ThomasBenle

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute-Laune-Film aus Frankreich, dem das Kunststück gelingt, aus einem schon in wenigen Sätzen zusammengefassten Drehbuch ein Maximum an Vergnügen zu quetschen und der dabei auch nach 112 Minuten keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Das ist vor allem der Verdienst Omar Sys, der mit seiner enormen Präsenz, Energie und Ausstrahlung den Film fast im Alleingang trägt. Keine Frage: Sy ist der heimliche Star dieses Films – und das völlig verdient! Der charmante, zu keiner Zeit klamottige Humor, der grandiose Soundtrack und die gekonnt ruhige Kamera tun ihr übriges:„Ziemlich beste Freunde“ ist allerbestes Unterhaltungskino - in Reinstform.

Das ist zugleich aber auch die größte Schwäche des Films, denn es zwingt ihn zur Vereinfachung. Egal, ob es um das Thema Behinderung, Rassismus oder soziale Unterschiede geht, wenn es droht wirklich unangenehm zu werden, macht „Ziemlich beste Freunde“ alle Schotten dicht. Das ist zwar einerseits völlig in Ordnung, weil ganz offensichtlich nicht Ziel des Films und Genres an sich, andererseits aber auch schade, weil hier etwas mehr Mut zur Aussage den Film tatsächlich zu dem „Meisterwerk“ gemacht hätte, als dass man ihn uns jetzt zu verkaufen versucht.

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