Young Adult

Young Adult (2011), US Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 23.02.2012


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7.1
Kritiker
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6.3
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88 Kommentare
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von Jason Reitman, mit Charlize Theron und Patton Oswalt

Charlize Theron übernimmt in Young Adult die Rolle einer schlecht gelaunten Autorin, die Probleme damit hat Probleme zu haben.

Nein, so benimmt sich wahrlich kein Erwachsener: Young Adult erzählt die Geschichte von Mavis Gary (Charlize Theron), die in ihrer Jugend das Zeug zu einer Homecoming Queen gehabt hätte. Heute, 20 Jahre später, zeigt das Alter seine Spuren, aber nur auf der Oberfläche ihrer Haut. Mavis arbeitet als Verfasserin von Kinder- und Jugendbüchern, zieht auf abendliche Trinkgelage um morgens verkatert aufzuwachen und weigert sich erwachsen zu werden. Als sie erfährt, dass ihre ehemalige Highschoolliebe Buddy Slade (Patrick Wilson) Vater geworden ist, glaubt sie ihn von seinem schweren Los befreien und zurückgewinnen zu müssen. Buddy ist allerdings sehr stolz auf sein Baby und mittlerweile auch glücklich verheiratet – was Mavis nicht davon abhält ihn trotzdem zurückerobern zu wollen. Bei der Umsetzung ihres Plans verbündet sich Mavis mit Matt Freehauf (Patton Oswalt), einem früheren Klassenkameraden, der ebenso wie sie in der Vergangenheit lebt. Scheinbar verloren in der Generation Young Adult, angefeindet von ihren ehemaligen Schulkameradinnen und so alles andere als willkommen versucht Mavis ihr Leben endlich auf die rechte Spur zu bringen.

Hintergrund & Infos zu Young Adult
Wie schon in Juno arbeitete Regisseur Jason Reitman in Young Adult mit Drehbuchautorin Diablo Cody zusammen, was damals von großem Erfolg gekrönt wurde, indem Cody den Oscar für das Beste Drehbuch gewann, Reitman immerhin für die Beste Regie nominiert worden war. Gleiches gilt für Up in the Air, der insgesamt sechs Oscarnominierungen erhielt (neben der Besten Regie gleich drei für die Darsteller George Clooney, Vera Farmiga und Anna Kendrick). Die Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg stehen also nicht schlecht für Young Adult.

Nach mehreren Nebenrollen in den vergangenen Jahren (u.a. in The Road) ist Charlize Theron 2012 neben Young Adult gleich in zwei weiteren Großprojekten zu sehen: in Prometheus – Dunkle Zeichen von Ridley Scott und als böse Königin in Snow White and the Huntsman von Rupert Sanders.

Weitere Rollen in Young Adult spielen Elizabeth Reaser (Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen) und J.K. Simmons (Spider-Man), wobei Letzterer nur auf Mavis’ AB zu hören ist. (EM)

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Kommentare (84) — Film: Young Adult


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Ollum666

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Bewertung5.0Geht so

In diesem Film wurde mir bewust, dass Charlize Theron von meiner Auffassung her keinerlei Lächeln, Gefühle, Mimik zu besitzen scheint. Mir fiel auf, dass sie echt fast immer gleich guckt. In Monster war sie gut und sie hat auch in anderen guten Filmen mitgespielt, aber sie selbst sehe ich wirklich nicht besonders gerne. Dieses roboterhafte... Ich habe sie für die Rolle sogar als zu eisig empfunden, was vermutlich daran liegt, dass ich sie nicht mag, aber ich finde, da sie so gut wie nonstop im Bild ist, hätte etwas Schauspielerei und auch etwas mehr auf und ab´s den Zuschauer mitfühlen lassen (!!!???). Komischer Film...Und dann war ihr Charakter auch noch so blöd, da hatte man auch echt kein Mitleid oder ähnliches. Aber weil ich nicht abgebrochen habe, den Film zu schauen, 5 Punkte.

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Alex.de.Large

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Bewertung5.5Geht so

Eine nicht alternd wollen-/könnende Kreatur begibt sich auf eine Reise, um eine verflossene Liebe wieder aufstehen zu lassen.
In vielen Formen kann dieses Wesen auftreten.
Mal verführerisch, mal bester Freund, mal Intrigant, mal schmeichelnde Schönheit.
Ein willfähriger Helfer wird gefunden, und man beginnt, das Umfeld des Begehrten zu vergiften ...
... Klingt wie "Dracula", ist aber "Young Adult" ;)

So sieht also der geplatzte Traum, von "Carrie Dingens" in "Sex and the City" aus.

