir. Wer einmal am Waitangi Day in Pahia war, wird mich verstehen können! Sehr schön in Szene gesetzt mit tollen Naturpanoramen aus NZ. Sowohl die Geschichte der Maori und deren Mythen als auch der Generationskonflikt mit der eher traditionsabgewandten Jugend. Ein toller Film, den man auch mehrmals sehen kann!
Ein wirklich wundervoller Film - der bei mir lange nachwirkt. Immer an besonders schlechten, regnerischen Tagen muss ich an dieses Meisterwerk zurückdenken, dass mir wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.
Ein wundervoller Film in wunderschönen Bildern, dem leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde (Vielleicht wirkt die Story zu uninteressant?)! Es gibt nur selten Filme, die einen so sehr bewegen. Melancholie und Heiterkeit. Ein echter Feel-Good-Movie. Und intelligent ist er dazu - was will man mehr? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme :-)
Kritiker — Sehenswert 7.0
Der Film Whale Rider wurde von 17 Kritikern bewertet.
Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...
Die Frauen der Maori-Ureinwohner sind offenbar besonders stark und mit bösen Drohungen nicht klein zu kriegen. Zumindest im neuseeländischen Kino. Oder ist es ein Zufall, dass nach Lee Tamahoris „Letzter Kriegerin“ (1994) nun auch mit „Whale Rider“ ein Film von dem Prozess einer exzeptionellen weiblichen Selbstbehauptung erzählt? ... In einer erstaunlichen Mischung aus Ethno-, Familien- und Emanzipationsdrama erfährt man viel über die Kultur und das Leben des fernen Volksstammes, seine Legenden und Überlebensstrategien. „Whale Rider“ besticht auch durch grandiose Natur- und Unterwasseraufnahmen und vor allem durch eine Hauptdarstellerin, der man die verkörperte Mischung aus kindlicher Unschuld und weiser Führungspersönlichkeit abnimmt. Für die emotionale Kraft dieses Films sprechen bereits drei Publikumspreise auf internationalen Festivals.
(Offenbach Post)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Dies ist ein Film über Ureinwohner zwischen dem Ruf der Tradition und den Zwängen der Moderne, aber es ist kein Ethno-Kitsch. "Whale Rider" handelt vom Aufbrechen der Geschlechterrollen, kommt aber nicht als feministischer Traktat daher. Und, ja, wir verlassen euphorisiert das Kino, aber uns ist nicht Erbauung durch einen Prediger zuteil geworden, sondern etwas anderes.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare — Sehenswert 7.2
Der Film Whale Rider wurde von 610 Mitgliedern bewertet.
filmschauer 2010/02/06 16:31:52
Wenn eine erst 13-Jährige schon mit einer Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wird, macht das schon neugierig. Keisha Castle-Hughes aus Neuseeland spielt in "Whale Rider" ihre Rolle als nicht akzeptiertes Nachkömmling der Familie dann auch wirklich hervorragend und prägt den Film nachhaltig. Interessant ist das komplizierte Verhältnis zu ihrem Großvater, der stets versucht, die Tradition seines Whangara-Stammes in seinem Sinne fortzuführen. Der kleine und ruhige Film, der einen guten Einblick in eine unbekannte Kultur gibt, pendelt in der zweiten Hälfte zwar etwas an der Grenze zum Kitsch und surrealen Elementen, ist trotzdem ein Blick sicherlich wert!
Kommentar gefällt mir Antworten
Nayuma 2009/09/03 18:41:36
Endlich hab ich's mal geschafft den Film zu schauen. Einfach nur traumhaft schön. Ist alles drin. Selbe anschauen & eigenes Urteil drüber bilden.
Kommentar gefällt mir Antworten
ursusmajor 2009/04/28 01:12:39
Diesen Film habe ich in Neuseeland gesehen. Und so wie ich die Maoris kennen gelernt habe und die Kiwis überhaupt, so ist der Film.
Viel Terz umnichts. Filme über Maoris gleichen sich. Die Kelre führen sich als Macker auf, die Frauen sind ein Dreck wert. Aber ne große Klappe haben.
Aber dabei fehlt die Entschlußkraft, der rechte Willen, die Dinge mal anzupacken, sich ein Ziel zu setzen und beharrlich drauf zuarbeiten.
So der Film. Er hat mich kalt gelassen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Poisongissy 2008/12/29 20:29:29
sehr gefühlvoll erzählter Film,mit einem super geilen Soundtrack.
Kommentar gefällt mir Antworten
AgentGuhl86 2008/08/25 23:43:01
Ein sehr gefühlvoll erzählter Film über Tradition und ein Mädchen, das trotz ihrer Fähigkeiten und einfach nur wegen der Tatsache, dass sie ein Mädchen ist, aus dieser Tradition ausgeschlossen wird....aber, sie kämpft. Das schöne hier ist, dass die Grenzen zwischen Realität und Märchen leicht verschwimmen. Und ein wenig mystisches hat einem Film noch nie geschadet ;).
Kommentar gefällt mir Antworten
schmerzbereiter 2008/04/08 11:55:32
Gerade aus Neuseeland zurück gekehrt, weckt dieser Film großartige Erinnerungen in mir. Wer einmal am Waitangi Day in Pahia war, wird mich verstehen können! Sehr schön in Szene gesetzt mit tollen Naturpanoramen aus NZ. Sowohl die Geschichte der Maori und deren Mythen als auch der Generationskonflikt mit der eher traditionsabgewandten Jugend. Ein toller Film, den man auch mehrmals sehen kann!
Kommentar gefällt mir Antworten
Iroas 2008/01/09 23:06:19
Ein wirklich wundervoller Film - der bei mir lange nachwirkt. Immer an besonders schlechten, regnerischen Tagen muss ich an dieses Meisterwerk zurückdenken, dass mir wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.
Kommentar gefällt mir Antworten
Lorion42 2007/09/12 20:56:10
Ein wundervoller Film in wunderschönen Bildern, dem leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde (Vielleicht wirkt die Story zu uninteressant?)! Es gibt nur selten Filme, die einen so sehr bewegen. Melancholie und Heiterkeit. Ein echter Feel-Good-Movie. Und intelligent ist er dazu - was will man mehr? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme :-)
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Deine Meinung zum Film Whale Rider
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.