Nun ist der Film ein Melodram an der Grenze zum Kitsch, eine Hommage an kleine Leute, die ihr Leben für andere riskieren. Stone bleibt konsequent bei den Menschen wie seine Stars, für die in so einem Streifen kein Platz ist: Nicolas Cage als Verschütteter wie Maria Bello und Maggie Gyllenhaal als Ehefrauen stellen sich ganz in den Dienst des Films und seiner Figuren.
In den USA wird Stone nun als Heimkehrer gefeiert, der sich besonnen hat; in Europa hat man mehr von ihm erwartet, zumal er eine Aufarbeitung der Ursachen für "9/11" angedroht hatte. An die Verdienste derer zu erinnern, die die Last solcher Konflikte tragen, ist aller Ehren wert; sich als politischer Mensch keine Haltung zu erlauben, eine vertane Chance.
In seinen besten Momenten schafft es Oliver Stone, die Emotionen und die Dramatik des vom Anschlag paralysierten New York einzufangen und zu visualisieren, welche Dimension dieses Ereignis für die Stadt und ihre Bewohner hatte. In seinen schlechten Momenten (und dazu gehören vor allem die langatmigen Szenen “unter Tage”) langweilt er geradezu, oder wartet mit aufgesetztem Pathos auf (”Wir lassen euch nicht im Stich, wir sind Marines”). Der definitive Film zu 9/11 war dies sicher noch nicht.
Es ist schon schade, dass einer der größten Kritiker des amerikanischen Systems, seiner Mächtigen und der Gesellschaft nur zwei winzige und so gerade deutbaren Moment bekommt, um seine Spitzen abzufeuern. Oliver Stone drückt in der 9/11-Aufarbeitung mächtig auf die Tränendrüse. Respektvoll, aber plakativ. "WTC" definiert sich über die Zerstörung von Familienidyllen und man scheut sich dabei auch nicht vor bizarr verkitschten Rückblenden. Die Verklärung von aufopfernden Feuerwehrmännern, Polizisten oder Soldaten kennt keine Grenzen und Stone liefert damit genau den Film, den die gepeinigte amerikanische Seele sehen will. Man sollte dankbar sein, das hier kein Michael Bay das Denkmal errichtet!
Der Film ist unabhängig der Thematik vollkommen in Ordnung! Die dramatischen Szenen entbehren jeglicher Sensationsheischerei und sind angemessen inszeniert. Stone findet ein paar große Momente, Nicolas Cage und Maria Bello spielen hervorragend, trotzdem überwiegt…
Es ist schon schade, dass einer der größten Kritiker des amerikanischen Systems, seiner Mächtigen und der Gesellschaft nur zwei winzige und so gerade deutbaren Moment bekommt, um seine Spitzen abzufeuern. Oliver Stone drückt in der 9/11-Aufarbeitung mächtig auf die Tränendrüse. Respektvoll, aber plakativ. "WTC" definiert sich über die Zerstörung von Familienidyllen und man scheut sich dabei auch nicht vor bizarr verkitschten Rückblenden. Die Verklärung von aufopfernden Feuerwehrmännern, Polizisten oder Soldaten kennt keine Grenzen und Stone liefert damit genau den Film, den die gepeinigte amerikanische Seele sehen will. Man sollte dankbar sein, das hier kein Michael Bay das Denkmal errichtet!
Der Film ist unabhängig der Thematik vollkommen in Ordnung! Die dramatischen Szenen entbehren jeglicher Sensationsheischerei und sind angemessen inszeniert. Stone findet ein paar große Momente, Nicolas Cage und Maria Bello spielen hervorragend, trotzdem überwiegt die routinierte Inszenierung, was den Film für jedermann verträglich macht.
Meine Generation hat kein Attentat in dieser Dimension miterlebt und ist so prägnant im kollektiven Gedächtnis verankert. Stone hat also ein leichtes Spiel sobald er es auf Gefühlsduselei anlegt, denn bei dieser globalen Anteilnahme setzt er sich in ein gemachtes Nest. Dass er den Pathos nicht so übermäßig strapaziert wie befürchtet ist die eigentliche Kunst, aber ein nüchtern dokumentierter und interpretierter Film wie "Unit 93" behagt mir eindeutig mehr. In dieser Umsetzung des abgestürzten entführten Flugzeugs sind die Helden keine Menschen mit einer Weichzeichner-Historie, es sind und bleiben fremde Leute. Angst führt hier nicht zum zelebrierten Leid oder Trauer, sie entwickelt sich in der Gemeinschaft zu einer beeindruckenden Courage. Diese Deutung von "Verzweiflung" und "Hoffnung" steht mir persönlich näher als die Verherrlichung zweier Schicksale, deren Happy End trotz aller Widrigkeiten unübersehbar ist.
