Year of the Horse

Year of the Horse (1997), US
Laufzeit 106 Minuten, FSK 6, Musikfilm, Dokumentarfilm, Kinostart 26.07.2001

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5 Community
51 Bewertungen
3 Kommentare
Year of the Horse - Bild 4488
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Jim Jarmusch, mit Neil Young und Frank Sampedro

Liebeserklärung an eine große Liveband! Opulent porträtiert Indie-Starregisseur Jim Jarmusch die große “Year of the Horse”-Welttournee der Rocklegende Neil Young und seiner Band Crazy Horse: Klangvoll unterlegt mit spektakulären Konzertszenen, schrägen Interviews und unvergesslichen Backstage-Impressionen. Die auf Super-8, 16mm und Hi-8 gedrehten Szenen werden durch älteres Archivmaterial aus den Jahren 1976 und 1986 ergänzt.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Year of the Horse

Kommentar schreiben
Sortierung

mikkean

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wie man nur dreißig Jahre Wahnsinn in einer Doku vermengen könnte, wird Jim Jarmusch an einer Stelle des Films gefragt. Gib Jarmusch eine Kamera und lass ihn eine Doku drehen - du kriegst keine übliche Hochglanz-Ego-Streichelei. Neil Young and Crazy Horse - das sind vier ältere, irgendwie schrullige Typen, die Lärm androhen und ihn dann doch in große Rock-Epen umleiten. Nachdenkliche, laute, träumerische oder auch idealistische Hymnen für alle, die sich mit Geschmalze der Marke Bon Jovi (sorry Fans!) und Konsorten verarscht fühlen. Und diese Truppe fängt Jarmusch in verrauschten Bildern ein, schon im Vorspann verweist der Film stolz auf sein 8- und 16-mm Material. Handkamera statt HD eben. Das ist auch kein bloßer Konzert/Tournee-Film. Jim Jarmusch zieht das hier nicht als überkandidelte Rockshow auf, es gibt (auch lange) Songs auf der Bühne, Gejubel, aber eben kein reines Abfeiern dieser verkannten Elder Statesmen. Immerhin werden Crazy Horse nicht umsonst als Proto-Grunge-Pioniere, da wären solche Szenen auch nur bloßes Gehabe. Nein, "Year of the Horse" fühlt lieber doch dieser eigenwilligen Band auf den Zahn, die nach eigenen Angaben von so vielen anderen an die Wand gespielt werden würde und doch etwas ganz eigenes magisches an sich hat. Jarmusch bittet Young und seine Mitstreiter auf den Stuhl, aber auch Young's Vater, die etwas über sich und ihre Geschichte erzählen. Und somit auch ihrem erst kurz zuvor verstorbenen Produzenten David Briggs ein Denkmal setzen. Dann kreuzt der Film auch wieder Vergangenheit und Gegenwart, wirft Homevideo und andere Mitschnitte alter Tage aus den Siebzigern und Achtzigern ein. Da sitzen dann vier Typen backstage und ziehen sich was rein oder sie fackeln den Frühstückstisch ab und verpassen der freundlichen Bedienung den Schreck ihres Lebens. Oder Young lauscht verdutzt diesem Typen, der behauptet, der auferstandene Jesus zu sein. Aber nicht nur lustiges und skurriles ist dabei, auch Streits sind zu bewundern, womit der Film auch den Anstrengungen des Tourens und den nicht immer rosigen Bandzeiten Tribut zollt. Eben ein merkwürdig offenherziges und vollkommen ungehyptes Porträt einer großen Band. Und wenn Jarmusch dann selbst vor der Kamera sitzt und Neil Young aus der Bibel vorliest, ist klar, dies ist eine wahrhaft großartige Pferdeschau.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Krähe

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

klasse!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alanger

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

für einen jarmusch-film ganz passabel, allerdings sind die konzertszenen sooo späktakulär nicht.
"rust never sleep" fehlt ja leider bei moviepilot.
http://german.imdb.com/title/tt0079834/

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch