Wenn Fincher sich nur seine überstylten Spielereien kneifen könnte, wäre Zodiac wirklich sein bester Film. Das Drehbuch ist solide, die Schauspieler machen einen guten Job - auch wenn Gyllenhaal genauso austauschbar durch diesen Film rennt, wie durch seine sonstigen Filme.
Doch der Digi-Kamera-Look und die deutlich erkennbaren CGI-Shots, die Stadtaufnahmen und die am Rechner zusammengepuzzleten Straßenszenen reißen immer wieder aus Handlung. Obendrein ist es nicht leicht über 2.5h Spannung zu halten bei einem Fall von dem jeder weiß, das der Mörder nie zweifelsfrei gefunden wurde.
Dank der ermüdend detailverliebten Schilderung der Ermittlungen, schleicht sich über die lange Laufzeit des Directors Cut immer wieder Langeweile ein, vor allem dann wenn Fincher versucht das Privatleben seiner Protagonisten zu schildern. Denn Gefühle und Nuancen liegen ihm so gar nicht, Emotionen und das Innenleben seiner Figuren inszeniert er stets plakativ und mit grobem Pinselstrich. Ein Film der trotz der hochspannenden Prämisse extrem unspannend ist - sich dabei aber dauernd selbst beglückwünscht wie akurat er jede Hutnadel und jede Büroklammer nachrecherchiert hat.
Weniger Augenmerk auf technische Finessen, supertolle Ausstattung und Fancy-Kamerafahrten und mehr Interesse für seine Figuren und Spannung würden dem Film sehr gut tun. Milk hat vorgemacht wie realistisch und glaubwürdig ein Film aussehen kann, der in den 70ern spielt und wahre Begebenheiten als Grundlage hat. Doch dafür müsste Fincher den Werbeclipregisseur mal zugunsten der Geschichte im Zaum halten. The Gray Man hat erst jüngst bewiesen, wie spannend ein Serienkiller-Film sein kann, der sich an die Fakten hält.
Zwei Elemente des Thrillers sind herausragend: einerseits die atmosphärisch dichte Inszenierung der 70er-Jahre, andererseits die von Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards und Robert Downey Jr. angeführte Besetzung, die sich ganz in den Dienst der Handlung stellt.
"Zodiac" ist ein guter Thriller mit Längen. Wer sich dessen bewusst ist und sich auf so einen Film einlassen kann, macht mit dem neueste Film von David Fincher nicht viel verkehrt.
Leider versucht Zodiac zu sehr an den wahren Ereignissen zu bleiben. Die auf fast 160 Minuten Spielzeit ausgewälzte jahrzehntelange Detektivarbeit ermüdet mehr als alle Dirty Harry Filme am Stück. Und am Ende wird die Geduld noch nicht einmal belohnt, sondern eher noch weiter strapaziert. Einzig die visuell beeindruckende und aufwändige Produktion bleibt bis zum Schluß sehenswert, aber für zweieinhalb Stunden ist das zu wenig.
Der neue Fincher-Minimalismus beginnt bereits im Vorspann, der Woody Allen-Qualität besitzt. Hier ist nix mehr mit einstimmenden Kleinkunstwerken. Auch Finchers markante Kamera hält sich vornehm zurück - leider. Zwar schimmert der gesamte Film in geschmeidigen Bildern, aber von einer originellen Optik zeugen lediglich zwei, drei Eyecandys, der Rest ist Autopilot.
Die Akribe, mit die der Fall aufgerollt wird, ist schon beeindruckend. Das Skript verpackt geschickt seine Informationen und vermeidet durch konstantes Nachlegen - größtenteils - Durchhänger, auch auf Kosten der Figuren, deren private Konflikte nur angerissen werden. Bei der Ausstattung wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet, man versinkt problemlos in den 60ern und 70ern, aber es macht mich alles nicht satt.
Fincher vollzieht eine sichtliche Kehrtwende von seinen vorherigen Produktionen und wird damit fast beliebig. Sicherlich ist der Stilist immer noch überdeutlich, aber er nimmt sich so sehr zurück, das ich es bedauernswert finde. Bleibt zu hoffen, das seine Erzählkino-Experimente im Rahmen bleiben und wieder innovatives Thriller-Kino serviert, das Spannung bietet bzw. über das Runterbeten von Fakten hinauskommt.
"Zodiac" ist trotz allem zweifelsohne ein guter Film! Fincher inszeniert mit viel Courage und großer Liebe zur Story, aber die teilt halt nicht jeder...
Das „Look and Feel“ des Films versetzt einen bereits vor Filmbeginn in die End-60er: schon die eingeblendeten Logos des Filmverleihs scheinen aus einem alten Archiv zu kommen und bestechen durch leicht verwaschene Farben. Während Gyllenhaal die ganze Zeit aussieht, wie Gyllenhaal nun mal aussieht, könnte Ruffalo tatsächlich einer „Kojak“-Folge entsprungen sein. Wäre die Bildqualität nicht doch ein wenig besser als in Originalfilmen aus den 70ern, so könnte man fast meinen einen alten Film zu sehen.
Über zweieinhalb Stunden benötigt Fincher für die Geschichte eines Serienkillers, der in San Francisco mordet. Eine wahre Geschichte und Fincher liebt scheinbar den Stoff. Wie die Protagonisten ist er besessen: Zuviel Detailtreue und Leerlauf sowie eine schablonenhafte Charakterentwicklung führen zum unweigerlichen Auf-die-Uhr-schauen-im-dunklen-Kinosaal.
Noch ein Zodiac-Film und dann ist er auch noch zweieinhalb Stunden lang! Diesmal ist David Fincher unterwegs die Luft ausgegangen. Das Drehbuch hat auch einige Macken: man fragt sich, wer ermittelt hier wirklich: Polizisten oder Journalisten? Und dann springt auch noch Robert Downey jr. ganz ab und wir stehen im Regen. Wir werden mit Schnipseldetails der Ermittlung überhäuft bis zum Abwinken. Gegen Ende kommt dann noch so ein ’Schweigen-der-Lämmer’-Feeling im Keller eines Verdächtigen auf, was die Spannung wieder etwas anheizt und dann erfahren wir im Nachspann Ernüchterndes. Wir haben uns vergebens bemüht zu folgen. Und interessiert es dann wirklich noch, was den einzelnen Ermittlern danach privat passiert ist? Dienst frustriert quittiert, zu Tode gesoffen, Ehe gescheitert etc. Ist zwar tragisch, bringt aber letztlich wenig. Wie der deutsche Untertitel besagt: es ist nur ’Die Spur des Killers’ und die führt ins Nichts.