Es gibt zwei Momente, in denen Stone das Hohelied auf die Spitze treibt und der Regime-Nörgler durchkommt. Wenn trotz aller Grausamkeiten und Kummer nur zweimal von Vergeltung gesprochen wird, dann wird natürlich George W. Bush und einem Soldaten das Verkünden der Rache zuteil. Dem Bürger bleiben solche Gedanken vollkommen fremd...
Es war der 11. September 2001, welcher die Welt für immer verändern sollte. Zuerst ein Tag wie jeder andere, glich New York doch schon bald einem wahren Hexenkessel. Der Grund: Zwei Flugzeuge, welche in die Twin-Towers flogen und im Verlauf der folgenden Stunden tausende von Menschenleben forderten. Ein schwarzer Tag für America. Ein schwarzer Tag für die gesamte Menschheit, welche wie erstarrt vor dem Fernseher verharrten und die traurigen Geschehnisse auf ihren Bildschirmen verfolgten. Nicht wenige stellten sich die Frage, wer zu solch etwas grausamen im Stande sei und verfluchten die Verantwortlichen für das, was sie getan hatten.
Da es ja mittlerweile nichts Neues mehr ist, alle möglichen brisanten, tragischen oder Konfliktbeladenen Stoffe auch zu verfilmen, war es also nur eine Frage der Zeit bis sich jemand dieses Ereignisses annehmen und auf die große Leinwand bringen würde. Doch für nicht wenige galt dies als ein unrealisierbares Projekt. Aber es kam wie es kommen musste und allgemeine Verwunderung machte sich breit bei der Bekanntgabe des Verantwortlichen Regisseurs, mit welchem wohl niemand so wirklich gerechnet hatte. Kein geringerer als Hollywoodveteran Oliver Stone zeichnete sich für dieses umstrittene Projekt verantwortlich. Jener Regisseur, welcher sich mit der Vielzahl seiner Werke, seien es nun etwa „Platoon“ oder auch „Geboren am 4. Juli“, eine nicht gerade „US-freundliche“ Filmographie geschaffen hatte. Stets kritisierte er aufs Härteste die Politik und Mentalität seines Heimatlandes, in welchem der Nationalstolz so groß ist, wie in kaum einem anderen. Die Diskussionsrunden waren also eröffnet und ganz Amerika fieberte Stones neuestem Film entgegen, welcher für die Bevölkerung vielleicht so wichtig wie kaum ein anderer in der Geschichte Hollywoods werden sollte.
Der 11. September war eben keine Naturkatastrophe, er hat eine lange Vor- und Nachgeschichte, und wer das außer Acht lässt, kann hier nur verlieren. Gerade ein Regisseur wie Stone, der sich an den großen amerikanischen Traumata von Vietnam, den Kennedys und der gesellschaftlichen Gewalt abgearbeitet hat, muss das wissen, und so ist nach diesen zwanzig Minuten kaum zu verstehen, warum er ausgerechnet für "World Trade Center" eine so erschreckend einfache Form gewählt hat.
Wahrscheinlich nennt man "World Trade Center" am treffendsten einen Denkmalfilm. Denkmale sollen an ein Ereignis erinnern, und sie sind Versammlungsorte für die Betroffenen. Beide Funktionen hat der Stone-Film in den Vereinigten Staaten erfüllt, und das Kino wird mindestens so lange der Ort des nationalen Gedenkens bleiben, bis die Geschäftemacher, Politiker und Architekten auf Ground Zero etwas Würdiges zustande gebracht haben.
Dass Oliver Stone weder ein Gespür für politische Stoffe, noch überhaupt die Fähigkeit besitzt, brisante Themen in filmische Dispositionen zu übersetzen, beweist spätestens dieser in seinem konservativen Stillstand nicht nur ärgerliche, sondern als Gegenwartskommentar höchst bedenkliche Versuch, den Anschlägen von 9/11 ein nachträgliches Kinosiegerbild zu verleihen. Der durch und durch ideologische Film feiert den Sieg des heiligen Christen über muslimische Feindtypen, und ist sich dafür nicht einmal zu schade, dem abgehalfterten Nicolas Cage einen Jesus mit Mineralwasserflasche zu Hilfe kommen zu lassen. Kino am Wendepunkt des Verstandes.
nicholas cage lässt in diesem vor geheucheltem patrioten-gewäsch triefenden film seinen faltigen arsch unter 3000 tonnen rigips und etwa 3 trillionenmilliarden tonnen verlogenem pathos begraben. tragisch tragisch
bis ich in den film gestern nochmal reingeschaut habe, habe ich ganz verdrängt, dass ich ihn verdrängt hab (doppelt hält schließlich besser). aber nichts destotrotz und in alter frische: als da dieser kumpel christus halluzinatorisch sein unwesen treibt, wollte ich wie beim ersten mal ins essen brechen.
