"Zodiac" taucht ab in die 60er und 70er Jahre, sieht nach 60er und 70er Jahre aus, fühlt sich auch so an, ist 60er und 70er Jahre, mit jeder Kameraeinstellung, mit jedem Pinselstrich, jeder Geste hüben wie drüben. Um eine(mehrere) Epoche(n) samt ihrer politischen wie wirtschaftlichen Zerwürfnisse nachzustellen, braucht Fincher keine Hektik, er entzieht der Hektik stattdessen ihre Grundlage, wenn er geschmeidig, aber nicht minder virtuos zur langen Einstellung greift. Reißerische Effekte existieren nicht, Pessimisten sagen, Fincher wäre sanfter geworden, Optimisten, er wäre reifer. Der Film wurde komplett in HD abgefilmt, und obwohl alle Farben einer starken Verfremdung unterliegen, wirkt die Farbgebung authentisch, warme, erdige, orange-grüne Töne der Ungezwungenheit treffen düstere, verstörende, mausgraue der Tristesse. Nur gelegentlich verlässt Fincher die Ebene des verschachtelten Drehbuchs James Vanderbilts, des reinen Geschichtenerzählens also, um es künstlerisch…
"Zodiac" taucht ab in die 60er und 70er Jahre, sieht nach 60er und 70er Jahre aus, fühlt sich auch so an, ist 60er und 70er Jahre, mit jeder Kameraeinstellung, mit jedem Pinselstrich, jeder Geste hüben wie drüben. Um eine(mehrere) Epoche(n) samt ihrer politischen wie wirtschaftlichen Zerwürfnisse nachzustellen, braucht Fincher keine Hektik, er entzieht der Hektik stattdessen ihre Grundlage, wenn er geschmeidig, aber nicht minder virtuos zur langen Einstellung greift. Reißerische Effekte existieren nicht, Pessimisten sagen, Fincher wäre sanfter geworden, Optimisten, er wäre reifer. Der Film wurde komplett in HD abgefilmt, und obwohl alle Farben einer starken Verfremdung unterliegen, wirkt die Farbgebung authentisch, warme, erdige, orange-grüne Töne der Ungezwungenheit treffen düstere, verstörende, mausgraue der Tristesse. Nur gelegentlich verlässt Fincher die Ebene des verschachtelten Drehbuchs James Vanderbilts, des reinen Geschichtenerzählens also, um es künstlerisch zu verpacken. Den Bau eines Gebäudes zeigt der Regisseur im Zeitraffer, Jahre werden durch Schwarzbilder überbrückt oder etwa direkt eingeleitet, Zeitungsausschnitte schweben im Raum, perfektioniert mit David Shires punktgenauer Musikumrahmung aus zeitgenössischen Songs.
Gegenüber Finchers sonstigen Werken, die zwar ebenfalls fest verankerte Genreregeln subversiv außer Kraft zu setzen versuchten, sich aber merklich diesen annahmen, demontiert Fincher mit "Zodiac" die Mechanismen des Genres vollständig, indem er sie bar jedweder audiovisuellen Überspitzung (Ausnahmen: siehe oben) im, fast könnte man sagen, antiquierten Erzählkino neu zu verhandeln weiß. Der Vergleich mit dem thematisch verbrüderten "Sieben" scheint derweil nicht weit hergeholt – beide Filme schauen den sukzessive abgewirtschafteten Ermittlern über die Schulter, wie sie einen neurotischen Killer jagen und dabei ihre Identität verlieren. Wo "Sieben" allerdings religiöse Gründe für des Täters Motiv in einem tristen Moloch ausbuchstabiert, verdichtet Fincher in "Zodiac" das Leitthema des namenlosen Schreckens auf die Narrative. Die Identitätslosigkeit des Serienmörders im Mikrokosmos dient als gesellschaftliches Angstsurrogat im Makrokosmos. Fast gelangweilt spult Fincher die Verbrechen in den ersten Minuten ab, es ist somit anzunehmen, dass er den Voyeurismus des von ihm in die Postmoderne herüber geschleppten Serienkillerfilms in seine Einzelteile zerlegt und ihn wieder zu seinen Ursprüngen führt, dort wo sich alles noch im Kopf formte, im Schatten, die Grausamkeit, das Leid, natürlich auch die Angst.
