Wir schaffen das schon

Si può fare (2008), IT
Laufzeit 111 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 18.08.2011

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von Giulio Manfredonia, mit Claudio Bisio und Anita Caprioli

Mailand in den bewegten 1980er Jahren: Der aufmüpfige Gewerkschaftler Nello wird von der Leitung seiner Organisation zu einer Spezialaufgabe verdonnert: er soll sich um eine Gruppe von Ex-Psychiatrie-Patienten kümmern, die nach der Auflösung aller psychiatrischen Anstalten in Italien (das berühmte „Gesetz 180“) eine Kooperative gegründet haben. Dennoch stehen sie unter der Fuchtel eines Arztes, der sie mit Medikamenten ruhigstellt und sie stumpfsinnig Briefe frankieren lässt. Nello ist überzeugt, dass eine richtige Arbeit ihnen eine neue Würde geben könnte. Gemäß dem Motto: Wir schaffen das schon gelingt es ihm, die Gruppe zu motivieren und sie zum professionellen Verlegen von Parkettböden auszubilden. Mit erstaunlichen Erfolgen. Die einstigen Patienten blühen regelrecht auf, doch es sind noch jede Menge Schwierigkeiten zu meistern…

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Kritiken (3) — Film: Wir schaffen das schon

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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8.5Ausgezeichnet

„Der Markt ist links!“ - Der Marx ist links? „Ja, der auch!“
Gewerkschaftssekretär Nello, Held in Giulio Manfredonias Tragikomödie „Wir schaffen das schon“, auch schon etwas lichter im und auf dem Kopf, ist nicht mehr so ganz auf der Linie seiner Organisation. „Du bist zu modern für die Gewerkschaft“, sagt auch sein Vorgesetzter.
Aber im Italien der achtziger Jahre stehen die Zeichen ohnehin auf Sturm. Selbst für Arbeiterführer nah am Burn-out-Syndrom gibt es in diesen Tagen noch berufliche Optionen. Und so fliegt Nello noch einmal die Treppe hinauf.
Bis ins Oberstübchen: Er wird Leiter einer Genossenschaft, deren Zweck es ist, Menschen aus der Psychiatrie in den Arbeitsmarkt zu bringen. Gerade wurde ein Gesetz beschlossen, dass die geschlossenen Psychiatrien aufzulösen sind. Das bedeutet: Ab heute wird Parkett geklebt in der Auffanggesellschaft. Akkord. Und die Präkarisierten haben richtig was zu bieten: Sie sind gnadenlose Autisten und deswegen…


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Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter

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7.5Sehenswert

Denn auch wenn die Story vielleicht ein wenig zu märchenhaft daherkommt, sie ist von einer wahren Geschichte inspiriert. Glücklicherweise rutscht Manfrodonia nie in reinen Sozialkitsch ab und hält gekonnt die Balance zwischen Ernst und Unterhaltung, wobei sich eine reichlich hollywoodhafte Erzählweise irgendwo zwischen "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Good Will Hunting" nicht übersehen lässt. Humanismus und Spaß passen eben doch zusammen.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.0Sehenswert

Auch wenn die Geschichte von Wir schaffen das schon wegen der darin verarbeiteten Beziehungsprobleme ziemlich vorhersehbar ist, besticht der Film durch sein prächtig miteinander harmonierendes Darstellerensemble, das die Grenze zwischen anteilnehmendem Humor und bloßstellendem Vorführen der psychischen Defekte fast nie überschreitet.

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