Willkommen bei den Rileys

Welcome to the Rileys (2010), GB/US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 07.04.2011

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6.7
Kritiker
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7.0
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von Jake Scott, mit James Gandolfini und Kristen Stewart

In Willkommen bei den Rileys begegnen uns Doug Riley (James Gandolfini) und seine Frau Lois (Melissa Leo), die immer noch nicht über den Tod ihrer Tochter hinweg sind, der nun schon acht Jahre zurückliegt. Doug bewältigt seine Trauer mit einer Affäre mit der Kellnerin Vivian, Lois hingegen gibt sich insgeheim selbst die Schuld daran, dass ihre Tochter starb. Sie hat sich völlig zurückgezogen und geht nicht mehr aus dem Haus. Als Vivian stirbt, verliert auch Doug seinen letzten Halt. Auf einer Geschäftsreise lernt er die Stripperin Mallory (Kristen Stewart) kennen, die ihn an seine verstorbene erinnert. Er bietet ihr 100 Dollar pro Tag, wenn er einfach nur eine Zeit lang bei ihr bleiben und seine Gedanken sortieren kann. Kein Sex. Währenddessen unternimmt Lois in Willkommen bei den Rileys einen neuen Anlauf, das Haus zu verlassen und ihre Ehe zu retten. Als sie ihren Ehemann schließlich findet, ist sie zunächst schockiert, dass er bei einer jungen Nutte wohnt, doch dann geht es ihr wie Doug, und wird von Mallorys Ähnlichkeit mit ihrer toten Tochter Emily fasziniert. Auch Lois zieht in das Appartment, wo die drei in Willkommen bei den Rileys eine äußerst ungewöhnliche kleine Familie bilden, aber Mallory ist noch nicht bereit, ihre neuen “Eltern” zu akzeptieren…

Willkommen bei den Rileys ist der zweite Spielfilm nach Plunkett & MacLeane von Regisseur Jake Scott, Sohn von Ridley Scott und Neffe von Tony Scott. Wie es sich für eine richtige Filmfamilie gehört, haben Papa und Onkel in Willkommen bei den Rileys als Ausführende Produzenten fungiert. James Gandolfini kann in Willkommen bei den Rileys beweisen, dass er nicht nur auf Mafia-Paten (Die Sopranos) oder Schläger (Schnappt Shorty) abonniert ist. Aber auch die weiblichen Darsteller zeigen in Willkommen bei den Rileys weitere Facetten ihres Könnens: So lotet Kristen Stewart nach Into the Wild und Adventureland weiter ihre tough-zerbrechliche Seite aus, während Melissa Leo nicht umsonst mit dem Oscar 2010 als Beste Nebendarstellerin für The Fighter ausgezeichnet wurde.(EM)

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Cast & Crew


Kritiken (16) — Film: Willkommen bei den Rileys

CINEMAN.ch

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6.0Ganz gut

Nach dem Unfalltod der 15-jährigen Tochter liegt auch die Ehe von Doug (James Gandolfini) und Lois Riley (Melissa Leo) im Sterben. Da begegnet Doug auf einer Geschäftsreise der zerbrechlichen Stripperin Mallory (Kristen Stewart), die ihn an seine Tochter erinnert. Fortan kümmert er sich um das orientierungslose Mädchen. Die Überwindung des Selbstmitleids und der eigenen Schwächen stehen im Zentrum dieses intimen Dramas, das mit starken Schauspielern und einprägsamen Figuren auftrumpft.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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9.5Herausragend

Es ist so schön, dass auch die US-Amerikaner in der Lage sind, anspruchsvolle Filme zu machen. Und „Welcome to the Rileys“ ist nicht nur anspruchsvoll, sondern ergreifend. Zum ersten Mal seit Langem flossen mir die Tränen… in Bächen.
Aber ich stehe dazu, dass mich diese Geschichte berührt hat. Wer Spoiler nicht scheut, für den hier eine kleine Zusammenfassung: Es geht um ein Ehepaar, das vor vielen Jahren seine 15-jährige Tochter durch einen Autounfall verloren hat. Seitdem geht die Mutter nicht mehr aus dem Haus und der Vater hält sich eine Geliebte. Als diese jedoch an einem Herzinfarkt stirbt, fliegt bei Daddy endgültig die Sicherung raus und er fährt nach New Orleans, wo er sich einen Tochter-Ersatz in der Person einer 16-jährigen Stripperin sucht. Das wiederum gibt seiner Frau einen Anlass, endlich mal wieder das Haus zu verlassen und ihm nachzureisen. Kurz scheint es, als würden die drei gemeinsam eine kleine Familie gründen können, doch die Zerwürfnisse zwischen den Eheleuten sind zu groß, um auch noch das völlig verwahrloste Gör zu resozialisieren. Trotzdem findet der Film ein Ende, das zwar nicht unbedingt „happy“, aber doch optimistisch ist.
Mit einem Kloß im Hals und noch ganz benommen schlurfte ich aus dem Kino und fühlte mich selbst wie eine orientierungslose 16-jährige Stripperin auf der Suche nach einem asexuellen Sugar-Daddy. Dass der Film die Identifikation mit einer solchen Figur so erleichtert, macht für mich seine Qualität aus. Großartig.

