Wie beim ersten Mal - Kritik

US 2012 Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 27.09.2012

  • 8 .5

    Hi Leute,

    hat Miss Streep jemals in einer Rolle keine Leistung gebracht!? Nein, sie ist wie immer brilliant und genial. Und ihr Gegenpart Mister Lee Jones macht seine Sache auch hervorragend.
    Zur Story, Hut ab! Als tote (Sex)-Ehe kann man die Beziehung der beiden nach 30 Jahren bezeichnen. Es knistert einfach nicht mehr. Maeve hält die Einöde nicht mehr aus. Auch Arnold hat sich seinem Ehe-Schicksal ergeben. Bis Sie dann, Ihn überreden kann, mit zugehen zum Eheberater (Steve Carrell). Der mit seiner direkten und offenen Art, die beiden mehrmals hilfreich in (Sex)-Verlegenheit bringt. Jedoch beide am Ende ihre Leidenschaft, wie beim ersten Mal, selber entdecken müssen.

    Mein Fazit: Endlich mal ein Film der realistisch und humorvoll die Probleme einer langjährigen Ehe zeigt. Und mal weg von den hirnlosen und partygeilen Teenies, die nur Saufen und Ficken im Kopf haben. Und auch dass nicht mal auf die Reihe bekommen.

    8
    • 7

      Manchmal ist das Zwischenmenschliche ein unlösbares Rätsel. Es ist absolut tragisch-komisch Meryl Streep und Tommy Lee Jones dabei zu beobachten, wie sie vor simpelsten Berührungen zurückschrecken, wie sie ein unheimliches Unbehagen bei sexuellen Handlungen überfällt. Es ist als ob sie noch nie Zärtlichkeit schenken konnten. Mit Sicherheit gibt es eine Menge Ehen, in denen nicht einmal mehr über irgendetwas jenseits des Wetters bzw. Small-Talks gesprochen wird. Aber woher kommt diese Ahnungslosigkeit? Wie schleicht sich dieser Abstand in eine Beziehung? Wir sprechen hier obendrein von einer Generation, die nicht mit Hardcore-Pornos aufgewachsen ist, was für die Zukunft einige Befürchtungen für unsere jetzige Jugend hervorruft.

      Dieser Film ist unglaublich feinfühlig und konzentriert sich auf die winzigen Details, die eine langjährige Liebesbeziehung ausmachen können. Man bekommt die Bedeutung von ehrlichen, ruhigen und sachlichen Gesprächen vorgeführt, die Wichtigkeit von aufrichtigen Berührungen. Die meisten geben auf, wenn es schwierig wird, nehmen sich einen anderen und probieren es nochmal, bis es wieder schwierig wird. Aber es kommt darauf an jeden Tag erneut aufeinander zu zugehen, denn nur so kann die Beziehung wachsen und zu noch größerem Glück führen. Diese Herangehensweise wird immer unpopulärer. Es geht darum möglichst schnell und effizient Befriedigung zu erfahren, als wären wir alle Automaten. Die gesamte Kosten- und Nutzenkalkulation des Berufslebens hat einzug ins Seelenleben der Menschen gehalten. Die eigentliche Herausforderung im Leben steckt nicht im Beruf, sondern in freundschaftlichen Beziehungen oder eben Liebesbeziehungen.

      Bedauerlicherweise liegt die Priorität in unseren modernen Gesellschaft hauptsächlich im Berufsleben. So bringt Meryl Streep es in ihrer Rolle auch auf den Punkt, wenn sie sagt, dass sie den Eindruck von ihrer Ehe hat, dass zwei Arbeiter nebeneinander her leben würden, die durch nichts mehr zusammengehalten werden, außer dem Ort an dem sie leben. Menschen leben oftmals wie lebendig einbalsamiert in ihren Konservenbüchsen, jederzeit und widerstandslos bereit um mit dem rasseln des Weckers im Stechschritt zur Arbeit zu marschieren, wie Tommy Lee Jones in seiner Rolle, haben sie die immer gleiche Routine, wie ein Hamster in seinem Hamsterrad. Wie soll da Liebe möglich sein? Sie muss förmlich wie ein Funke im Eisbad ersticken. Natürlich triumphiert am Ende der Kitsch, die Hoffnung, dass alles gut werden wird. Aber was, wenn nicht?

      1
      • 6 .5

        So richtig wollte der Funke nicht überspringen. Meryl Streep hat ihre Rolle als braves Hausmütterchen ganz gut rübergebracht. Aber was zum Teufel hat sie bei dem alten Brummelkopp denn noch verloren? Tommy Lee Jones fand ich einfach ätzend und fehlbesetzt.

