Wie ein wilder Stier - Kritik

US 1980
Laufzeit 129 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 12.03.1981

Kritiken (2) — Film: Wie ein wilder Stier

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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6.5Ganz gut

[...]Die großen Stärken des Films, auf die er sich bei aller Unzugänglichkeit auch voll verlassen kann, sind die Schauspieler. Joe Pesci als Jakes Bruder Joey und Cathy Moriarty als Ehefrau Vickie stehen dem selbstzerstörerischen Treiben tapfer entgegen. Robert De Niro, dessen Darstellung des Jake LaMotta bis heute als DAS Paradebeispiel des Method Acting gilt, gibt dem Boxer viel (wenn auch zumeist verachtenswertes) Leben. In den Kämpfen, als Machomoral auslebender Wüterich, als zerbrechender Häftling und dicker, sein Publikum beleidigender Stand Up-Comidian – De Niro überzeugt in jeder Lebensphase LaMottas.[...]"Wie ein wilder Stier" ist das Psychogramm eines abscheulichen Menschen, gleichwohl beliebten und talentierten Boxers. Sperrig, teils langatmig und bei den zahlreichen stumpfsinnigen Entgleisungen seines Protagonisten arg strapazierend. Dabei aber auch ein mutiges, weil absolut ungeschöntes und nicht in Richtung des Massengeschmacks gebürstetes Drama mit unbedingt sehenswerter schauspielerischer Präsenz und Klasse.[...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

dante`afk

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hi, ich bin christian foyer. ich bin an sich noch total gruen hinter den ohren, da ich aber meinen stumpfsinnigen senf ueberall verspruehen will, melde ich mich mal als kritiker damit ich dazu recht habe.

nun gehe ich zu meiner mama kartoffelsalat essen. tschuessie euer christian


Punsha

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Sehr schön! Seh ich hundert prozentig genau so. Lass dir von den Möchtegern-Intellektuellen nichts vormachen...


Kaltduscher: MoviezKult.de

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10.0Herausragend

Jake LaMotta ist in Boxer-Kreisen eine Legende. Der 1921 in New York geborene Mittelgewichtler erlangte in 106 Profi-Kämpfen keinen einzigen Niederschlag und war der erste, der den bis dato ungeschlagenen Sugar Ray Robinson besiegen konnte. Auf Anweisung der Mafia verlor LaMotta 1947 einen Kampf gegen Billy Fox. Die Mafia revanchierte sich 1949 und ermöglichte ihm einen Weltmeisterschaftskampf gegen den hoch favorisierten Franzosen Marcel Cerdan. LaMotta besiegte den Franzosen überraschend durch einen KO in der zehnten Runde. Seine erste Pflichtverteidigung sollte wenig später in New York wieder gegen Cerdan stattfinden, dieser verunglückte jedoch bei seinem Flug in die USA. Mit Laurent Dathille fand man schnell Ersatz, doch dieser konnte LaMotta nicht stoppen. Erst 1951 verlor er seinen Weltmeisterschaftsgürtel durch KO in der dreizehnten Runde an Sugar Ray Robinson. Ab diesem Zeitpunkt ging es mit LaMottas Karriere steil bergab. Auch privat häuften sich seine Probleme und Auseinandersetzungen…

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

J4KOB

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was is denn das für eine Kritik?
kein einziges wort über den film?



Kommentare (60) — Film: Wie ein wilder Stier

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Moe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Martin Scorsese könnte ein eigenes Genre erschaffen: Rise & Fall.
Passt ja zu vielen seiner Filme. So auch hier.
Taxi Driver mit Boxen statt Taxi und ohne Farbe.
So kann man den Film in einem Satz beschreiben.

Ich habe mir den Film auf Blu-Ray angeguckt. Auf Deutsch konnte ich ihn mir nicht angucken, da der deutsche Ton auf der Blu-Ray miserabel ist; blechern und mit einem Hall. Also schaltete ich um auf Englisch. Klarer Ton, aber ich habe kein Wort verstanden, weil sie entweder leise sprechen, nuscheln oder beides in Kombination. Musste halt der ungeliebte Untertitel mit rein. Und ich habe mich oft erwischt, wie ich das Geschriebene mit dem Gesprochenen abgeglichen habe. Im Geschriebenen wurden ja mehr als 50% mehr Buchstaben verwendet!

Doch wieder zurück zum Film:
Es ist für mich wohl der brutalste Scorsese-Film. Die Boxkämpfe waren nicht da, um spektakulär zu sein, um den Zuschauer zu unterhalten oder eine Pause zu gönnen. Nein, es wurde konsequent draufgehalten und die nackte Gewalt gezeigt. Den wahren Charakter von LaMotta. Zur Leistung von Robert DeNiro muss man nichts sagen. Mit seinem Freund Marty als Back-Up läuft er einfach zur Bestform auf.
Aber auch Moriarty muss man würdigen für ihr Schauspiel. Ständig dieser sterile, leere Gesichtsausdruck. Dieses Entsetzen. Diese Gefangenschaft. Dieses Leid. Das hat sie sehr gut gemacht.

Insgesamt kommt der Film sehr ruhig daher. Der Zerfall der Hauptfigur ist wie ein Virus, er kommt schleichend und leise und zeigt seine wahre Natur, wenn er sich festgesetzt hat.