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C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit

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7.0Sehenswert

Als erste und zentrale Einschätzung kann [...] festgehalten werden, dass "Willkommen bei den Rileys" ein Schauspielerfilm ist. Vor diesem Hintergrund inszeniert Jake Scott sein Independent-Drama recht konventionell und unter Verzicht auf jegliche Art von Pomp. [...] Es sind James Gandolfini, Kristen Stewart und Melissa Leo, die "Willkommen bei den Rileys" sehenswert machen und denen Jake Scott durch seine zurückhaltende Regie genügend Raum gibt.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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6.5Ganz gut

"Willkommen bei den Rileys" ist ein recht klassisches und teilweise herausragend gespieltes Melodram, das jedoch ein wenig an der unterschiedlichen Qualität der Besetzung und dem nicht ganz runden Plot leidet. Interessant und sympathisch ist der Film aber allemal und vor allem für die Fans von James Gandolfini auch ein kleines Wiedersehens- und Entdeckungsfest.

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Obwohl manche Volte des Drehbuchs leidig konstruiert wirkt, fühlt sich der Zuschauer durch das eindringliche Spiel der drei Protagonisten entschädigt, die drei Figuren mit einer entwaffnenden Menschlichkeit verkörpern. James Gandolfini gestaltet seinen Doug Riley mit einer vordergründigen Gleichgültigkeit, die sich etwa bei den Kongresskollegen in Teilnahmslosigkeit ausdrückt, unter der aber ein verletzlicher Kern schlummert – wovon etwa ein plötzliches Schluchzen beim Rauchen in der Garage zeugt. Kristen Stewarts Rolle hätte leicht zu einer holzschnittartigen Figur verkommen können. Sie verkörpert sie jedoch mit einer seltsamen Mischung aus Selbstzerstörungswillen und im Tiefsten übriggebliebener Kindlichkeit, die berechtigte Hoffnung auf einen Neuanfang zulässt. Melissa Leo verkörpert eine unter Schuldgefühlen leidende, gefühlskalt gewordene Frau, die jedoch im entscheidenden Augenblick ihre Passivität überwindet, um ihre Ehe zu retten. Mit einer Rolle, die der Alice in „The Fighter“…

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.5Ausgezeichnet

Während Papa Ridley und Onkel Tony Scott es in ihren Filmen gern krachen lassen, wählt Regisseur Jake Scott (Jahrgang 1965) ganz leise Töne und beweist ein großes Gespür für Zwischenmenschliches. In den banalsten Gesten ist hier eine tiefe Zärtlichkeit zu spüren. [...]
Willkommen bei den Rileys ist ein sehr berührendes, intensiv gespieltes Ersatzfamilien-Drama.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Es gelingt dem jungen Regisseur nicht immer, plakative Klippen zu umschiffen – so nuanciert und glaubwürdig Jake Scott das Verhältnis der Eheleute Riley zueinander entwickelt, simplifiziert er doch andererseits beider Verhältnis zu Mallory. Entsprechend stellen sich in der zweiten Filmhälfte von Willkommen bei den Rileys, in der diese Beziehung im Vordergrund steht, mitunter Längen ein. Trotzdem gelingt Sott zusammen mit seinem Ensemble ein durchaus bemerkenswerter Film, der weniger die sozialromantische Rettung eines „gefallenen Mädchens“ im Visier hat als vielmehr davon erzählt, wie einsam Trauer machen kann – und wie sich diese Einsamkeit überwinden lässt.

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alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Beschauliches Indie-Kino: Gegenseitig holen sich drei traumatisierte Menschen aus ihrem tiefen Loch heraus. Ausgerechnet die gebrochene Stadt, der ehemalige Sündenpfuhl New Orleans dient hier als Kulisse für diese unspektakuläre Vergangenheitsbewältigung. Und so ergaben sich für Kameramann Christopher Soos tolle Locations, die er perfekt nutzte und diese besondere Südstaaten-Atmosphäre voller Schweiß, Schwüle und Southern Comfort perfekt einfängt. Getragen wird die Scottsche Familienproduktion – Jake Scott (Regie), Papa Ridley (ausführender Produzent), Onkel Tony (ausführender Produzent) – von einem großartigen Schauspieltrio: James Gandolfini entfernt sich mit der Gutmensch-Performance hier erstmals glaubwürdig von seiner „Sopranos“-Rolle, Kristen Stewart stellt als verdorbene Göre einmal mehr ihr Können unter Beweis und Melissa Leo liefert großes Kino ab. „Willkommen bei den Rileys“ ist eine lebensbejahende Tragikomödie, die einen ehrlichen Ton anschlägt, auf dumme Rührseligkeiten verzichtet und somit schlicht und einfach ein unterhaltsames Stück Film geworden ist.

