Wuthering Heights - Emily Brontës Sturmhöhe

Wuthering Heights (2011), GB Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama

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von Andrea Arnold, mit Kaya Scodelario und Nichola Burley

In der 17. Verfilmung des Brontë Klassikers rollt Andrea Arnold die tragische Liebesgeschichte von Cathy und Heathcliff neu auf.

Findelkind Heathcliff (James Howson) wird von den Earnshaws als 6-Jähriger von der Straße aufgelesen. Seitdem lebt er in deren Obhut, zusammen mit Stiefschwester Cathy (Kaya Scodelario) und Stiefbruder Hindley (Lee Shaw). Während sich zwischen ihm und Cathy eine tiefe Freundschaft entwickelt, wird Heathcliff von deren Bruder schikaniert und misshandelt.
Doch das hindert Cathy und Heathcliff nicht daran ausgelassen im Moor zu toben und die gegenseitige Seelenverwandtschaft zu entdecken.

Als Cathy sechzehn Jahre alt wird, erhält sie einen Heiratsantrag des wohlhabenden Edgar Linton (Oliver Milburn). Heathcliff ist erschüttert und verlässt schließlich gekränkt die Ortschaft. Cathy stürzt der Verlust ihres geliebten Ziehbruders in eine lebensgefährliche Nervenkrise.

Drei Jahre später kehrt Heathcliff zurück, inzwischen zum stattlichen jungen Mann gereift und mit dem Vorhaben, seine Jugendliebe zurück zu gewinnen. Cathy ist aber inzwischen mit Edgar verheiratet und von ihm schwanger. Das Gefühlschaos keimt erneut auf und entwickelt sich zu einer Dreiecksbezeihung zwischen Liebe, Hass und Rache.

Hintergrund und Infos zu Wuthering Heights
Regie führte Andrea Arnold, die nach eigener Aussage stärkeres Augenmerk auf Landschaftsbilder als auf Dialoge legen wollte. Bereits in Fish Tank besetzte Arnold zu damaliger Zeit relativ unbekannte Schauspieler, wie zum Beispiel Michael Fassbender und verhalf ihnen zum Durchbruch.

Im Gegensatz zu Kaya Scodelario, die bereits aus Skins – Hautnah Kameraerfahrung mitbringt, ist Wuthering Heights – Emily Brontës Sturmhöhe das Schauspieldebüt für James Howson. Kaya Scodelario musste sich trotz Dialogknappheit den Yorkshire Dialekt antrainieren.

Wuthering Heights ist bereits die 17. Adaption des Buchklassikers von Emily Brontë, eine der drei Brontë-Schwestern (Jane Eyre). Unter anderem verfilmten William Wyler (Stürmische Höhen) (1939), Luis Buñuel (Abgründe der Leidenschaft) (1954) und Jacques Rivette (Sturmhöhe) (1985) die Geschichte aus dem viktorianischen Zeitalter.
Stars wie Laurence Olivier, Ralph Fiennes, Merle Oberon oder Juliette Binoche besetzten die Rollen der unglücklichen Liebenden Cathy und Heathcliff.

Den Soundtrack zu der Interpretation von Andrea Arnold lieferte die Folkband Mumford & Sons, die für ihre Liebe zu alter britischer Literatur bekannt ist.
Wuthering Heights gewann fünf Auszeichnungen, darunter zwei Preise auf dem Filmfestival von venedig. (LB)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (4) — Film: Wuthering Heights - Emily Brontës Sturmhöhe

SoulReaver: CinemaForever

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7.5Sehenswert

[...] Die flexible Handkamera ist immer ganz nah an den Liebenden, jede noch so kleine Bewegung wird eingefangen, jede Berührung zelebriert und wenn die Kamera vor der wunderschönen Kulisse des nebeligen Moorhochlandes einfriert, dann hat das nichts mit prätentiöser Langatmigkeit zu tun, sondern ist impressionistische Symbolik, mit der Arnold das Innenleben der Charaktere mit der Natur gleichsetzt. „Wuthering Heights“ ist ein leiser Film, manchmal so zärtlich flüsternd, dass die emotionalen Zwischentöne bestimmter Augenblicke dem Zuschauer entfliehen könnten. Die zwei Akte - Jugend und Erwachsenenalter -, in die die bestürzende Lebensgeschichte eingeteilt wurde, zeichnen sich durch die brodelnde Transition von liebevoller Neugier bis hin zur obsessiven Missgunst aus. Arnold entsagt dem Standardmuster des historischen Kostümfilmes und offenbart die emotionalen Regungen mit zerbrechlicher Ruhe und natürlicher Geräuschkulisse, die erst im Abspann durch Mumford & Sons und die adäquaten Worte „But I Came and I was nothing. And time will give us nothing.“ gebrochen wird.

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

VisitorQ

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oh. wie ich den sehen will. my body is so ready.


