Zardoz

Zardoz (1974), GB/IE Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Fantasyfilm, Kinostart 31.10.1974

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6.0
Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1
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318 Bewertungen
24 Kommentare
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von John Boorman, mit Sean Connery und Charlotte Rampling

Man schreibt das Jahr 2292. Die Erde besteht aus zwei Teilen: einem perfekten Utopia namens Utopia, in dem die intellektuelle Elite in einer künstlichen Unsterblichkeit lebt, und den verödeten Außenländern, wo Sklaven unter barbarischen Umständen gehalten werden und Menschen aufeinander Jagd machen. Sie haben dafür zu sorgen, dass die Ernährung der Unsterblichen sichergestellt ist. In den Außenländern regiert die Gewalt und es gilt nur die Stimme des von den Unsterblichen geschaffenen Gottes Zardoz. Dem Kämpfer Zed (Sean Connery) gelingt es, in den Streng gehüteten Bereich der Vortex einzudringen, wo er von den Bewohnern mit Neugier, Abscheu und Verwunderung betrachtet wird…

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Kommentare (23) — Film: Zardoz


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karma-karman

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Bewertung5.5Geht so

Ich behaupte einfach, diesen Film sollte man gesehen haben. Allerdings nur, weil er einen seltsamen Teil der Filmgeschichte darstellt. Gut ist er nämlich nicht. Sicher, er ist ziemlich (gewollt) trashig und, wie ich finde, auf ganzer Linie total verstörend, aber allzu unterhaltsam oder gar komisch ist er nicht gerade.
Sean Connery im roten Mankini, fliegende Köpfe und psychedelische Szenen, dass einem die Fontanele raucht, sind aber definitiv einen Blick wert.

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doenef

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Also, ich weiß nicht recht, aber angesichts der überschwänglich positiven vorhergehenden Kommentare, scheine ich wohl der erste(?) zu sein, der für diesen Film nur ein Wort zutreffend pfindet: MESCHUGGE
Sean Connery in regelrechtem Schwulenoutfit und Charlotte Rampling, die ihn quasi schon als Ersatz einer Samenbank nehmen will
=> DUBIOS und, äh, eben meschugge!!!!!
Aufgesetzte(!) philosophische Ansätze will ich eigentlich gar nicht entdecken!
John Boorman hat sicherlich bessere Filme geschaffen!

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movie.max

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Das hat Boorman definitiv. Dennoch halte ich 'Zardoz' für ein interessantes Experiment.
Und Connery mitten in seiner Bond-Zeit in so ein Kostüm zu stecken, ist absolute sexuelle Ironie.
Allgemein spielt 'Zardoz' mit unseren sexuellen Ansichten und jongliert mit den Geschlechtern so rasant, dass er die komplette Laufzeit über zu unterhalten weiß. Daher finde ich 0,5 Punkte schon arg übertrieben...


hurenkind

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Bewertung9.5Herausragend

muss man gesehen haben.

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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

"Die Waffen sind gut - der Penis ist schlecht!"
Sir James Bond Sean Connery als Macho mit Lederstiefel und roter Badehose vs. Charlotte Rampling als unterkühlt, sexuell-frustrierte Zicke.
Das Barbarische anti dekadenter Flower-Power.
Esoterisch-ganzheitliche Gehirnwäschen im Kampf gegen dem Eros des Animalischen.
Religiöse Schöne-Neue-Welt auf LSD trifft den WiZARD von OZ mit Todessehnsucht.
Was macht Zivilisation aus?
Ein poetisch-schöner Bilderbogen, voller phantastischer Settings und viel psychedelischen 70er Hippie-Flair aber auch ein kaum ertragbarer, schräger Tobak aus peinlicher Künstlichkeit und Theaterhaftigkeit.
Irgendwo zwischen sinnfreien Nonsens, Trash-Deluxe und sehenswerten Arthouse-Kino.

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lieber_tee

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Dank dir *rot-wert*.


hurenkind

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jawohl, trash-deluxe bringts aufm punkt.


