Wolfsbrüder - Kritik

DE/ES 2010 Laufzeit 111 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 07.06.2012

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Kritiken (9) — Film: Wolfsbrüder

CINEMAN.ch

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6.0Ganz gut

Sierra Morena, Spanien 1954. Aus Not verschachert ein Vater seinen siebenjährigen Sohn Marcos an einen Grossgrundbesitzer. Der Verdingbub muss in den abgeschiedenen Bergen zusammen mit einem alten Mann Ziegen hüten. Der Alte stirbt, und Marcos ist auf sich allein gestellt. Er freundet sich mit einem Rudel Wölfe an. Zwölf Jahre lebt er so in völliger Isolation. Der Film des Spaniers Gerardo Olivares basiert auf einer wahren Geschichte. Tieraufnahmen von Joaquin Gutiérrez Acha werden mit Spielfilmszenen verwoben. Eine gelungene Kombination.

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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst

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6.5Ganz gut

Olivares ist denn auch geneigt, die Natur zu idealisieren; gemeinsam mit dem Kameramann und Naturfilmer Joaquín Gutierrez Acha fängt er die Schönheit der Landschaft Andalusiens in atemberaubenden Bildern ein, die den Zuschauer immer auch überwältigen sollen.

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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6.5Ganz gut

Im Gegensatz zu den deutlich zivilisationskritisch ausfallenden narrativen Ansätzen legt Olivares in "Wolfsbrüder" den Schwerpunkt auf die Gestaltung einer klischeehaften Geschichte innerhalb der ästhetischen Konventionen des Natur- und Tierfilms.

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Wilfried Geldner: Radio Köln Wilfried Geldner: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Das Schönste an Gerardo Olivares' naturnahem Film ist die Landschaft - die grünen Bergtäler, der weite Himmel. Er zeigt ein Leben mit und unter den Tieren.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

Dass Menschen und Wölfe eine starke emotionale Beziehung aufbauen können, liest man immer wieder, denkt man nur an die berühmte Pianistin Hélène Grimaud, die ihre Erfahrungen in ihren Memoiren "Wolfssonate" niedergeschrieben hat.

Wann und wo aber außer in Romanen und Märchen hat man von Sonderlingen gehört, die Jahrzehnte mit Wölfen in der Wildnis leben? Regisseur Gerardo Olivares überrascht nicht nur mit einer kaum fassbaren, wahren Geschichte, er hat nach aufwendigen Recherchen auch den echten Marcos Rodriguez Pantoja aufgespürt. In der letzten Szene, in der Marcos als alter Mann noch einmal in das Tal seiner glücklichen Jugend zurückkehrt, tritt dieser auch vor die Kamera uns spielt sich selbst.

Film mit dokumentarischen Elementen
Olivares Entscheidung, mit dem Naturfilmer Joaquín Gutierrez Acha zusammenzuarbeiten, hat sich bewährt. Über 14 Monate haben sie an Originalschauplätzen gedreht, wobei anfänglich noch nicht abzusehen war, dass es möglich sein würde, die Hauptdarsteller und die Wölfe in Interaktion zu zeigen.

Mag auch der erwachsene Marcos im Alter von 20 Jahren alias Juan José Ballesta mit seiner Leder- und Fellbekleidung und seinen unfreiwillig komisch anmuten Urwaldlauten an Kunstfiguren wie Tarzan oder Fritz Langs "Siegfried" erinnern: Alles in allem verbindet das Regieduo sehr stimmig fiktionale Szenen mit dokumentarischen Elementen.