Mavis Gary, ehemals Ballkönigin, und mit dem Wissen, etwas Besonderes zu sein, suchte einst nach der Highschool, ihr Glück in der grossen Stadt.
Wollte ganz gross rauskommen.
Sie war doch schön.
Und beliebt.
Und was ist draus geworden?
Als maßig erfolgreiche Lohnschreiberin, lebt, arbeitet, säuft und vögelt sie sich durch ihr unbefriedigtes Leben.
Hält sich´nen Klischee-Pocket-Hund, obwohl sie Ihn nicht leiden kann.
Teils aus "Hipness", teils weil Sie trotzdem nicht alleine sein will/kann ...
... und hat´s in Ihren Augen verkackt.

Ihre Suche nach Selbstbestätigung führt Sie zurück in Ihre Heimatstadt, in der Sie Ihre besten Jahre verbrachte.
Die Jahre, in denen Ihr die ganze Highschool zu Füssen lag, wo Sie, die ungekrönte Königin, noch uneingeschränkt herrschte, und ihre bisherigen Wünsche noch erfüllt waren.
Geleitet von Egoismus, Missgunst, Neid und Selbsthass, versucht Sie den einstigen Ballkönig, Ihre damals größte Eroberung, für sich zurück zu gewinnen.
Mit den Mitteln, mit denen Sie damals Erfolg hatte.
Der Erfolg bleibt jedoch aus, denn der ehemalige Freund ist glücklich verheiratet, und frischgebackener, noch glücklicherer Vater.

Um Ihr Ziel zu erreichen benutzt und manipuliert Sie, den nach Anerkennung dürstenden Matt Freehauf, der schon damals "Das Opfer" auf dem Schulhof war ;(
Patton Oswald, (Spence aus "King of Queens") hat hier, für mich irgendwie so´ne "Igor/ Renfield/ Quasimodo-Rolle" ;D

"Young Adult"?
Bedeutet das, nicht alt oder nicht erwachsen werden zu wollen?

"Wie sieht jemand aus, wenn er neutral ist; ... wenn er gar Nichts fühlt?"

"Das muss man niemandem beibringen, der sich sowieso meistens so fühlt!"

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dannydiaz

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haha ich find das total lustig, den Film. Wie Charlize immer ein Gesicht zieht als hät grad jemand einen fahren lassen ;D


Alex.de.Large

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Macht Sie aber trotzdem nicht zum Sympathieträger ;)


LiaMiller

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Bewertung3.0Schwach

Nicht, dass er schlecht wäre... Aber er traf einfach nicht meinen Geschmack.

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dannydiaz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Charakterstudie der schwarzhumorigsten Sorte. Viele kleine Andeutungen und der Hauch eines Blickes genügt und sagt mehr als tonnenweise Text.
Charlize Theron in einer ihrer besten Rollen. Ein kleines Kopfschütteln genügt manchmal um brüllendes Lachen hervorzurufen.
Diablo Codys ErstlingsDrehbuch 'Juno' war schon stark, der Nachfolger 'Jennifers Body' Schrott und "Young Adult" hat mich sehr positiv überrascht. Wirklich geschliffene Dialoge mit vielen leisen Untertönen.
Ihr nächster Film wird dann auch ihre erste Regie. Hoffentlich wird das was, mit Russel Brand könnte es etwas zu flappsig werden.
Mit "Young Adult" hat sie aber einen herzhaftbösgenialen Film geschrieben und er ist sicher einer der besseren Jason Reitman Filme.

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Mimuschka

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freut mich sehr dass er dir auch zugesagt hat. fand den ja ganz bezaubernd schrecklich :-)


Tampopo

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Bewertung7.5Sehenswert

Hast dich schon mal gefragt was aus der grandios hübschen, beliebten, arroganten, mobbenden Teeniefilm-Highscool-Bitch ca 20 Jahre später geworden sein könnte? Guckst du!