Pygar

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Bewertung7.0Sehenswert

»Zardoz« bietet nicht weniger als eine Auseinandersetzung mit Religion, dem menschlichen Zusammenleben, und der Suche nach dem Lebenssinn. Dieses Unterfangen allerdings mit »anmaßend« oder »größenwahnsinnig« abzustrafen, wäre genauso übereilt, wie das Ganze als geglückt zu bezeichnen. Kaum greifbar und nur stellenweise nachvollziehbar, schneidet Boorman im Minutentakt Themen an, mit deren Erforschung man ganze Filmreihen füllen könnte, und doch bietet genau diese verkopfte Fülle eine konzentrierte Sicht auf einen Themenkatalog, der es verdienen würde mehr Beachtung zu finden. Die wenigen zu entdeckenden, waghalsigen Erklärungsversuche geben sich dabei sicher jenseits von Halbherzigem und verschlüsselter Naivität, versuchen aber zuviel und verzetteln sich in Nebensächlichkeiten oder werden einfach durch die Fülle von unverarbeiteten Gedanken gerne übersehen. Aber auch wenn es zu keiner Zeit gelingt die großen Fragen zu beantworten, so sind es doch diese, die im Geist verbleiben, und diesem knallbunten Scheitern an der Sinnsuche so etwas wie Größe verleihen.

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Rukus

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Bewertung7.0Sehenswert

Viel muss ich eigentlich nicht schreiben, denn es gibt bereits einige sehr treffliche und ausführliche Kommentare zu diesem Werk. Nachdem ich sie geordnet habe, möchte ich allerdings auch einige Gedanken zu Zardos teilen. Ganz im Sinne der Unsterblichen.

Zardos ist verwirrend, wirkt völlig bescheuert, teilweise regelrecht verstörend, sogar schwachsinnig. Tatsächlich ist er aber höchst intelligent und, wenngleich in der Darstellung mehr als skurril, außerordentlich realistisch. Die satirische Zukunftsvision beschreibt reale Ängste und, speziell aus heutiger Perspektive, reale Gefahren. Es ist der psychedelische Planet der Affen. Nicht nur die Szenen der Brutalen, auch die Auflösung hat mir den Ruf nach den Wahnsinnigen und ihren Taten ins Gedächtnis gebracht. Es ist ein verworrenes Schauspiel um die menschliche Hybris, das sich hinter Absurditäten versteckt und trotz wirrer werdender Bilder immer klarer wird.

Selbst, nachdem ich ihn ein wenig habe sacken lassen, ist noch nicht alles klar, macht nicht alles Sinn, was hier trashig daher kommt. Viele Szenen wirken auch jetzt noch völlig sinnfrei. Trotzdem hat diese im doppelten Wortsinn verrückte Adaption des Zauberers von Oz eine Botschaft, die man leicht lesen kann. Wer den Fehler macht, den Film nicht bis zum Ende zu sehen, darf sich nicht beschweren, wenn er nichts versteht. Verstehen kann ich hingegen, wenn man ihn früh abstellt. Es ist schlicht ein seltsam abstruses Werk. Allerdings eines, das von einer sehr speziellen Kreativität und ausgefallenem Abstraktionsvermögen zeugt.

Zardos ist ein Film, den man selber gesehen haben muss, denn beschreiben kann man ihn nicht adäquat.

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich abgefahrener SF-Film aus den 70ern. Hat mit gefallen.

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RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Man sollte sich nicht von der minimalistischen Ausstattung des Films abschrecken lassen. Die unwirkliche Atmospähre des Films wird dadurch noch unterstrichen. Optisch eine haarsträubende Mischung aus "He-Man", "Conan" und einem Hauch "Barbarella".
Ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Film mit cleverer Story. Der Streifen ist nicht nur eine Sci-Fi-Action-Hommage auf 'the wiZARD of OZ' :) Es werden auf ungewöhnliche Weise die inneren Ängste vor dem Unbekannten, vor dem was vor uns liegt, angesprochen.
Kitschig oder herausragend? Ich denke, es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Der Film entscheidet sich für den engen Mittelweg. Der geneigte Zuschauer wird begeistert sein.
Ist "Zardoz" nun Kunstwerk oder nur komplizierter Trash? Man kann entweder sehr viel oder eben gar nichts mit diesem Film anfangen.

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Prestigeww

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Bewertung6.5Ganz gut

Sean Connery kämpft als futuristische Dorothy in einer roten Brüno-Lederhose gegen frigide Emo-Hippies in fliegenden Steinköpfen. Noch Fragen?

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Sheeeeep

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seinen markanten Schnorres nicht zu vergessen ;)


Sonse

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Und die restliche Haarpracht... ;)


Hoang-Thach-Vu

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Bewertung7.5Sehenswert

"The penis is evil. The gun is good"

Geile Kacke! Erstaunlich gut strukturiert und deutlich weniger sinnfrei als der Trailer vermuten lässt. Zwar wurde der Film mehr als nur "seltsam" bebildert, aber das hat den Fun- und Trash-Faktor nur noch gesteigert und damit auch die Qualität des Films.