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G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de

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7.5Sehenswert

„Willkommen bei den Rileys“ ist ein Beispiel für eine gute Geschichte, die ohne überzogenes Drama leicht unterhält und dabei nicht auf Inhalt und Tiefe verzichtet. [...] Kristen Stewart zeigt, dass sie mehr kann, als neben Vampiren blass auszusehen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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6.0Ganz gut

«Welcome to the Rileys» ist ein eindringliches Drama, das etwas viele Klischees enthält, aber mit starken Schauspielern und einprägsamen Figuren auftrumpft.

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Anna Rudschies: Outnow.ch Anna Rudschies: Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

Welcome to the Rileys ist der zweite Spielfilm von Jake Scott, Sohn von Ridley. Und er beweist, dass der Nachwuchsregisseur Talent hat. Der Film hat einen subtilen Rhythmus, die Längen sind genau richtig und die kurzen Momente perfekt in Szene gesetzt. Rein formal ist der Film äusserst gelungen. [...] Letztlich darf man sich von Kristen Stewarts Erscheinen in Welcome to the Rileys nicht blenden (oder abschrecken) lassen. Es geht um das Paar Gandolfini/Leo. Dessen Geschichte ist stimmig, intelligent und rührend. Ein schöner Film für kalte Winternachmittage.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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5.0Geht so

Kristen Stewart mal außerhalb der Twilight-Filme zu sehen wirkt viel weniger gekünstelt als sonst. Und James Gandolfini geht voll in der Rolle des trauernden Vaters auf, der seine tote Tochter in einer Stripperin wiedererkennt. Auch Melissa Leo punktet mit ihrer Darstellung der agoraphobischen Mutter. Aber weder die Schauspieler, noch der bewundernswert sensible Jake Scott können das von Ken Hixon versaute Drehbuch kompensieren.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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6.0Ganz gut

Ebenso wie das Leben der gezeigten Charaktere, funktioniert auch der Film nicht immer. Der Regisseur Jake Scott ist noch zu zaghaft mit den Schauspielern und wird zudem durch ein unausgegorenes Skript behindert, welches beispielsweise zahlreiche Probleme der Stripperin Mallory (Kristen Stewart) mit neuen Klamotten aufzulösen versucht.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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5.5Geht so

Würde Welcome to the Rileys auf einem Roman oder einem Artikel aus einem Frauenmagazin mit dem Titel "Ist diese Ehe noch zu retten?" basieren, könnte man die beliebige Aneinanderreihung von Handlungen vielleicht noch entschuldigen. Doch für ein echtes Independentdrama überschattet die übertriebene Inszenierung [...] mitunter zu sehr das ernste Schauspiel der drei sehr guten Hauptdarsteller.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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5.5Geht so

Welcome to the Rileys ist ein durchwachsenes Projekt. […] James Gandolfini und Melissa Leo hauchen ihren Charakteren Leben ein. […] Das Skript jedoch untergräbt ihre ehrliche Darstellung. […] Lois erste Szenen sind komödiantisch gespielt, was unpassend und beinahe schon beleidigend wirkt, wenn man den ansonsten eher düsteren Ton des Films betrachtet. […] Auch der Twilight-Star Kristen Stewart verfügt nicht über die Tiefe und emotionale Beweglichkeit, um mit Leo und Gandolfini mithalten zu können. Sie entpuppt sich als bemitleidenswerte Karikatur.

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Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de

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5.5Geht so

Regisseur Scott entfaltet die Geschichte, indem er vehement auf der Klaviatur des Gefühlskinos spielt. Dabei treten zwar die inneren Triebkräfte und Wünsche der Figuren zu Tage, doch Scott gerät auch tief in die Gefilde des Sentimentalen. Am undankbarsten ist das für Melissa Leo, die die Ehefrau spielt, welche durch anstrengendes Selbstmitleid und ewigen Klagegesang eher der Karikatur einer leidenden Mutter gleicht. Immerhin kommt die Geschichte zu einem plausiblen Ende, bei dem weder alles gut wird noch die Tränenschleusen allzu weit geöffnet werden.