Die erste Stunde ist Stationen und Taten abklappern, danach kommt der Film in Schwung. Etwas geraffte Handlung und mehr Konzentration auf die Charaktere hätte dem Film gut getan.
Hab mir vor kurzem eine weitere Sichtung, diesmal auf DVD, gegeben. Und auch wenn Zodiac nicht als Killer-Thriller à la Se7en daherkommt, weiß er dank der intelligenten Inszenierung ohne Probleme über die vollen 2 1/2 Stunden zu fesseln. Kamera, Schnitt und Ton sind äußerst großartig, der Soundtrack ebenfalls (Hurdy-gurdy-gurdy... lalallaaaa) und schauspielerisch bekommt man hier auch Bestes geboten.
Zodiac erfindet vielleicht kein Genre neu, so wie einst Fight Club oder eben Sieben, aber er ist ein äußerst intelligentes Charakterdrama mit (intensiven!) Spannungsmomenten. Mag ich sehr.
Mittelmäßiger Thriller, der mit enormen Längen daherkommt, aber mit gut agierenden Schauspielern aufwartet. Krankt nicht zuletzt daran, dass man von Fincher nun immer solche Meisterwerke wie "Fight Club" erwartet... Ist allerdings verglichen mit so inhaltlosen Mist wie "Panic Room" eine regelrechte Rehabilitation.
Sehr entäuschend dieser Film, nicht die Darsteller, die bemühen sich ja noch, nein die Handlung. Nach 162 Minuten ist man eigentlich entäuscht für die Zeit die man Sinvoller benutzen hätte können.
Eine packende Kriminalgeschichte von einem der besten Regisseure unserer Zeit. Was kann man da schon anderes erwarten, als ein absolutes Meisterwerk - und genauso das ist es!
Die Darsteller laufen allesamt zu Höchsformen auf. Besonders erwähnt werden soll hier das Spiel von Gyllenhaal und Downey Jr. - Beide stellen Ihren Charakter perfekt dar.
Außerdem großartig ist die Atmosphäre und die schön anzuschauenden Schauplätze. Hier haben Fincher und sein Team wirklich ganze Arbeit geleistet.
Alles in allem also ein wirklich durch und durch gelungener Film der zwar mit seinen 157 Minuten recht lang ist, jedoch von Anfang bis Ende fesselt und zu keiner Zeit auch nur den Anschein von Langeweile aufkommen lässt.
genau so sehe ich das auch.
fesselnd.und weil das ganze tatsächlich passiert ist, ist es meiner meinung nach noch viel tiefgründiger,als der film ohnehinschon ist.
Oh - mein - Gott.
Nach so einer Liste an bekannten und guten Schauspielern, wie auch einer spannenden Thematik, hatte ich mit einem fesselndem Film gerechnet.
Leider ist er einfach nur langweilig, langatmig und anstrengend.
Ich habe den Film damals mit zwei Freunden angesehen - beide sind eingeschlafen. Ich selbst konnte mich nur mit Mühe wach halten.
Du wirst Recht haben, noch hat der Film ne 8,0 bei mir - obwohl ich den ziemlich lahm fand - deshalb werte ich gleich mal stark ab. ;) Spannung kommt wirklich keine auf, und die Darsteller überzeugen auch nicht sonderlich. Vorallem gefiel mir Jake Gyllenhaal als Vater nicht, das nahm ich ihm überhaupt nicht ab (wobei ich Jake nur in "October Sky" und "Donnie Darko" wirklich toll fand - danach nicht mehr sonderlich).
"Zodiac" ist David Fincher nicht so gut gelungen, wie "Sieben" oder "Fight Club".
Der Film ist zwar spannend, und für das Ende kann Fincher wohl nichts, da angeblich wahre Begebenheit...
Atmosphärische und spannende Jagd nach einem Serienmörder nach wahren Begebenheiten. Zwischendurch hätten auch 15 Minuten fehlen können, aber dennoch sehr sehenswert.
einschläfernd! es bleibt unverständlich, wieso dieser schwache film auch noch so lang werden musste. gefühlte drei stunden für nichts und wieder nichts. der film geht sowas von nicht auf, spätestens nach einer stunde wird es mörderisch (haha) öde
Das was Fincher aus diesem Film herausgeholt hat ist einfach nur beeindruckend. Ihm ist es gelungen eine so dichte und beängstigende Atmosphäre zu schaffen, die auch mit ihrer extremen nähe zu den Morden die zu den realistischsten Darstellungen zählen die je gezeigt wurden, auch einen Laufzeit von fast 3 Stunden nie langweilig werden lässt.
Aber auch mit seinen wunderbaren Kamerafahrten, der liebe zum Detail und auch die nähe zum Fall selbst, behält er stetig die Kontrolle ohne sich dabei in die Karten schauen zu lassen. Selbst die Wahl und die Leistung der Schauspieler, konnte sich nicht besser in den Film einfügen.
Es ist ein sehr intensives Erlebnis, ein starker Thriller der es sogar schafft einem das Blut in den Adern zu gefrieren!
Ich bin mir etwas unschlüssig bei dem Film: Einerseits hat er was. Er ist bedrückend und man kann Angst und Wahnsinn (v.a. auch des Journalisten) nachvollziehen. Aber andererseits zieht er sich und man weiss ja vorher schon, dass das Ende unbefriedigend sein wird. Ich kann mich nicht entscheiden....
Eine meisterhafte Verbrechersuche von David Fincher, die trotz der gestandenen Laufzeit nie Langeweile aufkommen lässt. Ein grandioser Schluss, der einen weiten Bogen zum Anfang schlägt, rundet dieses Filmerlebnis gekonnt ab.