Fernsehbericht:
- "Uns erreicht gerade die Meldung, dass ein Flugzeug in den ersten Turm des World Trade Centers geflogen ist."
Darauf ein Polizist: "Wer ist denn so blöd und fliegt ins World Trade Center?"
Cop 1: 'Der Radiosender xy hat gerade gemeldet, dass ein Flugzeug auch in den zweiten Turm des World Trade Centers und ins Pentagon geflogen ist.'
Daraufhin ein anderer Cop:
- " Wer hört den schon Radiosender xy? Das ist doch irgendso ein Privatsender."
Absolut unpassende Kommentare! Aber diese Kommentare spiegeln leider den ganzen Film wieder. Von Entsetzen der US-Bürger oder der Polizeikräfte über den schlimmsten Terrorangriff seit Jahrzehnten auf die USA ist überhaupt nichts zu spüren.
"World Trade Center" ist geprägt von einer großen Portion Langeweile und ist absolut typisch für einen niveaulosen 08/15 Amerikanischen Katastrophenfilm.
Kein bisschen Spannung und schwache Schauspieler! Ich empfehle da lieber "Flug 93".
Naja wenn ich an meine Reaktion denk als ich damals die erste Meldung im Radio hörte war die in etwa genauso. Ich denke, dass die anfängliche allgemeine Ungläubigkeit sich schon recht nah an der Realität bewegt. Als die Einsatzkräfte allerdings vor Ort waren und immernoch unmotiviert wie Schlaftabletten da rumspazierten und sich in aller Ruhe unterhielten wurde es schon etwas arg unglaubwürdig :D
Der Film ist gar nicht mal schlecht.
Ich hatte ihn vor einem knappen Jahr günstig auf Blu-Ray erstanden und bereuhe es sicher nicht.
Die Rahmenhandlung plaudert natürlich der Titel schon aus aber das ist ja gar kein Problem.
Die Wahre Begebenheit, um die beiden Polizisten die unter dem eingestürzten WTC begraben werden, wird authentisch erzählt und auch wenn der Hauptteil der Handlung ohne "Bewegung" auskommen muss, wird die Story nicht langweilig.
Man Fiebert mit den Protagonisten bis sie zum schluss gerettet werden mit und freut sich am Ende für sie.
Nicht unbedingt etwas für jedermann aber man darf gerne mal reinsehen.
Danke, dass ihr super-duper US-Soldaten immer für uns da seid, und bei jedem Einsturz kommt und allen helft. Ihr seid toll, ihr seid stark, ihr seid mutig--->ihr seid meine absoluten Helden. Wo ist ein Stift ? Ich will mich anmelden.
stimmt nicht-"seid" mit d ist korrekt!Das Wort wird immerhin von "sind" abgeleitet.
Seit(mit t) wird meist bei Zeitangaben benutzt...zb "seit dem 11. September 2001..."
Ansonsten kann ich mich nur anschließen... :)
Zwar wurde die Dramatik der ausweglosen Situation, in der sich die beiden in den Trümmern gefangenen Polizisten befinden ganz gut eingefangen und auch inszenatorisch kann man Oliver Stone eigentlich keine Vorwürfe machen, das ändert jedoch nichts daran, dass "World Trade Center" langweiliger, pathetischer Mist ist, der das Thema nur sehr oberflächlich behandelt. Für das amerikanische Publikum ist dieser Film als eine Art Vergangenheitsbewältigung vielleicht sogar sehr gelungen, mich konnte das Ganze allerdings, trotz des gut spielenden Casts, nicht wirklich fesseln.
Das Thema macht zunächst Lust auf mehr, aber was man dann sieht ist traurig. Mögen die ersten 20 Minuten noch einigermaßen ansehnlich sein, so wird es danach zu einem langweiligen Dialog zweier Verschütteter und dem immer wieder gleichen Leiden der Familie. Daraus einen zweistündigen Film zu machen ist schwer - Stone gelang es nicht.
