Der Frieden und die Ruhe in einem kleinen japanischen Städtchen wird immer wieder von zwei um die Vorherrschaft kämpfenden rivalisierenden Banden in Frage gestellt. Die übrigen Stadtbewohner sind die Leidtragenden. Als der Ronin Sanjuro Kuwabatake (Toshiro Mifune) auf der Durchreise von den Verhältnissen in der Stadt erfährt, beginnt er abwartend zu beobachten, was genau die Dynamik des Machtkampfes ausmacht und wer die Rädelsführer sind. Dann beschliesst er, die beiden Banden gegeneinander auszuspielen mit dem Ziel, dass diese sich gegenseitig auslöschen. Zunächst verpflichtet er sich als Schwertkämpfer bei dem einen Bandenchef Seibei, doch dessen Frau Orin (Isuzu Yamada) hintergeht den Samurai. So kündigt dieser kurz vor dem grossen Kampf seine Dienste auf und der Kampf bleibt aus. Bald schon wirbt die Gegenseite um dessen Oberhaupt Ushitora um Sanjuros Dienste als Leibwächter. Doch der ist geschickt genug, sich aus allem herauszuhalten, während er gleichzeitig die beiden Seiten gegeneinander aufstachelt. Als jedoch unerwartet Ushitoras Bruder Unosuke (Tatsuya Nakadai) auftaucht, der einen Revolver besitzt, wendet sich das Blatt zugunsten von Ushitoras Bande. Die angeheizte Stimmung lässt sich nicht mehr beruhigen und schon bald wird ein Kampf zwischen Sanjuro und dem überheblichen Unosuke unausweichlich. Doch dieser hat die Cleverness und auch die Schwertkunst des Ronin unterschätzt...
Jeder Aspekt dieses Films zeugt von Meisterschaft, seien es die virtuosen, hocheleganten Breitwand-Kompositionen des Kameramanns Kazuo Miyagawa oder das ausdrucksstarke Spiel des Hauptdarstellers Toshiro Mifune. Mit seinem coolen Helden, seiner spannenden Story und seinem schwarzen Sinn für Humor qualifiziert sich "Yojimbo" bereits als gelungener Actionfilm; doch die Raffinesse, die Sorgfalt und letztendlich das Genie seiner Macher erheben ihn zum Meisterwerk.
[Mein erstes mal...
So. Diesem Regisseur bin ich nun endlich auch begegnet. Also in filmischer Hinsicht. Viel hab ich davor von ihm gehört, fundamentale Werke soll er geschaffen haben, Werke von denen ich noch nicht allzu viel gehört/gesehen habe. Jaja, peinlich peinlich. Muss ich nach "Yojimbo" aber auf jeden Fall ändern. Denn die Art wie der Herr Kurosawa einen Film macht, oder wie ich es jedenfalls nach diesem Film hier empfinde, ist außergewöhnlich und packt den Zuschauer.
Ein Film braucht keine extravaganten Kulissen, hier wird einfach nur ein asiatisches Dorf genommen. Die Atmosphäre? Bombastisch. Das ist bei Asiatischen Filmen ja sowieso meistens der Fall. Vor allem die Geschichte ist höchst interessant, der arbeitslose Samurai Sanjuro kommt in ein Dorf in dem zwei rivalisierende Familien alles dafür tun um die Herrschaft zu erlangen. Der Samurai nutzt diese Situation eiskalt aus und will sie gegeneinander ausspielen, dabei zeigt er was für ein besonnener und doch eiskalter Kerl er sein kann. Er zeigt immer wieder auf bitter ironische Weise wie clever er an die Sache rangeht, wie er seine Machtposition in dem Dorf ausnutzt.
Obwohl "Yojimbo" recht düster erscheint, fehlt es kaum an Humor und Komik, die witzigen Einlagen sind dennoch nie unangebracht und passen perfekt ins Gesamtbild. Apropos 'Gesamtbild', die Bildsprache die an den Tag gelegt wird ist imposant, davon könnte ich nie genug kriegen. Was meine Wertung relativ gedrückt hält ist, das ich keinen wirklichen Spannungsaufbau empfand, die intelligente Story war unterhaltend, dennoch konnte ich für mich keinen Spannungsbogen erkennen, zwischendurch kamen auch Passagen die mich nur bedingt interissiert haben. Doch ich finde es immer wieder toll, wie sehr mich alte Filme begeistern können.
"Was tust du jetzt?" -"Bring den Sake her, ich werde es mir beim Trinken überlegen".
Die kenne ich sehr wohl. Es ärgert mich nur, wie lieblos gerade mit dem Werk Kurosawas umgegangen wird. Kaum eines seiner frühen Werke ist ungeschnitten. Die sieben Samurai beispielsweise, habe ich in der ungeschnittenen Fassung nur in China und dann noch im 4:3 Fernsehformat gefunden. Aber es gibt Hoffnung. Die amerikanische Criterion Collction. Sie veröffentlichen Filmklassiker remasterd und digital entfernten Kratzern und widescreen. Nachteil, stellenweise ein gemeiner Kaufpreis. 40 Dollar aufwärts, The Killer von John Woo wird, da er vergriffen ist mit 300 Dollar aufgerufen.