        • 5 .5

          Obwohl Tommy Lee Jones eindrucksvoll beweist, wie sehr ein Lächeln ein mürrisches Gesicht verändern kann, bleibt der Film (trotz Meryl Streep) eher einigermaßen schmerzfrei anschaubares Mittelmaß.

          • 6

            Süßer Film. :) Hat mich gut unterhalten, nur der Soundtrack hat mich irgendwie sehr genervt. Ich fand die Lieder oft unpassend. Aber runde, entspannte Sonntagssache :D

            • 6

              Ein harmloser, biederer Spaß, der ungemein von seinen wunderbar aufgelegten Darstellern profitiert. Der große Wurf ist es nicht geworden, dafür ist der Film dann doch zu zahm und macht zu wenig aus dem Szenario, das sicherlich noch genügend Raum für etwas bissigere Pointen gegeben hätte.

              • 6

                Film ist in Ordnung wenn man nicht zu viel erwartet. Nette und teilweise lustige Unterhaltung für zwischendurch.

                • 7 .5

                  Dass es sich wenn Meryl Streep und Tommy Lee Jones die Hauptrollen in einer Romantischen Dramödie spielen nicht um eine dieser plumpen Filme handelt dürfte klar sein.
                  Und so ist "Wie beim ersten mal" ein sehr realistischer Film über ein Ehepaar dass im laufe der Jahre den Bezug zueinander verloren hat und nur noch nebeneinander her leben.
                  Das Thema wird immer sehr respektvoll behandelt, und zwar auch in den eher peinlichen Situationen der Annäherung die trotz komischer und witziger Momente nie plump oder deplaziert erscheinen.
                  Aber trotz einiger komischer Momente ist "Wie beim ersten mal" eher dialoglastiges Drama als lustiger Romantik Komödie.
                  Was dem Film aber sehr gut steht.
                  Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache wirklich sehr gut und man nimmt ihnen ihre Rollen zu jedem Zeitpunkt ab und besonders Tommy Lee Jones hat mir als wortkarger Ehemann wirklich sehr gut gefallen.
                  Nett war es Elisabeth Shue in einer kleinen Rolle zu entdecken,
                  der kleine besondere Bonuspunkt ist aber Steve Carell der es immer wieder schafft zwischen Brachial Komödien und feinen kleinen anspruchsvollen Filmen hin und her zu pendeln und hier in einer Nebenrolle als Eheberater zu sehen ist.
                  Wer es auch mal etwas ruhiger mag bekommt hier einen schönen Film geboten!

                  4
                  • 7 .5

                    Ich habe schon lange nicht mehr einen so Ruhigen aber dennoch Relativ Lustigen und gleichzeitig Bewegenden Film gesehen.

                    1
                    • 8

                      Meryl Streep einmal mehr brilliant! Ja Bananen kann man auch essen!

                      3
                      • 7 .5

                        Sympathische, fast immer glaubwürdige Charaktere, nicht zu rührselig, ziemlich realistisch und ein nahezu kitschfreies Ende. Ein paar süße Tränen der Rührung. ------> Die Moral der Geschichte: Kommunikation ist sexy.

                        1
                        • 8

                          Also die jeninigen die noch nicht lange mit einem Partner gelebt haben sollten die Finger davon lassen. Der Film hat mich sehr gefallen und gehört ab jetz zu meiner Sammlung. Sehr empfehlenswert, wenn man kein Teenager mehr ist. Streep und Jones einfach genial

                          2
                          • 8

                            “Wie beim ersten Mal” ist ein fantastischer, ruhiger Film mit tollen Hauptdarstellern und einer feinfühlig erzählten Geschichte, die in vielen Fällen vermutlich gar nicht so weit von realen Ehen entfernt ist. In einer Zeit, in der Menschen ihre langjährige Ehe lieber wegschmeißen als zu versuchen sie zu retten ist dieser Film ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass es auch anders gehen kann und unterhält aber auch all diejenigen, die noch nicht so lange verheiratet sind, in einer Beziehung leben oder Single sind. “Wie beim ersten Mal” ist einfach ein Film für alle, die sich auf eine ruhige romantische Komödie mit “reifen” Hauptdarstellern einlassen können.

