Willkommen zu Hause
Willkommen zu Hause (2009), DE Laufzeit 90 Minuten, Drama
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von Andreas Senn, mit Ken Duken und Ulrike Folkerts
Bundeswehrsoldat Ben Winter kehrt aus dem Afghanistan-Einsatz ins friedliche Deidesheim zurück. Weder er noch seine Umgebung sind darauf vorbereitet, dass er von der Friedensmission unsichtbare Wunden mitgebracht hat. Ben hat ein Attentat überlebt und bringt es jetzt nicht fertig, zuzugeben, dass er sich in seinem alten Leben nicht mehr zurechtfindet. Seine Freundin Tine, seine Eltern und Freunde wissen nicht, wie sie mit dem veränderten Ben umgehen sollen. Er ist unberechenbar, sein Schweigen und seine Ausfälle irritieren sie. Unfähig, über seinen Seelenzustand zu reden, isoliert Ben sich immer stärker. Erst durch die Begegnung mit Nachbarin Lona, die seinen prekären Zustand erkennt und ihn mit seinem Trauma konfrontiert, kann er sich eingestehen, dass er Hilfe braucht.
Cast & Crew
- Genre
- Drama





















Kommentare (5) — Film: Willkommen zu Hause
Sagitta Sun, 20 Dec 2009 16:39:29 -0000
Kommentar löschenDieser Film hat relativ wenig Widerhall in der Presse und auch hier bei den Moviepiloten gefunden, und ich denke, das ist symptomatisch. Weder das Volk noch die von ihm gewählten Volksvertreter haben sich in den letzten 9 Jahren (so lange dauert der Afghanistan-Einsatz) oder den letzten 15 Jahren (seit 1995 ist die Bundeswehr im Auslandseinsatz) ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt. Krieg?
"Ich bin freiwillig Soldat geworden. Und ich wollte nach Afghanistan. Torben und ich haben an einem humanitären Einsatz der Bundeswehr teilgenommen --aber eigentlich waren wir im Krieg. Dieser Krieg hat Torben das Leben gekostet." (Ben Winter)
Was in Afghanistan passiert, findet in der deutschen Öffentlichkeit (im Gegensatz zu Großbritannien oder den USA) keinen Widerhall. "Kriegsberichterstattung" findet nicht statt --es ist ja kein Krieg. Erst in den letzten zwei, drei Jahren wurden einzelne Bücher veröffentlicht, die sich mit dem Afghanistan-Einsatz aus dem Blickwinkel der Männer und Frauen vor Ort beschäftigen und die Folgen für die Menschen beschreiben. Aber auch danach muss man suchen. Bekannt ist keiner dieser Berichte.
"Ich will deinen verdammten Krieg nicht in meinem Haus!" (die Mutter)
"Ich dachte, wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben." (die Freundin)
Ben Winter kommt aus einem Auslandseinsatz in Afghanistan zurück. Freunde und Familie empfangen ihn mit einem großen Gartenfest. Fragen beantwortet er mit "Mir geht's gut." Den Tod seines Freundes bei einem Bombenattentat auf einen Checkpoint scheint er verwunden zu haben. "Willkommen zu Hause" verfolgt seinen Weg in den nächsten Wochen und Monaten. Und bald wird klar, dass Ben von dem erlebten Attentat tief traumatisiert ist und sich gleichzeitig gar nicht erinnert was geschehen ist. Gleichzeitig zeigt der Film die Hilflosigkeit und das Unverständnis der Familie, die nur teilweise angemessene Reaktion des Arbeitgebers, der Bundeswehr. Als er einen Freund in der Kneipe krankenhausreif schlägt, schrecken Familie und Arbeitgeber auf.
"Rechnen Sie mit einer Disziplinarmaßnahme. Und jetzt melden Sie sich beim Spieß." (der Hauptmann)
Ben versucht, seine Albträume zu verdrängen, quält sich mit Langstreckenläufen, um sich wieder zu spüren. Erst eine Nachbarin, eine Ärztin, der sich Ben anvertraut, kann ihn davon überzeugen, dass er Hilfe benötigt.
