Woman
Onna (1948), JP Laufzeit 67 Minuten, Thriller
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News zu Woman
von Keisuke Kinoshita, mit Mitsuko Mito und Eitarô Ozawa
In Woman versucht eine Frau, sich verzweifelt von ihrem gefährlichen Liebhaber loszueisen, welcher wiederum versucht, sie ewig an sich zu binden.
Toshiko (Mitsuko Mito) arbeitet, wie viele andere Frauen in der Nachkriegszeit in Japan, als Revuetänzerin. Ihr Liebhaber Tadashi (Eitarô Ozawa) bittet sie, mit ihm ins Seebad Atami zu fahren. Toshiko jedoch ist von dieser Bitte alles andere als begeistert, denn eigentlich will sie sich von ihm trennen, da sie mit seinen kriminellen Machenschaften nichts mehr zu tun haben möchte. Dennoch schafft sie es nicht, standfest zu bleiben und lässt sich zu einem Treffen hinreißen. Mit immer neuen Versprechungen, Schmeicheleien und schließlich auch Drohungen versucht Tadashi, von dem eine diffuse Bedrohung ausgeht, Toshiko an sich zu binden. Eine auswegslose Situation für Toshiko die in ihrem Streben, sich von ihm loszureißen, immer verzweifelter wird.
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Kritiken (1) — Film: Woman
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Kommentar löschenEine Tänzerin wird von ihrem Mann überredet, fluchtartig die Stadt zu verlassen. Er scheint maßgeblich an einem Raubüberfall beteiligt zu sein und zwingt die junge Frau schließlich zu einer Marschroute durch die Berge. Selbstzweifel und Spannungen bestimmen den gemeinsamen Weg, der sie allmählich zu entzweien und bald auch das Leben der hin und her gerissenen Geliebten in Gefahr zu bringen droht. Das vage Psychogramm einer Beziehung, ein vernunftwidriges Melodram entwirft Keisuke Kinoshita mit "Woman", seinem neunten Spielfilm. Wie eine einzige lange physische und emotionale Bewegung wirkt dieses inhaltlich möglicherweise nur bedingt nachvollziehbare Groschenheftdrama, das voller Geheimnisse steckt, voller ungesagter Worte und diffuser Hintergründigkeiten. Kinoshitas herausragende Schwarzweißphotographie unterstreicht das paradox Kammerspielartige der Figuren unter freiem Himmel geradezu artistisch (shot entirely on location!), der schattenhafte Stil aus Untersichten und Schrägen gerinnt zum dominierenden Merkmal der Inszenierung. Vor einem finalen Großbrand entscheidet sich schließlich die exploitative Beziehung der beiden Protagonisten, wenn aus Fenstern fliegende Möbel und dicke Rauchwolken jene Feuergefahr verbildlichen, die bereits einen ganzen Film hindurch unter allem zu lodern schien. Befreiend.
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