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung7.0Sehenswert

Meine Lieblingskombination De Niro/Scorsese hat mich ja durchaus schon öfter verwöhnt. Aus diesem Grund war meine Erwartungshaltung bei Raging Bull auch entsprechend hoch, was eine Enttäuschung unvermeidbar machte.
Die Dialoge waren typisch und es war interessant ungewöhnlich, mal einen lieben und sanften Joe Pesci zu erleben, der sich während des ganzen Filmes nur eine Prügelei erlaubt, die auch noch gewissermaßen gerechtfertigt war. Wer hätte das gedacht. Böse Zungen munkeln ja, dass Joe Pesci auch außerhalb seiner Rolle den cholerischen Schläger gibt. Ein Schelm, wer so etwas glaubt! :D
Insgesamt hat mir aber der ultimative Kick gefehlt, den ich sonst aus dieser Kombination gekannt habe. Aufstieg und Fall eines "temperamentvollen" Boxers wurde eindringlich gezeigt, seine Wut mit seiner Hilflosigkeit und seinem Stolz begründet und somit auch das Gut/Böse-Denken hinterfragt, jedoch hätte man das auch alles kompakter packen können.
Aber wer bin ich denn, den Meister zu kritisieren? Ich verneige mich nach wie vor vor diesen zwei Genies und erkläre mich ihnen weiterhin als unwürdig.

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Pyro 91

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Bewertung9.5Herausragend

Verdammt guter Film. Das Traumtrio Scorsese, DeNiro und Pesci arbeiten wieder wunderbar zusammen und erschaffen ein Meisterwerk.
Jake LaMottas Aufstieg und Fall im Ring und im Privatleben wird von Scorsese gnadenlos und ungeschönt auf die Leinwand gebracht. Schon zu Beginn sieht man einen Mann, der sich nur mit Fäusten gegen seine Mitmenschen zur Wehr setzen kann. Im Zwischenmenschlichen verhält er sich paranoid und abgestumpft, worunter seine Frau Vickie und sein Bruder Joe auch zu leiden haben.
Heftig wurde es, als er beide verdächtig miteinander geschlafen zu haben.Zuerst verprügelt er seinen Bruder vor seiner gesamten Familie und schlägt schließlich auch seine Frau mitten ins Gesicht.
Von da an geht es nur noch abwärts. Er kann nicht mehr Boxen und verdient sein Geld mit Auftritten in schäbigen Nachtclubs. Zuletzt verlässt ihn seine Frau und sein zukünftiges Verhältnis zu seinen Bruder bleibt ungewiss.

Folgende Szenen fand ich am besten:

- Er zeigt Vickie seine Wohnung. *aufvogelkäfigzeig* "Ja und das ist ein Vogel. Das heißt dort war einer. Jetzt ist er tot.

- Als Jake seinen Bruder und Frau verkloppt und total in seiner Paranoia aufgeht.

-Als er einen Kampf aufgibt und danach weint.

-Er soll seinen Bruder anrufen. Dieser geht ran, aber Jake ist nicht fähig sich bei ihm zu entschuldigen.

-Die Schlussszene mit DeNiro vorm Spiegel inkl. Zigarre und das darauffolgende Bibelzitat: "... All I know is this: Once I was blind and now I can see."

Fazit: Bewegendes, tiefgehendes Charakterdrama, das es schafft, den Zuschauer trotz ambivalenten, hassenswerten Protagonisten tief zu berühren. Die Schwarz-Weiss-Optik sorgt obendrein für Zeitlosigkeit und lässt den Film episch wirken.

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Mr.Film

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Bewertung7.0Sehenswert

"Der wilde Stier aus der Bronx, der wütende Bulle, Applaus für den berühmten Jake La Motta, Ladies und Gentleman."

Wie ein wilder Stier wütet er im Beruf und in seinem familiären Leben, Menschen die er nicht leiden kann zeigt er seine Abneigung auch. Jake La Motta. Ein Mann beherrscht von Verlustsängsten, ein Mann, der ganz der Zeit angepasst, seine Frau unterdrückt, natürlich nur weil er sie liebt. Niemand darf ihm was sagen, nicht einmal sein Bruder hat eine Chance wenn eine Diskussion ausbricht. Jake ist dafür einfach viel zu stur. Wie ein wilder Stier eben. Doch in einer Sache kann er übermütig sein, kann er viel von sich selber halten: Im Boxen. Er gewinnt (fast) immer, meist hat der Gegner nicht mal den Hauch einer Chance, seine Fäuste prasseln so schnell auf seinen Feind nieder das diese absolut keine Chance zum reagieren haben, wenn La Motta aber mal verliert liegt es entweder an den unfairen Punktrichtern und an korrupten Geschäften. Oder an seiner nicht vorhandenen Disziplin zum trainieren. La Motta ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Mensch, in welcher Hinsicht kann man betrachten wie man will, meiner Meinung nach ist er ein absoluter Unsympath, er hat nichts von dem verdient was er erreicht hat, die tolle Frau die er vernachlässigt und schlägt, die Siege die er meistens locker erreicht, den Bruder der ihm so gut zur Seite steht. Er denkt das sei alles selbstverständlich, doch auch er muss auf den Boden der Tatsachen kommen...

