Z

Z (1969), DZ/FR Laufzeit 126 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 14.11.1969

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8.6
Kritiker
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8.2
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9 Kommentare
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von Costa - Gavras, mit Yves Montand und Irene Papas

In Kosta Gavras Z soll Yves Montand als Untersuchungsrichter einen politischen Mord in einem autoritären Staat vertuschen – doch er entschließt sich zu ermitteln.

Nachdem ein hochrangiger Politiker bei einer Demonstration ermordet wurde, vermuten einige andere Politiker die Schuldigen in Militärkreisen. Ein Magistrat (Yves Montand), der den Fall untersuchen soll, muß allerdings feststellen, daß es nicht leicht ist, an die Hintermänner zu kommen, und daß selbst die Polizei den Fall zu vertuschen versucht.

Vollständige Handlung von Z
In einem nicht namentlich genannten Staat, in dem Militär und Königshaus herrschen und die Demokratie immer mehr verloren geht, wird Opposition als „kommunistischer Mehltau“ nur widerwillig geduldet.

Als eine pazifistische Oppositionsgruppe eine Veranstaltung mit dem Universitätsprofessor, Abgeordneten und NATO-Kritiker Z durchführen will, werden dieser Veranstaltung zunächst Steine in den Weg gelegt, der Politiker Z wird am Ende der Veranstaltung unter den Augen der Polizei ermordet.

Polizei und Militärs versuchen den Mord als Unfall darzustellen, mit den Ermittlungen wird ein junger Untersuchungsrichter beauftragt, von dem erwartet wird, dieses Ergebnis zu bestätigen. Der Richter zeigt Verantwortung und ermittelt in dem Fall ebenso penibel wie hartnäckig. Pressionen von Vorgesetzten und Militärs hört er sich geduldig an, um sie danach geräuschlos zu ignorieren.

Eine Anklage gegen diverse Respektspersonen aus dem Militär führt jedoch auch nicht zu deren Verurteilung, da mehrere Zeugen unter merkwürdigen Umständen zu Tode kommen und das Verfahren durch einen Militärputsch zum Erliegen kommt. Selbst der Journalist, der seine Rechercheergebnisse dem Staatsanwalt zur Verfügung gestellt hat, kommt ins Gefängnis.

Der Abspann: Folgendes wurde verboten: Lange Haare, Miniröcke, Sophokles, Tolstoi, Euripides, auf russische Art Gläser zu zerschlagen, Streiks, Aristophanes, lonesco, Sartre, Albee, Pinter, Pressefreiheit, Soziologie, Beckett, Dostojewski, moderne Musik, Volksmusik, moderne Mathematik und der Buchstabe Z, der auf Altgriechisch bedeutet: “Er lebt.”


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (9) — Film: Z


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Subaru-san

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film zeigt das eine Regierung neben Morderner Musik, Mini-Röcke, Pressefreiheit und auf russischer Art Glässer zu zerschlagen auch einen Buchstaben verbieten kann. Costa-Gavras hat mit "Z" den Thron des Polit-Thriller Genres erklommen und seit knapp 45 Jahren nicht mehr hergegeben.

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jeffcostello

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Übereinstimmung mit Personen und wahren Ereignissen ist gewollt“

So heißt es im Vorspannt von Constantin Costa-Gavras „Z“, denn obgleich der Film in einem ungenannten, fiktiven Staat spielt, ist offensichtlich Griechenland, kurz vor Beginn der Militärdiktatur, im Jahre 1967 gemeint.
Aufgrund der damaligen Situation in Griechenland, fiel die Realisierung dieses Filmes sehr schwer, es wurden keine Geldgeber gefunden, und nur dadurch, dass die Schauspieler Montand, Trintignant und Papas auf einen Großteil ihrer Gage verzichteten, konnte „Z“ überhaupt realisiert werden, jedoch war es nicht möglich auf Griechenland zu drehen, stattdessen wurde in Algier gedreht.
„Z“ ist ein gleichsam mutiger und wütender Film, der die grauenhaften Zustände, in einer Scheindemokratie anprangert, in der Beweise gefälscht werden, Menschen bedroht und erpresst werden, Gesetze nach Gutdünken ausgelegt werden, in der keiner Sicher ist, vor Verhaftung, in der die Gefahr für jedermann omnipräsent ist.
Ebenso wie Melvilles großartigem Meisterwerk „Armee im Schatten“ merkt man „Z“ jederzeit die Realitätsnähe und Betroffenheit an, denn so wie Melville in der Résistance war, war Costa Gavras und auch der Komponist des Soundtracks Mikis Theodorakis Anhänger der Lambrakis-Bewegung, also des Widerstandes in Griechenland.
Hochspannend und extrem Präzise inszeniert Cosa Gavras die Ermittlungen des Untersuchungsrichters, zeigt die Zeugenbefragung, die Alibiüberprüfung, die Mordversuche, diesen Strudel aus Lügen und Unterdrückung.
„Z“ ist meisterlich gespielt, grandios geschnitten und abgerundet mit einem fantastischen Soundtrack.
Leider ist der Film heute genauso aktuell und wichtig wie er damals war und ist zweifellos einer der besten Politthriller aller Zeiten.