Dieser Film ist kein Militärdrama, die Kaserne kommt kaum vor und auch Afghanistan findet nur in Rückblenden statt. Der Film konzentriert sich auf die Reaktionen der Umgebung auf einen, der verletzt aus einem Krieg zurückkommt, den es eigentlich gar nicht gibt. Man mag dem Film vorwerfen, dass er möglichst viele psychosomatische Symptome abhakt, oder die vielleicht etwas zu einfache Auflösung. Aber als Drama funktioniert der Film, was zu nicht geringem Teil auch dem Hauptdarsteller Ken Duken zu verdanken ist, der das Leiden seines Charakters nicht plakativ übertreibt, sondern den Zuschauer mitnimmt auf die Reise in das Dunkel von Bens Seele.
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Sagitta Tue, 22 Dec 2009 18:44:41 -0000
Antwort löschenDas "Panorama"-Magazin im Ersten hat übrigens den derzeitigen Stand der psychologischen Betreuung in Afghanistan und der psychatrischen Versorgung von traumatisierten Soldaten in Deutschland vor wenigen Wochen in einer Reportage zusammengefasst: http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/3489910 Viele nicht besetzte Planstellen in Deutschland, ein Psychologe für 4500 Leute in Afghanistan.
JB Sun, 08 Feb 2009 18:15:36 -0000
Kommentar löschennich schlecht !! zwischendrin bisschen langweilig aber dank des süßen schauspeilers is er sehenswert
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Loo Wed, 04 Feb 2009 19:36:25 -0000
Kommentar löschenUnd wieder mal ein Film der wahrscheinlich einen gut gemeinten Anspruch verfolgte, sich aber dann zum Fiasko entwickelte. Da fragt man sich wieder, wo bei solchen Verfilmungen eigentlich die militärischen Berater stecken?! Der Versuch militärischen Alltag darzustellen hat vermutlich bei den meisten Soldaten eher Haare raufen ausgelöst, als Enthusiasmus über die längst überfällige Thematisierung. Somit ist der Film für Kenner der Materie von vornherein absolut unglaubwürdig. Aber was will man auch erwarten, wenn man als Hauptdarsteller einen beim Einberufungstest ausgemusterten Ken Duken castet, welcher über sich selbst sagte, dass er auf jeden Fall den Dienst in der Bundeswehr verweigert hätte, weil er da nicht reinpaßt. Somit ist leicht zu erklären, warum der Film vor falschen Formalitäten nur so strotzt. Es reicht eben nicht aus, sich 3 Wochen mit Soldaten im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg zu unterhalten, um dann so eine tragische Figur überzeugend darstellen zu können - also großes Minus an Ken Duken, was angesichts der Thematik eher schade ist.
Doch er ist an diesem Fiasko nicht alleine schuld. Die Drehbuchschreiber wollten wohl unbedingt jede klischeehafte Szenerie die Einsatzrückkehrer erwarten könnte verwirklicht wissen. Die Konzentration auf einen Sachverhalt hätte die Brisanz der Lage wesentlich erhöht, was eher zur Realisierung und Betroffenheit bei den Zusehern geführt hätte, doch so driftete das filmische Machwerk in Sphären ab, in denen man nur zu leicht die Grenze zwischen Realität und Fiktion ziehen kann.
FAZIT: Schön, das dieses Thema endlich aufgegriffen wurde und dann nicht im Nachtprogramm lief, jedoch wäre es bei einer solchen Umsetzung besser gewesen, es ganz sein oder für andere Regisseure über zu lassen.
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derblonde Tue, 03 Feb 2009 19:00:35 -0000
Kommentar löschenDeprimierend!! Und dann noch in so einer Gefühlslage gesehen. OK. Interessiert ja eh nicht.
Endlich mal ein Film, der dieses Thema angeht. Ken Duken überzeugt am meisten (die Vorbereitung für diesen Film hat sich gelohnt). Mira Bartuschek nervt schon mal, liegt aber nicht an der Rolle. Als Fazit hält dieser Film lange nach. Scheiß Krieg!!
PS: Hallo suenni, in der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm isser Tipp des Tages und auf Seite 9 liest sich noch ein interessanter Hintergrundbericht.
Die Zeitschrift is aber nur noch bis Donnerstag im Handel.
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suenni Tue, 03 Feb 2009 13:26:14 -0000
Kommentar löschen..................das ist ja traurig- habe alles abgesucht, um kommentare zu diesem film zu finden? war er zu anspruchsvoll? ODER lästert man und regt sich lieber über irgendwelche unwichtigen serien, dschungelcamps usw. auf?
ICH FAND IHN EINMALIG GUT, SOWOHL DIE HANDLUNG; DEN INFOGEHALT; ALS AUCH DIE TOLLEN DARSTELLER- ALLEN VORAN KEN DUKEN WIRKLICH ERNSTZUNEHMEND!
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