Wie im Himmel
Så som i himmelen (2004), SE Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Drama, Kinostart 20.10.2005
14 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1394 Bewertungen
44 Kommentare
Keine
von Kay Pollak, mit Michael Nyqvist und Frida Hallgren
Der weltberühmte Dirigent Daniel Dareus (Michael Nyqvist) kehrt in Wie im Himmel nach einem schweren Kollaps in sein schwedisches Heimatdorf zurück. Eigentlich wollte er sich von der Welt zurückziehen, doch als er das Amt des Kantors antritt, findet er über seine Leidenschaft für die Musik auch zu den Menschen zurück. Bei seiner Arbeit mit dem bunt zusammengesetzten Chor der kleinen Gemeinde entfaltet sich vor ihm allmählich ein ganzer Mikrokosmos menschlicher Sorgen und Nöte, und er ist überglücklich, als er erkennt, dass er mit Hilfe der Musik einen Weg in die Herzen der anderen findet. Das ist die Erfüllung seines Traums, mit dem er vor Jahrzehnten aus dieser Gegend aufgebrochen war…
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Cast & Crew
-
Kay Pollak
-
Michael Nyqvist
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Daniel Daréus
-
Frida Hallgren
-
Helen Sjöholm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gabriella
-
Lennart Jähkel
-
Ingela Olsson
-
Niklas Falk
Regie
Schauspieler
-
Verena Buratti
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Loredana
-
Per Morberg
-
Ylva Lööf
-
Axelle Axell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Florence
-
Kay Pollak
- Genre
- Musikfilm, Romanze
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Dorf, Schweden
- Handlung
- Art House-Film, Außenseiter, Chor, Chorleiter, Dirigent, Geistig Behinderter, Gesang, Gewalttätiger Ehemann, Heimliche Liebe, Herzinfarkt, Individuum, Kirchenchor, Konzert, Musik, Pastor, Sterben und Tod, Unfall, Verdrängte Vergangenheit, Verlust der Mutter, Verlust des Vaters
- Stimmung
- Berührend, Romantisch
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Wie im Himmel
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Kritiken (3) — Film: Wie im Himmel
Anj S: Mann beisst Film
Kommentar löschen„Wie im Himmel“ ist unbedingt empfehlenswert; dieser Film ist bewegend, aufrüttelnd, gesellschaftskritisch, unterhaltsam und spannend, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Er bedient sich nur der Farben die das Leben ihm bietet, ohne dabei mit knallbunten Hollywood-Spektakeln verglichen werden zu können.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
apreussler
Kommentar löschenIch mag diesen Film sehr gerne. Hat ein paar schöne Anspielungen auf die wichtigen Dinge des Lebens :-)
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Nayuma 2010/08/17 23:13:33
Antwort löschenDamit haste mich in jedem Falle neugierig auf den Film gemacht! ;) Bin mal gespannt, wird vorgemerkt.
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenKay Pollak ist das Palme-Trauma in seinem Comeback-Film noch anzumerken. Es geht um sehr religiöse, theologische Fragen, um Schuld und Sühne, um Gemeinschaft und die absolute Harmonie und natürlich um den Tod. Der Film baut Takt für Takt eine immer größere Vielstimmigkeit auf, man lernt die Charaktere immer weiter, immer tiefer kennen und man hört die Missklänge unter ihnen, die Gemeinschaft, die nur Schein ist, in der der Einzelne doch einsam bleibt...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (41) — Film: Wie im Himmel
Kommentar schreibenpublic_hh 2011/12/22 01:42:23
Kommentar löschenDer Titel geht gar nicht. Der Film ist dafür umso besser. Nicht weil er das Umdenken eines sehr erfolgreichen, fast gestorbenen Dirigenten aufzeigt. Das "Wie" ist hier, wie bei den wenigsten Filmen, der Punkt. Es gibt kaum Filme, die mir so dermaßen unter die Haut gegangen sind. Ich hätte es im Vornherein nicht gedacht.