Ein sehr guter David Fincher Film, wurde zwar in der Preese etwas runtergemacht, aber bei mir dürfen Filme gerne etwas länger gehen, vor allem wenn sie so ruhig und kraftvoll dahinfließen. Denn Kraft hat der Film, er ist nicht überladen und wirkt niemals gekünstelt, er erzählt eine wahre Geschichte, spannend und authentisch, hilflos fühlt man sich am Ende und merkt, ja so ist halt das normale Leben.
Auch zu empfehlene David Fincher Filme:
Fight Club, Sieben, Panic room, The Game, Alien 4
Basierend auf den Romanen des Robert Graysmith (‚Zodiac‘ und ‚Zodiac Unmasked‘) ist David Finchers Film vor allem als detailüberbordendes Portrait einer Ära ein wahres Meisterstück. Was hier in Sachen Art Direction, Set- und Kostümdesign zu einem peniblen Abbild vergangener Zeiten kombiniert wird ist wahrlich phänomenal. Damit sichert sich der Film über die komplette Laufzeit von über zweieinhalb Stunden einen gewichtigen Faktor, der bereits ohne Einbezug von Charakteren und Handlung zu fesseln weiß. Erfreulich jedoch (von einem Regisseur seiner Klasse aber auch nicht anders erwartet), dass sich Fincher nicht allein auf diese ausstatterische Großkalibrigkeit verlässt.
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Die Geschichte des Falles Zodiac ist eine weitestgehend bekannte und Finchers filmische Aufarbeitung nicht die erste. Dennoch gelingt ihm ein Ansatz, der im Genre des Serienkiller-Thrillers einen wahrscheinlich ähnlich tiefen Eindruk hinterlassen wird wie seinerzeit ‚Sieben‘, wobei ‚Zodiac‘ aber wohl ungleich weniger Nachahmungstäter nach sich ziehen dürfte. Denn im Gegensatz zum Referenzwerk ‚Sieben‘, der eine Unmenge an neuen Standarts und Blaupausen einführte, liefert ‚Zodiac‘ so gut wie nichts formelhaftes, dass sich mit ähnlicher Leichtigkeit übernehmen ließe. Zum einen, weil sich die Merkmale des Films als so ausgereift und ausgereizt offenbaren, dass eine Steigerung kaum möglich scheint und alles andere bloß pures Plagiat wäre. Zum anderen, weil eine solche Steigerung auch kaum gewollt sein kann, da sie in Proportionalität zum Schwund an Publikumsfreundlichkeit zu sehen wäre. Denn da macht es einem schon ‚Zodiac‘ selbst nicht leicht.
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In der ersten Hälfte wirkt der Film wie ein visualisiertes Protokoll, die Szenenfolge hastet teils völlig entfesselt voran und jede Sequenz, manche nur Sekunden lang, wird mit Datums- und Ortsangabe versehen. Da dies (zumindest in diesem Detailreichtum) nicht unbedingt von Relevanz ist und auch in der Wahrnehmung nicht über Randnotizenstatus hinausgelangt, könnte man Fincher hier Übertreibung unterstellen. Doch gerade durch die spätere Akribie, in der sich die Figur des Robert Graysmith verliert, wirken die fortlaufenden Datierungen absolut konsequent und können bei einem zweiten Ansehen der Nachvollziehbarkeit helfen. Unterbrochen wird das Schema des investigativ-protokollierten Vorgehens der Polizisten und Journalisten durch die Auftritte des Killers. Was Fincher hier aufbietet, widerspricht jeder Routine einer genreinternen Dramaturgie, bei der die Auftritte des Mörders und seine Taten zumeist als selbstgefälliges Spektakel dargestellt werden. Fincher reduziert hier die Szenerie, die Kamera steht still und wechselt zwischen intensiven Nah- und atmosphärischen Weitwinkelaufnahmen und das Geschehen erstarrt fast zu einer Ruhe, durch die eine bedrückende und eingängige Bedrohlichkeit transportiert wird. Das unweigerliche Passieren der Morde, auf die dieser grandiose Aufbau hinausläuft, gewinnt so ungemein an Schrecken und Kaltblütigkeit, ohne dass reißerische Blutbäder und überzogene Gewaltakte nötig wären. Dafür, mit einem solchen Maß vermeintlicher Schlichheit eine solche Intensität zu erzeugen, gebührt David Fincher ein riesiges Lob.
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In der zweiten Filmhälfte verschiebt sich die Dramaturgie. Die Zeitsprünge werden größer und finden weniger häufig statt, die Handlung zentriert sich auf Jake Gyllenhaal als Graysmith. Bis auf einen weiteren Brief tritt der Killer nicht mehr in Erscheinung. Wo vorher die hektische Betriebsamkeit eines aufgescheuchten Ensembles herrschte, wird der Film nun beinahe zum intimen Portrait eines Besessenen. Ab einem gewissen Punkt des Niederkämpfens dieses sich auftürmenden Indiziendschungels droht der Film kurz, ins Ermüdende abzudriften, setzt dann aber beim Aufeinandetreffen von Graysmith und eines vermeintlichen Bekannten des Mörders gerade rechtzeitig einen Spannungshöhepunkt. Neben dem weiterhin exorbitant hohen Niveau der Schauwerte sind es vor allem die Schauspieler, die einen Spannungsabbruch verhindern. Die Obsession, die sich in Gyllenhaals anfänglich zaghaftes, peripheres Spiel schleicht, liefert das im Grunde spannendste Element des Films und wird vom 28jährigen in einer tollen, pointierten Leistung herausgearbeitet. Ebenso gefällt Mark Ruffalo als Polizist Toschi, der in Graysmith eine letzte, verzweifelte Möglichkeit sieht, für sich selbst einen Ausweg aus den Zodiac-Ermittlungen zu finden. Robert Downey jr., Anthony Edwards und John Carroll Lynch als Tatverdächtiger leisten beeindruckende, ausdifferenzierte Arbeit, abgerundet von grandiosen Nebendarstellern, wie Philip Baker Hall oder Brian Cox.