Charlize Theron und Patton Oswalt spielen famos

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Hate

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Bewertung7.0Sehenswert

Bitterböser Film über eine psychisch labile Mittdreissigerin, die auch 15 Jahre später noch dieser Zeit zurückhängt, in der sie in einem kleinen Städtchen mal die High-School-Queen war - was ihr psychisch, in Verbindung mit dem gescheiterten Leben danach, wohl einen ziemlichen Knacks verpasst hat. Charlize Theron spielt die alternde Teenie-Bitch absolut überragend - mehr als Oscar-reif verbindet sie die seelische Ausgehöhltheit und diese bittere, so verzweifelt erhaltene Schönheit, mit einer Maske von Anmut und Arroganz, die sie in dieser eigentlich so unglaublichen und einzigartigen Rolle so glaubhaft wirken lassen.

"Young Adult" transportiert dabei eine so bittere Art von Humor, indem die Protagonistin immer wieder demaskiert wird und uns irgendwie zu mitleidenden, sowie hämisch freuenden Vojeuristen einer brutalen Tragik werden lässt. Teilweise so am Rande der intimsten, seelischen Schamgrenzen, dass der Film in manchen Szenen kaum ansehbar erscheint, man dann aber doch fasziniert weiter sehen muss.

Das Ende ist in seinem doppelten Twist genial, da, nachdem sie durch einen Konflikt mit der Frau ihres Angebeteten, endlich aufzuwachen scheint (aus ihrer Teenie-Traumwelt), eine Verehrerin aus alten Highschool-Tagen, die auch im Kaff nicht glücklich geworden ist und nun ebenfalls in einer Traumwelt der ach-so-perfekten Charlize hinterherhängt, unsere gefallene Prinzessin wieder "aufbaut", so dass diese sich in ihrem Selbstbild doch noch bestätigt sieht - und erhobenen Hauptes die Stadt verlässt... jedenfalls versucht sie es, auch wenn es ihr sichtlich schwer fällt, den Stolz noch authentisch zu verkörpern. Gleichzeitig zu ihrem Roman aus dem Off, indem sie ihre eigene Version der Story darlegt, sieht man sie in der Schlusseinstellung geschockt auf die völlig zerstörte Front ihres Minis schauen, als würde sie ihr eigenes Leben plötzlich vor Augen haben.

Auch interessant, wieviele diesen Film nicht verstanden haben. Darunter sogar Vega, persönlich, was mich ehrlich gesagt etwas schockiert.

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strangelet

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Bewertung6.5Ganz gut

Alles sehr hübsch hier und in stylishen Bildern inszeniert, und eigentlich auch eine ganz interessante Geschichte. Aber das kleine Problem dabei ist, dass mir Mavis dann doch zu überzeichnet ist. So verhält sich doch kein echter Mensch!

Hoffe ich jedenfalls mal.

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LiaMiller

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Menschen mit echten Problemen schon...


Moe Szyslak

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Bewertung7.5Sehenswert

"Der Rest von uns hat sich verändert und du hattest Glück."
Charlize Theron als überaus ätzende Protagonistin, die dem Alkohol und dem Fast Food zugeneigt ist, an Depressionen leidet, gerne mal betrunken auf der Couch einpennt und zu allem Übel auch noch ihren Hund vernachlässigt, war genial und gab dieser guten Tragikomödie von Jason Reitman das gewisse Extra. Als Ghostwriterin von "Young Adult"-Büchern steckt sie selbst geistig in ihrer Vergangenheit fest, trauert eben dieser hinterher und will eben diese wieder aufleben lassen, indem sie in ihre Heimatstadt ihre alte Flamme zurückerobern will, die aber nun glücklich verheiratet ist und ein Baby hat. Klingt auf den ersten Blick irgendwie arg romcomig, aber das Gute daran war, dass es keinerlei peinlichen, albernen, kitschigen oder sonstige übertriebene Szenen gab sondern alles total glaubwürdig und realistisch inszeniert und auch gespielt wurde. Das war natürlicher Humor und natürliches Drama, perfekt bittersüß gemischt. Vor allem in den gemeinsamen Szenen mit Theron und dem großartigen Patton Oswalt kam dies richtig gut zur Geltung. Beide ständig am Frustsaufen und in ätzendem Schwelgen in Highschool-Erinnerungen, einer Zeit, die genauso lange vorbei und out ist wie die 90er, nur in den Köpfen der beiden nicht. Also hat mir wirklich sehr gut gefallen, irgendwie habe ich mich bei dem Film so richtig (un)wohl gefühlt und ich konnte sogar irgendwo Therons mehr und mehr verzerrtes Wahrnehmen von Dingen, sie es so gar nicht gibt, nachvollziehen. Klasse Score gabs nebenbei auch noch.