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Drogba11 2011/12/22 02:02:34
Antwort löschenBei der Bewertung verklickt?
Der Text hört sich zumindest nicht nach 0 Punkten an.
Alle 3 Antworten zeigen
Prechtl 2011/12/22 19:25:17
Antwort löschenWtf? Der Text passt zur Bewertung...
Außerdem ist es wirklich ein toller Film :)
public_hh 2011/12/23 13:07:22
Antwort löschenJa, zuerst hatte ich mich anscheinend wirklich verklickt! Jetzt stimmts aber!
loveissuicide 2011/10/23 16:16:14
Kommentar löschenJa, der Film ist kitschig, ja, der Film bedient seine Klischees, und Teufel, ja, ich liebe diesen Film!
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Schloøpselcki 2011/08/29 14:52:19
Kommentar löschen"Wie im Himmel" hat mich trotz äußerst kitschiger Nuancen überzeugt, und zwar, weil dieser Film wider aller Erwartungen wirklich unter die Haut geht. Die vielen meist wenig erbaulichen Schicksale der Figuren plätschern keineswegs einfach unterhaltend am geneigten Zuschauer vorüber sondern wissen einen in ihren Bann zu ziehen. Echtes Mitgefühl kommt auf und treibt einem manchmal sogar Tränen in die Augen (Ich gebs ja zu) - untermalt von passender und sehr schöner Musik erzählt "Wie im Himmel!" von rührenden und brutalen Ereignissen, die jedoch auf dem Boden bleiben, weil sie auf Basis alltäglichen Lebens inszeniert werden. So wird beispielsweise eine Mutter gezeigt, die unter den cholerischen Ausbrüchen ihres Mannes zu leiden hat, oder eine schon immer ungesagte Liebe zweier sehr alter Menschen. Dies alles bleibt durchweg realistisch und endet nicht in allen Fällen "wie im Himmel". Neben der Geschichte profitiert der Film auch von den sehr talentierten Schauspielern, die authentisch wirken und wo an keiner Stelle Nichtkönnen oder Overacting anklingt. Vor allem Frida Hallgren (Lena), Helen Sjöholm (Gabriella) und Ingela Olsson (Inger) überzeugen auf ganzer Linie. Außerdem gibt es einige sehr schöne Landschaftsaufnahmen zu bestaunen. Womit ich nicht ganz zufrieden bin ist das Ende, es ist mir erstens ein zu großer Kitschbauzen und zweitens der einzige Punkt, an dem die Geschichte zu überladen wirkt. Etwas weniger Drama hätte es auch getan. Tipp: Im Original mit deutschen Untertiteln ansehen, das macht gleich mehr Spaß.
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ThomasWzS 2011/08/05 20:45:06
Kommentar löschenIch habe den Film inzwischen sechsmal gesehen und weiss seit gestern auch warum er mich immer und immer wieder fasziniert, rührt und mir zeigt,
was wirklich wichtig im Leben ist.
Gestern habe ich auf Empfehlung meiner Frau dann mit Ihr "der Film Deines Lebens" gesehen ("http://www.derfilmdeineslebens.com, gibt es hier noch nicht).
Ein Film der die 7 geistigen Gesetze als Spielfim veranschaulicht und dabei unterhaltsam, spannend und lehrreich sein soll.
Lehrreich ist er wohl und lohnend zum einmal gesehen haben auch,
doch kein Vergleich zu einer authentisch in Szene gesetzten Story,
wo alles stimmt,
von den klasse Schauspielern, der super Filmmusik, über die Bilder, das fantastische Drehbuch und jeden einzelnen Dialog mit sovielen Kleinigkeiten, die einen immer wieder zum reinspüren einladen, bis zum interpertationsoffenen Ende.
Für mich ist Wie im Himmel der wichtigste und schönste Film,
den ich bisher kennenlernen durfte, eigentlich sollte er göttliche 12 Punkte erhalten,
für jede Tugend einen.