Von mir bekommt der Film ein "Awesome" und ein "HTVL's Seal of Approval"!

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Rukus

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DAS Zitat des Films. Man könnte glatt meinen, dass das ein US-Streifen wäre ... wo doch schon das Landesmotto so hübsch präsentiert wird. ;p


schwarzeserie

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Bewertung7.0Sehenswert

Ungewöhnlich, ja, sehenswert Ja... wenn mann die Botschaft begreift die der Film transportiert und ich finde das Connery sehr wohl wusste auf was er sich einlässt.

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PalimPalim

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Bewertung9.0Herausragend

"I present now my story, full of mystery and intrigue - rich in irony, and most satirical. [...] I am the puppet master. I manipulate many of the characters and events you will see. But I am invented, too, for your entertainment, and amusement. And you, poor creatures, who conjured you out of the clay? Is God in show business too?"
Arthur Frayn

Der Prolog weist die Richtung, für das irritiernde, alberne, und doch faszinierende Schauspiel, dass Zardoz dem Zuschauer bietet. Der Film ist nicht unfreiwillig komisch, er setzt seinen Humor und seine stilistischen Verfehlungen, wie den irrwitzigen roten Badeanzug von Sean Connery, bewusst ein. Zardoz ist als ein Parodie mit komödiantischen und dramatischen Elementen im Stile Shakespeares zu verstehen, worauf schon der Typus des Erzählers Arthur Frayn verweist. Der gesamte Plot ist von shakespearesken Momenten durchzogen: Die philosophischen Reflexionen der Figuren auf ihre Umwelt, das dramatisierte, konfliktträchtige Setting und teils auch die Sprachwahl der Dialoge. Der bizarre fliegende Steinkopf entstammt klassischen Masken der griechischen Tragödie.

Zardoz Stärke liegt besonders in der bewussten Aushebelung der bekannten Genrenormen. Er bricht mit nahezu allem, was das zeitgenössische Science Fiction Kino hervor gebracht hat und besinnt sich auf die Wurzeln dessen, was Science Fiction auszudrücken vermag. Er eröffnet eine Plattform für die Reflexion über das Wesen des Menschen, über den Konflikt zwischen Triebhaftigkeit und Kontrolle der menschlichen Natur.

Das Setting ist ungewöhnlich naturalistisch. Den natürlichen Sets in Irland wurde mit nur marginalen Veränderungen ein futuristischer Look verpasst. Trotz des geringen Budgets von 1 Mio. Dollar gelang den Set Designern eine aussergewöhnliche Ausstattung. Mit einfachen Mitteln wie Projektionen entstehen einzigartige psychedelische Bilderwelten.

Szenen wie die Verbannung einens Mitglieds der Eternals sind genauso irrwitzig komisch wie unterschwellig bedrohlich. Andere Szenen sind so überzogen, das man darüber Lachen möchte, doch kurz darauf folgt ein Erstaunen über die hohe Reflexivität des Gesagten. Selten hat es ein Film geschafft, sich so zielsicher zwischen vollkommener Lächerlichkeit und philosophischen Ernst zu bewegen.

Zardoz wurde als Egotrip John Boormans bezeichnet und erhielt überwiegend schlechte Kritiken in denen der Plot und die Lächerlichkeit des Dargestellten kritisiert wurden. Jedoch ist der Film ernsthafter und wahrhaftiger als ein Großteil der millionenschweren Science Fiction Kost heutiger Tage, die großartige optische Fiktionen bieten, aber verlernt haben, Fragen zu stellen. Zardoz ist, verpackt in das Kleid eines abstrusen komödiantischen Schauspiels, eine Bühne für philosophische Ideen, von denen im positiven Sinne mehr aufgeworfen als beantwortet werden. Ein sehr eigenwilliges und bizarres Werk, das auf den zweiten Blick mehr Tiefe offenbart, als es zunächst den Anschein hat.

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Brentano

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Schöner Kommentar der treffend die multiplen Intentitonen des Films beschreibt Beruhigend zu sehen, das es noch ein paar Menschen gibt, die derartig komplexe wie amüsante Meisterwerke zu schätzen wissen, ...