Aber gut, auch wenn Robert De Niro als Jake La Motta an meinen Nerven schrammt, es gibt da immer noch meinen kleinen Liebling Joe Pesci(als Jake's Bruder) der meine ganze Begeisterung empfangen durfte, der Kerl hat es einfach drauf und durfte auch heute wieder alle Pluspunkte einsacken. Mit Joe Pesci macht man nie was falsch. Das soll aber nicht heißen das De Niro schlecht war, nein, das war seine Rolle, doch war diese Rolle eben extrem 'gewöhnungsbedürftig'. La Motta wird als Machoartiges etwas dargestellt, umso schöner und umso besser wird dargestellt wie der harte Kerl später im Gefängnis zergeht, sein Leben nach diesem Ereignis zerbricht. "Raging Bull" macht als Biopic viel richtig, sein Privatleben wird gut durchleuchtet, dennoch wird das worum es geht, nämlich das Thema Boxen, bis auf die beeindruckenden Kämpfe, ziemlich hängen gelassen.
Die Laufzeit zerrt irgendwann einfach an den Nerven, La Motta ist ein anstrengender, psychopathisch angehauchter Typ, den man viel zu Lange ertragen muss, der Charakter von ihm ist abstoßend. Doch das ändert nichts daran das es ein sehenswerter Scorcese war, die Inszenierungen haben Freude bereitet, vor allem während den Boxkämpfen konnte Scorsese sein Können zeigen, was eben gestört hat, war, das so vieles vernachlässigt wurde, und dies ist vor allem ärgerlich wenn man sieht, was dafür unnötiges Zeug reingequetscht wurde.

Den Titel '1000ter Film' ist er auf jeden Fall würdig.

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Punsha

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Ne Scorsese-Box zu Weihnachten bekommen oder was? :)


Mr.Film

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Nee das nicht, hab mir die mal besorgt und dann erstmal rumliegen lassen...muss ja mal geändert werden ;)


bluebigpappa

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Bewertung9.0Herausragend

Vorweg: Ich bin überhaupt kein Box Fan!

Ich mag jedoch diesen Film. Zum einen wegen der angenehmen Auswahl der Schauspieler und zum anderen weil ich wenigstens einige Box-Filme mag, beispielsweise Rocky und Rocky IV, The Fighter und nun auch diesen Film.

Habe den Film gestern als "Süddeutsche Zeitung : Cinemathek" Edition geholt und finde das Bild der DVD sehr gut. Den werde ich mir mit meinem Großvater mal angucken denn der mag "ältere" Filme und ist Box Fan! ^^

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Ripley1

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Rocky IV und Raging Bull in eine Schublade zu räumen, ist schon ziemlich gewagt.


bluebigpappa

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Es ist ja keine allgemeine Schublade sondern meine persönliche. Geht mit dem Teil der Aussage mehr darum, dass ich einige Box Filme mag ohne dem Boxsport in der Realität zu frönen. ;-)

Ich mag auch Tier-Horror und vergleiche nicht "Der weiße Hai" mit "Cujo".


guggenheim

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Bewertung6.0Ganz gut

Für das Team Scorsese & de Niro würde manch einer wohl eine mit Honig bestrichene nubische Schönheit links liegen lassen. Ich nicht, weil... naja... nubisch, Schönheit, Honig. „Wie ein wilder Stier“ würde ich aber ehrlicherweise auch schon für ein paar gesalzene Fritten, serviert von einer schmucken Bedienung, eintauschen. Scorseses Film hat reichlich Längen, wirkt trotz reichlich dargestellter Emotionen seltsam kalt und ist wenig fesselnd.

Selbstverständlich ist „Wie ein wilder Stier“ kein Sportfilm, sondern ein Sozialdrama, aber trotz der Spitzenschauspieler funktioniert das alles nicht optimal. Auf den Punkt gebracht: Der Film ist bestimmt nicht schlecht, über weite Strecken jedoch langweilig und kaum berührend und für mich kein Meisterwerk.

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Sheeeeep

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Wie sagte Chief Wiggum so schön als er sich ein T-Shirt von Bart anschaute:"Stolze nubische Prinzessin - Treffer!" :D


kristallrainer

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Bewertung6.0Ganz gut

Selten kommt es vor,dass ein Scorsese mit einem wirklich herausragender Robert deNiro nicht als Meisterwerk bezeichnet werden kann. 'Raging Bull' stellt eine jener wenigen Ausnahmen dar. Sicherlich ist der rote Faden bei diesem Biopic gut erkennbar, aber fesseln konnte mich dieser Film kaum. Das mag an dem schrecklick unsympathischen Protagonisten Jake La Motta liegen, oder an der Tatsache,dass ich mit Boxen nicht allzu viel anfangen kann. Filmisch ist das ganze sicherlich gut umgesetzt worden,aber der Funke konnte bei mir nicht überspringen. Gelohnt hat sich das Anschauen aber allein aus dem Grund zu sehen wie DeNiro uneingeschränkt brilliert (er nahm unglaubliche 27 Kilo während der Dreharbeiten zu, um den "alten" La Motta zu spielen).

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JimiHendrix

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habe ich ähnlich in erinnerung: unterschieben!


Andy Dufresne

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Jeder hat Angst vor dir!“ Wer soll/kann dann noch dein Korrektiv sein…

„Wenn er sich irgendwas vorgenommen hat dann steckt das in seinem Dickkopf und er lässt sich von Keinem da reinreden.Selbst wenn Christus vom Kreuz runtersteigen würde, das würde ihn nicht im geringsten jucken.Er will tun und lassen können was er will und zwar ganz allein und er ist davon überzeugt das er es schafft“das sagt Joey, La Motta´s Bruder.

„Das schafft er nie allein“ antwortet Tommy der Mafiosi.