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(komplette Review siehe http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=467011216)
Irgendwie ist der kleine Bruder des Films "Der Zodiac-Killer" von 2005 atmosphärischer und spannender. Einzig die kurze Szene, als die Transamerica-Pyramid im Zeitraffer gebaut wird, blieb mir positiv im Gedächtnis.
3x zu lang:
Zu langatmig, zu langweilig, zu langsam.
Überschätzter Film, der durch Ausuferung Anspruch inpliziert.
Als Recherche zu ungenau, als Thriller zu lasch, als Sittenportrait zu unpointiert.
naja ich fand die langatmigkeit garnicht sooo schlecht das hat mir bei manchen filmen oft gefehlt... doch war mir der film irgendwie zu unvollständig -.-
Fincher sagt es im Making-of: Er will dem Zuschauer die Fakten hinlegen, den Fall lösen soll er dann selbst.
Das allein ist schon sehr spannend und ich empfand es als gelungen, dass Fincher nicht mit den genreüblichen, extrem Spannung erzeugenden Elementen gearbeitet hat. Das er das sehr gut kann, hat er mit Seven eh schon hinlänglich bewiesen.
Zodiac hat für mich - analog zum Fall - etwas schwer Greifbares und Faszinierendes, so dass ich ihn mir schon viermal angesehen habe.
@Ortega
Die Indizien zeigen aber recht klar auf, wer höchstwahrscheinlich der Täter war, auch wenn es scheinbar einen Gegenbeweis gibt.
Bei dem Fernsehfilm "Der Zodiac Killer", den ich weniger interessant fand, hatte ich es aber nicht so klar in Erinnerung.
Ist die Fastaufklärung somit Filmfiktion oder Tatsache ?
David Fincher und Thriller. Mehr muss man da nicht sagen, wieder einmal eine Spitzenarbeit von Fincher. Unspektakulärer und ruhiger als andere seiner Werke, deshalb aber nicht unbedingt schlechter.
Hmm, keine Action, keine Schock-Momente, nicht allzu viel Brutalität...das alles kann man über den Film sagen.
Ist er deswegen langweilig ?
Nein, eben diese Eigenschaften machen den Film besonders und lassen ihn aus der Menge ragen, raus aus dem Kino von Übermorgen, welches aus Action, wilden Schnitten und Brutalität und Coolness nur so strotzt...rein in das Old-School-Lichtspielhaus.
Wr einen typischen David Fincher Film erwartet wird mit hoher Wahscheinlchkeit enttäuscht, er trägt nur noch eine sehr subversive Note von ihm.
Er ist nicht so reißerisch wie "Sieben", nicht so brutal wie "Fight Club" und leider auch nicht so spannend wie "Panic Room" oder "The Game". Was den Film vor allem empfehlendswert macht sind seine Darsteller.
Sie spielen ihre Rolle gut und überzeugen in ihrer manischen Art vollends.
Was interessant ist, ist die Tatsache dass der Täter im gesamten Film nicht zu sehen ist, zumindest nicht offiziell, innoffziell ist er es evtl., das ist aber dem Zuschauer überlassen ob er ihn nun "sehen will" oder nicht.
Der Film ist ein Krimi, auf das sollte man sich eben einlassen, allein die Nachforschungen und Spurensuche nach dem Killer bestimmen den Film.
Doch mit der letzten Szene bekommt der Zuschauer doch die Erlösung nach der er sich ersehnt hatt.
Was dass ist will ich natürlich nicht verraten.
Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Film, den man aber nur mit ein wenig Sitzfleisch genießen sollte, außerdem dient der Film in erster Linie nicht zwangsläufig der Unterhaltung.
Der Regisseur macht den Standpunkt des Filmes selbst klar indem er sagt „Eigentlich ist das gar kein Serienkiller-Film, sondern eine Zeitungsgeschichte“ und genauso ist es, aber zugegebenermaßen ist es eine ziemlich fesselnde Zeitunggeschichte.
Die Spannung findet aber im Kopf statt, in einem normalen Thriller z.B. besteht die Spannung dadurch ob der Held stirbt oder "erwischt" wird. Eine solche Grundlage kann es im Film nicht geben und genau dass zeigt der Film seinen Genre-Freunden...es muss nicht immer eine Destruktions-Orgie sein oder ein Gewalt-Porno wie die SAW-Reihe.
Vielmehr wird in diesem Film das Altmodische groß geschrieben und das ist gut so.
Kritiker — Sehenswert 7.5
Der Film Zodiac - Die Spur des Killers wurde von 31 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Wenn Fincher sich nur seine überstylten Spielereien kneifen könnte, wäre Zodiac wirklich sein bester Film. Das Drehbuch ist solide, die Schauspieler machen einen guten Job - auch wenn Gyllenhaal genauso austauschbar durch diesen Film rennt, wie durch seine sonstigen Filme.
Doch der Digi-Kamera-Look und die deutlich erkennbaren CGI-Shots, die Stadtaufnahmen und die am Rechner zusammengepuzzleten Straßenszenen reißen immer wieder aus Handlung. Obendrein ist es nicht leicht über 2.5h Spannung zu halten bei einem Fall von dem jeder weiß, das der Mörder nie zweifelsfrei gefunden wurde.
Dank der ermüdend detailverliebten Schilderung der Ermittlungen, schleicht sich über die lange Laufzeit des Directors Cut immer wieder Langeweile ein, vor allem dann wenn Fincher versucht das Privatleben seiner Protagonisten zu schildern. Denn Gefühle und Nuancen liegen ihm so gar nicht, Emotionen und das Innenleben seiner Figuren inszeniert er stets plakativ und mit grobem Pinselstrich. Ein Film der trotz der hochspannenden Prämisse extrem unspannend ist - sich dabei aber dauernd selbst beglückwünscht wie akurat er jede Hutnadel und jede Büroklammer nachrecherchiert hat.