Hendrik

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Bewertung4.5Uninteressant

Egal was für ein albernes Kostüm er dabei trägt (z.B. wie hier rote Badehose mit Hosenträger), wenn Sean Connery eine Schusswaffe in der Hand hält, werden automatisch Erinnerungen an seine bekannteste Rolle wach. Ansonsten fallen mir zu diesem Film nur drei Buchstaben und ein Satzzeichen ein: WTF?

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Brennegan

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Ich hätte ihn in Bond gern einmal mit dieser tollen Hose gesehen ... das hätte doch was gehabt!


Sonse

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Aber das "WTF" macht ihn ja gerade so ähem... "grandios"! :)


Sonse

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Bewertung6.0Ganz gut

Boorman-athon V

Magnum Opus:
"The Gun is good!
Penis is evil!
The Penis shoots seeds, and makes new life to poison the Earth with a plague of men, as once it was. But the Gun shoots death and purifies the Earth of the filth of brutals. Go forth, and kill! Zardoz has spoken."

Man muss es Boorman lassen, wenn er sich ausspinnt ist, dann aber so richtig. Zitat vom Audiokommentar, der an einigen Stellen vielsagend lieber schweigt als zu erklären: "If you don’t enter into the spirit of the thing it can all be quite ludicrous." Really John, really?!

Zed - Checklist:

✓ Sean Connery, direkt von seinem letzten Bondfilm billig von Boorman eingestellt ( Er fuhr selbst zum Set, wurde also nicht gezwungen.)
✓ Lasst uns James Bond in eine rote Windel stecken! Yeah Baby!
✓ Mit zwei passenden roten Munitionsgürteln um den Oberkörper
✓ Mit Zopf!
✓ Pornobalken im Gesicht (eigentlich war Burt Reynolds zunächst vorgesehen...)
✓ Pornostiefel an den Hacken
✓ Restbekleidung: mehrere Quadratmeter Körperbehaarung...

Wer das Bild bereits gesehen hat, dem hat es sich auf ewig ins Hirn gebrannt. Wer nicht, der sollte gleich mal Google anwerfen.

Dieser Film ist keineswegs gut, aber er macht in einigen seiner durchgeknallt-psychadelischen Szenen so viel Spaß, das ich ihn doch irgendwie schätze. "Zardoz" ist ein Kind seiner Zeit, eine dieser Dystopien wie sie heute nur noch selten gemacht werden, ein Beispiel dafür wie Science Fiction vor "Star Wars" und Spielberg oft ausgesehen hat.

Ein Indikator für ambitionierte, außergewöhnliche Filme ist für mich der Einsatz von Beethovens Siebter geworden. Das führt zu Meisterwerken ("The Fall") oder eben zu bizarrem Mist, der je nach Präferenz doch unterhalten kann ("Knowing") und zu Filmen jenseits von Gut und Böse wie "Zardoz". Wer diese Symphonie einsetzt, der hat Großes vor und lässt sich auch von der Gefahr eines Scheiterns auf Weltniveau nicht abbringen. Vor soviel Chuzpe habe ich Respekt.

Boorman dreht "Zardoz" mit ungerührter Miene, wie auch sonst kann man den Inhalt dieses Films besser präsentieren? Darum wird er wohl oft ein wenig missverstanden, denn ich glaube nicht, dass der Film ausschließlich unfreiwillig komisch ist. Man sollte sich den extra später als Erklärung hinzugefügten Einstiegsmonolog nochmals anhören, wenn man ihn vergessen hat:

"I am Arthur Frayn, and I am Zardoz. I have lived three hundred years, and I long to die. But death is no longer possible. I am immortal. I present now my story, full of mystery and intrigue - rich in irony, and most satirical. It is set deep in a possible future, so none of these events have yet occurred, but they may. Be warned, lest you end as I. In this tale, I am a fake god by occupation - and a magician, by inclination. Merlin is my hero! I am the puppet master. I manipulate many of the characters and events you will see. But I am invented, too, for your entertainment - and amusement. And you, poor creatures, who conjured you out of the clay? Is God in show business too?"

"Irony", "satirical", "entertainment", "amusement" und die Frage "Is God in show business too?" gibt uns in meinen Augen den Hinweis um was es sich handelt. Ein klein wenig fühle ich mich an "Starship Troopers" erinnert, der auch nicht von allen als Satire verstanden wurde.