Im Allgemeinen geht es in „Raging Bull“ um den ehemaligen Boxweltmeister Jake La Motta.Er scheitert an sich selbst, er kann sich nicht besiegen, versucht dies aber bis er nur noch ein Schatten seiner selbst ist, ein verfettes,dreckiges, eingesperrtes,von allen verlassenes Schwein, ein kompletter Verlierer.

Übergeordnet und tieferliegend geht es um einen Menschen der rein seinem Instinkt folgt und der nicht merkt das dieser ihn täuscht .Es geht um tiefe,ehrliche Sensibilität, so ehrlich das sie äußerlich als solche nicht mehr zu erkennen ist in ihrer cholerischen,gemeinen und abschreckenden Manifestierung…
Schon die erste Szene zeigt es: La Motta liegt nach Punkten klar hinten,bringt den Gegner in der letzten Runde (der ultimativen Runde) dreimal zu Boden.Dieser wird nach dem er bis zur „Acht-Zählung“ regungslos liegenblieb vom Gong gerettet, La Motta steht,war stärker und hat trotzdem verloren…
Er ist stärker aber ein Tier passt nicht in ein Regelwerk,in eine Vorgabe.Er steht und der Gegner liegt.La Motta kommt zu spät,dies zieht sich durch sein ganzes Leben.La Motta randaliert als Verlierer, während der Sieger K.O. aus dem Ring getragen wird.La Motta steht und ist gefallen.Der gefallene Gegner wird aufstehen,La Motta kann nicht aufstehen (da er nicht fällt) obwohl es das Einzige wäre was ihn retten könnte…

„Er hat sich nunmal vorgenommen seinen Weg allein zu gehen“ und hat dabei völlig vergessen das der Mensch zum Menschen wird durch den Menschen.Und nicht (nur) durch sich selbst…

„Ich hatte ja keine andere Wahl, KEINE ANDERE WAHL!!!!“ schreit er und so ist es,ein Löwe brüllt,ein Vogel fliegt. Und ein Stier ist wild.

Das Meer,so unendlich groß und frei es auch erscheinen mag, ist durch den Mond zu Ebbe und Flut gezwungen. So ist La Motta durch sein Wesen, seine Seele gezwungen zu sein wie er ist,er ist durch seine Seele dazu gezwungen seinem Instinkt zu folgen.Wie ein wilder Stier.
La Motta fühlt sich durch alles in Frage gestellt, er bezieht alles direkt auf sich, ungefiltert. Auf die einzige Weise die er kann/kennt reagiert er auf die Dinge: Direkt, brutal unmittelbar.
La Motta ist das Gegenteil von Subtil, das Gegenteil von Taktik, er ist purer,direkt gelebter Instinkt.Dieser trügerische Instinkt lässt ihn letztlich alles verlieren, dargestellt in der eruptiven Szene als er auf seinen Bruder losgeht und dabei auch seine Frau K.O. schlägt.
Seinen Bruder verliert er damit sofort, seine Frau hält es noch etwas aus, der Bruch ist aber da, es ist nur eine Frage der Zeit bis er die beiden komplett entzweit.

Er legt sein altes Leben als Boxer ab.Dies bringt ihm aber keine Erlösung,im Gegenteil.
Ablegen tut er sein früheres Leben (das absolut das Zeug gehabt hätte aus ihm einen glücklichen Menschen zu machen) als er seinen WM-Gürtel auseinander nimmt um ihn zu Geld zu machen.Die Demontage des Gürtels ist die symbolische Demontage seiner Selbst,der Gürtel,für den er alles gegeben hat,ist wertlos für ihn geworden.Er ist allein, er hat es geschafft vollkommen verlassen zu werden,er hat sein Umfeld durch seine Roheit,seinen gelebten Instinkt , dazu gebracht ihn allein zurückzulassen,ihn letztendlich in eine schmutzige Zelle zu stecken.
Er schreit seine Hilflosigkeit in der Zelle hinaus („Wieso,wieso,wieso,wieso…ich bin kein Tier,ich bin kein Tier!!!!),während er mit dem Kopf und den Fäusten gegen die Wand schlägt.Viele haben ihn ausgehalten und sind geflohen.Er kann dies nicht,er ist in sich gefangen.Er MUSS sich selbst aushalten und kann nicht fliehen.Er ist dem Instinkt ausgeliefert, er ist sich seine eigene Nemesis.

Bei diesem Film stimmt einfach alles. Allein der Vorspann,absolut reduziert,De Niro macht sich in Zeitlupe im Ring warm,unterlegt von einer tiefmelancholisch und dennoch kämpferischen Musik.Das könnte ich mir eine Stunde lang ansehen.Dazu die Kamera,der Schnitt, die stilistischen Ideen,die Wahnsinnsregie und die überlebensgroße Leistung De Niro´s.Und nicht zu vergessen Pesci,dessen herzensguter und doch ebenfalls oft rein dem Instinkt folgender Joey (als er Vicky mit den Mafiosi in der Bar sieht und wie ein Tier auf den Mafioso springt,ihn mit einer Stange schlägt und ihm den Kopf mit einer Autotür zermanscht,ist das ein Menetekel,ein Vorausblick auf seine Großrollen als Tommy/ Nicky in Goodfellas und Casino) viel zu wenig gewürdigt wird.Auch Cathy Moriarty überzeugt komplett, sowie der ganze Cast einfach passt.Letztendlich ist der Film aber auf La Motta/De Niro fokussiert, auf seine Persönlichkeit ausgerichtet. Wo Apocalypse Now den ganz großen Bogen über alles spannt, spannt Raging Bull den ganz großen Bogen über das Persönliche.Für mich gehören die beiden Filme zusammen. Es geht immer um Dualität…

Raging Bull ist für mich einer der absolut besten Filme aller Zeiten und mit Sicherheit einer der Zeitlosesten auch.

