Wyssozki - Danke, für mein Leben

Vysotskiy. Spasibo, chto zhivoy (2011),
Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.12.2011

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- Kritiker
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von Pyotr Buslov, mit Andrey Smolyakov und Oksana Akinshina

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts war Vladimir Wyssozki der bekannteste Musiker und Schauspieler in der gesamten UdSSR, sein Einfluss im Land war immens. Doch die offizielle Anerkennung blieb ihm versagt. Millionen von Menschen kannten seine Lieder, aber verbreitet wurden sie nur auf halblegalem Wege. Die Tonbandmitschnitte seiner Konzerte wurden immer wieder kopiert und von Hand zu Hand weitergereicht. Seine Gedichte wurden nicht veröffentlicht, seine Konzerte fanden außerhalb der Legalität statt.

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Kritiken (1) — Film: Wyssozki - Danke, für mein Leben

Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter

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4.0Uninteressant

Außer dem Todesdatum erfährt man im Film von Pjotr Buslow von Wyssozkij selber nichts. Das mag für das russische Publikum angehen. Dem durchschnittlichen westeuropäischen Zuschauer erschließt sich ohne Vorwissen der Plot aber kaum.

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antaris

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Auch das russische Publikum kann damit nichts anfangen. Mehr noch, es leidet viel mehr, da eine wahre menschliche Größe zu einem so banalen Helden dieses miesen Streifens wurde.



Kommentar — Film: Wyssozki - Danke, für mein Leben

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antaris

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Bewertung2.0Ärgerlich

Dieser Film ist das pure Ärgernis. Da geht man zur Premiere, zahlt ein Heidengeld. Wyssozkis Sohn und Drehbuchautor ist Ehrengast. Alles wirkt so high class bis das Licht ausgeht und die Vorstellung beginnt. Und ab hier könnte ich eigentlich genauso lang kritisieren wie dieser Film andauerte. Und das wäre eindeutig zu lang. Deswegen picke ich nur die verfaultesten Rosinen heraus.
Der Film leidet sehr unter dem mangelhaften Drehbuch. Es ist einfach nicht gut, wenn der Sohn der alleinige Autor ist. Auch hier zeigt sich das wieder nur zu deutlich: Wyssozki ist vollkommen flach, sein Charakter unnachvollziehbar, unverständlich, unglaubwürdig. Er hat etwas von einem Superhelden und einem kränklichen Schwächling zugleich, ist ein Clown und Intellektueller. Aber vor allem ist er ein guter Mensch, der alle liebt. Leider ist es zwar die gewünschte Botschaft des Autors (klar, ist ja auch der Papa, der war ja auch super), sie bleibt aber immer behauptet. Die Figur generiert sich nicht aus sich heraus.
Wegen der klasse Maske ist die Figur nicht nur flach, sondern auch noch lächerlich. Die Mimik ist von einer Bewegtheit wie man sie nur an botoxgeladenen society ladies beobachten kann. Die unnatürliche Gesichtsfarbe beißt sich mit der Zahnfarbe, sodass man unfreiwillig Zombie-Assoziationen bekommt.
Ein noch größeres Problem ist, dass der Film sich nicht entscheiden kann, was er eigentlich sein möchte: eine (vollkommen misslungene) Liebesgeschichte, Biopic, Komödie, Politthriller? Von allem ist etwas dabei und sehr kostspielig umgesetzt. Im Grunde ist dieser Film wie der Geschmack der Neureichen: teuer aber stillos. Schade. Wyssozki muss sich im Grabe wundwinden...

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