Zu Weihnachten sind Yojimbo oder Sieben Samurai fällig. Kommentar folgt...
Ich bin eigentlich kein großer Fan von asiatischen Filmen. Das traditionell sehr exaltierte Spiel der Darsteller finde ich anstrengend und nervig. In Verbindung mit Mifunes mehr westlicher, zurückhaltender Darstellung fällt dies umso mehr auf. Allerdings sind Kurosawas Filme von besonderer Kraft und Erzählkunst. Das macht vieles wett.
Kein Wunder, dass sich Sergio Leone hierbei für seinen Auftakt der Dollartrilogie bedient hat.
Meister Kurosawa präsentiert uns mit „Yojimbo“ ein knallhartes und dennoch bis über beide Ohren ironisches Spiel mit zwei verfeindeten Clans.
Toshiro Mifune mimt den Samurai zwischen den Fronten, der alle zu seinen Gunsten ausspielt, gekonnt mit dem nötigen Ernst, beweist aber auch immer wieder Mut zur Komik bzw. ironischen Note.
Kurosawa verpackt das alles in die nötigen faszinierenden Bilder und fertig ist ein weiteres Meisterwerk, von dem Leone beinahe 1:1 abkupferte.
Hier stimmt einfach alles.
Spannung, Humor, Action – Schwerter sind manchmal eben doch cooler als Revolver...
"Schwerter sind manchmal eben doch cooler als Revolver..." Also bitte, ich erinnere noch mal an die Szene beim ersten Indy-Film: http://www.youtube.com/watch?v=3I_Ds2ytz4o
Damit ist alles gesagt. ;)
Da wird dem Kenner doch bewusst, woher der Italo-Western seine Inspiration hat. Vom High Noon bis zum heldenhaften Antiheld hat Kurosawa alles aufgeboten, was später von anderen Regiegrößen international weiter etabliert wurde. Man wartet bei "Yojimbo" förmlich darauf, dass Fonda oder Eastwood um die Ecke linsen. Braucht's ja aber nicht, denn Toshirō Mifune macht das schon wirklich toll.
Das einzige Problemchen: Soooooo ein großer Fan dieser Art Film bin ich nicht, deswegen bin ich nicht ganz so euphorisch. Aber klar, ein tolles Werk ist Kurosawa natürlich gelungen.
"Maul halten! Ich bin mit meinem Sake beschäftigt."
Ein weiterer Meilenstein der Filmgeschichte, in welchem mit der Figur des Sanjuro erstmals ein durchtriebener sakesaufender und verwegener Antiheld über die Leinwand flimmerte, vielleicht Kurosawas brutalstes und rohestes Stück Film, dennoch mit gewohnter Virtuosität
Mit "Yojimbo - Der Leibwächter" erschuf der ehrenwerte Kaiser des japanischen Films, Akira Kurosawa, einen seiner abgründigsten, finstersten und kompromisslosesten Werke überhaupt. Die Düstere und fast schon apokalyptisch anmutende Atmosphäre, welche durch die schwarz-weiß-Optik, dem ständig pfeifenden Wind, dem menschenleeren geisterstadtähnlichen Nest nochmals seine Untermalung erfährt. Die Typen die sich dann doch mal blicken lassen sind moral- wie skrupelloses Banditenpack, welche mit der Fresse schneller sind, als mit dem Schwert.
Der konstante Wind, scheint alle Hoffnungen der übrigen Dorfbewohner davon zuwehen, dass der ortsansässige Sargnagler in eine insolvente Lage gerät. Doch noch laufen die Geschäfte prächtig, da zwei gleichstarke Schurkenclans die Stadt terrorisieren mit ihren ewig andauernden Kämpfen, um die Vormachtstellung des jeweiligen Clans. Doch dann kommt ein in schwarz gekleideter ausgefuchster Samurai in die Stadt und bringt die Waage des Machtgleichgewichts in rhythmische schwingende auf-ab-Bewegungen, was hier und da zum schneidigen Ableben der gesamten banditenschaft führt.
Kurosawa bricht mit diesem Film viele seiner eigenen Grenzen. So werden in diesem Film Kraftausdrücke und ein etwas rauerer Ton angeschlagen.
Auch ein wenig Splatter bekommt man geboten und dies wird sehr früh im Film klar, als man einen Köter mit einer menschlichen Hand vorübertrotten sieht, es wird auch erstmals Blut gezeigt, sowie eine mittelmäßig brutale Folterszene. Frauen sind nicht länger außen vor zu sehen, wenn es um das Ermorden von gegnerischen Kontrahenten geht.
Als fast schon erdbebenartig wirkender Wandel sehe ich den Gebrauch eines Revolvers als Individualwaffe zusätzlich zum Schwert, eine wahre Modernisierung erschüttert positiv die konservativen Formen dieses Genres.