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Kommentare (23) — Film: Willkommen bei den Rileys


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DonChris

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Bewertung7.0Sehenswert

+SPOILER+

"Willkommen bei den Rileys" beginnt damit, dass man in den Alltag von Doug, einem (anscheinend) erfolgreicher Geschäftsmann, eintaucht. Dieser ist seit rund 30 Jahren verheiratet und wohnt in einem vornehmen Haus mit schön zurechtgestutztem englischen Rasen. Jedoch stellt sich schnell raus, das im Hause Riley einiges nicht stimmen kann. Der gute Doug hat nämlich seit vier Jahren eine Affäre, während sich seine Frau auf den Ersten Blick durchs Leben snoppt und dabei nie das Haus verlässt.
Gleich nachdem diese Klischeebilder aufgebaut wurden, versucht der Film ein Verständnis für die jeweilige Situation der Hauptcharaktere zu erzeugen, in dem klar wird, dass durch einen dramatischen Unfall die Tochter der Rileys vor nunmehr acht Jahren verstorben ist und unsere Protagonisten es bis hierher versäumt haben sich dieser Situation endgültig zu stellen, um sie zu verarbeiten.
Stattdessen wird das Thema todgeschwiegen. Die Mutter schleppt sich mittels diverser Medikamente mechanisch durch den Alltag und Doug flüchtete sich in Folge dessen in seine besagte Affäre - Wobei das Verhältnis zur Affäre vertrauter wirkte, als das zu seiner Frau. Als dann auch noch seine Vertrauensperson und Affäre plötzlich verstirbt, zieht es Doug den Boden unter den Füßen weg. Eine (verlängerte) Geschäftsreise kommt da willkommen. Auf dieser lernt er dann eine junge Stripperin (Kristen Stewart) kennen, freundet sich mit ihr an und kommt während dieser Zeit auch bei ihr unter.

Nun ja, schauspielerisch ist die Darbietung von James Gandolfini eine Wucht - damit und durch die Tatsache das Kristen Stewart, wenn sie mal nicht an der Seite von glitzernden Vampiren und glattrasierten Werwölfen agieren muss, durchaus überzeugen kann, täuscht der Film auch lange über die Geschichte hinweg. Doch genau da liegt in meinen Augen das unüberwindbare Manko, denn die Geschichte ist so absurd, dass der Film einfach an Authentizität verliert...

Ich mein, Doug kommt quasi an, lernt die junge Stripperin kennen und zieht erst mal spontan bei ihr ne Woche ein. Dann - wie sollte es auch anders sein - gibt es noch einige Ratschläge aus dem Lebenserfahrung-Fundus, während die Mutter kurzer Hand ihre Tabletten absetzt - von jetzt auf gleich - und nach acht Jahren phobischer Angst das Haus zu verlassen, gleich einen mehrtägigen Roadtripp wagt, bevor sie wie ausgewechselt ankommt. Natürlich gehrt auch Sie in Dougs bleibe bei der jungen Stripperin ein und schon scheint die Familie komplett.
Ganz zu schweigen davon, dass während des Films einige kurze Nebenkriegsschauplätze eröffnet werden, um sie dann den Rest der Zeit konsequent unbeleuchtet zu lassen

...Man man, ganz arme Drehbuchgrundlage, aber was solls - Regisseur und Darsteller machen das beste draus. Gerade das Zusammenspiel zwischen James Gandolfini und Kristen Stewart, war angenehm und sympathisch. Auch Jake Scott beweist, dass er einiges von seinem Vater mitbekommen hat und macht visuell und schnittechnisch gute Arbeit.

Unterm Strich ist "Willkommen bei den Rileys" mit dem Prädikat "sehenswert" trotz des Dehbuches dennoch nicht überbewertet. Die dürftige Story wird durch das gute Schauspiel lange im Zaum gehalten und das absolute Hollywood Happy End bleibt einem auch erspart - Am besten selbst ein Bild machen.

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kronenhummer

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Bewertung6.5Ganz gut

„Ich bin noch nicht tot!“

Dougs Leben ist nicht gerade einfach: seine Tochter ist verstorben, seine Frau verlässt das Haus nicht mehr, der Grabstein für ihn und seine Frau ist schon gekauft und die Geliebte hat einen Herzinfarkt. Da kommt die Tagung in New Orleans gerade recht, um der Situation zu entfliehen.

Der Regienachwuchs aus dem Hause Scott erzählt dabei ein ruhiges und unaufgeregtes, klasse besetztes Drama. Melissa Leo, James Gandolfini und auch Kristen Stewart können schauspielerisch überzeugen und prägen eine Geschichte rund um die Verarbeitung des Todes, die Rückkehr ins Leben und den Versuch, ein besseres Leben zu schaffen.