Das Analysieren des eigenen Eingeständnisses, dass man genau weiß, dass man nichts weiß, obwohl man weitermachen gedenkt, führt bei Fincher zum Verfall der Seele, weil er alle Rätsel, mit denen sich die Ermittler auseinandersetzen müssen, irgendwann in deren Kopf zu stark festbeißen, sich zu einer Besessenheit auswachsen, sie mürbe machen. Er transferiert die Denksportaufgaben des Phantoms mit den ominösen Zeichen in die Hirne der ihm hinterher Jagenden, in der Hoffnung, wenigstens eine davon zu lösen. Das Verwirrspiel liefert also nicht nur per se Zodiac, das grundlegende Verwirrspiel rattert allein im Kopf derer vor sich hin, die Getriebene ihrer eigenen Motive geworden sind. Überhaupt hat der Film allerhöchstens triviale Gestalten mit klassischem Genrekino gemein – von Recherchen, Journalisten, der Polizei, dem Ermitteln ist da selbstverständlich die Rede. Allerdings spielt bei Fincher letzteres die denkbar wichtigste Rolle. Ihm geht es nicht darum, den Killer aus Rache notgedrungen zu jagen, sondern das entfesselte Nachbohren, Dechiffrieren und Eruieren als eine Art persönlichen Zwang zu verstehen, der – scheinbar – Erlösung bedeuten könnte.
Dies ist es hauptsächlich: Erwartungen infolge einer Herangehensweise zu untergraben, die für den Regisseur, aber auch sein Publikum befremdlich erscheinen mag. Fincher inszeniert Vignetten, Ereignisse, Situationen, Randnotizen, Expeditionen mit dem kühlen Blick eines Mechanikers auf ein Zahnrad aus unzähligen Einzelteilen, die niemals uneingeschränkt zusammenpassen werden. Er richtet nicht, er schaut, dokumentiert, begleitet, er begleitet Personen durch Jahrzehnte der Stadien der Angst, sie kommen und verschwinden wieder, die Codebilder, die Personen, die sie nicht knacken. Der einschlagende Knall – wie in "Sieben" – wird genauso unerreichbar bleiben wie ihr omnipräsentes Gespenst, das undurchschaubare Kreuzworträtsel namens Zodiac.
Warum? Die Punkte insgesamt sprechen doch für sich.^^ Wenn es ein Regisseur darüber hinaus schafft, einen persönlichen Lieblingsfilm zu kreieren, dann bin ich automatisch Fanboy, ob ich will oder nicht, unabhängig davon, dass ich trotzdem das Recht habe, mit abgesetzter (Fanboy-)Brille seine anderen Filme zu kritisieren (was manchmal klappt, manchmal nicht). Also Fanboy schon, würde ich sagen, A-B-E-R ein weniger hysterischer. ;)
Wenn Fincher sich nur seine überstylten Spielereien kneifen könnte, wäre Zodiac wirklich sein bester Film. Das Drehbuch ist solide, die Schauspieler machen einen guten Job - auch wenn Gyllenhaal genauso austauschbar durch diesen Film rennt, wie durch seine sonstigen Filme.
Doch der Digi-Kamera-Look und die deutlich erkennbaren CGI-Shots, die Stadtaufnahmen und die am Rechner zusammengepuzzleten Straßenszenen reißen immer wieder aus Handlung. Obendrein ist es nicht leicht über 2.5h Spannung zu halten bei einem Fall von dem jeder weiß, das der Mörder nie zweifelsfrei gefunden wurde.
Dank der ermüdend detailverliebten Schilderung der Ermittlungen, schleicht sich über die lange Laufzeit des Directors Cut immer wieder Langeweile ein, vor allem dann wenn Fincher versucht das Privatleben seiner Protagonisten zu schildern. Denn Gefühle und Nuancen liegen ihm so gar nicht, Emotionen und das Innenleben seiner Figuren inszeniert er stets plakativ und mit grobem Pinselstrich. Ein Film der trotz der hochspannenden Prämisse extrem unspannend ist - sich dabei aber dauernd selbst beglückwünscht wie akurat er jede Hutnadel und jede Büroklammer nachrecherchiert hat.
Weniger Augenmerk auf technische Finessen, supertolle Ausstattung und Fancy-Kamerafahrten und mehr Interesse für seine Figuren und Spannung würden dem Film sehr gut tun. Milk hat vorgemacht wie realistisch und glaubwürdig ein Film aussehen kann, der in den 70ern spielt und wahre Begebenheiten als Grundlage hat. Doch dafür müsste Fincher den Werbeclipregisseur mal zugunsten der Geschichte im Zaum halten. The Gray Man hat erst jüngst bewiesen, wie spannend ein Serienkiller-Film sein kann, der sich an die Fakten hält.