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SoulReaver

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Wunderbar! :)


Andy Dufresne

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@chs & Soul: Vielen Dank ;D


Prechtl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Raging Bull ist ein ungeschönter Bericht über den Untergang eines Mannes, dessen Paranoia und Selbstsucht ihn schlussendlich in den Ruin getrieben haben. Die Kämpfe werden wirklich real und brutal dargestellt, besonders sein letzter Kampf hat mir sehr imponiert. Robert de Niro hat wirklich Erstaunliches geleistet, immerhin musste er 27 Kilogramm zulegen, um seine Figur nach dem Untergang authentisch darstellen zu können - seine Leistung wurde zu Recht mit den Oscar als bester Hauptdarsteller belohnt.

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SoulReaver

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Bewertung9.5Herausragend

„Der wilde Stier aus der Bronx, der wütende Bulle, Applaus für den berühmten Jake La Motta, Ladies und Gentlemen.“

'Wie ein wilder Stier' ist die vierte Zusammenarbeit des Traumduos De Niro & Scorsese und gleichzeitig die intensivste. Nie wurde ein Boxfilm so realistisch und ohne jegliche Glorifizierung erzählt. Eine Mischung aus Sportfilm und Familien-Drama. 8 Oscar Nominierungen hab es 1981, zwei davon konnte der Film gewinnen.

Der aus armen Verhältnissen stammende Jake La Motta boxt sich bis zum Weltmeistertitel im Mittelgewicht hoch. La Motta kommt mit dem Ruhm um seine Person nicht klar und verbaut sich mit seiner gewalttätigen Art, die ihm im Ring zu Siegen führte, sein ganzes Privatleben. Bis er am Ende nur noch ein übergewichtiger und trauriger Schatten seiner selbst ist.

Durch seine schwarz-weiß Bilder vermittelt der Film genau die Atmosphäre der 40er und 50er Jahre. Boxszenen wie hier wurden so noch nicht gezeigt, der geniale und Oscar prämierte Schnitt von Thelma Schoonmaker lässt den Film absolut realistisch erscheinen. Die Fertigstellung der Boxszenen betrugen fast drei Monate. Pietro Mascagni liefert mit seiner Musik einen der wohl traurigsten und zu gleich schönsten Soundtracks überhaupt ab.

Robert De Niro spielt den durchtrainierten und gewalttätigen Boxer Jake La Motta, der auch nicht davor zurückschreckt seine Frau zu verprügeln und als übergewichtiger Nacht Club-Besitzer einsam endet. De Niro futterte sich für die Rolle 50 Pfund an und ist kaum wiederzukennen, dazu trainierte De Niro um noch überzeugender zu wirken ein Jahr mit La Motta höchstpersönlich, was sich deutlich bezahlt gemacht hat. De Niro der für seine Darstellung den Oscar für den besten Hauptdarsteller gewinnen konnte bringt wieder eine unglaublich authentische Leistung und spielt jede Facette seiner Person hervorragend aus. Seine Gestik und Mimik sind mehr als grandios. Cathy Moriarty spielt seine Frau Vickie, die er als sie 15 war kennenlernt. Moriarty bekam eine Oscar Nominierungen und spielt sehr überzeugend die geschundene Frau, die gehen will aber doch immer wieder nachgibt. Joe Pesci ebenfalls Oscar Nominiert spielt La Motta's Bruder Joey der auch sein Manager ist. Er will sich der Unbarmherzigkeit seines Bruders schnell entziehen, doch scheitert auch.

Martin Scorsese inszeniert einen ungeschönten Blick in das Leben eines Mannes der in Little Italy aufwächst, wie Scorsese selbst, und sich bis zum Titel durchschlägt. Der Ruhm steigt ihm zu Kopf und er wird überheblich und fühlt sich unsterblich. Dabei vergisst er sein privates Umfeld zu pflegen. Er verprügelt seine Frau und vernachlässigt seine Ehe. La Motta kann nie wirklich lieben und Dankbarkeit zeigen. Keine warmen Gefühle, nur Zorn, krankhafte Eifersucht, Misstrauen und Hass. Ein wenig Zufriedenheit kommt nur auf wenn er seine Gegner im Ring völlig entstellt zu Boden gehen sieht. Als er dazu noch seinen Bruder in einem puren Wutausbruch völlig verprügelt, verliert er ihn als erstes. Obwohl Joey alles für ihn getan hätte und ihn unterstützte wo er nur konnte. Als er dann am Ende nur noch ein fetter Nacht Club-Besitzer ist, ist La Motta längst schon eine gebrochene Person die ohne jeglichen Beistand zurechtkommen muss. Er hat sein Leben in jedem Bereich verkorkst, weil er sich viel zu oft selber im Weg stand. Seine Brutalität, seine innere Kälte, all das hat ihn und sein Umfeld zerstört. Die härtesten Schläge steckt er weg, doch die leisteten Zwischentöne bringen ihn zum Platzen. Hochmut kommt wie gewohnt vor dem Fall und La Motta fällt nicht nur sondern bleibt auch liegen.