Großartiger Hauptdarsteller
Viel Beachtung verdient das charismatische Nachwuchstalent Manuel Camacho als siebenjähriger Marcos, dessen Umgang mit den Tieren sehr natürlich wirkt. Vor allem aber visuell besticht "Wolfsbrüder" mit spektakulären Natur- und Tieraufnahmen. Nur einige sehr grausame Szenen, in denen die Bestie Mensch Tiere jagt, quält, verletzt, tötet und enthäutet, geben dem Film eine unnötig schwer verdauliche Note.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Die Begegnung mit dem vier Monate alten Wolfswelpen, den Marcos „Lobito“ nennt, stellt den dramaturgischen Höhepunkt in einem an fantastischen Natur- und Tieraufnahmen reichen Film dar. Spektakuläre Bilder einer urwüchsigen Natur wechseln sich mit Szenen mit wilden Geiern oder einem wunderschönen Uhu ab. So atemberaubend sich eine Sequenz ausnimmt, in der Marcos zusammen mit seinen „Wolfsbrüdern“ ein Reh jagt, sie bleibt eher die Ausnahme in einem Film, in dem lange Einstellungen und eine niedrige Schnittfrequenz überwiegen. „Wolfsbrüder“ besteht eigentlich aus zwei Teilen, dem Naturfilm und der Spielhandlung. Bei den Dreharbeiten arbeiteten zwei Aufnahmeteams zusammen: Neben der Spielfilmcrew von Gerardo Olivares nahm der erfahrene Naturfilmer Joaquín Gutiérrez Acha das Leben der in der Sierra Morena lebenden Tiere und insbesondere eines Rudels Wölfe auf, mit denen Gutiérrez Acha bereits einen Dokumentarfilm gedreht hatte.

Zwar gelingt die Verknüpfung zwischen beiden Teilen nicht ganz, worunter die Dramaturgie, aber auch die Inszenierung leiden. Dies kompensieren jedoch die berührende Geschichte und die wunderbaren Natur- und Tieraufnahmen sowie insbesondere auch die Figurenzeichnung, die dem kleinen Manuel Camacho vollends glückt. Authentisch drückt er unterschiedliche Gefühlszustände aus. Darüber hinaus stimmt die „Chemie“ mit dem Wolfswelpen. Demgegenüber kommt Juan José Ballesta als erwachsenem Marcos die eher undankbare Aufgabe zu, die „Action“-Szenen zu übernehmen. Weil er außerdem lediglich in etwa einem Viertel der Filmzeit zu sehen ist, bleibt ihm insgesamt zu wenig Entfaltungsraum, um seine Figur zu gestalten. Dass sich die Wölfe zusammen mit den beiden Darstellern filmen ließen, ist überhaupt als ein Glücksfall zu werten. Laut dem Regisseur hatte dies der betreuende Biologe und Wolfexperte zunächst völlig ausgeschlossen, und sich erst im Laufe der Dreharbeiten ergeben.

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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Es sind nicht zuletzt die spektakulären Naturaufnahmen, die diesen außergewöhnlichen Abenteuerfilm für die ganze Familie sehenswert machen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Schön ist es durchaus, vor allem wegen des guten Spiels der Darsteller sowie der vielen unendlich schönen Naturaufnahmen.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.5Ganz gut

Die starke Faszinationskraft, die von den Bildern ausgeht, und die darin enthaltene krasse Ambivalenz zwischen der Natur als lebensfeindlichem wie lebensspendenden Ort, fangen die inszenatorischen Mängel meistens auf.

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Kommentare (2) — Film: Wolfsbrüder


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ComicFan

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Bewertung7.0Sehenswert

Wunderschöne Tieraufnahmen und viele wirklich süße Szene. Nur werden manche Aspekte zu wenig vertieft, oder verlieren sich einfach in der Handlung. Dass die Kamera pausenlos an der Seite des Jungen bleibt, hilft dann auch nicht besonders um der Story etwas mehr Tiefe zu verleihen.
Nichtsdestotrotz ist der Film, wenn man sich auf ihn einlässt und über so manche Sachen einfach hinwegsieht, echt schön und lässt einen auf jeden Fall mit einem guten Gefühl zurück :)

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Squidward

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Bewertung4.5Uninteressant

Viele schöne, lange Naturaufnahmen in satten Farben - eine halbe Tierdoku. Allerdings ziemlich unglaubwürdig, wie schnell der Junge die diversen Tiere zähmt.

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Deine Meinung zum Film Wolfsbrüder