                            2
                            • 5 .5

                              "Wie beim ersten Mal" ist die Inszenierung einer kriselnden Ehe, in der vor allem körperliche Nähe komplett auf der Strecke bleibt. Die Mischung aus Drama, Komödie und Romanze mit zwei klasse Hauptdarstellern (Meryl Streep und Tommy Lee Jones) hat ihre Stärke durch deren Präsenz. Meryl Streep schafft es (wie immer) durch ihr Schauspiel, ihre Figur glaubwürdig erscheinen zu lassen, denn der Zuschauer bemerkt schnell die tiefsitzende innere Traurigkeit. Tommy Lee Jones, ihr Ehemann und quasi Gegenpart des ganzen Konfliktes, verkörpert einen grummeligen alten Sack, dem es wichtiger ist zu golfen, als mal zuhause wieder ordentlich einzulochen. Beide Schauspieler harmonieren perfekt. „Wie beim ersten Mal“ zeigt neben Alltagsproblemen zweier aneinander vorbei lebenden Ehepartner in dem ein oder anderen Moment sogar ein bisschen Situationskomik, was das ganze Szenario hin und wieder auflockert. Obwohl dieser ganze Romanzenkomödien-Kikifax eigentlich nichts für mich ist (was tut man nicht alles für die Liebste daheim), war es aufgrund beider großartiger Darsteller ein einigermaßen erträglicher Fernsehabend über Ostern. Hätte man hier als Besetzung irgendwelche durch Disney vergewaltigte Ex Mickey Mouse Club Flachzangen wie Zac Dingenskirchen oder Miley Cyrus the Virus aufgetischt, wär ich wahrscheinlich lieber mit dem Osterhasen ne Runde Schlitten gefahren.
                              Am Ende bleibt, trotz leichter Abneigung gegen besagtes Genre, ein einigermaßen positiver Eindruck. Danke ihr zwei Schauspieler der älteren Garde!

                              7
                              • 7

                                [...]Leidenschaft und vielleicht sogar Schönheit haben in Arnolds und Kays Beziehung die Tests der Zeit nicht bestanden, und um gemeinsam weiterzugehen müssen die beiden ihre irgendwann erwachsene Scheu vor’m Körper des anderen überwinden. Recht mager, könnte man meinen, wenn das alles sein soll, was „Hope Springs“ nach drei Jahrzehnten als Problem einer verfahrenen Ehe sieht. Doch wenn das alles wäre, dann hätte Frankel keinen Film, sondern lediglich einen überlangen Viagra-Werbespot, »Bügel die Alte auch noch im Alter, Alter!«. Der Sprung vom ersten Gespräch mit Dr. Feld, hin zu dessen Fragen und Ratschlägen in Bezug auf Sex ist tatsächlich einigermaßen heftig, wie der Film dann damit umgeht allerdings ausdifferenziert und aufrichtig. »Na los, Tommy Lee, pack die Meryl halt an«, könnte man denken, doch „Hope Springs“ schafft es, diese unsichtbare Barriere zwischen den beiden, diese Hemmung des Miteinanders, dieses Schwerfallen von Berührung und sich berühren zu lassen in einer Weise zu vermitteln, die manchmal Heiterkeit hervorruft – meist aber echtes Mitleid und Beklommenheit weckt. Da beginnt eine Szene wie ein old aged „American Pie“, da gehen Kay und Arnold ins Kino und sie versucht ihm eine lang gehegte und nie ausgesprochene Sehnsucht zu erfüllen, indem sie ihm in der Öffentlichkeit einen zu blasen beginnt und zunächst, noch witzig, an Platzmangel und Dunkelheit scheitert – und dann, final, an ihrer Unfähigkeit und Erfahrungslosigkeit auf oralem Gebiet und vor allem dem nicht genügenden Willen zur Überwindung ihres eigentlichen Unwills.

                                Sex als Kopf- und nicht Körperproblem und das nicht mal dann als peinliche Zotenparade, wenn Meryl Streep den Oralverkehr auf dem Klo mit Bananen übt. Schon ein kleiner und auch in der Frequenz seiner Wiederholungen immer wieder gelingender Kunstgriff, dieser „Hope Springs“. Je höher die Hoffnung für Kay und Arnold nach Teilerfolgen springt, desto heftiger stürzen sie durch irgendeinen Auslöser zurück in ihr scheinbar auswegloses Loch, meist durch eine weitere Schimpftirade Arnolds oder ein weiteres Scheitern im Bemühen, ihre einstige Nähe zu rekonstruieren. Entscheidendes bleibt unausgesprochen, Wahrheiten nicht beim Namen genannt, andere hingegen bekommen beide nicht aus ihrer gegenwärtigen Vorstellung vom anderen gelöst. Bis kurz vor Schluss hält der Film die Frage offen, ob dieses Paar noch zueinander gehört, die Frage, ob sie voneinander getrennt nicht weniger allein wären, bis zum Schluss lässt er beiden die Möglichkeiten einer bitteren Erkenntnis und eines Schritts zur Seite, um endlich wieder vorwärts zu kommen. Und wenn „Hope Springs“ an einer Stelle ins Dunkel blendet hätte er einen wunderbaren Schlusspunkt darin finden können, seinen Figuren diese Möglichkeiten weiter offen zu halten. Bis dann ein kurzer Epilog und eine bis in den Abspann hinein getragene Sequenz folgen und diese vorher so bemerkenswert ehrliche Studie über Liebe und Alter, Vergänglichkeit und Trotz, Wunsch und Wahrheit etwas entwürdigen.[...]