Auch wenn nicht alles immer ganz nachvollziehbar erscheint und vor allem die Entwicklung der Geschehnisse in New Orleans doch reichlich übertrieben und fragwürdig scheinen, die Kernaussage und die Hintergedanken bringt Scott so mehr als deutlich zum Ausdruck.

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emily

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Bewertung6.5Ganz gut

Willkommen bei den Rileys lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite hat mir der Film gut gefallen: Gute Schauspieler (insbesondere Melissa Leo fand ich wunderbar und auch Kristen Stewart machte eine gute Figur), sympathische Protagonisten sowie die interessante Atmosphäre von New Orleans machen den Film sicherlich sehenswert.
Auf der anderen Seite wirkte der Plot doch etwas konstruiert, und wahrlich nicht wie aus dem Leben gegriffen. Als dann gegen Ende auch noch Rileys Ehefrau Lois mit in das Haus von Mallory einzieht, und die drei quasi eine kleine Familie bilden, fand ich die Glaubwürdigkeit der Geschichte nun doch etwas arg überstrapaziert und ich konnte mir ein ungläubiges Kopfschütteln nicht verkneifen.
Zusammengefasst ein netter, kleiner Film, in dem Kristen Stewart zeigt, dass sie mehr kann als „Bella“, der aber bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

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Hagen Hagen

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Geschichte hat sicher nicht das Leben geschrieben. Sie hat mit New Orleans aber einen Schauplatz, der nicht so abgenutzt ist.
Melissa Leo ragt wieder heraus, Gandolfini macht auch einen guten Job, aber auch Kristen Stewart zeigt, dass sie wirklich eine Schauspielerin ist.
Leider ist der Film ziemlich langweilig.

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niceeddy

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr warmherziger, menschlicher Film, der die größten Reize aus den Leistungen seiner Hauptdarsteller bezieht. Da ich absoluter Sopranos-Nerd bin, fiel es mir schwer, James Gandolfini zu sehen, ohne ständig in Erwartung zu sein, dass er entweder a) einen Wutanfall bekommt und jemanden vermöbelt, b) Kristen Stewart flachlegt oder c) eine riesige Portion Nudeln frisst. Dass er seine Sache gut macht, versteht sich von selbst.
Kristen Stewart konnte mich werder enttäuschen noch überraschen - ich ignoriere Twilight und das bleibt auch so - in diesem Film spielt sie richtig gut.

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LunaticPrincess

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Bewertung6.0Ganz gut

Das Drehbuch ist, abgesehen von der Idee, völliger Mist. Das fängt schon beim Titel an: "Welcome to the Rileys" - ein witziger Titel und absolut unpassend. Die deutschen Übersetzer hat's natürlich gefeut, die mussten selbst nicht mehr nach dem am wenigsten geeigneten deutschsprachigem Titel suchen. Was den Film rettet, sind die schönen Aufnahmen von New Orleans und die Schauspieler.

James Gandolfini ist gut wie immer, ich musste mich allerdings stark konzentrieren, um nicht ständig Tony Soprano zu sehen. James hat leider das Pech, nicht sehr wandelbar zu sein - er sieht einfach immer aus wie James Gandolfini und wer die Sopranos über mehrere Staffeln gesehen hat, wird Schwierigkeiten haben, sein Gesicht von Tony Soprano zu trennen. Trotzdem, an seiner Leistung ist nichts zu bemängeln.

Ebenso überzeugend ist Melissa Leo, die den Charakter der depressiven, unterkühlten Mutter hervorragend spielt. Ich erinnere mich nur an eine Szene, in der sie von hinten zu sehen ist und trotzdem weiß man durch das bloße Spiel ihres Körpers, was in ihr vorgeht.

Auch Kristen Stewart hat aus ihrem Charakter das Beste gemacht. Ich wünschte nur, sie wäre im realen Leben genauso trotzig gewesen wie sie aussieht und hätte sich geweigert, einige Zeilen zu sprechen und meine Eingeweide wären verschont geblieben.

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sitzdisko

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Bewertung7.5Sehenswert

gute schauspieler, machen etwas lahmen film doch sehr sehenswert.

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Azazil

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Bewertung7.0Sehenswert

Willkommen bei den Rileys ist alles in allem ein ganz netter Film. James Gandolfini alias Tony Soprano spielt seine Rolle nicht schlecht und man sollte es kaum glauben, aber Kristen Stewart kann sogar schauspieleren. Stellenweise sind die Charaktere etwas eindimensional und auch der Plot kann nicht immer überzeugen, aber es gibt weit aus schlechtere Melodramen.