Also ich bin echt mit großer Vorfreude an diesen Film gegangen und hatte so die ersten 30 Minuten auch noch eine richtige Spannung in mir drin, aber dann ging´s los, sie sitzen fest. Es mag ja wirklich dramatisch sein aber daraus eine Stunde Filstoff weg zu bekommen ist dann doch schon etwas übertrieben. Ich fand es sehr nervig das immer wieder alte Geschichten von den beiden Verschütteten aufgerollt wurden. Aber wie gesagt, der Anfang war wirklich gut. Es bringt zwar nichts nur den Anfang eines Films zu gucken aber immerhin etwas.
Nicolas Cage <--- Einer meiner Lieblinge. Selbst in "Stadt der Engel" hab ich ihn richtig gern gehabt. Aber was er sich bei diesem Film erhofft hat, frage ich mich seitdem ich "World Trade Center" gesehen hab.
Erst einmal die zahlreichen Fehler, die dieser Film aufweist. Die Rettungsaktionen waren doch damals erheblich anders, wenn man den Nachrichten trauen darf. Im Film war allerdings nur ein beschissener Soldat zu sehen, der sich dazu beschließt, nach New York zu gehen und mit zu helfen. Soviel zum ersten Witz des Films!
Was ich besonders witzig fand, war dieses extrem billige Prinzip, wie was passiert (z.B. Türme runterknallen, Flugzeuge ins Gebäude schießen usw). Also etwas mehr Aufwand und weniger News-Cuts hätten nicht geschadet. Von daher: Einfach nur Schrott.
Was mich ebenfalls sehr aufgeregt hat war, das nur Polizisten im Vordergrund des Films waren. Was ist mit anderen Opfern? Es hätte auch hier nicht geschadet, wenn man auch mal andere Sichten zu sehen bekommen hätte.
Also für mich ist der Film nichts... Ärgerlich trifft hier vollkommen zu!
Ein anderer Oliver Stone, aber wahrlich nicht schlecht. Das Schicksal der verschütteten Polizisten und deren bangende Familien stehen klar im Mittelpunkt. Das kann man natürlich in der Art und Weise wie das dargestellt ist, kitschig finden, ich fand es auch ein bisschen dick manchmal, aber letztendlich doch mehr berührend.
Immerhin steht dieser scheinbar selbstlose und latent fanatische Marine als Einziger für das Amerika, wie es Stone üblicherweise zeigt.
Jesus als Wasserflaschenhalter, wer dieses Bild übersieht, verkennt WTC sehr leicht als patriotische zusammenhaltsschwülstige wirische und zuweilen unterträglich kitschige Schicksalsverfilmung, wer die Symbolik versteht, erkennt darin den Schlüssel zur Befreiung von.
Hab mich sehr lange vor diesem Film gedrückt, heute hab ich ihn endlich gesehen und war nicht enttäuscht. Sehr emotional und spannend gemacht. Interessant zu sehen wie die Meinungen hier auseinandergehn.
»Das ist kein politischer Film« hat Oliver Stone immer wieder gesagt, doch sein Film ist politisch nur leider nicht so, wie man es vom politischen Provokateur Stone gewohnt ist.
»World Trade Center« ist zu Beginn eine überaus gelungene Studie über die Zeit kurz vor dem Anschlag und auch die ersten Filmminuten nach dem Einschlag des Flugzeuges sind Stone durchaus gelungen, weil sie die Ohnmacht der Behörden und die Ungewissheit von New York wiedergeben. sobald die Hauptcharaktere dann aber verschüttert sind, ergibt sich Stone dem Pathos, einem überaus simplen und platten Pathos, der nur Platz für Jesus- Erscheinungen und eindimensionale Figuren lässt: Ein gottesgläubiger Marine der beauftragt von Gott nach New York fährt um dort zu helfen oder eine Gruppe von Feuerwehrmännern die von außerhalb anrücken um den Helfern mit Nahrung zu versorgen und dabei gerne Sprüche wie »Dafür werden diese Mistkerle bezahlen« von sich lassen.
»World Trade Center« ist ein politischer Film und diejenigen die den Anti- Terror Zug von George W. Bush gut heißen, werden mit diesem Film durchaus befriedigt. Den Helfern und Opfern wird der Film dadurch aber nie gerecht, trotz Auflistung einiger, denn der Film verkauft seine Helden für billigen Pathos.
World Trade Center - Kritik
US 2006 Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Katastrophenfilm, Drama, Kinostart 28.09.2006
Kritiken (7) — Film: World Trade Center
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenNun ist der Film ein Melodram an der Grenze zum Kitsch, eine Hommage an kleine Leute, die ihr Leben für andere riskieren. Stone bleibt konsequent bei den Menschen wie seine Stars, für die in so einem Streifen kein Platz ist: Nicolas Cage als Verschütteter wie Maria Bello und Maggie Gyllenhaal als Ehefrauen stellen sich ganz in den Dienst des Films und seiner Figuren.