Vom verrückten Räuber zum Möchtegern-Samurai mit bäuerlicher Abstammung, bis hin zum einsamen und listigen Meistersamurai, mit sehr viel Raubeinigkeit, noch mehr Ecken und Kanten, ein Bursche der es wirklich auf dem Kerbholz hat: Toshirō Mifune ist Sanjuro Kuwabatake! Sein Gesicht ist wie geschaffen für die Rolle des scharfsinnigen und todesmutigen Rōnin, welcher mit viel Geschick und Einfallsreichtum die beiden banden gegen einander ausspielt. Eines seiner besten Figuren, dank grandioser Leinwandpräsenz und verdammt coolem Auftreten. Mifune wird oft als japanischer John Wayne tituliert, ich finde dies nicht sehr passend, denn er spiel viel dreckigere Typen, der japanische Clint Eastwood fände ich dann schon treffender, wobei Toshirō Mifune auch locker für sich alleine stehen kann.
Einer seiner zahlreichen Gegenspieler ist Unosuke, seines Zeichens revolverfixierter kluger Nebenanführer des Ushi-Tora-Clans, verkörpert von Tatsuya Nakadai. Er ist der einzige in diesem ganzen verlotterten Haufen aus Halunken und Strauchdieben, welcher Sanjuro in seiner List und Intelligenz den Sake reichen kann.
Das ohrwurmverdächtige Score von Masaru Satō, dessen Zusammenarbeit ähnlich symbiotische Früchte trägt, wie das später bei Leone-Morricone der Fall sein sollte, sorgte für die passende tonale Unterstützung des Films. Eine seiner besten Arbeiten, wenn auch etwas unvielfältig.
Allgemein zusammengefasst lässt sich festhalten, dass dieses Füllhorn für Remakes zumindest gleichwertig zu Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" ist und besser gelungen als "Last Man Standing". Aber als Wegbereiter des Italowestern machte sich Akira Kurosawa um die Gunst der Kinoliebhaber verdient, für Kenner dieses Genres also eine Pflichtaufgabe.
"Schwerter gehören nicht zu Kindern! Geh zur Mutter zurück, iss wässrigen Reisbrei und habe ein langes Leben."
Um Gottes Willen! 6.0 für einen Kurosawa!? Das will ich ja selbst nicht wahrhaben!
Bei aller Liebe für den großen Geschichtenerzähler und den ebenso großen Herrn Mifune, der Funke sprang diesmal nicht über. Und das wundert mich schon mächtig. Immerhin handelt es sich hierbei um die legendären Baupläne eines Formats, mit dem nicht nur der Italowestern später groß wurde. Natürlich gilt: Im Zweifel für das Original, aber Teufel nochmal, Leone hat's besser gemacht. Kurosawa und Mifune habe ich beide schon deutlich besser gesehen. Hier fehlte mir der Drive, der sanfte Sog in eine ernstzunehmende Geschichte und, vorallem, markante Figuren. Sanjuro selbst ist gut gespielt, aber nicht von einem Mifune auf Höchstniveau. Ein Archetyp des Antihelden wird hier gezeichnet, aber die Figur zieht mich nicht in ihren Bann, ganz zu schweigen vom Rest des kleinen Dorfes: Der Konflikt zweier verfeindeter Banden, die Sanjuro gegeneinander auszuspielen versucht, bleibt ein Gerangel vieler Gesichter, die nicht ansatzweise markant genug sind, um mich der Handlung folgen zu lassen.
Erzählerisch interessanter ist Leone's Version auch nicht unbedingt, aber da bleibt mehr im Gedächtnis als ein einzelner Mifune.
Nur wenige Jahre nach "Yojimbo" drehte Sergio Leone "Für eine handvoll Dollar", das amerikanische Pendant zum japanischen Streifen. Der Italo-Western bedient sich der gleichen Handlung, die vereinzelt bis in kleinste Details übereinstimmt.
"Yojimbo" hat für meinen Geschmack einige Längen, weswegen ich in minimal schlechter als das Remake bewertet habe.
Auch "Last Man Standing" nimmt sich den Plot von Akira Kurosawa's Samurai-Film zum Vorbild.
Ein wirklicher Meilenstein. Die Inszenierung von Sanjuro als mürrischer, heruntergekommener und etwas selbstgefälliger Samurai entsprach bis dahin überhaupt nicht dem damals vorherrschenden Heldenbild.
Mifune spielt wie gewohnt großartig. Akira Kurosawa setzt neue Maßstäbe und erschafft mit Yojimbo den Vorläufer der später so berühmten Italo-Western.
Für Film-Fans ein Muss!
Trotz seines unbestreitbaren Einflusses auf die Filmgeschichte (und vor allem Sergio Leone) gibt es andere, ältere Filme (auch von Kurosawa), die mich mehr beeindruckten.
Unzählige Male wurde dieser Plot kopiert, oft sogar sehr, sehr gut. Aber das ist nun einmal das Original. Kurosawas Einführung des eigensinnigen, schmutzigen Helden, des wahren Antihelden (der trotzdem die Sympathien für sich gewinnt), der im so intensiven Gegensatz zu den damals üblichen glattrasierten und adrett gekleideten Everybody´s Darling Helden stand, hat Genregrenzen gesprengt und nicht nur bei Italowestern oder Neo-Western für eine neue Richtung gesorgt, sondern beispielsweise auch im Thrillerfach, Nicholas Cage entspricht in "Spiel auf Zeit" sehr gut diesem Figurtypus.