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dbeutner

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Punkte gehen in allererster Linie an James Gandolfini, und selbst da müsste man eigentlich kritisch anmerken: Er kommt von seiner behäbigen Tony-Soprano-Rolle nicht recht weg. Egal, dieser Kerl hat Wucht, und an der kann man sich schon gerne satt sehen.

Der Rest ist eher zum Abschuss freigegeben: Melissa Leo (zB ganz toll besetzt in "Red State") wird von Drehbuch und Regie gleichermaßen in die Ecke der übertrockenen Mutterfigur gedrängt, die nun wirklich niemand haben will. Kristen Stewart hatte ich noch nie gesehen, kannte nur den Namen; nun, nicht mehr als eine sehr mittelmäßig aussehende Darstellerin, die sich zum Ende hin ein paar Szenen zurechtstottert, wo es keine Begründung gibt, warum diese Szenen nicht direkt in den Müll wanderten, ansonsten kann sie sich schauspielerisch einigermaßen halten, mehr aber auch nicht. Auch hier wieder eher Regie-Fragwürdigkeiten, warum die Maske zB immer wieder so dick hinlangen musste und die Augen - bis zur plötzlichen Wandlung - einfach immer noch etwas verheulter aussehen lassen musste. Drama komm raus, Du bist umzingelt.

In erster Linie aber besteht die Zumutung des Films im Drehbuch (und in der Regie, die den Müll umgesetzt hat): Zack tauchen ein paar fremde Leute auf, befehlen das Mädchen etwas rum, und in Nullkommanix streitet man und findet sich dann wieder nett, als ob man schon 20 Jahre Vater Mutter Kind gespielt hätte... Einfach nur grausam, so eine Geschichte so platt darzubieten. Da funktioniert über lange Strecken rein gar nicht mit der Glaubwürdigkeit, und wenn man mich als Zuschauer nicht ernst nimmt, kann ich auch den Film nicht mehr ernst nehmen.

Wenn Papa Ridley Scott zusammen mit seinem Bruder Tony seinem Sohnemann eine Regie zuspielt und das Zeugs produziert, dann sollte der Papa seinem Sohn im Zweifelsfall auch sagen: Nee nee, besorg Dir mal ein besseres Drehbuch. Verstehe immer wieder nicht, wie man an sich selbst so geringe Ansprüche stellen kann...

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LeGrip

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein gelungener Film, der einen trotz, oder gerade wegen, seiner zum Teil langatmigen Sequenzen, gut zu unterhalten weiß. James Gandolfini ist natürlich wie immer klasse und auch der Rest des Dreiergespanns bietet eine gute Leistung, die durchaus überzeugt.

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spanky

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Bewertung5.5Geht so

Wenn Pfundskerl Gandolfini schluchzend Tränen und Kippenrauch in seinem gramgezeichneten Knautschgesicht verschluckt, dann ist das seltene schauspielerische Finesse. Und vielleicht muss man sich damit ja schon zufrieden geben. Dieses Kammerspiel bewegt sich jedoch zu sehr an der Oberfläche der eigentlichen Geschichte. Dann, wenn sich die Figuren nichts zu sagen haben, ist auch der Film weitgehend sprachlos, sprich bildarm. Er dümpelt so an der Oberfläche seiner Ausdrucksmöglichkeiten und bleibt mehr Skizze, als fertige Zeichnung.

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horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Schönes, detailgetreues kleines Drama, das zeigt was geschieht, wenn zufällig zwei Menschen aus sehr unterschiedlichen Welten aufeinanderprallen. Wenn dann zudem diese Menschen noch aus sehr unterschiedlichen Generationen und Traditionen stammen, fängt die Geschichte wirklich an spannend zu werden. Die Handlung nimmt im weiteren Verlauf immer tragischere Züge an. Es geht um Verlust, Fürsorge, verlorene und wiedergefunde Gefühle. Darum, einen Weg und ein Ziel zu finden, auch wenn einem das Leben übel mitgespielt hat. Trotz der traurigen und teilweise auch scheinbar auswegslosen Situation, bleibt hier immer alles wunderbar ruhig und manchmal fast andächtig; hat Stil. Neben einer absolut tadellosen schauspielerischen Leistung von James Gandolfini, Respekt, kann hier auch Kristen Stewart beweisen, dass sie zu mehr fähig ist als glitzernde Vampire zu küssen. Hatte sie eigentlich auch schon bei anderen Gelegenheiten eindrücklich gezeigt, das wurde aber bisher konsequent ignoriert.