In den USA wird Stone nun als Heimkehrer gefeiert, der sich besonnen hat; in Europa hat man mehr von ihm erwartet, zumal er eine Aufarbeitung der Ursachen für "9/11" angedroht hatte. An die Verdienste derer zu erinnern, die die Last solcher Konflikte tragen, ist aller Ehren wert; sich als politischer Mensch keine Haltung zu erlauben, eine vertane Chance.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenIn seinen besten Momenten schafft es Oliver Stone, die Emotionen und die Dramatik des vom Anschlag paralysierten New York einzufangen und zu visualisieren, welche Dimension dieses Ereignis für die Stadt und ihre Bewohner hatte. In seinen schlechten Momenten (und dazu gehören vor allem die langatmigen Szenen “unter Tage”) langweilt er geradezu, oder wartet mit aufgesetztem Pathos auf (”Wir lassen euch nicht im Stich, wir sind Marines”). Der definitive Film zu 9/11 war dies sicher noch nicht.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenEs ist schon schade, dass einer der größten Kritiker des amerikanischen Systems, seiner Mächtigen und der Gesellschaft nur zwei winzige und so gerade deutbaren Moment bekommt, um seine Spitzen abzufeuern. Oliver Stone drückt in der 9/11-Aufarbeitung mächtig auf die Tränendrüse. Respektvoll, aber plakativ. "WTC" definiert sich über die Zerstörung von Familienidyllen und man scheut sich dabei auch nicht vor bizarr verkitschten Rückblenden. Die Verklärung von aufopfernden Feuerwehrmännern, Polizisten oder Soldaten kennt keine Grenzen und Stone liefert damit genau den Film, den die gepeinigte amerikanische Seele sehen will. Man sollte dankbar sein, das hier kein Michael Bay das Denkmal errichtet!
Der Film ist unabhängig der Thematik vollkommen in Ordnung! Die dramatischen Szenen entbehren jeglicher Sensationsheischerei und sind angemessen inszeniert. Stone findet ein paar große Momente, Nicolas Cage und Maria Bello spielen hervorragend, trotzdem überwiegt…
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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...
Kommentar löschenEs war der 11. September 2001, welcher die Welt für immer verändern sollte. Zuerst ein Tag wie jeder andere, glich New York doch schon bald einem wahren Hexenkessel. Der Grund: Zwei Flugzeuge, welche in die Twin-Towers flogen und im Verlauf der folgenden Stunden tausende von Menschenleben forderten. Ein schwarzer Tag für America. Ein schwarzer Tag für die gesamte Menschheit, welche wie erstarrt vor dem Fernseher verharrten und die traurigen Geschehnisse auf ihren Bildschirmen verfolgten. Nicht wenige stellten sich die Frage, wer zu solch etwas grausamen im Stande sei und verfluchten die Verantwortlichen für das, was sie getan hatten.
Da es ja mittlerweile nichts Neues mehr ist, alle möglichen brisanten, tragischen oder Konfliktbeladenen Stoffe auch zu verfilmen, war es also nur eine Frage der Zeit bis sich jemand dieses Ereignisses annehmen und auf die große Leinwand bringen würde. Doch für nicht wenige galt dies als ein unrealisierbares Projekt. Aber es kam wie es kommen musste und allgemeine Verwunderung machte sich breit bei der Bekanntgabe des Verantwortlichen Regisseurs, mit welchem wohl niemand so wirklich gerechnet hatte. Kein geringerer als Hollywoodveteran Oliver Stone zeichnete sich für dieses umstrittene Projekt verantwortlich. Jener Regisseur, welcher sich mit der Vielzahl seiner Werke, seien es nun etwa „Platoon“ oder auch „Geboren am 4. Juli“, eine nicht gerade „US-freundliche“ Filmographie geschaffen hatte. Stets kritisierte er aufs Härteste die Politik und Mentalität seines Heimatlandes, in welchem der Nationalstolz so groß ist, wie in kaum einem anderen. Die Diskussionsrunden waren also eröffnet und ganz Amerika fieberte Stones neuestem Film entgegen, welcher für die Bevölkerung vielleicht so wichtig wie kaum ein anderer in der Geschichte Hollywoods werden sollte.