Fazit: Martin Scorsese's Biografie über einen der berühmtesten Boxer der 40er und 50er Jahre ist ein schonungsloser und ehrlicher Einblick in einen Mann der sich selbst ins Aus schoss. Die brutalen Boxsequenzen in denen das Blut auch mal bis in die Zuschauerränge spritzt sind unglaublich realistisch und authentisch gefilmt. Die grandiosen Darsteller, allen voran De Niro, machen den Film dann endgültig zum intensiven und unvergesslichen Meisterwerk.

„That’s Entertainment.“

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SoulReaver

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Ich danke :)


Andy Dufresne

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Sauguter Kommentar! Werd den Film auch demnächst nochmal anschauen und was dazu schreiben,das plane ich schon seit 2-3 Wochen, bekomme es aber einfach nicht hin...


JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für mich der Boxfilm schlechthin, ganz weit vor "Rocky", obwohl das Boxen hier nicht im Fokus liegt. Dieser Film ist die eindrucksvolle Show des genialen Robert De Niro. Das Wort One-Man-Show vermeide ich, da auch Joe Pesci hier glänzt. Dennoch, De Niro's Performance trägt den Film. Eine Charakterstudie eines Menschen, den niemand persönlich kennen will. Selten widmete sich ein Film so intensiv einem Menschen, den man einfach nicht leiden kann. Und genau das macht es so faszinierend.
Jack La Motta ist eine arme Sau. Talentiert, aber genauso überheblich, primitiv, paranoid und gewaltbereit. Sein Talent öffnet ihm alle Türen, die er durch seine soziale Inkompetenz noch schneller zuschmeißt. De Niro verkörpert diese auf allen Ebenen gescheiterte Person mit einer Hingabe, wie es nur ganz wenige können. Und Scorsese beweißt in vielerlei Hinsicht Mut. Zum einen, da er so einer Figur zum zentralen Punkt seines Films macht, was im profitorientierten Hollywood nicht immer sinnvoll ist. Zum anderen, dass man hier nicht die übliche "The Winner Takes It All-Story" bekommt und das er sich darüberhinaus sogar gegen den Willen der Studiobosse für eine Schwarz-Weiß-Inszenierung entschied.
"Wie ein wilder Stier" ist auch heute nicht jedermans Sache, unbestritten aber ein Klassiker. Ach ja, und obwohl Boxen hier nur eine untergeordnete Rolle spielt, nie wurden Boxszenen derart grandios gezeigt. Von daher schon ganz gut, dass es kein Farbfilm ist.;)

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Joker_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

De Niro und Scorsese - ein Duo, den es in der amerikanischen Filmgeschichte vermutlich nie wieder geben wird. Und das sie unerreichbar sind zeigen sie wieder einmal in "Raging Bull". Das Cover von "Raging Bull" suggeriert vermutlich jeden Nichtkenner einen harten actionreichen blutigen Boxerfilm ala Undisputed -- doch ganz im Gegenteil "Raging Bull" ist ein Drama, eine Biografie, eine Geschichte des Aufstiegs und Abstieges mit all seinen Facetten.
Besonderen Wert legt Scorsese auf das psychologische Verhalten Jake LaMottas. So zeigt er dessen Ausbrüche, Stimmungsschwankungen, Gier, Sturheit, Aggressivität, Eifersucht, Dummheit, Arroganz, Egotismus, Egoismus, Hass, Impulsivität und seine patriarchalische Ader. All das vereint er in eine Person -- Robert De Niro, der für diese Rolle einfach geboren ist. Allein dessen Blick in seiner notorische Wutausbrüche lässt einem den Schauer über den Rücken laufen und man vermag zu glauben man sei einer seiner Aggressivitätsopfer.
Nicht zu vergessen ist auch Joe Pesci, der an der Seite von Scorsese und De Niro nichts anderes machen kann als glänzen und sich genau weiß anzupassen, um so seine hervorragende schauspielerisch Leistung zu zeigen.
Eine unglaublich authentische Note verleiht Scorsese "Raging Bull", indem er dessen Farben bis ins Schwarz-weiße verblassen lässt und vereint dieses mit einer meisterlichen Kameraführung der für seine Entstehungszeit außergewöhnlich gut ist.

"Raging Bull" ist nichts für Leute, die nach blutigen Münder, blau verfärbten Augenrinder und Knochenbrüche suchen, sondern für die, die wieder nach Qualität hecheln.

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hoffman587

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Bewertung9.0Herausragend

Raging Bull

"Wie ein wilder Stier" ist ein packendes, realistisches und fesselndes Drama von Martin Scorsese aus dem Jahre 1980, das auf dem Buch von Jake La Motta basiert.

Die Story ist an sich recht einfach und stellt eine Auf-und Abstiegsgeschichte des Boxers Jake La Motta dar: 1941 beginnt die lange Karriere des Boxers Jake La Motta und er schlägt sich in seinen Kämpfen durch, ohne irgendwelche Kompromisse bekämpft er seine Gegner. Und mit dieser brutalen und selbstzersörischer Weise schlägt er sich auch durch das Leben. 1949 wird er dann endlich Weltmeister im Mittelgewicht, das aber auch nur dank eines Deals mit der Mafia. Fortan geht es mit seinem Leben aber wieder bergab.