Weniger Augenmerk auf technische Finessen, supertolle Ausstattung und Fancy-Kamerafahrten und mehr Interesse für seine Figuren und Spannung würden dem Film sehr gut tun. Milk hat vorgemacht wie realistisch und glaubwürdig ein Film aussehen kann, der in den 70ern spielt und wahre Begebenheiten als Grundlage hat. Doch dafür müsste Fincher den Werbeclipregisseur mal zugunsten der Geschichte im Zaum halten. The Gray Man hat erst jüngst bewiesen, wie spannend ein Serienkiller-Film sein kann, der sich an die Fakten hält.
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fko: filmsprung.ch
Zwei Elemente des Thrillers sind herausragend: einerseits die atmosphärisch dichte Inszenierung der 70er-Jahre, andererseits die von Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards und Robert Downey Jr. angeführte Besetzung, die sich ganz in den Dienst der Handlung stellt.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
"Zodiac" ist ein guter Thriller mit Längen. Wer sich dessen bewusst ist und sich auf so einen Film einlassen kann, macht mit dem neueste Film von David Fincher nicht viel verkehrt.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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Enk: Mental Savage
Leider versucht Zodiac zu sehr an den wahren Ereignissen zu bleiben. Die auf fast 160 Minuten Spielzeit ausgewälzte jahrzehntelange Detektivarbeit ermüdet mehr als alle Dirty Harry Filme am Stück. Und am Ende wird die Geduld noch nicht einmal belohnt, sondern eher noch weiter strapaziert. Einzig die visuell beeindruckende und aufwändige Produktion bleibt bis zum Schluß sehenswert, aber für zweieinhalb Stunden ist das zu wenig.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Der neue Fincher-Minimalismus beginnt bereits im Vorspann, der Woody Allen-Qualität besitzt. Hier ist nix mehr mit einstimmenden Kleinkunstwerken. Auch Finchers markante Kamera hält sich vornehm zurück - leider. Zwar schimmert der gesamte Film in geschmeidigen Bildern, aber von einer originellen Optik zeugen lediglich zwei, drei Eyecandys, der Rest ist Autopilot.
Die Akribe, mit die der Fall aufgerollt wird, ist schon beeindruckend. Das Skript verpackt geschickt seine Informationen und vermeidet durch konstantes Nachlegen - größtenteils - Durchhänger, auch auf Kosten der Figuren, deren private Konflikte nur angerissen werden. Bei der Ausstattung wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet, man versinkt problemlos in den 60ern und 70ern, aber es macht mich alles nicht satt.
Fincher vollzieht eine sichtliche Kehrtwende von seinen vorherigen Produktionen und wird damit fast beliebig. Sicherlich ist der Stilist immer noch überdeutlich, aber er nimmt sich so sehr zurück, das ich es bedauernswert finde. Bleibt zu hoffen, das seine Erzählkino-Experimente im Rahmen bleiben und wieder innovatives Thriller-Kino serviert, das Spannung bietet bzw. über das Runterbeten von Fakten hinauskommt.
"Zodiac" ist trotz allem zweifelsohne ein guter Film! Fincher inszeniert mit viel Courage und großer Liebe zur Story, aber die teilt halt nicht jeder...
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Das „Look and Feel“ des Films versetzt einen bereits vor Filmbeginn in die End-60er: schon die eingeblendeten Logos des Filmverleihs scheinen aus einem alten Archiv zu kommen und bestechen durch leicht verwaschene Farben. Während Gyllenhaal die ganze Zeit aussieht, wie Gyllenhaal nun mal aussieht, könnte Ruffalo tatsächlich einer „Kojak“-Folge entsprungen sein. Wäre die Bildqualität nicht doch ein wenig besser als in Originalfilmen aus den 70ern, so könnte man fast meinen einen alten Film zu sehen.
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alviesinger: Frankfurter Stadtkurier
Über zweieinhalb Stunden benötigt Fincher für die Geschichte eines Serienkillers, der in San Francisco mordet. Eine wahre Geschichte und Fincher liebt scheinbar den Stoff. Wie die Protagonisten ist er besessen: Zuviel Detailtreue und Leerlauf sowie eine schablonenhafte Charakterentwicklung führen zum unweigerlichen Auf-die-Uhr-schauen-im-dunklen-Kinosaal.
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Kommentare — Sehenswert 7.1
Der Film Zodiac - Die Spur des Killers wurde von 1899 Mitgliedern bewertet.
8martin 2010/02/02 10:49:39
Noch ein Zodiac-Film und dann ist er auch noch zweieinhalb Stunden lang! Diesmal ist David Fincher unterwegs die Luft ausgegangen. Das Drehbuch hat auch einige Macken: man fragt sich, wer ermittelt hier wirklich: Polizisten oder Journalisten? Und dann springt auch noch Robert Downey jr. ganz ab und wir stehen im Regen. Wir werden mit Schnipseldetails der Ermittlung überhäuft bis zum Abwinken. Gegen Ende kommt dann noch so ein ’Schweigen-der-Lämmer’-Feeling im Keller eines Verdächtigen auf, was die Spannung wieder etwas anheizt und dann erfahren wir im Nachspann Ernüchterndes. Wir haben uns vergebens bemüht zu folgen. Und interessiert es dann wirklich noch, was den einzelnen Ermittlern danach privat passiert ist? Dienst frustriert quittiert, zu Tode gesoffen, Ehe gescheitert etc. Ist zwar tragisch, bringt aber letztlich wenig. Wie der deutsche Untertitel besagt: es ist nur ’Die Spur des Killers’ und die führt ins Nichts.
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Kraizee 2010/02/02 02:20:03
Die erste Stunde ist Stationen und Taten abklappern, danach kommt der Film in Schwung. Etwas geraffte Handlung und mehr Konzentration auf die Charaktere hätte dem Film gut getan.
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dae-su 2009/12/26 21:23:13
Hab mir vor kurzem eine weitere Sichtung, diesmal auf DVD, gegeben. Und auch wenn Zodiac nicht als Killer-Thriller à la Se7en daherkommt, weiß er dank der intelligenten Inszenierung ohne Probleme über die vollen 2 1/2 Stunden zu fesseln. Kamera, Schnitt und Ton sind äußerst großartig, der Soundtrack ebenfalls (Hurdy-gurdy-gurdy... lalallaaaa) und schauspielerisch bekommt man hier auch Bestes geboten.