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenDer 11. September war eben keine Naturkatastrophe, er hat eine lange Vor- und Nachgeschichte, und wer das außer Acht lässt, kann hier nur verlieren. Gerade ein Regisseur wie Stone, der sich an den großen amerikanischen Traumata von Vietnam, den Kennedys und der gesellschaftlichen Gewalt abgearbeitet hat, muss das wissen, und so ist nach diesen zwanzig Minuten kaum zu verstehen, warum er ausgerechnet für "World Trade Center" eine so erschreckend einfache Form gewählt hat.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWahrscheinlich nennt man "World Trade Center" am treffendsten einen Denkmalfilm. Denkmale sollen an ein Ereignis erinnern, und sie sind Versammlungsorte für die Betroffenen. Beide Funktionen hat der Stone-Film in den Vereinigten Staaten erfüllt, und das Kino wird mindestens so lange der Ort des nationalen Gedenkens bleiben, bis die Geschäftemacher, Politiker und Architekten auf Ground Zero etwas Würdiges zustande gebracht haben.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenDass Oliver Stone weder ein Gespür für politische Stoffe, noch überhaupt die Fähigkeit besitzt, brisante Themen in filmische Dispositionen zu übersetzen, beweist spätestens dieser in seinem konservativen Stillstand nicht nur ärgerliche, sondern als Gegenwartskommentar höchst bedenkliche Versuch, den Anschlägen von 9/11 ein nachträgliches Kinosiegerbild zu verleihen. Der durch und durch ideologische Film feiert den Sieg des heiligen Christen über muslimische Feindtypen, und ist sich dafür nicht einmal zu schade, dem abgehalfterten Nicolas Cage einen Jesus mit Mineralwasserflasche zu Hilfe kommen zu lassen. Kino am Wendepunkt des Verstandes.
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Kommentare (52) — Film: World Trade Center
Kommentar schreibenkahaujiko 2011/12/23 23:51:29
Kommentar löschennicholas cage lässt in diesem vor geheucheltem patrioten-gewäsch triefenden film seinen faltigen arsch unter 3000 tonnen rigips und etwa 3 trillionenmilliarden tonnen verlogenem pathos begraben. tragisch tragisch
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Daniel Gassner 2011/09/15 13:28:10
Kommentar löschenEiner der besten Filme der letzen 10 Jahre.Der nicht nur den Überlebenskampf sondern auch gleichzeitig die Hilflosigkeit der Angehörigen zeigt.
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CarrionFairy 2011/09/12 11:51:34
Kommentar löschenbis ich in den film gestern nochmal reingeschaut habe, habe ich ganz verdrängt, dass ich ihn verdrängt hab (doppelt hält schließlich besser). aber nichts destotrotz und in alter frische: als da dieser kumpel christus halluzinatorisch sein unwesen treibt, wollte ich wie beim ersten mal ins essen brechen.
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Sigmund 2011/09/12 14:55:48
Antwort löschen:D
moviee 2011/09/09 23:14:18
Kommentar löschenFernsehbericht:
- "Uns erreicht gerade die Meldung, dass ein Flugzeug in den ersten Turm des World Trade Centers geflogen ist."
Darauf ein Polizist: "Wer ist denn so blöd und fliegt ins World Trade Center?"
Cop 1: 'Der Radiosender xy hat gerade gemeldet, dass ein Flugzeug auch in den zweiten Turm des World Trade Centers und ins Pentagon geflogen ist.'
Daraufhin ein anderer Cop:
- " Wer hört den schon Radiosender xy? Das ist doch irgendso ein Privatsender."
Absolut unpassende Kommentare! Aber diese Kommentare spiegeln leider den ganzen Film wieder. Von Entsetzen der US-Bürger oder der Polizeikräfte über den schlimmsten Terrorangriff seit Jahrzehnten auf die USA ist überhaupt nichts zu spüren.
"World Trade Center" ist geprägt von einer großen Portion Langeweile und ist absolut typisch für einen niveaulosen 08/15 Amerikanischen Katastrophenfilm.
Kein bisschen Spannung und schwache Schauspieler! Ich empfehle da lieber "Flug 93".
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NostalgiaCritic 2011/09/10 10:23:40
Antwort löschenNaja wenn ich an meine Reaktion denk als ich damals die erste Meldung im Radio hörte war die in etwa genauso. Ich denke, dass die anfängliche allgemeine Ungläubigkeit sich schon recht nah an der Realität bewegt. Als die Einsatzkräfte allerdings vor Ort waren und immernoch unmotiviert wie Schlaftabletten da rumspazierten und sich in aller Ruhe unterhielten wurde es schon etwas arg unglaubwürdig :D
Jeppers Creep 2011/09/09 20:16:21
Kommentar löschenEin typischer amerikanischer Heldenfilm. Was wären wir bloss ohne die Amerikaner !