Als Hauptrolle darf niemand anders fungieren als der beste Partner von Scorsese, nämlich ein unglaublich genialer Robert De Niro, der hier wieder einmal beweist, dass er zu den Besten der Besten zählt, mit seiner ungeheuren Kraft und Energie spielt er die Rolle des Jake La Motta, er identifiziert sich mit ihm, er wird zu diesem wilden Stier und das macht er mit einer unbeschreiblichen Intensität, sodass er bei seinem Spiel wirklich bis zum Äußersten geht und das kann ich einfach nur als phänomenal oder überragend beschreiben. Neben ihm legt aber auch wieder Joe Pesci, der dritte im Bunde, eine denkwürdige Performance hin, als Jake´s Bruder Joey, die er wieder mit Herz und Seele verköpert.

Auch hier kann man Scorsese´s Regie nur als erstklassig titulieren, da er die Geschichte einmal mehr wieder sehr faszinierend und natürlich sehr interessant erzählt, auch wenn das leider nicht über die Ganze Laufzeit hält, aber na gut, das ist ja eine persönliche Einschätzung und das ändert nichts an der Tatsache, dass Scorsese sein Werk meisterhaft gehandhabt hat.
Die Kamera ist ausgezeichnet, besonders der Aspekt, dass sie glaubwürdig wirkende und tolle Schwarz-Weißbilder erschafft, die dem Film noch einen Tick fesselnder machen und den Reiz noch verstärken.

Des weiteren wurden die Charaktere authentisch gezeichnet, was vor allem für die Figur des Jake gilt, und die Dialoge wurden genauso glaubwürdig und somit exzellent geschrieben.
Zusätzlich wurde der Score perfekt zum Werk komponiert, manchmal bewegend und des öfteren verfehlt er nicht seine dramatischen Wirkung, die dem Film zu Gute kommt.

Besonders brillant wurden auch die Boxszenen gefilmt, ich denke mal, dass sie realistisch sind und dazu erzeugen sie durch ihre Härte und exzellente Inszenierung, eine besondere Art von Spannung, der ich mich schwer entreißen konnte, wirklich fabelhaft.
Jedoch sollte man als negativ vermerken, dass ab und an einige Längen entstehen können.

"Ich erinnere mich noch an den Jubel, er dringt mir noch in den Ohren und bleibt sicherlich ewig in meinem Gedächtnis. Eines Tages lasse ich meinen Mantel aus und was war passiert, ich hatte keine Hose an. Ich erinnere mich an jede Einzelheit, an jeden Harken, jeden Treffer, es war die schlimmste Abmagerungstour, die es gibt, dabei war mein Leben wirklich nicht langweilig. Obwohl ich lieber einen Beipass haben möchte, wenn ich auf der Bühne stehe und ein Shakespeare Kostüm anhaben möchte. Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd, seit 6 Monaten verfolgt mich das Pech. Ich bin zwar nicht Olivier. Aber ich würd viel lieber..hätte Olivier mit Robinson den Kampf gewagt, dann hätte er bestimmt gesagt: Lieber die Bühne als den Ring. Also gebt mir ein Theater, das habe ich mir schon gewünscht von meinem Vater... auch wenn ich das Boxen liebt... zum Showbusiness treibt mein Trieb...That´s Enertainment..."

Schlussendlich kann ich nur noch sagen, dass ich "Wie ein wilder Stier" für eines der brillantesten Werke des Boxefilmrgenres halte, wenn nicht sogar für den besten Vertreter, obwohl es sich ja größtenteils auf die psychologische Studie seines tragischen Helden konzentriert, doch das macht es auf jeden Fall brillant.

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Punsha

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Bewertung6.5Ganz gut

Ob Taxi Driver, Goodfellas oder eben Raging Bull: Scorcese/De Niro - Für die meisten eins der besten Filmduos, für mich will der Funken aber einfach nicht rüber springen.
Ich kann dem Film zu gute halten, dass alle Schauspieler sehr überzeugend spielen und De Niro meiner Meinung nach hier seine beste Performance abliefert, sowie dass Raging Bull wohl zu den realistischsten Boxer-Dramen zählt mit einem Intro, was mich gleich so begeisterte, wie kaum ein Anderes. Jedoch war er für mich andererseits auch arg langatmig mit sich immer wiederholenden Mustern und Dialoge, die mit zunehmender Dauer des Films aufgrund ihrer überspitzen Darstellung einfach nur meine Nerven strapazierten.

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Mr.Film

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Argh, auf den freue ich mich eigentlich soo :/


Punsha

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Ja freu dich doch weiter, bitte. :)
Ich glaube ich bilde da eine absolute Ausnahme, genau wie bei den anderen oben genannten Filmen. Ich glaube ich leide unter Scorcirophobie oder so. :(
Der Film ist ja trotzdem nicht schlecht. Ich war nur ein wenig enttäuschst.


michebavaria1986

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Bewertung10.0Herausragend

Das dieses Jahrhundertwerk weder mit einem Oscar für den besten Film, noch für den besten Regisseur ausgezeichnet wurde, ist wohl eine der größten Fehlentscheidungen in der Geschichte der Academy. Gewonnen hat seinerzeit (Film und Regie) „Eine ganz normale Familie“ von Robert Redford. Ein sehr guter und bewegender Film, keine Frage, aber beide Oscars sind übertrieben. Wenn man bedenkt, dass im selben Jahr auch David Lynch mit „Der Elefantenmensch“ auf der Nominierungsliste stand, ist das Abräumen von Redfords Werk doppelt unverständlich.