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isah47 2012/01/05 19:23:45
Antwort löschenGenau ! Von mir auch 12 Punkte ! Bin total der gleichen Ansicht, hab ihn "nur 4 mal " gesehen !
Marc De 2011/07/24 17:17:23
Kommentar löschenSchöner Film.
Nicht nur für Musikinteressierte unterhaltsam, tiefgründig und teilweise sogar lustig.
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U-Turn 2011/07/18 22:54:27
Kommentar löschenEin warmherziger Film. Braucht etwas um in die Gänge zu kommenm manchmal auch etwas sehr gefühlsduselig. Dennoch weit entfernt vom amerikanischen Kitsch.
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MrTrombone 2011/06/23 22:35:12
Kommentar löschenEin wunderbarer Film mit einem schaurig-schönen Ende und einem Hang zum Kitsch, worüber man aber gnädig hinwegsehen sollte. Dann ergibt sich eine sehr einfühlsame Porträtierung verschiedener Charaktere aus dem schwedischen Hinterland und den Einfluss des gemeinsamen Musizierens aufeinander.
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Manfred Mitmannsgruber 2011/06/13 10:47:17
Kommentar löschenDies ist der erste Film, in dem ich erleben durfte dass jeder KInozuschauer bis zum letzten Ton des Abspanns im Saal sitzen blieb und eine Spannung in der Luft lag die seinesgleichen sucht. Sehr berührend und eine Musik die ins Herz und Ohr geht - einfach fantastisch!
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hallgrimsson 2011/01/07 00:08:02
Kommentar löschenDieser Film ist einfach fantastisch, man kann passender Weise auch sagen: himmlisch!
Die Geschichte von Daniel Dareus ist humor- und liebevoll, herzerwärmend und vor allem auch noch eins: realistisch!... "Wie im Himmel" gehört zu den besten Filmen, die ich je gesehen habe!
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strangelet 2010/09/06 21:44:57
Kommentar löschenMan fragt sich unweigerlich die ganze Zeit: Ist das noch poetisch, oder schon Kitsch, oder womöglich doch bloß Stuss? Ich bin mir darüber bis zum Schluss nicht ganz klar geworden. Fest steht: Wer auf glaubhafte Charaktere und subtile Botschaften steht, der ist ganz klar im falschen Film, denn hier werden die ganz großen Gefühle mit der Motorsäge aus dem schwedischen Wald geschnitten. Andererseits ist das alles aber auch gar nicht so furchtbar mit anzusehen, und das ist dann irgendwie auch schon wieder eine Leistung.
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Knotion 2010/09/05 23:37:52
Kommentar löschenWow.
Dieser Film gieng mir nahe wie selten ein Film.
Die Musik ist in dem Film (nur) das Medium für Emotion - achwas das klingt viel zu Sachlich: für Gefühle, Liebe, ja wahre Menschlichkeit, Menschsein bis in den Tod. Das ist das Thema des Filmes, der durchaus Parallelen zur Bibel hat...
Aber erfahrt es selbst!
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Elman Smithee 2010/08/28 10:41:15
Kommentar löschenIch hatte Wie im Himmel schon seit längerer Zeit in meiner DVD-Sammlung stehen, ihn aber noch nie in Gänze gesehen, nachdem er letzte Weihnachten tatsächlich im Abendprogramm (nach der Bescherung) lief, ich aber erst im Kreise meiner Familie zur Hälfte dazu schalten konnte. Soweit der damalige Rahmen. Gestern also, nach einer langen Woche war ich also in Feierabendstimmung und wollte diesen Film goutieren. Und tatsächlich: Wie im Himmel ist kein Film, den man einfach laufen lässt. Und wenn doch, so wird man sich wundern, wie schnell man die Welt um einen herum vergisst und in den Bann der puren Poesie gezogen wird, die einen über den Alltag hinweg hebt. Daniel, der ehemalige Stardirigent, will mit seiner Musik die Herzen der Menschen öffnen mit der Sprache der Seele. Und das Zauberhafte gelingt: Man hört zwar mit den Ohren, doch antwortet mit dem Herzen. Ein wunderschöner Film über die Entdistanzierung und Bewältigung von Traumata mittels Musik. Ein Meisterwerk für alle Tage, die zum Fest werden wollen. Und natürlich aus Schweden.