Doch nicht nur aufgrund seiner wegweisenden Kraft ist "Yojimbo - Der Leibwächter" ein Klassiker, er kann vollkommen problemlos für sich allein stehen. Und wie!
"Für eine Handvoll Dollar" (nicht: Dollars) habe ich noch nicht gesehen; Last Man Standing empfinde ich allerdings als sehr viel cooler als Yojimbo, der sehr düster angelegt ist, durchaus seine Spannung und auch leichte Komik enthält, aber doch sehr, sehr asiatisch daherkommt. Ein "Späteastern" - der Revolver hält Einzug und macht das Samurai-Leben härter als es bis dahin war.
Hier gibt es übrigens einen netten Vergleich der drei Werke: http://filmvergleich.pixelspace.org/home.html
Ist bestimmt ein ganz großer und wichtiger Film, nur wenn man vorher schon "Für eine handvoll Dollar" gesehen hat, funktioniert das nicht mehr so wirklich. Leone's Remake sprach mich einfach besser an, ob's jetzt daran lag das die Story noch unbekannt war oder weil der Film eher den westlichen Sehgewohnheiten entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen.
Mit "Yojimbo" lieferte Kurosawa die Blaupause für den Italo-Western. Im Mittelpunkt steht ein zwielichter Samurai names Sanjuro Kuwabatake, der zwar ehrenswerte Ziele verfolgt, sich aber, um sie zu erreichen, der gleichen Mittel bedient und ähnlich skrupellos agiert wie seine Gegenspieler, die Banditen. Zwar merklich inspiriert von den US-Western jener Zeit, beschreitet Kurosawa neue Pfade: Einen aufrichtigen Helden gibt es nicht, die Grundstimmung ist ungleich düsterer und pessimistischer als bei seinen amerikanischen Kollegen und alle Taten und Untaten sind vorrangig dem Streben nach Gold geschuldet.
Nebenbei hatte "Yojimbo" auch einen starken Einfluss auf das Jidai-Geki-Genre und ebnete den Weg für ähnlich gelagerte Figuren wie den blinden Samurai Zatoichi oder den einsamen Wolf Itto Ogami.
Ein (in jeder Hinsicht) inspirierendes Meisterwerk. ;)
Toll, ich wollte das mit dem Western schreiben. Du hast einen Tag, den Kommentar umzuschreiben, ansonsten melde ich ihn ;) Mist, geht ja gar nicht!
Kannst du einfach auch mal meine Gedanken, meine sein lassen!
Mit Yojimbo zeigt Kurosawa -"Der Meister der Bilder"- wieder mal wieso er zu den Besten seines Faches gehört. Mit unverwechselbarer Bildsprache und perfekt konstruierter Geschichte zeigt uns Akira zusammen mit Mifune in der Hauptrolle wie Intelligent Unterhaltung sein kann.
Solide Samurai-Ation, das als Vorbild für viele weitere Filme diente. Gut! ich kannte die Story schon aus anderen Streifen, aber trotzdem hat er einige Längen.
Kurosawa hat bessere Filme gemacht.
Yojimbo - Der Leibwächter - Kritik
JP 1961 Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 21.05.1982
Kritiken (2) — Film: Yojimbo - Der Leibwächter
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenDer Frieden und die Ruhe in einem kleinen japanischen Städtchen wird immer wieder von zwei um die Vorherrschaft kämpfenden rivalisierenden Banden in Frage gestellt. Die übrigen Stadtbewohner sind die Leidtragenden. Als der Ronin Sanjuro Kuwabatake (Toshiro Mifune) auf der Durchreise von den Verhältnissen in der Stadt erfährt, beginnt er abwartend zu beobachten, was genau die Dynamik des Machtkampfes ausmacht und wer die Rädelsführer sind. Dann beschliesst er, die beiden Banden gegeneinander auszuspielen mit dem Ziel, dass diese sich gegenseitig auslöschen. Zunächst verpflichtet er sich als Schwertkämpfer bei dem einen Bandenchef Seibei, doch dessen Frau Orin (Isuzu Yamada) hintergeht den Samurai. So kündigt dieser kurz vor dem grossen Kampf seine Dienste auf und der Kampf bleibt aus. Bald schon wirbt die Gegenseite um dessen Oberhaupt Ushitora um Sanjuros Dienste als Leibwächter. Doch der ist geschickt genug, sich aus allem herauszuhalten, während er gleichzeitig die beiden Seiten gegeneinander aufstachelt. Als jedoch unerwartet Ushitoras Bruder Unosuke (Tatsuya Nakadai) auftaucht, der einen Revolver besitzt, wendet sich das Blatt zugunsten von Ushitoras Bande. Die angeheizte Stimmung lässt sich nicht mehr beruhigen und schon bald wird ein Kampf zwischen Sanjuro und dem überheblichen Unosuke unausweichlich. Doch dieser hat die Cleverness und auch die Schwertkunst des Ronin unterschätzt...