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christian-bauer 2011/09/05 08:42:39
Kommentar löschenSchade, hab mir besseres von Stone erwartet.
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kahaujiko 2011/12/23 23:55:09
Antwort löschenernsthaft? ich nicht.
In_Ex_Fan 2011/08/22 12:48:20
Kommentar löschenDer Film ist gar nicht mal schlecht.
Ich hatte ihn vor einem knappen Jahr günstig auf Blu-Ray erstanden und bereuhe es sicher nicht.
Die Rahmenhandlung plaudert natürlich der Titel schon aus aber das ist ja gar kein Problem.
Die Wahre Begebenheit, um die beiden Polizisten die unter dem eingestürzten WTC begraben werden, wird authentisch erzählt und auch wenn der Hauptteil der Handlung ohne "Bewegung" auskommen muss, wird die Story nicht langweilig.
Man Fiebert mit den Protagonisten bis sie zum schluss gerettet werden mit und freut sich am Ende für sie.
Nicht unbedingt etwas für jedermann aber man darf gerne mal reinsehen.
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fkfilmkritik 2011/08/09 18:37:04
Kommentar löschenDanke, dass ihr super-duper US-Soldaten immer für uns da seid, und bei jedem Einsturz kommt und allen helft. Ihr seid toll, ihr seid stark, ihr seid mutig--->ihr seid meine absoluten Helden. Wo ist ein Stift ? Ich will mich anmelden.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
fabel 2011/08/09 20:20:06
Antwort löschenSeit bitte mit d, werter Herr fkfilmkritik.:P
Ansonsten lustiger Beitrag.:)
fkfilmkritik 2011/08/09 20:24:24
Antwort löschenAlles klar, sry. Danke für´s Kompliment und aufmerksam machen. ;P
Alle 4 Antworten zeigen
Alienwee 2011/08/14 14:27:49
Antwort löschenstimmt nicht-"seid" mit d ist korrekt!Das Wort wird immerhin von "sind" abgeleitet.
Seit(mit t) wird meist bei Zeitangaben benutzt...zb "seit dem 11. September 2001..."
Ansonsten kann ich mich nur anschließen... :)
fkfilmkritik 2011/08/16 22:33:56
Antwort löschenWurde ja auch geändert. ;)
agynessa 2011/07/20 21:39:53
Kommentar löschenDie Originalaufnahmen von den Flugzeugen, die in das WTC geknallt sind waren echt spektakulärer.
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Mr. Pink 2011/07/14 15:48:07
Kommentar löschenZwar wurde die Dramatik der ausweglosen Situation, in der sich die beiden in den Trümmern gefangenen Polizisten befinden ganz gut eingefangen und auch inszenatorisch kann man Oliver Stone eigentlich keine Vorwürfe machen, das ändert jedoch nichts daran, dass "World Trade Center" langweiliger, pathetischer Mist ist, der das Thema nur sehr oberflächlich behandelt. Für das amerikanische Publikum ist dieser Film als eine Art Vergangenheitsbewältigung vielleicht sogar sehr gelungen, mich konnte das Ganze allerdings, trotz des gut spielenden Casts, nicht wirklich fesseln.
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kurtel1105 2011/04/19 13:11:51
Kommentar löschenDas Thema macht zunächst Lust auf mehr, aber was man dann sieht ist traurig. Mögen die ersten 20 Minuten noch einigermaßen ansehnlich sein, so wird es danach zu einem langweiligen Dialog zweier Verschütteter und dem immer wieder gleichen Leiden der Familie. Daraus einen zweistündigen Film zu machen ist schwer - Stone gelang es nicht.
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riseoner 2011/04/07 20:22:02
Kommentar löschenNicolas Cage ist für mich schon lange lange gestorben... Eine Schande was er in den letzten Jaren mitgemacht hat.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
simvlacrvm 2011/04/11 21:14:51
Antwort löschenIm letzten Jahrzehnt.
donatboy 2011/05/08 17:24:57
Antwort löschenKick-Ass oder Bad Lieutenant sind doch super
vanilla 2011/01/06 15:33:59
Kommentar löschenvielleicht der schlechteste Film, der je gedreht wurde, und dann auch noch mit Nicolas Cage, was hat er sich dabei bloß gedacht.
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nick-pulina 2010/10/29 17:24:33
Kommentar löschenAlso ich bin echt mit großer Vorfreude an diesen Film gegangen und hatte so die ersten 30 Minuten auch noch eine richtige Spannung in mir drin, aber dann ging´s los, sie sitzen fest. Es mag ja wirklich dramatisch sein aber daraus eine Stunde Filstoff weg zu bekommen ist dann doch schon etwas übertrieben. Ich fand es sehr nervig das immer wieder alte Geschichten von den beiden Verschütteten aufgerollt wurden. Aber wie gesagt, der Anfang war wirklich gut. Es bringt zwar nichts nur den Anfang eines Films zu gucken aber immerhin etwas.