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sonatajessica

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Bewertung7.0Sehenswert

Was wir mit "Young Adult" haben ist so eine Art Anti-Feel-Good Movie, bei dem vor allem das Ende für mich wunderbar funktioniert, der aber leider völlig falsch durch die Trailer beworben wird. Ich hab 'ne lockerleichte, sarkastische Komödie erwartet und war damit sicher nicht die einzige, aber ich glaube, ich war dann doch zufrieden mit dem, was ich bekommen habe. Dennoch, dieses dem Zuschauer weißmachenwollen, daß der Film zum Totlachen sei und man ihn sich doch bitte daher schnell ansehen möge, ist doch kontraproduktiv, daß ist ja nun kein Twist, den man verrät, laßt das Publikum doch wissen, auf was es sich hier einläßt.
Nörgellei beiseite haben wir einen toll geschauspielerten, nachdenklichen, manchmal bösen, manchmal traurigen, manchmal witzigen Film, der ein duftes Gesamtpaket ergibt. Ich fand einige der Nebenrollen etwas zu unglaubwürdig und/oder unterentwickelt und im Mittelteil hat auch mal Pfeffer gefehlt, aber man kann gut mal reingucken, gerade wenn es auch mal abseits der typischen Sehgewohnheiten sein darf ohne gleich zu experimentell zu werden.

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angelmoonsoul

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Bewertung7.0Sehenswert

Charlize Theron ist einfach in jeder Rolle gut.

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heikschn

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Bewertung7.0Sehenswert

Jason Reitmans Filme scheinen in der Tat düsterer zu werden. Zunächst Up In The Air mit einem wenig hoffnungsvollen Ende für den Protagonisten und nun Young Adult mit einer eher deprimierten und deprimierenden Protagonistin. Im Grunde sind es aber eher nur die Charaktere in seinen Filmen, die anders sind. Eine Juno MacGuff ist eben lebensbejahender uns selbstironischer als eine Mavis Gary.
Young Adult hat mir gefallen und ich werde ihn sicher noch häufiger sehen. Trotzdem wünsche ich mir, dass Reitman auch mal wieder Filme um Figuren mit optimistischer Lebenssicht und weniger Hang zur Selbstzerstörung baut.

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Mimuschka

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ach, was hab ich gelitten bei diesem film. denn im gegensatz zu seinen ersten beiden werken ("up in the air" hab ich noch nicht gesehen), welche ich mal als leicht bekömmliche feel-good kost bezeichnen würde, wandelt jason reitman hier eher auf todd solondz pfaden, indem er die hässlichen und unangenehmen seiten seiner protagonistin zeigt, die geblendet von einer mischung aus selbstüberschätzung und selbsthass in ihr verderben rennt, während ich mich vor dem bildschirm krümme und winde und vor fremdscham schreien möchte.
doch glücklicherweise gelingen reitman und seiner autorin diablo cody (juno) die schwierige gratwanderung zwischen bloßstellung und empathie, so dass charlize theron im grunde genommen sympathieträgerin bleibt. lobend hervorheben möchte ich auch die stellenweise genial subtile inszenierung von kleinsten zwischentönen der menschlichen kommunikation und körpersprache. der sinn vieler szenen erschließt sich erst aus der dekodierung von flüchtigen blicken, kurzen gesten oder dem auslesen von gesichtsausdrücken, was auf zuschauerseite eine gewisse kenntnis sozialer mechanismen und auch ein mindestmaß an "emotionaler intelligenz" voraussetzt. ansonsten könnte man hier wohlmöglich nur eine gewöhnliche "komödie" sehen (siehe einige der anderen rezensionen).
ich kann dieser vorzüglichen charakterstudie allerdings eine klare empfehlung aussprechen (vor allem in richtung von todd solondz-fans).

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

Sigmund

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Freut mich :P
Und warum der schlimmste Tag?