Was einem gezeigt wird ist nur dermaßen "out there", dass man es nicht glauben will.
Den Anfang finde ich klasse, den fliegenden Steinkopf (der ultimative Briefbeschwerer! Wer schenkt mir einen für meinen Schreibtisch?), der Waffen ausspuckt und die oben erwähnte Gun-Penis-Ansprache hält. Toll ist auch die Erektionsszene. Z ist ein "Brutal", er gelangt in den Steinkopf, tötet Arthur, und landet in einem Vortex, einer in sich geschlossenen Gemeinschaft, aus "Eternals", die unsterblich sind und in Luxus leben, davon jedoch extrem gelangweilt sind, manche so sehr, dass sie zu "Apathetics" (auch ne gute Szene) werden, die einfach gar nichts mehr machen. Die Männer sind so "verweichlicht", da läuft nichts mehr und die Eternals kennen nur die Theorie. Das muss an Connery getestet werden, also zeigen sie ihm Stimulusmaterial. Eine duschende Frau. Ahhh... Nope. Zwei nackte Frauen beim Schlammcatchen. Auch nicht schlecht... aber nein. Er kuckt Charlotte Rampling an... Tada! Applaus vom Publikum. Ich liege lachend am Boden.

"Zardoz" hat da schon die Latte (pun intended) so hoch gelegt, das man dem Film nun praktisch alles durchgehen lässt, was zu einer leider langatmigen Mitte führt, die trotz Wizard of Oz, Orgien, einem Spiegelkabinett mit Schuss in die Kamera, Connery in einem weißen Brautkleid mit Schleier uvm. doch ein wenig an mir vorbeizog. Die letzte Szene ist aber wieder richtig gut.

Unfreiwillig lachhaft kann man eher die oberflächlich angeschnittenen Themen finden, Zardoz' Gesellschaftskritik, die mich im Teenageralter vielleicht eher beindruckt hätte oder wenn ich nicht so nüchtern by nature wäre : Woah, was wenn wir Gott spielen? Was machen Technik und Zivilisation aus uns?

Wer also ver"kopf"tes Sci-Fi sehen möchte, das sich gleichzeitig nicht scheut alle (alle!) Register zu ziehen, um sich bewusst lächerlich zu machen und einen nackten, behaarten Beinahe-Ex-Mr-Universum im kalten Irland in roten Pampers herumspringen sehen möchte, für denjenigen eine ganz dicke Empfehlung!
Sonse has spoken.

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Mio Sarajevo

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großartige Kritik zu einem Fim der mich bis heute zweifeln lässt ob er unglaublich sehenswert oder einfach nur absoluter nonsens ist.


Sonse

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Ganz klar beides! :)


Tytus

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vorgemerkt

was habtihr denn da ausgegraben, wie mikkean schreibt vor gefühlten 100 Jahren denn FIlm gesehen und irgendwie verdrängt, muss ich mal wieder sehen!

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Tytus

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Der Film ist wirklich bei mir in Vergessenheit geraten, vielleicht auch verdrängt ;)


Mio Sarajevo

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ich war erst 12 als ich diesen "Film" gesehen habe......mich hat das etliche jahre meiner jugend gekosted...


TrashBasher

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Bewertung5.0Geht so

besser kann man ein hochzeitskleid einfach nicht in einem sci fi film unterbringen!

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MovieMonster

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Bewertung5.5Geht so

Abgedrehter Streifen, den man zumindest 1x gesehen haben sollte - egal, wie man ihn findet.

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mikkean

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Wo hast du den denn ausgegraben? Ich hab ihn vor gefühlten hundert Jahren mal gesehen. Eine ungewöhnliche Sci-Fi-Vision aus den goldigen 70er Jahren.


MovieMonster

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Hehe ja, äußerst ungewöhnlich sogar... ;)


Brennegan

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Bewertung9.0Herausragend

So wenig sexy Connerys Unterhosen und diesem Film auch sind, umso mehr ist es die Story. Knallig bunt als hätte das gesamte Team zu viele Drogen genommen, strahlt Zardoz auf seine Art einen angenehmen Charme aus ...

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Largen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mr "The Biggest Bulge" und die eisgrünen Augen der Rampling!

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spanky

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Bewertung4.5Uninteressant

Das kostümbildnerische Armageddon der Filmgeschichte! Ob die unfreiwillige Komik auch Mitte der 70er schon so offensichtlich war? Hat heutzutage auf jedenfall das Zeug zum Zwerchfell-Hometrainer.

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