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Pherano 2010/10/23 15:10:36
Kommentar löschenNicolas Cage <--- Einer meiner Lieblinge. Selbst in "Stadt der Engel" hab ich ihn richtig gern gehabt. Aber was er sich bei diesem Film erhofft hat, frage ich mich seitdem ich "World Trade Center" gesehen hab.
Erst einmal die zahlreichen Fehler, die dieser Film aufweist. Die Rettungsaktionen waren doch damals erheblich anders, wenn man den Nachrichten trauen darf. Im Film war allerdings nur ein beschissener Soldat zu sehen, der sich dazu beschließt, nach New York zu gehen und mit zu helfen. Soviel zum ersten Witz des Films!
Was ich besonders witzig fand, war dieses extrem billige Prinzip, wie was passiert (z.B. Türme runterknallen, Flugzeuge ins Gebäude schießen usw). Also etwas mehr Aufwand und weniger News-Cuts hätten nicht geschadet. Von daher: Einfach nur Schrott.
Was mich ebenfalls sehr aufgeregt hat war, das nur Polizisten im Vordergrund des Films waren. Was ist mit anderen Opfern? Es hätte auch hier nicht geschadet, wenn man auch mal andere Sichten zu sehen bekommen hätte.
Also für mich ist der Film nichts... Ärgerlich trifft hier vollkommen zu!
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JackoXL 2010/09/01 00:27:31
Kommentar löschenMit dem Gebäude stürzt auch der Film ein. Aus diesem Thema einen solchen Film zu machen, ist auch eine Form von Terrorrissmuss.
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maslobojew 2010/08/06 18:39:42
Kommentar löschenEin anderer Oliver Stone, aber wahrlich nicht schlecht. Das Schicksal der verschütteten Polizisten und deren bangende Familien stehen klar im Mittelpunkt. Das kann man natürlich in der Art und Weise wie das dargestellt ist, kitschig finden, ich fand es auch ein bisschen dick manchmal, aber letztendlich doch mehr berührend.
Immerhin steht dieser scheinbar selbstlose und latent fanatische Marine als Einziger für das Amerika, wie es Stone üblicherweise zeigt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
stalker 2010/06/06 01:27:50
Kommentar löschenJesus als Wasserflaschenhalter, wer dieses Bild übersieht, verkennt WTC sehr leicht als patriotische zusammenhaltsschwülstige wirische und zuweilen unterträglich kitschige Schicksalsverfilmung, wer die Symbolik versteht, erkennt darin den Schlüssel zur Befreiung von.
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Sanylein 2010/05/22 00:03:30
Kommentar löschenHab mich sehr lange vor diesem Film gedrückt, heute hab ich ihn endlich gesehen und war nicht enttäuscht. Sehr emotional und spannend gemacht. Interessant zu sehen wie die Meinungen hier auseinandergehn.
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stuforcedyou 2010/05/18 10:52:13
Kommentar löschen»Das ist kein politischer Film« hat Oliver Stone immer wieder gesagt, doch sein Film ist politisch nur leider nicht so, wie man es vom politischen Provokateur Stone gewohnt ist.
»World Trade Center« ist zu Beginn eine überaus gelungene Studie über die Zeit kurz vor dem Anschlag und auch die ersten Filmminuten nach dem Einschlag des Flugzeuges sind Stone durchaus gelungen, weil sie die Ohnmacht der Behörden und die Ungewissheit von New York wiedergeben. sobald die Hauptcharaktere dann aber verschüttert sind, ergibt sich Stone dem Pathos, einem überaus simplen und platten Pathos, der nur Platz für Jesus- Erscheinungen und eindimensionale Figuren lässt: Ein gottesgläubiger Marine der beauftragt von Gott nach New York fährt um dort zu helfen oder eine Gruppe von Feuerwehrmännern die von außerhalb anrücken um den Helfern mit Nahrung zu versorgen und dabei gerne Sprüche wie »Dafür werden diese Mistkerle bezahlen« von sich lassen.
»World Trade Center« ist ein politischer Film und diejenigen die den Anti- Terror Zug von George W. Bush gut heißen, werden mit diesem Film durchaus befriedigt. Den Helfern und Opfern wird der Film dadurch aber nie gerecht, trotz Auflistung einiger, denn der Film verkauft seine Helden für billigen Pathos.
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
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