Zodiac erfindet vielleicht kein Genre neu, so wie einst Fight Club oder eben Sieben, aber er ist ein äußerst intelligentes Charakterdrama mit (intensiven!) Spannungsmomenten. Mag ich sehr.
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doctorgonzo 2009/11/17 13:32:01
Mittelmäßiger Thriller, der mit enormen Längen daherkommt, aber mit gut agierenden Schauspielern aufwartet. Krankt nicht zuletzt daran, dass man von Fincher nun immer solche Meisterwerke wie "Fight Club" erwartet... Ist allerdings verglichen mit so inhaltlosen Mist wie "Panic Room" eine regelrechte Rehabilitation.
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abrant 2009/10/18 15:00:37
Sehr entäuschend dieser Film, nicht die Darsteller, die bemühen sich ja noch, nein die Handlung. Nach 162 Minuten ist man eigentlich entäuscht für die Zeit die man Sinvoller benutzen hätte können.
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Pascal-93 2009/09/04 14:35:27
Einfach nur langweilig. Schade das man aus der eigentlich doch ganz interessanten Geschichte überhaupt nichts gemacht hat.
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TheJoker 2009/08/17 23:09:25
Eine packende Kriminalgeschichte von einem der besten Regisseure unserer Zeit. Was kann man da schon anderes erwarten, als ein absolutes Meisterwerk - und genauso das ist es!
Die Darsteller laufen allesamt zu Höchsformen auf. Besonders erwähnt werden soll hier das Spiel von Gyllenhaal und Downey Jr. - Beide stellen Ihren Charakter perfekt dar.
Außerdem großartig ist die Atmosphäre und die schön anzuschauenden Schauplätze. Hier haben Fincher und sein Team wirklich ganze Arbeit geleistet.
Alles in allem also ein wirklich durch und durch gelungener Film der zwar mit seinen 157 Minuten recht lang ist, jedoch von Anfang bis Ende fesselt und zu keiner Zeit auch nur den Anschein von Langeweile aufkommen lässt.
So soll Kino sein.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Ukri 2009/11/02 00:19:55
genau so sehe ich das auch.
fesselnd.und weil das ganze tatsächlich passiert ist, ist es meiner meinung nach noch viel tiefgründiger,als der film ohnehinschon ist.
Dalia 2009/08/07 23:48:20
Oh - mein - Gott.
Nach so einer Liste an bekannten und guten Schauspielern, wie auch einer spannenden Thematik, hatte ich mit einem fesselndem Film gerechnet.
Leider ist er einfach nur langweilig, langatmig und anstrengend.
Ich habe den Film damals mit zwei Freunden angesehen - beide sind eingeschlafen. Ich selbst konnte mich nur mit Mühe wach halten.
Ein Griff ins Klo - leider.
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Weltensegler 2009/08/08 03:01:12
Du wirst Recht haben, noch hat der Film ne 8,0 bei mir - obwohl ich den ziemlich lahm fand - deshalb werte ich gleich mal stark ab. ;) Spannung kommt wirklich keine auf, und die Darsteller überzeugen auch nicht sonderlich. Vorallem gefiel mir Jake Gyllenhaal als Vater nicht, das nahm ich ihm überhaupt nicht ab (wobei ich Jake nur in "October Sky" und "Donnie Darko" wirklich toll fand - danach nicht mehr sonderlich).
Tura Satana 2009/08/05 22:03:10
Zodiac ist verfilmte Langeweile und auch die guten Darsteller konnten da nichts mehr reißen.
Ich habe den Kauf einer Kinokarte noch nie so sehr bereut.
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Padden 2009/07/12 20:41:12
"Zodiac" ist David Fincher nicht so gut gelungen, wie "Sieben" oder "Fight Club".
Der Film ist zwar spannend, und für das Ende kann Fincher wohl nichts, da angeblich wahre Begebenheit...
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Caboto 2009/07/12 19:18:03
Atmosphärische und spannende Jagd nach einem Serienmörder nach wahren Begebenheiten. Zwischendurch hätten auch 15 Minuten fehlen können, aber dennoch sehr sehenswert.
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teorirum 2009/07/10 20:33:32
einschläfernd! es bleibt unverständlich, wieso dieser schwache film auch noch so lang werden musste. gefühlte drei stunden für nichts und wieder nichts. der film geht sowas von nicht auf, spätestens nach einer stunde wird es mörderisch (haha) öde
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facinus 2009/06/19 10:27:04
Das was Fincher aus diesem Film herausgeholt hat ist einfach nur beeindruckend. Ihm ist es gelungen eine so dichte und beängstigende Atmosphäre zu schaffen, die auch mit ihrer extremen nähe zu den Morden die zu den realistischsten Darstellungen zählen die je gezeigt wurden, auch einen Laufzeit von fast 3 Stunden nie langweilig werden lässt.
Aber auch mit seinen wunderbaren Kamerafahrten, der liebe zum Detail und auch die nähe zum Fall selbst, behält er stetig die Kontrolle ohne sich dabei in die Karten schauen zu lassen. Selbst die Wahl und die Leistung der Schauspieler, konnte sich nicht besser in den Film einfügen.
Es ist ein sehr intensives Erlebnis, ein starker Thriller der es sogar schafft einem das Blut in den Adern zu gefrieren!
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MartinAusBerlin 2009/06/16 00:00:14
Insgesamt einfach zu lang.
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BiGBeN87 2009/05/13 01:16:45
Zieht bei mir nicht. Keine Ahnung warum, aber ich musste ihn abbrechen. Das war einfach zu öde und plump.
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König Leonidas 2009/05/12 13:26:56
Akribisch,bis ins kleinste Detail nachkonstruierte Geschichte über den wohl berühmtesten Serienmörder der USA..
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guggenheim 2009/04/24 11:37:28
Ich bin mir etwas unschlüssig bei dem Film: Einerseits hat er was. Er ist bedrückend und man kann Angst und Wahnsinn (v.a. auch des Journalisten) nachvollziehen. Aber andererseits zieht er sich und man weiss ja vorher schon, dass das Ende unbefriedigend sein wird. Ich kann mich nicht entscheiden....
