Wintertochter - Kritik

DE 2011 Laufzeit 96 Minuten, FSK 0, Abenteuerfilm, Drama, Road Movie, Kinostart 20.10.2011

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Kritiken (9) — Film: Wintertochter

Tamara Danicic: Bayern 3 Tamara Danicic: Bayern 3

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4.0Uninteressant

Was an sich eine ganz reizvolle Idee ist, nämlich die Verheerungen des Krieges über die Bande privater Liebeswirrungen zu erzählen, will nicht so recht funktionieren. Zu sehr verheddert sich der Film in seinen (nicht sonderlich originellen) Herzensangelegenheiten, zu sehr treibt das Ganze auf der (auch vor Folklorekitsch nicht zurückschreckenden) Oberfläche. Das Dröhnen der kriegerischen Auseinandersetzung hingegen geht vor lauter Kirmesgeklimper schlichtweg unter.

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Christina Freko: Radio Köln Christina Freko: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Johannes Schmid, der "Wintertochter" bereits beim Filmfest München präsentierte, verknüpft Zeitgeschichte mit aktuellen Alltagsthemen. Er vermittelt beides durch zwei starke Charaktere, die einander im Laufe des Films immer mehr brauchen: Um zu verstehen, zu vergeben und trotz des immensen Altersunterschieds aneinander zu wachsen. [...] Irgendwann wird Lenes Schicksal dasjenige, das fesselt und den Spannungsbogen aufrechterhält: Zu sehr will man wissen, welches Geheimnis diese verhärmte alte Frau über Jahrzehnte hinweg langsam zerstörte.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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6.0Ganz gut

Dass Geschichte und Handlung zuweilen arg konstruiert wirken ist leider nicht zu verkennen. Ob eine Zwölfjährige sich so verhält und durchsetzt, was Katharina erreicht, bleibt die Frage. Mit dem thematischen Gehalt sieht es besser aus: Zwei Menschen kommen hier einen schönen Schritt weiter. Und wiederum besser sieht es mit der Atmosphäre aus, in die das Ganze getaucht ist: Die Schneelandschaft, das trübe Wetter, die kalten nassen Nächte, dann wieder die freundliche Aufnahme bei zwei alten Bauern, die Stimmung in der Gaststätte „Fledermaus“, die Szenen auf Alexejs Schiff, das alles ist filmisch gelungen.

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Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online

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6.5Ganz gut

Dass der Film in Anbetracht seines Themas dennoch nicht schwerfällig wird, ist vor allem der überzeugenden Leistung des jungen Darsteller-Ensembles sowie Ursula Werner ("Wolke Neun") als erwachsener Begleiterin anzurechnen. Lediglich gegen Ende erreicht der Film ein seltsam turbulent-kitschiges Familien-Finale an Bord von Alexejs Containerschiff. Doch insgesamt überzeugt der Film als einfühlsames und vielschichtiges Roadmovie, das seine jugendlichen Protagonisten und Kinozuschauer ernst nimmt.

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Silke Kettelhake: fluter Silke Kettelhake: fluter

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6.0Ganz gut

Schmid hat einen spannenden Film über die Suche nach Herkunft, Identitäten und Familie gedreht und darüber, wie die deutsch-polnische Nachbarschaft zu Freundschaften führen kann.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Zwar stellen sich beide Erzählstränge als vorhersehbar heraus. Sehenswert ist es allerdings, wie Johannes Schmid die beiden Handlungen miteinander verbindet. Denn trotz des Altersunterschieds eint Kattaka und Lene das Bemühen, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten, den Platz zu finden, wohin sie gehören. Darüber hinaus stellt „Wintertochter“ mitteleuropäische Geschichte in einer für heutige Generationen anschaulichen Weise dar, so etwa als Lene den Jugendlichen erklärt: „Manches Polnische und manches Russische war mal deutsch, und manches Russische war mal polnisch. Irgendwann war fast alles etwas anderes.“ Dennoch werden die traumatischen Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung kindgerecht beziehungsweise der Zielgruppe der Jugendlichen gemäß erläutert. Dies gilt etwa auch für die Vorurteile gegenüber „den Polen“, die insbesondere Knäcke hegt. Ohne erhobenen Zeigefinger werden diese Klischees zerlegt, insbesondere durch die Hilfsbereitschaft, auf die Lene und die Jugendlichen in Polen immer wieder stoßen. Besonders eindrücklich wird dies dem Zuschauer vor Augen geführt, als die nach einem Missgeschick Liegengebliebenen von Bauern, die in der Nazizeit als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert wurden, entscheidende Hilfe bekommen.

Weil die 12-jährige Kattaka und die 75-jährige Lene im Laufe ihrer Reise, die den Gesetzen des „Road Movie“ folgend auch und besonders eine innere Reise darstellt, die jeweilige eigene Vergangenheit durch die wechselseitige Hilfe aufarbeiten, schildert Schmids Film schließlich eine wunderbare Freundschaft über Generationen hinweg.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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7.0Sehenswert

Mit dem anfänglichen Fokus auf der Geschichte der zwölfjährigen Kattaka erweckt Wintertochter zunächst den Eindruck eines Jugendfilms; es dauert in der Folge lange, bis der zweite Plot zum Tragen kommt, der aber wenig überraschend ein eher älteres Publikum ansprechen wird. Ob dieser Wechsel in der Verlagerung des erzählerischen Schwerpunkts in der Lage sein wird, Jung und Alt gleichermaßen für diesen im Grunde empfehlenswerten Film zu begeistern, bleibt abzuwarten.

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Wolfram Hannemann: Stuttgarter Nachrichten Wolfram Hannemann: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Von der Freundschaft zwischen den Generationen und der Suche nach den eigenen Wurzeln erzählt der Regisseur mit einem gut besetzten Ensemble. [...] Wenn auch das Ende des Films ziemlich dick aufgetragen wirkt, so stellt WINTERTOCHTER einen insgesamt sehenswerten Film dar.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst

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7.0Sehenswert

Ein stimmungsvoller, vorzüglich gespielter, ebenso poetischer wie spannender Familienfilm, der beschreibt, wie Kinder, aber auch Erwachsene mit Verlust und Lebenslügen umzugehen lernen und diese Herausforderung auf ihre je eigene Weise annehmen.

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Kommentare (2) — Film: Wintertochter


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BlueSquirrel

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Bewertung4.0Uninteressant

Ab und zu ergreifendes, aber generell seichtes Soft-Drama, das auch nicht immer wirklich gut gespielt ist. Das kann natürlich auch viel mit Kinderdarstellern zu tun haben, was mir aber wiederum völlig einerlei wäre. Nicht falsch in seiner Idee ist dieser Film, aber lasch umgesetzt, ergibt das am Ende nicht viel. Und der Grund warum der Film WINTERTOCHTER sich schimpft, ist wohl jener, der sicherstellt dass die Kulisse...winterlich zu sein hat. So ist das eben. Nebenbei gibt's tolle Anspielungen auf polnisch-russisch-deutsche Aufarbeitung der Geschichte und Solidarität - so als ob ich so ein blöder Rassist wäre, der das nötig hat. Das Familien-Drama ist eh viel greifbarer und interessanter als euer Versöhnungs-Geblubber, das die hierfür signifikante Zielgruppe eh verfehlen wird und die andere, hochentzückte Zielgruppe gekonnt bedient. Gruppenumarmung alle bitte!

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dbeutner

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kein Interesse

Sounds like: "Novemberkind - Teil II"... Nee danke...

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