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Discostu 2010/07/05 19:42:47
Kommentar löschenEin Film mit guten Schauspielern, Kameraarbeit und Musik. Das Script weiß aber nicht zu überzeugen. Die Grundstory ist wenig originell, die Charaktere größtenteils zu flach und sehr vieles zu dick aufgetragen. Es geht unter anderem um einen schlagenden Ehemann, einen zusammenbrechenden bigotten Pfarrer, einen sich nicht ernst genommenen fühlenden Mann mit geistiger Behinderung, einen seit Jahrzehnten gegängelten Dicken, die Liebeserklärung eines Rentners an eine Frau die er seit der Schule liebt usw. Der Film ist kurzum überladen mit vielen verschiedenen Themen, die alle nur kurz und oberflächlich behandelt werden, statt die Zeit zu nutzen, um die emotionale Wandlung der Hauptfigur(en) etwas glaubwürdiger darzustellen. Allgemein ist es auch eher wenig glaubwürdig, dass gleich zwei Männer einen Dirigenten töten wollen, obwohl er lediglich den Kirchenchor übernommen hat und dadurch bei der Bevölkerung beliebt wird. Gegen Ende wird das Ganze dann auch noch relativ kitschig.
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Musikpoet 2010/04/17 01:22:54
Kommentar löschenIn diesem wundervollem Mut machenden Drama geht es vor allem um die Kraft der Musik.
Hier werden ganze Lebensentwürfe hinterfragt und kritisch behandelt. Ja die Menschen lernen sich durch ihre neu gewonnene Kreativität wieder selbst neu zu erkennen und vor allem zu lieben . Das alles aus sich selbst heraus und mit Hilfe der überirdischen Kraft der MUSIK - Für mich einer der besten Filme in den letzten 2 Jahren.
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isah47 2012/01/05 19:34:23
Antwort löschenFür mich gilt das auch !!
Ich dachte, dass die Amis so einen Film niemals fertg bringen würden,
menschliche Schwächen u. Wärme so darzustellen.
KeyserSoze 2010/03/26 22:58:26
Kommentar löschenIch steh ja so gar nicht auf Programmkinofilme und irgendwie hat sich das hier auch wieder bestätigt. Die sind mir einfach immer zu anstrengend. Dennoch war er gar nicht so schlecht, allerdings hat das Ende verhindert ihm mehr Willis zu geben.
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maslobojew 2009/12/13 16:48:19
Kommentar löschenJesus in Schweden!
Die oft gewählte Bezeichnung für diesen Film, "Feel-good-movie" kann ich nicht nachvollziehen.
Auf jeden Fall hat der Streifen insbesondere aus christlich-spiritueller Sicht eine Menge an Anknüpfungspunkten zu bieten.
Und natürlich macht er das auch sehr unterhaltsam.
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nurleben 2009/12/13 21:06:33
Antwort löschenWieso, hast du dich am Ende nicht gut gefühlt :)?
maslobojew 2009/12/13 22:29:00
Antwort löschendoch, aber nicht nur! ;-)
cimoc 2009/12/06 20:49:30
Kommentar löschenSchöner Film, stellenweise etwas sehr langatmig. Insgesamt aber sehenswert.
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Jesse James 2009/11/29 17:27:33
Kommentar löschenHach, es gibt sie noch... die guten alten Zeiten, in denen man betrunken vor'm Fernseher hängt und auf ostdeutschen (jaja... 20 Jahre Einheit blabla, der Film kam halt im MDR, man muss die Dinge mal beim Namen nennen! :P) Sendern Filme sieht, die man sich längst mal ansehen wollte. In diesem Fall war es "Wie im Himmel" - ein oscarnominierter, schwedischer Film aus dem Jahre 2005 über einen todkranken Star-Dirigenten, der sich in den Ort seiner Kindheit zurückzieht und dort nicht nur gegen schiefe Töne des Chors, sondern auch die Kirche selbst antritt.