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Muffin Man 2009/04/03 19:45:03
Eine meisterhafte Verbrechersuche von David Fincher, die trotz der gestandenen Laufzeit nie Langeweile aufkommen lässt. Ein grandioser Schluss, der einen weiten Bogen zum Anfang schlägt, rundet dieses Filmerlebnis gekonnt ab.
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stalker 2009/02/23 15:56:55
Ganz gut, mit Längen und großartigen Schauspielern. Sehenswerter und zugleich unbedeutender Film.
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ordenador 2009/02/22 21:07:33
Ein sehr guter David Fincher Film, wurde zwar in der Preese etwas runtergemacht, aber bei mir dürfen Filme gerne etwas länger gehen, vor allem wenn sie so ruhig und kraftvoll dahinfließen. Denn Kraft hat der Film, er ist nicht überladen und wirkt niemals gekünstelt, er erzählt eine wahre Geschichte, spannend und authentisch, hilflos fühlt man sich am Ende und merkt, ja so ist halt das normale Leben.
Auch zu empfehlene David Fincher Filme:
Fight Club, Sieben, Panic room, The Game, Alien 4
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ChristiansFoyer 2009/01/28 18:08:51
Basierend auf den Romanen des Robert Graysmith (‚Zodiac‘ und ‚Zodiac Unmasked‘) ist David Finchers Film vor allem als detailüberbordendes Portrait einer Ära ein wahres Meisterstück. Was hier in Sachen Art Direction, Set- und Kostümdesign zu einem peniblen Abbild vergangener Zeiten kombiniert wird ist wahrlich phänomenal. Damit sichert sich der Film über die komplette Laufzeit von über zweieinhalb Stunden einen gewichtigen Faktor, der bereits ohne Einbezug von Charakteren und Handlung zu fesseln weiß. Erfreulich jedoch (von einem Regisseur seiner Klasse aber auch nicht anders erwartet), dass sich Fincher nicht allein auf diese ausstatterische Großkalibrigkeit verlässt.
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Die Geschichte des Falles Zodiac ist eine weitestgehend bekannte und Finchers filmische Aufarbeitung nicht die erste. Dennoch gelingt ihm ein Ansatz, der im Genre des Serienkiller-Thrillers einen wahrscheinlich ähnlich tiefen Eindruk hinterlassen wird wie seinerzeit ‚Sieben‘, wobei ‚Zodiac‘ aber wohl ungleich weniger Nachahmungstäter nach sich ziehen dürfte. Denn im Gegensatz zum Referenzwerk ‚Sieben‘, der eine Unmenge an neuen Standarts und Blaupausen einführte, liefert ‚Zodiac‘ so gut wie nichts formelhaftes, dass sich mit ähnlicher Leichtigkeit übernehmen ließe. Zum einen, weil sich die Merkmale des Films als so ausgereift und ausgereizt offenbaren, dass eine Steigerung kaum möglich scheint und alles andere bloß pures Plagiat wäre. Zum anderen, weil eine solche Steigerung auch kaum gewollt sein kann, da sie in Proportionalität zum Schwund an Publikumsfreundlichkeit zu sehen wäre. Denn da macht es einem schon ‚Zodiac‘ selbst nicht leicht.
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In der ersten Hälfte wirkt der Film wie ein visualisiertes Protokoll, die Szenenfolge hastet teils völlig entfesselt voran und jede Sequenz, manche nur Sekunden lang, wird mit Datums- und Ortsangabe versehen. Da dies (zumindest in diesem Detailreichtum) nicht unbedingt von Relevanz ist und auch in der Wahrnehmung nicht über Randnotizenstatus hinausgelangt, könnte man Fincher hier Übertreibung unterstellen. Doch gerade durch die spätere Akribie, in der sich die Figur des Robert Graysmith verliert, wirken die fortlaufenden Datierungen absolut konsequent und können bei einem zweiten Ansehen der Nachvollziehbarkeit helfen. Unterbrochen wird das Schema des investigativ-protokollierten Vorgehens der Polizisten und Journalisten durch die Auftritte des Killers. Was Fincher hier aufbietet, widerspricht jeder Routine einer genreinternen Dramaturgie, bei der die Auftritte des Mörders und seine Taten zumeist als selbstgefälliges Spektakel dargestellt werden. Fincher reduziert hier die Szenerie, die Kamera steht still und wechselt zwischen intensiven Nah- und atmosphärischen Weitwinkelaufnahmen und das Geschehen erstarrt fast zu einer Ruhe, durch die eine bedrückende und eingängige Bedrohlichkeit transportiert wird. Das unweigerliche Passieren der Morde, auf die dieser grandiose Aufbau hinausläuft, gewinnt so ungemein an Schrecken und Kaltblütigkeit, ohne dass reißerische Blutbäder und überzogene Gewaltakte nötig wären. Dafür, mit einem solchen Maß vermeintlicher Schlichheit eine solche Intensität zu erzeugen, gebührt David Fincher ein riesiges Lob.
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In der zweiten Filmhälfte verschiebt sich die Dramaturgie. Die Zeitsprünge werden größer und finden weniger häufig statt, die Handlung zentriert sich auf Jake Gyllenhaal als Graysmith. Bis auf einen weiteren Brief tritt der Killer nicht mehr in Erscheinung. Wo vorher die hektische Betriebsamkeit eines aufgescheuchten Ensembles herrschte, wird der Film nun beinahe zum intimen Portrait eines Besessenen. Ab einem gewissen Punkt des Niederkämpfens dieses sich auftürmenden Indiziendschungels droht der Film kurz, ins Ermüdende abzudriften, setzt dann aber beim Aufeinandetreffen von Graysmith und eines vermeintlichen Bekannten des Mörders gerade rechtzeitig einen Spannungshöhepunkt. Neben dem weiterhin exorbitant hohen Niveau der Schauwerte sind es vor allem die Schauspieler, die einen Spannungsabbruch verhindern. Die Obsession, die sich in Gyllenhaals anfänglich zaghaftes, peripheres Spiel schleicht, liefert das im Grunde spannendste Element des Films und wird vom 28jährigen in einer tollen, pointierten Leistung herausgearbeitet. Ebenso gefällt Mark Ruffalo als Polizist Toschi, der in Graysmith eine letzte, verzweifelte Möglichkeit sieht, für sich selbst einen Ausweg aus den Zodiac-Ermittlungen zu finden. Robert Downey jr., Anthony Edwards und John Carroll Lynch als Tatverdächtiger leisten beeindruckende, ausdifferenzierte Arbeit, abgerundet von grandiosen Nebendarstellern, wie Philip Baker Hall oder Brian Cox.