                                2
                                • 7 .5

                                  ich bin verliebt...
                                  ich weiß nicht ob sie mich auch liebt,
                                  ja sie liebt mich,
                                  wir sind zusammen,
                                  wir sind glücklich...

                                  Irgendwann ist es wie es ist, wird es für viele selbstverständlich.
                                  Warum soll ich ihr sagen das ich sie liebe, sie weiß es doch.
                                  Warum Blumen, sie weiß es doch.
                                  Warum soll ich überhaupt irgendetwas machen,
                                  das was zählt sind Gefühle, und was ich fühle weiß sie.

                                  Doch so vergißt man es irgendwann, dieses Gefühl, und fragt sich wo genau es verloren gegangen ist, wann genau hat man etwas nicht mehr gesagt oder getan das man gestern noch gesagt oder getan hätte, wann genau wurde man sich selbst wichtiger als dem/der geliebten?

                                  Drogen schaden! Steht ja zB auf jeder Zigarettenpackung.
                                  Diesem Film würde ich auch ein Label verpassen: Vorsicht, wenn sie sich diesen Film anschaun könnte das ihrer Beziehung gut tun!

                                  4
                                  • 7 .5

                                    meryl streep ist mal wieder völlig eins mit ihrer Rolle, klasse mimik! nehme ihr die gefühlte scham und und peinliche berührtheit zu 100% ab.

                                    1
                                    • 8

                                      Großartige Schauspieler in einem Film zum Schmunzeln.Die Story ist mal nicht wie in anderen Beziehungskomödien/Romanzen bei den Haaren herbeigezogen und daher auch sehr emotional und menschlich.Wunderbare Darstellung von einer Liebe ,die dem Alltagstrott zum Opfer fällt und erst wieder "geweckt" werden muss,damit sie wieder gelebt und wahrgenommen werden kann.
                                      Wer jetzt denkt,dass der Film nur etwas für alte Ehepaare ist,dem kann ich nur widersprechen und den Film auch jüngeren Leuten empfehlen;)

                                      2
                                      • 6

                                        recht amüsant…

                                        • 6 .5

                                          In "Wie beim ersten mal" sehen wir eine plausible und hundert mal gesehene Story, die dafür aber eine echt witzige RomCom abgibt, da das grandiose Schauspiel zwischen Meryl Streep und Tommy Lee Jones einfach zum Schmunzeln ist.

                                          • 8 .5

                                            Grandiose RomCom mit zwei absoluten Ausnahmeschauspielern.

                                            "Wie beim ersten Mal" ist eine erfrischend andere Art von RomCom als die üblichen Filme aus diesem Genre. Es geht thematisch nicht um zwei junge Menschen zwischen 20 und 30 die sich noch finden müssen, sondern um zwei Best Ager die in ihre Ehe neuen Schwung bringen wollen. Gerade dieser etwas andere Ansatz bei der Story ist einer der großen Pluspunkte dieses Streifens.

                                            Der noch größere Pluspunkt sind aber die schauspielerischen Leistungen von Meryl Streep und Tommy Lee Jones. Was die Beiden hier abliefern muss als absolute Spitze angesehen werden. Steve Carrel ist als ausgleichendes Element ebenfalls perfekt besetzt und diese Drei bilden eine perfekte Einheit.

                                            Mit den enthaltenden Wendungen und leichten Drama-Elementen kann man "Wei beim ersten Mal" zu einem der herausragenden Vertreter der RomCom's zu zählen.

                                            2
                                            • 3

                                              Einfallslos umgesetzt. Die Musikauswahl und die Entwicklung der Story fand ich deprimierend bis unerträglich und nicht neu. Ein biederes Hollywood-Klischee, was überhaupt nicht überzeugt und am Ende in einem Höhepunkt der Kitschigkeit endet, der die Authentizität endgültig in den Abgrund reißt. Und nur noch Ärgernis über diese abgedroschene Vorstellung von Beziehungs-Thematik zurück lässt. Schade bei der Besetzung.

                                              2
                                              • 7 .5

                                                Das Mienenspiel von Meryl Streep ist grandios!

                                                3
                                                • 7

                                                  mochte den Realismus in Dramaturgie und Erzähltempo

                                                  1
                                                  • 7 .5

                                                    die zwei superstars bringen das thema herzlich und nicht einmal peinlich rüber.haben sie richtig gut hinbekommen

                                                    2