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hollygolightly1

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Super Kommentar, mal wieder :)


jeffcostello

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Vielen Dank :)


Sozionaut

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Botschaft des Filmes mahnt immer noch zeitlos...

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Guavensaft

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Bewertung10.0Herausragend

Wo kann man den Film denn heute kaufen?

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BlueSquirrel

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Bewertung7.0Sehenswert

(Mir scheint) Ein etwas überbewerteter Genre-Urheber, der allerdings mit seiner brillant aufspielenden Besetzung und seiner außergewöhnlichen Fotografie immer noch glänzen kann. Die Entstehungsgeschichte dieses Klassikers und der Zeitgeist, der durch die Laufzeit widerhallt, machen Z sicherlich zu einem interessanten Erlebnis.

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Le Samourai

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Das kann doch nur ein Fake-Profil sein. duffy, bist du das und verarschst uns? ;)


Brentano

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ja klar Schatz, ich bin es, Bussi!
und wer bist du: "Sophia Loren" kanckig, backig?


Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dieses fantastische Meisterwerk (Oscar "Bester ausländischer Film 1970") von Costa-Gavras erst jetzt gesehen zu haben - doch besser spät als nie.
Ein absolut herausragender, äußerst spannender Politthriller (für mich bester Vertreter seines Genres), basierend auf den wahren Ereignissen rund um den erschütternden Mord am griechischen Friedensaktivisten Grigoris Lambrakis 1963, wunderbar gespielt von u.a. Yves Montand ("Wages of Fear"), Jean-Louis Trintignant und Irene Papas, stilsicher und glasklar fotografiert von Nouvelle Vague-Legende Raoul Coutard und famos geschnitten von Françoise Bonnot, der zu Recht einen Oscar für seine Leistung erhielt. Die Filmmusik des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis ist wunderbar und lockert die vorwiegend triste, wütende Grundstimmung gekonnt auf.
Zum Glück wurde der Film von einigen mutigen, größtenteils umsonst arbeitenden Filmschaffenden und Schauspielern realisiert, denn die Verwirklichung stand aus Angst vor politischen Konsequenzen auf der Kippe.
Eine ungeheuer packende, erschütternde Geschichtsstunde zu den Themen Demokratie, Meinungsfreiheit, Unterdrückung, politische Korruption und eigentlich Pflichtprogramm für Jedermann.

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slangbanger!

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Hab ich auch noch nicht gesehen. Klingt nach was!


Oskar Gleit

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Bewertung9.0Herausragend

Ein großartiger Klassiker des französischen Kino´s.

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Brentano

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ist zwar eher "griechisches Kino", aber wie dem auch sei, .. heutzutage wird Greece gerne und gezielt unter-schätzt, ..
aber wenn nur einer von acht Produzenten in einem sonst französischen Film genannt wird (mit brit. Darstellern, ) dann heißt es gleich: "grandioser "deutscher" Film," Hurra!


Brentano

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"feine Musik", was ist denn das für eine hübsch- keusch verbiesterte, kleinmädchen-rosa wolken dreamshop- attitüde?


SgoTscH

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein packendes Mahnmal gegen Zensur, Unterdrückung, Korruption und politischer Gewalt.
Eine großartige Hymne für Pressefreiheit, Demokratie, Aufrichtigkeit und all unsere tollen Tugenden.

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brillanter Politthriller von Costa-Gavras, für den er zu Recht 1969 den Oscar erhielt.

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