Wintermärchen

Conte d'hiver (1992), FR
Laufzeit 114 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 08.10.1992

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7.6 Kritiker
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von Eric Rohmer, mit Charlotte Véry und Frédéric van den Driessche

Charles und Felice erleben eine zauberhafte, sinnliche Urlaubsromanze, doch aufgrund eines Versehens beim Austausch der Adressen verlieren sich die beiden aus den Augen. Fünf Jahre später, im winterlichen Paris, hat Felice von Charles nichts weiter als eine Tochter und sehnsüchtige Erinnerungen. Zwar hält sie sich mir ihrem Chef Maxence und dem Bibliothekar Loic gleich zwei Liebhaber, doch ihr wahres Glück scheint unwiederbringlich verloren. Als Maxence ihr einen Heiratsantrag macht, muss Felice sich endlich entscheiden.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Wintermärchen

Ulrich Behrens

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9.0Herausragend

Rohmers Geschichte von Felicie ähnelt nur sehr grob Shakespeares „Ein Wintermärchen”. Doch hier wie dort wurde etwas schuldhaft verloren, wodurch Leid entstand, auch für andere. Nur der Glauben an irgendeine Form der Wiedergeburt des Verlorenen hält bei Shakespeare Leontes, bei Rohmer Felicie wirklich am Leben. In den Gesprächen mit Loic und Maxence lotet Felicie die Grenzen und Bedingungen aus, unter denen ihr Glück beschieden sein könnte. Auch hier findet sich eine Parallele zu Shakespeare, denn Loic und Maxence werden in einem besonderen Sinn von Felicie instrumentalisiert – wie auch Leontes seine Umgebung für sich in Anspruch nimmt.

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Kommentar — Film: Wintermärchen

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rkuehne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Wintermärchen" hat mich gefesselt, obwohl er mich stellenweise ganzschön gelangweilt hat. Verrückt, eigentlich. Im Grunde ein typischer französischer Film, schön fotografiert aber teils anstrengend lange und viele Dialoge. Dennoch hat mich die Unentschlossenheit von Felicie auf eine gewisse Art gefesselt, fasziniert und beängstigt. Wann lieben wir richtig, lieben wir, wenn wir zufrieden sind, oder erst dann wenn das scheinbar ganz große Glück gefunden haben. Macht es sinn, darauf zu warten...

Ein Film der anregt zum Nachdenken über sich und die Welt und der allein deswegen sehenswert ist. Die Synchronisation von Elise, FElices Tochter, war jedoch haarsträubend schlecht, und auch die anderen Figuren waren nicht immer glücklich und sympathisch getroffen, aber der bleibende Hauptgedanke überlagert alles in diesem Film.

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