Wer solch einen Titel hört, denkt natürlich sofort an Kitsch, schwedische Frauen und den Genuss von Köttbullar (zur Not die IKEA-Dinger, aber lasst das nicht Karlsson vom Dach hören*). Tja... man behält recht, aber wie es sich für den Himmel gehört, läuft alles harmonischer ab als in Schmachtfetzen von Rosamunde Pilcher, wo sich die Leute mit Liebes- und Hassbekundungen gleichermaßen vollkotzen, bevor sie sich von der britischen Steilküste stürzen. In Schweden ist alles bodenständiger und einfach näher am Typus "Mensch". Selbst wenn einem Menschen nur das Fahrradfahren beigebracht wird, sieht man gerne zu, denn es ist einem nicht egal. Man wünscht den Leuten entweder Gutes oder halt etwas Schlechtes, manchmal auch nur Ruhe oder Kraft. Wenn soviel Wert auf die Gefühle der Menschen gelegt wird, müssen leider andere Dinge zurückstecken. Einige sind (interessanterweise) verschmerzbar, wie die holprige Inszenierung mit recht groben Schnitten und plötzlichen Sprüngen. Dafür dass es ein Film über die Kraft der Musik ist, hört man erstaunlich wenig davon. Zwischendurch wird ein wenig gelallt und gefeiert, außer dem Finale und "Gabriellas Song" (großartige Nummer) bleibt die Musik leider nur Aufhänger für all die unterschwelligen Konflikte des Dorfes, z. B. zwischen Inger, die im Chor aufgeht und ihre Sexualität wieder entdeckt, sowie ihrem Freund, dem Pastor Stig. Der findet es nämlich gar nicht gut, dass die Fantasien aus seinen Pornoheftchen nun Realität werden und beschuldigt direkt mal alle der Sünde. Aber gut... dass er nicht gerade der Hellste ist, beweist er schon alleine dadurch, dass er diese Heftchen hinter ein paar Büchern im Wohnzimmer versteckt - Amateur! *g*
Nun aber wie Star-Dirigent Daniel wieder zurück zu den Wurzeln: der Musik. Als audiophiler Mensch tut einem der Verzicht auf noch mehr dieser wirklich schön klingenden Chorlieder ziemlich weh. Da hilft nur noch der Kauf des Soundtracks, der hiermit so gut wie bestellt ist. Am Ende bleibt festzuhalten dass es mal wieder ein schwedischer Film geschafft hat, ins breite Licht der Öffentlichkeit zu treten und ich hoffe, es werden noch viele folgen. Ich wende meinen Blick gerne wieder gen Norden, um zu schauen welche Filmperlen in naher Zukunft das Licht der skandinavischen Wälder erblicken. Bis dahin befinde ich mich noch nicht im Himmel, aber zumindest auf Wolke 7/10.
* Zugegeben, diesen Insidergag musste ich mir erstmal selbst zusammengooglen. War nie so der Astrid Lindgren-Fan... wem es ebenso geht, dem sei gesagt dass Köttbullar die Leibspeise von Karlsson ist.
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whitefish 2009/08/29 02:07:56
Kommentar löschenZiemliche Gefühlsjodelei mit teilweise unverständlichem/merkwürdigem Verhalten und dazu immer dieses "ich bin ein Kind im Süßigkeitenladen" gegrinse. Überzeugt hat micht allein die weibliche Hauptdarstellerin (und das nicht nur wegen des Evaskostüms :) ) Eigentlich mag ich viele skandinavische Filme, dieser hat bei mir nicht funktioniert.
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gorgo 2009/06/26 21:35:34
Kommentar löschenSehr unter die Haut gehender Film.
Unbedingt ansehen.
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