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Perry Simm
Kommentar löschenJeder Aspekt dieses Films zeugt von Meisterschaft, seien es die virtuosen, hocheleganten Breitwand-Kompositionen des Kameramanns Kazuo Miyagawa oder das ausdrucksstarke Spiel des Hauptdarstellers Toshiro Mifune. Mit seinem coolen Helden, seiner spannenden Story und seinem schwarzen Sinn für Humor qualifiziert sich "Yojimbo" bereits als gelungener Actionfilm; doch die Raffinesse, die Sorgfalt und letztendlich das Genie seiner Macher erheben ihn zum Meisterwerk.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (17) — Film: Yojimbo - Der Leibwächter
Kommentar schreibenMr.Film 2011/12/23 13:40:14
Kommentar löschen[Mein erstes mal...
So. Diesem Regisseur bin ich nun endlich auch begegnet. Also in filmischer Hinsicht. Viel hab ich davor von ihm gehört, fundamentale Werke soll er geschaffen haben, Werke von denen ich noch nicht allzu viel gehört/gesehen habe. Jaja, peinlich peinlich. Muss ich nach "Yojimbo" aber auf jeden Fall ändern. Denn die Art wie der Herr Kurosawa einen Film macht, oder wie ich es jedenfalls nach diesem Film hier empfinde, ist außergewöhnlich und packt den Zuschauer.
Ein Film braucht keine extravaganten Kulissen, hier wird einfach nur ein asiatisches Dorf genommen. Die Atmosphäre? Bombastisch. Das ist bei Asiatischen Filmen ja sowieso meistens der Fall. Vor allem die Geschichte ist höchst interessant, der arbeitslose Samurai Sanjuro kommt in ein Dorf in dem zwei rivalisierende Familien alles dafür tun um die Herrschaft zu erlangen. Der Samurai nutzt diese Situation eiskalt aus und will sie gegeneinander ausspielen, dabei zeigt er was für ein besonnener und doch eiskalter Kerl er sein kann. Er zeigt immer wieder auf bitter ironische Weise wie clever er an die Sache rangeht, wie er seine Machtposition in dem Dorf ausnutzt.
Obwohl "Yojimbo" recht düster erscheint, fehlt es kaum an Humor und Komik, die witzigen Einlagen sind dennoch nie unangebracht und passen perfekt ins Gesamtbild. Apropos 'Gesamtbild', die Bildsprache die an den Tag gelegt wird ist imposant, davon könnte ich nie genug kriegen. Was meine Wertung relativ gedrückt hält ist, das ich keinen wirklichen Spannungsaufbau empfand, die intelligente Story war unterhaltend, dennoch konnte ich für mich keinen Spannungsbogen erkennen, zwischendurch kamen auch Passagen die mich nur bedingt interissiert haben. Doch ich finde es immer wieder toll, wie sehr mich alte Filme begeistern können.
"Was tust du jetzt?" -"Bring den Sake her, ich werde es mir beim Trinken überlegen".
[...mit Akira Kurosawa]
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Jack_Torrance 2011/12/23 13:45:38
Antwort löschenEmpfehle Ran und Die sieben Samurai
Mr.Film 2011/12/23 16:10:34
Antwort löschenDanke, gemerkt :)
ElMagico 2011/12/23 16:42:46
Antwort löschenund ich "Die verborgene Festung" ;) ....bei dem hat sich George Lucas für Star Wars bedient...
Mr.Film 2011/12/23 17:44:06
Antwort löschenAuch dir danke :) Der Herr Kurosawa könnte ein guter Freund werden.
Alle 6 Antworten zeigen
alanger 2011/12/23 22:19:45
Antwort löschenschöne weihnacht.
Mr.Film 2011/12/24 00:13:27
Antwort löschenDanke alanger, dir auch frohe Feiertage :)
Framesurfer 2011/11/29 22:07:07
Kommentar löschenWie immer, geschnitten.....
Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Doomsday 2011/11/29 22:21:39
Antwort löschenDann schau doch die Uncut-Version und schreib dann den Kommentar!
Framesurfer 2011/11/30 16:32:21
Antwort löschenDie kenne ich sehr wohl. Es ärgert mich nur, wie lieblos gerade mit dem Werk Kurosawas umgegangen wird. Kaum eines seiner frühen Werke ist ungeschnitten. Die sieben Samurai beispielsweise, habe ich in der ungeschnittenen Fassung nur in China und dann noch im 4:3 Fernsehformat gefunden. Aber es gibt Hoffnung. Die amerikanische Criterion Collction. Sie veröffentlichen Filmklassiker remasterd und digital entfernten Kratzern und widescreen. Nachteil, stellenweise ein gemeiner Kaufpreis. 40 Dollar aufwärts, The Killer von John Woo wird, da er vergriffen ist mit 300 Dollar aufgerufen.
Zu Weihnachten sind Yojimbo oder Sieben Samurai fällig. Kommentar folgt...