Mimuschka

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naja, weil sich beide filme um etwa das doppelte in die länge gezogen haben, da ich pausen machen musste, um mich nicht aus dem fenster zu stürzen. außerdem war mir währenddessen die ganze zeit unwohl und mein körper zeigte stresssymptome. das schaffen nicht viele filme, eine lohnenswerte erfahrung also... :-D


PaJeRo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist schade, wenn Menschen hierbei ein Gagfeuerwerk erwarten und dann auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wenn man den Film in eine Schublade stecken will, dann ist er am ehesten eine Tragikomödie, wenn auch zu 90% eher Tragödie als Komödie. Ein Feel-Bad Movie sozusagen. Die komischen Momente entstehen hier durch unangenehme Situationen als Folge von Mavis' Entscheidungen. Reitman hat mit Charlize Theron als Hauptrolle die perfekte Wahl getroffen. Ein Film ist nicht dazu da, Menschen den Sinn des Lebens beizubringen, denn dafür sind die Ansichten dazu viel zu unterschiedlich, als dass eine Person hinsichtlich der Thematik absolut richtig liegen könnte. Und genau DAS nimmt Reitman gekonnt auf die Schippe! Nicht jeder findet das Glück auf Erden, auch wenn es erstrebenswert ist. Wir erwarten die berüchtigte 180°-Drehung beim Hauptcharakter, nur gibt es die eben nicht immer. Matts Schwester Sandra sagt, dass alle in Mercury nur dumm und fett seien und Mavis besser als sie alle sei, womit sie ihre eigene Trotteligkeit beweist und den Film gleichzeitig passend abrundet.

"Young Adult" liefert mit seinen pessimistischen Zügen auch am Ende keine befriedigenden Erkenntnisse für den Zuschauer, der hofft, möglicherweise irgendwas daraus mitnehmen zu können. Vielleicht besteht die Moral des Filmes daraus, dass man nicht immer erlösende Weisheiten zu liefern hat, nur weil man den Zuschauer einlädt, sich 90 Minuten lang etwas anzugucken. Wer hat denn schon genau einen Plan davon, wie das perfekte Leben aussieht...

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DieFilmguckerin

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Bewertung5.5Geht so

Wenn man die Namen Jason Reitman und Diablo Cody hört, denkt man gleich an so tolle Filme wie Juno. Die Erwartungen an Young Adult steigen. Ich gehe aber davon aus, dass ich den Film auch mit unübersteigerten Erwartungen nicht besser gefunden hätte, denn die "Komödie" hat ein entscheidenes Problem, dass ich in letzter Zeit des Öfteren beobachten konnte: der Film ist schlicht und einfach nicht lustig. Und das ist immer schwierig, wenn man auf dem DVD-Cover und sonstigen Beschreibungen immer groß und breit Komödie lesen kann. Man stellt sich auf mindestens 90 Minuten Gelächter ein und bekommt: Tragik. Und Momente zum Fremdschämen.

Young Adult startet sogleich mit jeder Menge unschönen Momenten. Da ist diese Frau, ihre unbeschwerte Jugend hat sie hinter sich, sie hat sich gerade scheiden lassen und ihr Job läuft ebenfalls alles andere als gut. Dann bekommt sie eine Email ihrer nie ganz vergessenen Jugendliebe, die inzwischen glücklich verheiratet ist und soeben ein Kind bekommen hat. Und weil man ja immer das haben will, was man nicht haben kann, beschließt sie, in die Kleinstadt zurückzufahren, aus der sie einst kam und ihre Jugend mit ihrer ersten großen Liebe wieder aufflammen zu lassen. Dass ihr Ex daran wenig Interesse hat, ist nicht auf ihrem Radar, stattdessen schmeißt sie sich in aufregende Outfits und schwafelt mit verführerischem Augenaufschlag von alten Zeiten. In ihrer augenscheinlichen Erbärmlichkeit verbündet sie sich mit dem ehemaligen Schulnerd, der genau wie sie immernoch in der Vergangenheit lebt.

Das Schlagwort für den von Charlize Theron verkörperten Hauptcharakter heißt: Verzweiflung. Da sie mit der hoffnunglosen Zukunft konfrontiert wird, wendet sie sich lieber der von total verdrehten und geschönten Vergangenheit zu. In ihrer Verzweiflung blendet sie jegliche negative Erfahrungen aus und versteht jede kleinste Regung ihres Highschool-Freundes als Annäherung und als erfolgsversprechende Wendung in ihrem Unterfangen. Abneigung von ihm oder anderen empfängt sie entweder überhaupt nicht oder wertet sie als Eifersucht, weil sie sich trotz aller Rückschläge immernoch als die erfolgreichste Bewohnerin des Dorfes sieht, da sie es augenscheinlich als Einzige in die große Stadt geschafft hat.