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spanky

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Find ich auch! Nur war die von Dir beschriebene "Andächtigkeit" für mich eher "Sprachlosigkeit". Mir fehlte da der Tiefgang. Bisschen mehr Verzweiflung hätte schon sein dürfen. Schade eigentlich, weil vom Grundaufbau recht dankbar.


horro

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Da hast du schon recht. Es wäre in jeder Szene noch ein bisschen mehr Tiefe dringelegen und vieles hat nur an der Oberfläche gekratzt. Die Tragik hielt sich dann auch in Grenzen, vorallem zum Schluss. Wenn man aber bedenkt, dass man es hier mit einer amerikanischen und nicht französischen oder anderen europäischen Produktion zu tun hat, die scheinbar auch nicht das Ziel verfolgt, ein grosser "Verzweiflungsakt" zu werden, halte ich das Ganze doch für gelungen. Scheinbar bin ich persönlich mittlerweile schon zufrieden, wenn die Grundidee stimmig ist und die Umsetzung einigermassen gelingt ... wird langsam bedenklich :) Einfach ein kleiner eher ruhiger Film, der vom Thema her überzeugen kann und sich ohne zuviele Ecken und Kanten geniessen lässt ... da fällt dann auch die Bewertung mal etwas zu hoch aus :)


angelmoonsoul

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein total berührender Film mit 3 tollen Schauspielern.
Kristen Stewart liefert eine tolle schauspielerische Leistung ab. Melissa Leo spielt zwar auch ganz gut, jedoch überzeugt Gandolfini mit seiner Darstellung mehr.

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BobbyIII

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film beginnt, wie man es aus dem Sopranos Intro kennt mit einem rauchenden James Gandolfini. Mit dem Unterschied, dass die Geschichte wirklich nichts mit der "Müllbranchen"-Serie durch die sich Gandolfini unsterblich gemacht hat gemein hat, außer vielleicht ein klein wenig ruhige Atmosphäre und gemächliches Tempo.
Die Geschichte um 3 weniger gesellige und doch unglaublich authentische Gemüter, zwischen Angst, Einsamkeit, völliger Hilflosigkeit und der Suche nach Auswegen ist simpel geschrieben, unprätentiös inszeniert und herausragend gespielt. Das Melodram steht und fällt ganz klar mit den Schauspielern, da die Regie viel zu unaufdringlich ist um den Film zu tragen, und diese machen einen ganz tollen Job.
Der Film versucht weder sonderlich zu schockieren, noch irgendwelche Gefühle (und/oder Tränen) mit der Brechstange oder zu viel Kitsch oder Pathos beim Zuschauer hervorzukitzeln. Er erzählt seine Geschichte und gut ist! Und das macht er nicht sehr ästhetisch, hektisch und aufdringlich sondern einfach sehr nett. Und in diesem Fall ist nett nicht der kleine Bruder von Scheiße!

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caroba

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich liebe diese film...sowieso bin ich besessen von kristen stewart und änliche melancholische dramas sind meine schwache....
und kristen, gandolfini und melissa leo sind fantastisch...ich hoffe kristen und melissa werden noch zusammen arbeiten...ihre mutter-tochter chemie ist sehr stark...sie verstehen sich auch sehr gut...

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wailer-greg

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein rundum gelungener "Erwachsenenfilm" :)
Hier werden weder Zeigefinger erhoben, noch Tabus mit der Brechstange gebrochen. Man fühlt sich fast wie im Theater - dermaßen intensiv spielen die drei Hauptdarsteller ihre schwierigen Rollen. Und ja, auch hier nervt Kristen "die Schwierige" Stewart streckenweise - aber nur ein Bisschen, versprochen! James Gandolfini ist und bleibt spitze - auch mit einer anderen Synchronstimme als noch bei den Sopranos, die man allerdings nach wenigen Minuten gar nicht mehr wahrnimmt.

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Backwardeater

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vorgemerkt

Der Trailer sieht vielversprechend aus aber die Synchro ist irgendwie nicht so gut