Alle 4 Antworten zeigen
Tyler__Durden 2011/12/14 09:01:58
Antwort löschenDer Preis lohnt sich aber (für mich bis jetzt jedenfalls) immer!
Framesurfer 2011/12/14 16:14:40
Antwort löschenIch hab´mir unlängst die burmesische Harfe, irgendeine Deutsch- Polnische VÖ gekauft. Schlimm, ein total abgenudeltes Master müssen die benützt haben.
aberaber 2011/11/22 14:50:37
Kommentar löschenIch bin eigentlich kein großer Fan von asiatischen Filmen. Das traditionell sehr exaltierte Spiel der Darsteller finde ich anstrengend und nervig. In Verbindung mit Mifunes mehr westlicher, zurückhaltender Darstellung fällt dies umso mehr auf. Allerdings sind Kurosawas Filme von besonderer Kraft und Erzählkunst. Das macht vieles wett.
Kommentar gefällt mir Antworten
Bandrix 2011/10/20 18:40:53
Kommentar löschenKein Wunder, dass sich Sergio Leone hierbei für seinen Auftakt der Dollartrilogie bedient hat.
Meister Kurosawa präsentiert uns mit „Yojimbo“ ein knallhartes und dennoch bis über beide Ohren ironisches Spiel mit zwei verfeindeten Clans.
Toshiro Mifune mimt den Samurai zwischen den Fronten, der alle zu seinen Gunsten ausspielt, gekonnt mit dem nötigen Ernst, beweist aber auch immer wieder Mut zur Komik bzw. ironischen Note.
Kurosawa verpackt das alles in die nötigen faszinierenden Bilder und fertig ist ein weiteres Meisterwerk, von dem Leone beinahe 1:1 abkupferte.
Hier stimmt einfach alles.
Spannung, Humor, Action – Schwerter sind manchmal eben doch cooler als Revolver...
19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
filmschauer 2011/10/20 19:38:22
Antwort löschen"Schwerter sind manchmal eben doch cooler als Revolver..." Also bitte, ich erinnere noch mal an die Szene beim ersten Indy-Film: http://www.youtube.com/watch?v=3I_Ds2ytz4o
Damit ist alles gesagt. ;)
guggenheim 2011/09/09 20:54:39
Kommentar löschenDa wird dem Kenner doch bewusst, woher der Italo-Western seine Inspiration hat. Vom High Noon bis zum heldenhaften Antiheld hat Kurosawa alles aufgeboten, was später von anderen Regiegrößen international weiter etabliert wurde. Man wartet bei "Yojimbo" förmlich darauf, dass Fonda oder Eastwood um die Ecke linsen. Braucht's ja aber nicht, denn Toshirō Mifune macht das schon wirklich toll.
Das einzige Problemchen: Soooooo ein großer Fan dieser Art Film bin ich nicht, deswegen bin ich nicht ganz so euphorisch. Aber klar, ein tolles Werk ist Kurosawa natürlich gelungen.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
JimiHendrix 2011/09/07 17:30:27
Kommentar löschen"Maul halten! Ich bin mit meinem Sake beschäftigt."
Ein weiterer Meilenstein der Filmgeschichte, in welchem mit der Figur des Sanjuro erstmals ein durchtriebener sakesaufender und verwegener Antiheld über die Leinwand flimmerte, vielleicht Kurosawas brutalstes und rohestes Stück Film, dennoch mit gewohnter Virtuosität
Mit "Yojimbo - Der Leibwächter" erschuf der ehrenwerte Kaiser des japanischen Films, Akira Kurosawa, einen seiner abgründigsten, finstersten und kompromisslosesten Werke überhaupt. Die Düstere und fast schon apokalyptisch anmutende Atmosphäre, welche durch die schwarz-weiß-Optik, dem ständig pfeifenden Wind, dem menschenleeren geisterstadtähnlichen Nest nochmals seine Untermalung erfährt. Die Typen die sich dann doch mal blicken lassen sind moral- wie skrupelloses Banditenpack, welche mit der Fresse schneller sind, als mit dem Schwert.
Der konstante Wind, scheint alle Hoffnungen der übrigen Dorfbewohner davon zuwehen, dass der ortsansässige Sargnagler in eine insolvente Lage gerät. Doch noch laufen die Geschäfte prächtig, da zwei gleichstarke Schurkenclans die Stadt terrorisieren mit ihren ewig andauernden Kämpfen, um die Vormachtstellung des jeweiligen Clans. Doch dann kommt ein in schwarz gekleideter ausgefuchster Samurai in die Stadt und bringt die Waage des Machtgleichgewichts in rhythmische schwingende auf-ab-Bewegungen, was hier und da zum schneidigen Ableben der gesamten banditenschaft führt.
Kurosawa bricht mit diesem Film viele seiner eigenen Grenzen. So werden in diesem Film Kraftausdrücke und ein etwas rauerer Ton angeschlagen.