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(komplette Review siehe http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=467011216)
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spanky 2009/01/18 08:47:43
Irgendwie ist der kleine Bruder des Films "Der Zodiac-Killer" von 2005 atmosphärischer und spannender. Einzig die kurze Szene, als die Transamerica-Pyramid im Zeitraffer gebaut wird, blieb mir positiv im Gedächtnis.
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patcharisma 2008/12/07 17:00:02
3x zu lang:
Zu langatmig, zu langweilig, zu langsam.
Überschätzter Film, der durch Ausuferung Anspruch inpliziert.
Als Recherche zu ungenau, als Thriller zu lasch, als Sittenportrait zu unpointiert.
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Strikerth 2009/08/05 23:00:44
naja ich fand die langatmigkeit garnicht sooo schlecht das hat mir bei manchen filmen oft gefehlt... doch war mir der film irgendwie zu unvollständig -.-
patcharisma 2009/08/06 03:42:28
Ich hab doch nichts gegen Langatmigkeit, my Dearest!^^
SteveZissou 2008/12/04 14:21:11
Ein Film, der aufgrund seiner genauen Recheche-Arbeit und seiner detailgetreuen Rekonstruktion noch lange nachwirkt....
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maslobojew 2008/12/03 11:28:22
Fincher sagt es im Making-of: Er will dem Zuschauer die Fakten hinlegen, den Fall lösen soll er dann selbst.
Das allein ist schon sehr spannend und ich empfand es als gelungen, dass Fincher nicht mit den genreüblichen, extrem Spannung erzeugenden Elementen gearbeitet hat. Das er das sehr gut kann, hat er mit Seven eh schon hinlänglich bewiesen.
Zodiac hat für mich - analog zum Fall - etwas schwer Greifbares und Faszinierendes, so dass ich ihn mir schon viermal angesehen habe.
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Iwan Goratschin 2008/11/29 17:34:42
@Ortega
Die Indizien zeigen aber recht klar auf, wer höchstwahrscheinlich der Täter war, auch wenn es scheinbar einen Gegenbeweis gibt.
Bei dem Fernsehfilm "Der Zodiac Killer", den ich weniger interessant fand, hatte ich es aber nicht so klar in Erinnerung.
Ist die Fastaufklärung somit Filmfiktion oder Tatsache ?
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Trevedas 2008/11/15 13:11:13
David Fincher und Thriller. Mehr muss man da nicht sagen, wieder einmal eine Spitzenarbeit von Fincher. Unspektakulärer und ruhiger als andere seiner Werke, deshalb aber nicht unbedingt schlechter.
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Acry 2008/10/27 19:50:24
Etwas weniger Länge hätte dem Film schon gut getan, sonst aber gute Arbeit von den Schauspielern sowie David Fincher.
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Ortega Lorre 2008/10/23 14:22:02
@Mr.Lee
Dann weißt du aber mehr als der Rest der Welt.
Nie ist klar geworden wer der Mörder war, der Film beantwortet das auch nicht.
Ich finde dass dieser Film eine der besten amerikanischen cineastischen Beschäftigungen mit dem Serienkiller-Phänomen ist.
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M_A_X 2008/10/02 04:39:27
Hmm, keine Action, keine Schock-Momente, nicht allzu viel Brutalität...das alles kann man über den Film sagen.
Ist er deswegen langweilig ?
Nein, eben diese Eigenschaften machen den Film besonders und lassen ihn aus der Menge ragen, raus aus dem Kino von Übermorgen, welches aus Action, wilden Schnitten und Brutalität und Coolness nur so strotzt...rein in das Old-School-Lichtspielhaus.
Wr einen typischen David Fincher Film erwartet wird mit hoher Wahscheinlchkeit enttäuscht, er trägt nur noch eine sehr subversive Note von ihm.
Er ist nicht so reißerisch wie "Sieben", nicht so brutal wie "Fight Club" und leider auch nicht so spannend wie "Panic Room" oder "The Game". Was den Film vor allem empfehlendswert macht sind seine Darsteller.
Sie spielen ihre Rolle gut und überzeugen in ihrer manischen Art vollends.
Was interessant ist, ist die Tatsache dass der Täter im gesamten Film nicht zu sehen ist, zumindest nicht offiziell, innoffziell ist er es evtl., das ist aber dem Zuschauer überlassen ob er ihn nun "sehen will" oder nicht.
Der Film ist ein Krimi, auf das sollte man sich eben einlassen, allein die Nachforschungen und Spurensuche nach dem Killer bestimmen den Film.
Doch mit der letzten Szene bekommt der Zuschauer doch die Erlösung nach der er sich ersehnt hatt.
Was dass ist will ich natürlich nicht verraten.
Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Film, den man aber nur mit ein wenig Sitzfleisch genießen sollte, außerdem dient der Film in erster Linie nicht zwangsläufig der Unterhaltung.
Der Regisseur macht den Standpunkt des Filmes selbst klar indem er sagt „Eigentlich ist das gar kein Serienkiller-Film, sondern eine Zeitungsgeschichte“ und genauso ist es, aber zugegebenermaßen ist es eine ziemlich fesselnde Zeitunggeschichte.
Die Spannung findet aber im Kopf statt, in einem normalen Thriller z.B. besteht die Spannung dadurch ob der Held stirbt oder "erwischt" wird. Eine solche Grundlage kann es im Film nicht geben und genau dass zeigt der Film seinen Genre-Freunden...es muss nicht immer eine Destruktions-Orgie sein oder ein Gewalt-Porno wie die SAW-Reihe.
Vielmehr wird in diesem Film das Altmodische groß geschrieben und das ist gut so.
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