SoulReaver

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http://www.youtube.com/watch?v=M4C7K6IHvtc


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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6.5Ganz gut

Arnold hat die Emotionen des Buches erfolgreich umgesetzt, was sie nicht geschafft hat, ist ein unterhaltender Film. Doch was man in Wuthering Heights sieht kommt dem, was Brontës sich gedacht hat wohl am nächsten.

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Keith Phipps: The Onion (A.V. Club) Keith Phipps: The Onion (A.V. Club)

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8.5Ausgezeichnet

In 'Wuthering Heights' sieht man eine ungewöhnliche Herangehensweise an die Geschichte, die dem Film noch mehr Ausdruck verleiht und sich immernoch an die Romanvorlage hält.

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Der einzige Roman von Emily Brontë zählt zu den Meisterwerken der viktorianischen Literatur. Die englische Regisseurin Andrea Arnold, bekannt für ihre sozialkritische Dramen (Fish Tank), wagt nun eine erfrischend innovative Interpretation der literarischen Vorlage. Indem sie die verschachtelte Handlung radikal auf einen Erzählstrang reduziert, die Dialoge an die Gegenwartssprache anpasst und eine pseudo-dokumentarische Kameraführung verwendet, wirkt das Drama zugänglicher und auch eindringlicher als seine sperrige Romanvorlage.

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Kommentare (3) — Film: Wuthering Heights - Emily Brontës Sturmhöhe


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VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Ohendlichgesehen. Andrea Arnolds Verfilmung des Stoffes von Emily Brontës Sturmhöhe ist famos geraten. Aber ich war auch ein einfaches Opfer. Szenarien voller Verachtung, kalter Herzen und unerwiderter Liebe sind nämlich genau mein Ding.

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Windom Earle

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein trauriges, bildgewaltiges, großartiges Meisterwerk.

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VisitorQ

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Ich warte aufs Kino... Ich hoffe, dass er hier herauskommt. Wenn nicht, was ich ja befürchte, werde ich wieder ein trauiger Filmfan sein. :-/


Briseis

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VisitorQ, du bist doch Hamburger. Es gibt die Wuthering Heights DVD in der Zentralbücherhalle.


Ich_mache_Seife

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Andrea Arnold und ihre ersten Werke habe ich bis jetzt leider sträflichst vernachlässigt. Umso neugieriger war ich schließlich auf ihre Interpretation von "Wuthering Heights" sowie ihre Annäherung diesen Stoff Film werden zu lassen.
Dabei wird von ihr ein sehr interessanter und für mich in erster Linie auch angenehmer Weg gewählt, indem sie die Opulenz herkömmlicher Kostümdramen konsequent verneint und stattdessen auf Realismus setzt. Freunde ersterer werden es wohl schwer haben sich mit dieser Version anfreunden zu können, denn neben der angesprochenen Form der Inszenierung liegt es Arnold des weiteren fern ihren Film durch musikalische Begleitung zu dem ein oder anderen gekünstelten Emotions-Klimax zu führen, sondern überlässt es vielmehr jedem selbst die Gefühlswelt der Protagonisten zu erkunden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bis auf die letzte Minute inklusive Abspann nur natürliche Geräusche für eine akkurate Soundkulisse sorgen.
Ein sehr faszinierender Ansatz dieses Werkes ist es, wie Arnold die Umwelt ihrer Figuren ins Bild rückt. Man ist geneigt zu behaupten, dass die Natur die eigentliche, tragende Rolle spielt. Andrea Arnold verlässt sich hier voll auf die impressionistische Kraft der naturalistischen Bilder um einen Blick für die Düsternis der Geschichte zu bekommen. Oberflächlich betrachtet mag das dem Stil eines Terrence Malick gar nicht unähnlich sein und doch so konträr, da sich die Regisseurin nicht einem philosophischen Unterbau bedient, sondern vielmehr oder besser lediglich Eindrücke schaffen möchte.
Ich bin ja persönlich ein großer Freund der "Show, don't tell" Auffassung und deshalb ist es so erfreulich, dass hier die Worte Platz machen müssen für die Eindringlichkeit von Blicken, Gesten und zarten Berührungen, welche die anfängliche Neugier, Liebe, Wut, Bessessenheit und den Hass der Menschen füreinander besingen.
Arnold kreiert eine unglaublich raue Atmosphäre, die von Momenten großer Intimität durchbrochen wird, nicht aufdringlich sondern ganz großartig eingeflochten. Als beispielsweise die junge Catherine Heathcliff seinen von Peitschenhieben blutigen Rücken mit der Zunge liebkost empfinde ich das als einen sehr sensibel eingefangenen Augenblick, der ohne dabei ein Wort zu verlieren unglaublich viel zu erzählen weiß.
Lobenswert mutig und kompromisslos inszeniert, nicht im ersten Moment überwältigend, gibt man ihm jedoch Zeit seine Wirkung zu entfallten, ist er ein wahrlich großartiges Filmerlebnis und für mich ein kleines Meisterstückchen.

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