Wenigstens wurde Robert DeNiro für seine unvergessliche Schauspielleistung mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Ich denke nicht nur für mich, ist seine Darstellung eine der besten der Filmgeschichte und wohl der Höhepunkt des sogenannten „Method Acting“. Zuerst trainierte er mit dem realen Jake LaMotta monatelang um glaubwürdig als Halbschwergewichtsboxer auf der Leinwand zu erscheinen, danach nahm er etliche Kilos zu, um den Verfall LaMottas nach dessen Karriereende zu zeigen.

Nicht nur die auch neben DeNiro grandiosen Schauspieler (allen voran Cathy Moriarty und erstmals in einem Scorsese-Film Joe Pesci), auch das Filmen in Schwarz-Weiß geben dem Film einen fast dokumentarischen Charakter für diese Zeit. Das Milieu in dem der Film spielt, die Leute, die Streitereien usw. sind durch und durch glaubwürdig. Auch was musikalische Untermalung, Kameraarbeit und Schnitt anbelangt, ist an diesem Film nichts auszusetzen und bewegt sich auf allerhöchstem Niveu (wie man das bei einem Scorsese-Film gewohnt ist).

Der Filmkritiker und Pulitzer-Preisträger Roger Ebert nennt diesen Film einen „Othello“ für unsere Zeit. Mit dieser faszinierenden Charakterstudie eines Boxers, der sich und alle anderen immer wieder demütigt und so vom Halbschwergewichtsweltmeister mit Mafia-Kontakten zum abgehalfterten StandUp-Komiker avanciert, gelang Scorsese wirklich ein Werk Shakespearschen Ausmaßes.

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Carmine

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenn Schauspieler und Regie kombiniert ein Klasse-Team ergeben kann man sich nur auf die zusammenarbeit freuen. Im Falle von Deniro und Scorsese oder Chow Yun Fat und John Woo trifft dies bei 90% der Filmen zu. Auch andere Teams passen klasse zueinander.

Deniro und Martin haben schon so einige Klassiker geliefert wie zb. Casino oder Goodfellas. An diese Filme werden wird uns noch weitere 100 Jahre erinnern.
Auch Wie ein wilder Stier ist zur heutigen Zeit sehr bekannt und in manchen Mündern wird der Film auch sehr hoch gelobt. Dazu ist auch gar nichts auszusetzten, da mehr als die Hälfte des Filmes mir gefallen hat. Die Schwarz-Weiß Atmosphäre,der Cast (Deniro+Pesci ein Genuss) und gegen die Story war eigentlich auch nichts auszusetzen, trotz das sie zu dieser Zeit auch aus anderen Boxfilmen bekannt ist. Der springende Punkt und genau das fand ich auch etwas negativ ist, das mit der Kehrwendung des Filmes zugleich auch die Qualität von Martins Werk beeinträchtigt wurde und meiner Meinung nach auch der Film sich in meinen Augen verschlechtert hat.

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J!GS4W

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Bewertung7.5Sehenswert

De Niros dicke Nase hat ihm sicher nicht zu Unrecht einen Oscar für diesen Film beschert und was für Al Pacino Tony Montana ist, ist für De Niro sicherlich Jake La Motta (Oder vielleicht doch eher Travis Bickle?!), wobei ich dann Pacinos Rolle doch etwas preferire. Es liegt weder an De Niro, noch an Joe Pesci, dass mich dieser Film nicht so ganz überwältigt hat, wie ich es bei all den Wertungen erwartet hätte, sondern mehr an der eher lauen Geschichte die erzählt wird und dem öfteren Mangel an Emotionalität, beispielsweise verkörpert durch Cathy Moriartys Rolle der Vicky. Im deutlichen Gegensatz dazu stehen dann aber Musik und Aufbau, die dem Film dann doch des öfteren etwas Episches verpassen. So merkt man zwar weshalb der Film ein Klassiker ist, für meinen Geschmack würde ich ihn dann aber doch nicht mit zu großen Lobeshymnen preisen. Auf Boxergeschichten stehe ich im Allgemeinen aber eh nicht so.

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MikeC.

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Bewertung6.0Ganz gut

Trotz tiefergreifender Thematik konnte mich dieses frühe Werk von Scorsese nicht packen. Die Performance von De Niro dagegen ist sehr gut und zeigt, dass er schon damals ein ungeheures Talent hatte.

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Innovativ inszenierter Scorsese-Klassiker mit einem phänomenalen Robert DeNiro - vielleicht die beste Rolle seiner Karriere? Vor Jahren konnte ich mit diesem Film noch nicht viel anfangen, mittlerweile finde ich ihn göttlich. Wie sich hier ein Egomane selbst zerstört und alle anderen mit sich reisst - und wie der Regisseur dies inszeniert - ist schier beeindruckend. Pesci und DeNiro at their best.

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Le Samourai

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Auf jeden. Aber ich denke die psychologische Anstrengung in TAXI DRIVER ist schwieriger und höher zu bewerten als die körperliche in RAGING BULL. Wie auch immer, grandioser Film, grandiose Darstellung!


annaberlin

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Für Raging Bull ließ sich Scorsese ja ewig bitten. Erst als DeNiro fast an einer Überdosis gestorben ist, sagte "Marty" zu und sie drehten diesen Klassiker, der an den Kinokassen floppte.


geheimer333

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein großartiger De Niro in einem Boxerfilm, der eigentlich keiner ist...

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