Auch ein wenig Splatter bekommt man geboten und dies wird sehr früh im Film klar, als man einen Köter mit einer menschlichen Hand vorübertrotten sieht, es wird auch erstmals Blut gezeigt, sowie eine mittelmäßig brutale Folterszene. Frauen sind nicht länger außen vor zu sehen, wenn es um das Ermorden von gegnerischen Kontrahenten geht.
Als fast schon erdbebenartig wirkender Wandel sehe ich den Gebrauch eines Revolvers als Individualwaffe zusätzlich zum Schwert, eine wahre Modernisierung erschüttert positiv die konservativen Formen dieses Genres.
Vom verrückten Räuber zum Möchtegern-Samurai mit bäuerlicher Abstammung, bis hin zum einsamen und listigen Meistersamurai, mit sehr viel Raubeinigkeit, noch mehr Ecken und Kanten, ein Bursche der es wirklich auf dem Kerbholz hat: Toshirō Mifune ist Sanjuro Kuwabatake! Sein Gesicht ist wie geschaffen für die Rolle des scharfsinnigen und todesmutigen Rōnin, welcher mit viel Geschick und Einfallsreichtum die beiden banden gegen einander ausspielt. Eines seiner besten Figuren, dank grandioser Leinwandpräsenz und verdammt coolem Auftreten. Mifune wird oft als japanischer John Wayne tituliert, ich finde dies nicht sehr passend, denn er spiel viel dreckigere Typen, der japanische Clint Eastwood fände ich dann schon treffender, wobei Toshirō Mifune auch locker für sich alleine stehen kann.
Einer seiner zahlreichen Gegenspieler ist Unosuke, seines Zeichens revolverfixierter kluger Nebenanführer des Ushi-Tora-Clans, verkörpert von Tatsuya Nakadai. Er ist der einzige in diesem ganzen verlotterten Haufen aus Halunken und Strauchdieben, welcher Sanjuro in seiner List und Intelligenz den Sake reichen kann.
Das ohrwurmverdächtige Score von Masaru Satō, dessen Zusammenarbeit ähnlich symbiotische Früchte trägt, wie das später bei Leone-Morricone der Fall sein sollte, sorgte für die passende tonale Unterstützung des Films. Eine seiner besten Arbeiten, wenn auch etwas unvielfältig.
Allgemein zusammengefasst lässt sich festhalten, dass dieses Füllhorn für Remakes zumindest gleichwertig zu Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" ist und besser gelungen als "Last Man Standing". Aber als Wegbereiter des Italowestern machte sich Akira Kurosawa um die Gunst der Kinoliebhaber verdient, für Kenner dieses Genres also eine Pflichtaufgabe.
"Schwerter gehören nicht zu Kindern! Geh zur Mutter zurück, iss wässrigen Reisbrei und habe ein langes Leben."
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
phoenix409 2011/06/11 00:39:33
Kommentar löschenUm Gottes Willen! 6.0 für einen Kurosawa!? Das will ich ja selbst nicht wahrhaben!
Bei aller Liebe für den großen Geschichtenerzähler und den ebenso großen Herrn Mifune, der Funke sprang diesmal nicht über. Und das wundert mich schon mächtig. Immerhin handelt es sich hierbei um die legendären Baupläne eines Formats, mit dem nicht nur der Italowestern später groß wurde. Natürlich gilt: Im Zweifel für das Original, aber Teufel nochmal, Leone hat's besser gemacht. Kurosawa und Mifune habe ich beide schon deutlich besser gesehen. Hier fehlte mir der Drive, der sanfte Sog in eine ernstzunehmende Geschichte und, vorallem, markante Figuren. Sanjuro selbst ist gut gespielt, aber nicht von einem Mifune auf Höchstniveau. Ein Archetyp des Antihelden wird hier gezeichnet, aber die Figur zieht mich nicht in ihren Bann, ganz zu schweigen vom Rest des kleinen Dorfes: Der Konflikt zweier verfeindeter Banden, die Sanjuro gegeneinander auszuspielen versucht, bleibt ein Gerangel vieler Gesichter, die nicht ansatzweise markant genug sind, um mich der Handlung folgen zu lassen.
Erzählerisch interessanter ist Leone's Version auch nicht unbedingt, aber da bleibt mehr im Gedächtnis als ein einzelner Mifune.
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
synthax 2011/05/30 02:10:49
Kommentar löschenLast Rōnin Standing - Echtes Kurosawa Meisterwerk mit einem saucoolen Toshiro Mifune!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
marupue 2011/04/12 10:54:32
Kommentar löschenNur wenige Jahre nach "Yojimbo" drehte Sergio Leone "Für eine handvoll Dollar", das amerikanische Pendant zum japanischen Streifen. Der Italo-Western bedient sich der gleichen Handlung, die vereinzelt bis in kleinste Details übereinstimmt.
"Yojimbo" hat für meinen Geschmack einige Längen, weswegen ich in minimal schlechter als das Remake bewertet habe.
Auch "Last Man Standing" nimmt sich den Plot von Akira Kurosawa's Samurai-Film zum Vorbild.