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Slevin Kalebra

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Bewertung6.0Ganz gut

Stille Dramen sind realistisch und wohltuend anders. Stille Dramen sind langweilig und fade. Vermutlich mag je nach Blickwinkel beides zu treffen und es liegt immer nur an dem Thema oder den Akteuren, ob man sich bei einem dieser Werke für Ansicht 1 oder Ansicht 2 entscheidet. Willkommen bei den Rileys liegt da irgendwie genau in der Mitte. Ein Schuldiger ist hier auch schnell gefunden und das ist Jake Scott, der hier nach Plunkett & Macleane von 1998 erst seinen zweiten Spielfilm abliefert. Er hätte in der Zwischenzeit etwas anderes als Musikvideos drehen sollen. Es ist natürlich löblich, das er nicht Papa Ridley imitiert und sich an großen Epen versucht und es ist sehr beruhigend, das er nicht Onkel Tony imitiert und sich an durchgestyltem Radau versucht. Aber für intime Geschichten wie diese fehlen ihm die nötigen Fingerfertigkeiten, um den Zuschauer durchgängig emotional richtig erreichen zu können. Seine Regie ist sehr zurückhaltend. Einfache Kameraeinstellungen, dezente Musik, vollkommene Konzentration auf die Schauspieler. James Gandolfini, Kristen Stewart und Melissa Leo geben sich allesamt viel Mühe machen ihre Sache erwartungsgemäß gut, da sie ja auch keine andere Wahl haben, als den Film im Alleingang tragen zum müssen. Das würde auch funktionieren, wenn das Skript stark genug wäre. Jedoch plätschert die Story ab der Mitte bis zum Schluss nur so dahin, ohne irgendwas vorzubereiten oder aufzubauen. Was aber nicht bedeuten soll Scott jr. würde sein Handwerk gar nicht verstehen. Von Beginn an bis zum Ende gibt es einen einheitlichen Ton. Die richtige Dosis Drama, die richtige Dosis Humor. Außerdem verweigert er sich den typischen Wendungen, die in Indie-Filmen ja schon zum guten Ton gehören. Der Plot steuert auf ein Ende zu, das kein Schlag in die Magengrube aber auch kein gekünsteltes Happy End ist. Es ist ein Schluss, den man unter dem Aspekt des Realismus als zufriedenstellend bezeichnen kann. Man weint nicht, man lacht nicht, aber man kann hoffen.

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Kloina1893

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Bewertung7.5Sehenswert

In ruhigen, unaufgeregten Bildern zeigt uns Ridley Scott-Sprössling Jake die rührende, aber nie aufdringlich wirkende Geschichte über eine jugendliche Stripperin und ihre Beziehung zu einem Ehepaar, das (mehr oder weniger) versucht mit seinen Eheproblemen fertig zu werden - mit einem Ende welches nicht den gängigen Hollywoodregeln- und klischees folgt.
James Gandolfini spielt großartig, Melissa Leo hingegen einfach nur grandios. Doch die Überraschung des Filmes ist für mich Kristen Stewart. Nachdem ich die Twilight-Filme gesehen habe, hatte ich schon befürchtet, sie hätte ihr gesamtes Schauspieltalent (welches sie definitiv hat), einfach verloren. Vielleicht hat sie es zwischenzeitlich auch, aber scheinbar hat sie es wiedergefunden. Glücklicherweise.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Welcome to the Rileys" ist ein wundervolles, melancholisches Drama, das durch einen gewissen Road Movie-Touch irgendwie eine Art Aufbruchstimmung verbreitet.

Die Story rund um Doug Riley und seine an Platzangst leidende Ehefrau Lois, die sich seit dem Tod der gemeinsam Tochter voneinander entfernt haben, nur noch nebeneinander her leben, durch die Bekanntschaft mit der jungen Ausreißerin Mallory aber langsam mehr und mehr zurück zueinander finden, und einen Neubeginn wagen, ist zuckersüß, zugleich bitter schmeckend und, zwar nicht wirklich "lustig", aber doch sehr charmant inszeniert worden.

Die Stimmung wird durch den zurückhaltenden, aber immer passenden Soundtrack, sowie die hervorragende Kameraarbeit perfekt übermittelt. Darüber, dass die Handlung, obwohl sehr emotional und bewegend dargestellt, nicht immer die innovativste ist, kann man hierbei gerne hinwegsehen.

Die Schauspieler sind großartig! Kristen Stewart beweist erneut, dass sie in kleinen Indie-Dramen eigentlich viel besser aufgehoben ist, als in Twilight, und ist ihrem mehr als doppelt so alten (und damit logischerweise sehr viel erfahreneren) Kollegen James Gandolfini (der zur Abwechslung mal niemanden umbringt), sowohl was Ausstrahlung und Sympathie, als auch Talent angeht, durchaus ebenbürtig. Die beiden harmonieren einfach perfekt miteinander.

Das dritte Mitglied der kleinen Alternativfamilie, Melissa Leo, passt wie ich finde, obwohl sie in einer gewissen Art und Weise einen Gegenpol zu ihren Partnern darstellt, perfekt dazu und liefert ebenfalls eine großartige Leistung ab. Das Zusammenspiel der drei ist herausragend und lässt alles sehr authentisch, natürlich und in keinem Augenblick irgendwie gekünstelt wirken.

Von mir gibt es für den Streifen auf jeden Fall eine klare Empfehlung, denn trotz einiger Schönheitsfehler, insbesondere was die wirklich extrem simple Handlung betrifft, ist "Welcome to the Rileys" ein rührender, mitreißender Film, der dank der hervorragend dargestellten Charaktere von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugend und fesselnd ist.

Der Film ist sogar so schön, dass ich zeitweise wünschte, er würde niemals enden.

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