Der Film wartet mit jeder Menge extrem unangenehmer Situationen auf, die Protagonistin ist sehr tief gesunken und wird dem Zuschauer als Wrack präsentiert, das sich an einer Zukunft festklammert, die es niemals geben kann. Dabei ist der Film leider nicht ein einziges Mal besonders witzig, sondern zeigt eigentlich nur die ungeschönte Wahrheit über die Charaktere, die einen das ein oder andere Mal in die Fremdscham treibt. Schade eigentlich, wäre der Film nicht als Brüllerkomödie angepriesen worden, hätte man sich in der richtigen Stimmung auf ein Drama mit ausgeprägter Charakterzeichnung freuen können. Die Schauspieler sind allesamt super und auch die Gesichte hat ihren Reiz, man kann das alles nur nicht richtig wertschätzen, wenn man die ganze Zeit auf das vermeintlich noch kommende Gag-Feuerwerk wartet.

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PaJeRo

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Es ist schade, dass du den Film aufgrund falsche Erwartungen so schlecht bewertest. Er ist natürlich keine Komödie und will auch nicht möglichst viele Lacher auf sich ziehen. Die tragischen Fremdschämmomente sind beabsichtigt.


PaJeRo

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*falscher


Henchman #2

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die allergrößte Mehrzahl der Filme, die, wie dieser, "in grau" beginnen, beginnen dann sehr schnell damit, Konturen in klarem Schwarz und Weiß herauszukristallisieren; Die meisten Kommentatoren hier würden sagen solche Filme gewännen an Fahrt. Young Adult macht das anders, und verfehlt sein(!) Ziel damit in keinster Weise. Nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Manche Filme sind wirklich "lahm", sei es wegen schlechtem Schnitt oder der Belanglosigkeit der Geschehnisse. Young Adult mangelt es nirgends an Tempo. Hier geht es eben um genau diese Grautöne. Es gibt Kontrastbeziehungen unter den Figuren und eine gut getroffene Symbolik. Von dem Ende enttäuscht, ist genau der, der dramatische Kehrtwenden der Handlung und besagtes Schwarz-Weiß erwartet hat - zurecht, ein Stück weit. In der Tat wird dem Zuschauer mit dem Ende ein BIld präsentiert, das dem vom Anfang nahezu gleicht. Bis auf die Beule im Auto, aber die hat natürlich so rein garnichts zu bedeuten...

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mondauge

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Bewertung6.5Ganz gut

oh wusste gar nicht dass Charlize Theron so sexy ist, aber sonst lernt man von dem Film nicht viel und die Lacher sind harmlos

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Amadis

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich mag die Filme von Jason Reitman sehr. Sie strahlen eine frische und natürliche Kraft aus, die sie von anderen modernen Produktionen abhebt. So auch in diesem Streifen "Yound Adult", in dem die Geschichte einer psychisch sehr angeschlagenen, unter dem Borderline-Syndrom leidende Autorin erzählt wird. Die Hauptfigur wird hervorragend gespielt von Charlize Theron.
Der Film ist zu keiner Zeit romantisch, nie nett und schon gar keine Liebesgeschichte. Aus dem Leben gegriffen eben und mit allem Realismus versehen, den Hollywood so fürchtet. Und was den Schluss angeht... nun, die meisten Probleme lösen sich eben tatsächlich nicht einfach so in Wohlgefallen auf...

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Spike1990

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Bewertung6.0Ganz gut

Charlize Theron spielt die gescheiterte Ex-Highschoolzicke, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt oder besser gesagt, verzweifelt versucht ihrem Leben einen Sinn zu geben, sehr überzeugend. Aber aus den Socken gehauen hat der Film mich nicht gerade. Irgendwie plätschert er trotz der kurzen Laufzeit nur so vor sich hin.

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TinaCocaine

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Bewertung3.0Schwach

Total ermüdent und einfach nichtssagend. Zwar von überzeugenden Darstellern gespielt, aber irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Der Film versucht sowohl Drama als auch Komödie zu bedienen, schafft aber beides überhaupt nicht. Zwar ist der Charakter der Marvis echt interessant, hätte aber wesentlich besser in den Film integriert werden können. Gegen Ende zieht das Tempo an, kann aber den Rest auch nicht wieder gut machen...

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Begbie

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein ganz "nettes" Filmchen, mehr aber nicht. Ist eine Mischung aus Drama/Komödie, kann aber beides nicht so recht bedienen. Braucht auch sehr lang um in Fahrt zu kommen und dann ist er schon wieder vorbei. Kann man sich mal zwischendurch anschauen, mehr aber nicht...

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