Zelig

Zelig (1983), US
Laufzeit 79 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Komödie, Kinostart 30.09.1983

7.7 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8 Community
359 Bewertungen
9 Kommentare
Zelig - Bild 5555748
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von Woody Allen, mit Woody Allen und Mia Farrow

Ein rätselhaftes Chamäleon verwirrt die amerikanische Öffentlichkeit in den 20er und 30er Jahren: Leonhard Zelig, ein Mann ohne eigenes Ich, der beim Zusammentreffen mit anderen Menschen stets deren jeweilige Identität annimmt. Zelig ist ein Monster der Anpassungsfähigkeit, ein Individuum, welches in Gesellschaft von Dicken dick, von Schwarzen schwarz und von Psychiatern selbst zum Analytiker wird. Der Super-Konformist wird schließlich zum Superstar der 30er Jahre, der nach allen Regeln der Kunst vermarktet wird. Wie in einer Dokumentation porträtiert er seinen Charakter aus Erinnerungen und phantastisch imitiertem “Wochenschau”-Material.


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Zelig

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Trash-Gordon

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Bewertung7.0Sehenswert

Großartiger Film, nur leider etwas zäh.

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Jack_Torrance

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Bewertung9.5Herausragend

Konformismus stand auf der Themenliste vieler guter Regisseure: Bernardo Bertolucci ("Der Konformist" bzw. "Der große Irrtum); Lars von Trier ("Dogville") oder eben Woody Allen. Was bei Bertolucci aber eine präzise Charakterstudie und bei von Trier eine knallharte Beschriebung dessen Nachteile ist, ist "Zelig" eine geniale, warmherzige Komödie mit philosophischen Untertönen, die von einem Mann handelt, der sich anpasst, um geliebt zu werden. Schließlich aber geht er seinen eigenen Weg, ohne sich zu verbiegen und genau das macht ihn glücklich und frei.

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Joe Gillis

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Bewertung9.0Herausragend

»I want to be liked.« Woody Allens umwerfende Fake-Dokumentation über Glanz und Elend des Opportunismus zeigt am Beispiel eines unscheinbaren Mannes, was geschehen kann, wenn auf der Jagd nach Liebe und Anerkennung das Selbstwertgefühl neurotisch implodiert: Leonard Zelig entwickelt sich zum menschlichen Chamäleon, das körperlich und geistig das Wesen seines jeweiligen Gegenübers annimmt. Daß er dadurch erst zum Darling (»You may be six people but I love you«), später zum Buhmann (»You have such reptile eyes«) der Öffentlichkeit wird, wirft ein bezeichnendes Licht auf eine Gesellschaft, die ihren Mitgliedern gleichermaßen Originalität und Konformismus abverlangt. Von Gordon Willis (wie immer) brillant fotografiert, verarscht »Zelig« im übrigen nicht nur genüßlich das hohle Geschwätz sogenannter Experten (hier immerhin Eggheads wie Susan Sonntag, Saul Bellow und Bruno Bettelheim) sondern philosophiert nebenbei noch über das große historische Schlamassel des 20. Jahrhunderts.

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LeGrip

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Bewertung9.0Herausragend

Genial! Die „Doku“ ist so gut gemacht, dass mein Vater - mit dem ich mir den Film angesehen habe - nach einer halben Stunde gefragt hat: „Sach mal, von dem Typen hab' ich noch gar nichts gehört und wieso sieht er Woody Allen so ähnlich?“. Gut, das spricht nicht unbedingt für meinen Vater aber auf jeden Fall für den Film :o)

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notsch

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine weitere Variation des allenschen Neurotikerthemas...dieses Mal bekommen wir seinen Leidensweg in Form einer Mockumentary serviert...Archivaufnahmen der 20er/30er Jahre wechseln sich dabei mit auf alt gemachten Bildern ab...sowas hat man in dieser Konsequenz sicher noch nirgendwo anders gesehen, ist aber besonders am Anfang sehr unterhaltsam. Gegen Ende jedoch wird es mir doch ein bißchen zu konfus und übertrieben, dem geneigten Zuschauer bleiben die Charaktere insgesamt auch seltsam fremd...einen fiktive Doku schaut man wohl doch ein wenig anders an als einen "normalen" Film.

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holgerd

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vorgemerkt

Was für ein geiler Trailer. Den Film muss ich sehen!

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filmbaum

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Haste im TV knapp verpasst, lief gerade im Rahmen der Woody-Rückschau auf 3SAT. Im Gegensatz zu anderen merklich gealterten Filmen ("Schatten und Nebel" etwa, aber auch "Hannah und ihre Schwestern") ist dieser ungewöhnlichste Allen-Film auch sein zeitlosester.


strangelet

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Umsetzung von Leonard Zeligs Geschichte als Mockumentary ist natürlich ganz großartig gelungen, insbesondere dank der Gastauftritte von Leuten wie Susan Sontag oder Bruno Bettelheim. Wenn man nicht aufpasst, kann man direkt in Versuchung kommen, den ganzen Quatsch zu glauben. Das muss man schon anerkennen.

Aber davon abgesehen erreicht Allen mit "Zelig" kaum jemals den künstlerischen Standard, den man von ihm erwartet. Die Story ist zwar schön abstrus, aber gerade die formale Spielerei mit dem ernsthaften dokumentarischen Stil lässt natürlich kaum noch Raum für Allens brillanten und tiefsinnigen Humor. Weil der Film aber ganz zweifellos in humoristischer Absicht gedreht wurde, werden wir stattdessen mit ein paar Albernheiten abgespeist, und das ist für einen Allen dann doch ein bisschen wenig.

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Pardus

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Bewertung10.0Herausragend

wieder mal ein interessantes woody allen szenario. bis jetzt auch einer meiner favoriten von ihm. konnt mich nicht recht entscheiden ob ich die lustigen passagen(richtung slapstick) wirklich passend finde, angesichts eines doch ernsten hintergrundes, der hinter leonard zeligs verwandlungskünsten steckt. aber wahrscheinlich macht gerade das diesen dokumentarischen film aus... auf jeden fall einzigartig (wie woody allen selbst)

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Kubrick_obscura

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Bewertung9.0Herausragend

Experimenteller Woody-Allen-Film, der mir persönlich am meisten gefällt.

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