Kommentar gefällt mir Antworten
Ronon_Dex 2010/06/27 11:11:48
Kommentar löschenEin wirklicher Meilenstein. Die Inszenierung von Sanjuro als mürrischer, heruntergekommener und etwas selbstgefälliger Samurai entsprach bis dahin überhaupt nicht dem damals vorherrschenden Heldenbild.
Mifune spielt wie gewohnt großartig. Akira Kurosawa setzt neue Maßstäbe und erschafft mit Yojimbo den Vorläufer der später so berühmten Italo-Western.
Für Film-Fans ein Muss!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Boxhamster 2010/04/13 16:38:52
Kommentar löschenTrotz seines unbestreitbaren Einflusses auf die Filmgeschichte (und vor allem Sergio Leone) gibt es andere, ältere Filme (auch von Kurosawa), die mich mehr beeindruckten.
Kommentar gefällt mir Antworten
doctorgonzo 2010/03/23 13:32:26
Kommentar löschenUnzählige Male wurde dieser Plot kopiert, oft sogar sehr, sehr gut. Aber das ist nun einmal das Original. Kurosawas Einführung des eigensinnigen, schmutzigen Helden, des wahren Antihelden (der trotzdem die Sympathien für sich gewinnt), der im so intensiven Gegensatz zu den damals üblichen glattrasierten und adrett gekleideten Everybody´s Darling Helden stand, hat Genregrenzen gesprengt und nicht nur bei Italowestern oder Neo-Western für eine neue Richtung gesorgt, sondern beispielsweise auch im Thrillerfach, Nicholas Cage entspricht in "Spiel auf Zeit" sehr gut diesem Figurtypus.
Doch nicht nur aufgrund seiner wegweisenden Kraft ist "Yojimbo - Der Leibwächter" ein Klassiker, er kann vollkommen problemlos für sich allein stehen. Und wie!
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
dbeutner 2009/12/31 15:07:58
Kommentar löschen"Für eine Handvoll Dollar" (nicht: Dollars) habe ich noch nicht gesehen; Last Man Standing empfinde ich allerdings als sehr viel cooler als Yojimbo, der sehr düster angelegt ist, durchaus seine Spannung und auch leichte Komik enthält, aber doch sehr, sehr asiatisch daherkommt. Ein "Späteastern" - der Revolver hält Einzug und macht das Samurai-Leben härter als es bis dahin war.
Hier gibt es übrigens einen netten Vergleich der drei Werke: http://filmvergleich.pixelspace.org/home.html
Kommentar gefällt mir Antworten
cannibal83 2009/08/27 21:58:40
Kommentar löschenIst bestimmt ein ganz großer und wichtiger Film, nur wenn man vorher schon "Für eine handvoll Dollar" gesehen hat, funktioniert das nicht mehr so wirklich. Leone's Remake sprach mich einfach besser an, ob's jetzt daran lag das die Story noch unbekannt war oder weil der Film eher den westlichen Sehgewohnheiten entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen.
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Bradbury 2009/06/13 02:05:39
Kommentar löschenMit "Yojimbo" lieferte Kurosawa die Blaupause für den Italo-Western. Im Mittelpunkt steht ein zwielichter Samurai names Sanjuro Kuwabatake, der zwar ehrenswerte Ziele verfolgt, sich aber, um sie zu erreichen, der gleichen Mittel bedient und ähnlich skrupellos agiert wie seine Gegenspieler, die Banditen. Zwar merklich inspiriert von den US-Western jener Zeit, beschreitet Kurosawa neue Pfade: Einen aufrichtigen Helden gibt es nicht, die Grundstimmung ist ungleich düsterer und pessimistischer als bei seinen amerikanischen Kollegen und alle Taten und Untaten sind vorrangig dem Streben nach Gold geschuldet.
Nebenbei hatte "Yojimbo" auch einen starken Einfluss auf das Jidai-Geki-Genre und ebnete den Weg für ähnlich gelagerte Figuren wie den blinden Samurai Zatoichi oder den einsamen Wolf Itto Ogami.
Ein (in jeder Hinsicht) inspirierendes Meisterwerk. ;)
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Brennegan 2009/10/28 22:42:00
Antwort löschenToll, ich wollte das mit dem Western schreiben. Du hast einen Tag, den Kommentar umzuschreiben, ansonsten melde ich ihn ;) Mist, geht ja gar nicht!
Kannst du einfach auch mal meine Gedanken, meine sein lassen!
Tyler__Durden 2009/03/25 00:50:54
Kommentar löschenMit Yojimbo zeigt Kurosawa -"Der Meister der Bilder"- wieder mal wieso er zu den Besten seines Faches gehört. Mit unverwechselbarer Bildsprache und perfekt konstruierter Geschichte zeigt uns Akira zusammen mit Mifune in der Hauptrolle wie Intelligent Unterhaltung sein kann.
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Blonder 2009/01/23 00:01:35
Kommentar löschenSolide Samurai-Ation, das als Vorbild für viele weitere Filme diente. Gut! ich kannte die Story schon aus anderen Streifen, aber trotzdem hat er einige Längen.
Kurosawa hat bessere Filme gemacht.
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