Also, weil jede Spezies des Homo Sapiens weiß, dass der Mörder nie gefunden wurde, deshalb darf der Film keine 2,5 Stunden lang sein? Und schon gar nicht detailverliebt sein bei den Ermittlungen, weil eine grobe Darlegung sicherlich attraktiver und ein Ende ohne Mörder dann toller gewesen wäre.
An welcher Stelle in Zodiac versucht Fincher, auf das Innenleben der Figuren einzugehen oder selbiges zu schildern, wobei er dann versagt? Oder sei das so gemeint, dass er das besser hätte machen sollen, damit der Film noch länger wird? Kontrovers.
Was ist negativ an aufwendiger Arbeit des Regisseurs, wenn er jedes Utensil zeitgemäß haben möchte? Naja stimmt, die Autos waren scheiße, Jake Gyllenhaal hätte in einem Audi TT besser ausgesehen.
Meines Erachtens nach ist das Ziel von Zodiac, die Ermittlungen zu fokussieren und das Nichtaufklären des Falls eben somit zu erläutern bzw zu begründen. Da braucht es keine Emotionen, die bei den homosexuellen Milks schon eher eine Rolle spielen. Denn was genau an den Ermittlungsfakten, den Daten, den Taten hat Fincher denn unglaubwürdig dahererzählt?
Das alles hat gar nix damit zu tun, dass du Finchers Stilmittel hasst, mir scheint aber, das ist der einzig wahre Grund.
Es hätte Batzmans bester Kommentar sein können, wenn er sich nur nicht so an seiner Eloquenz ergötzen und sich selbst beglückwünschen würde und dadurch nur grob gepinselte Argumente auftischt.
ich glaub batzman hat den film in den falschen hals bekommen, der zodiac zieht sein faszination ja gerade aus den ermittlungen und all den details, welche über die jahre aufgetaucht sind. das ist auch der grund warum bis heute tausende hobby-detektive sich mit diesem thema befassen. Logischerweise gibt es auch für die protagonisten kein ernsthaftes privatleben, was man darstellen könnte, da sich bei ihnen alles um zodiac dreht.
wenn man somit die suchtwirkung eines "unlösbaren" kriminalfalles als prämisse setzt, hat fincher eigentlich alles richtig gemacht
Zwei Elemente des Thrillers sind herausragend: einerseits die atmosphärisch dichte Inszenierung der 70er-Jahre, andererseits die von Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards und Robert Downey Jr. angeführte Besetzung, die sich ganz in den Dienst der Handlung stellt.
[...]In der zweiten Filmhälfte verschiebt sich die Dramaturgie. Die Zeitsprünge werden größer und finden weniger häufig statt, die Handlung zentriert sich auf Jake Gyllenhaal als Graysmith. Bis auf einen weiteren Brief tritt der Killer nicht mehr in Erscheinung. Wo vorher die hektische Betriebsamkeit eines aufgescheuchten Ensembles herrschte, wird der Film nun beinahe zum intimen Portrait eines Besessenen. Ab einem gewissen Punkt des Niederkämpfens dieses sich auftürmenden Indiziendschungels droht der Film kurz, ins Ermüdende abzudriften, setzt dann aber beim Aufeinandetreffen von Graysmith und eines vermeintlichen Bekannten des Mörders gerade rechtzeitig einen Spannungshöhepunkt. Neben dem weiterhin exorbitant hohen Niveau der Schauwerte sind es vor allem die Schauspieler, die einen Spannungsabbruch verhindern.[...]
"Zodiac" ist ein guter Thriller mit Längen. Wer sich dessen bewusst ist und sich auf so einen Film einlassen kann, macht mit dem neueste Film von David Fincher nicht viel verkehrt.
Leider versucht Zodiac zu sehr an den wahren Ereignissen zu bleiben. Die auf fast 160 Minuten Spielzeit ausgewälzte jahrzehntelange Detektivarbeit ermüdet mehr als alle Dirty Harry Filme am Stück. Und am Ende wird die Geduld noch nicht einmal belohnt, sondern eher noch weiter strapaziert. Einzig die visuell beeindruckende und aufwändige Produktion bleibt bis zum Schluß sehenswert, aber für zweieinhalb Stunden ist das zu wenig.
Der neue Fincher-Minimalismus beginnt bereits im Vorspann, der Woody Allen-Qualität besitzt. Hier ist nix mehr mit einstimmenden Kleinkunstwerken. Auch Finchers markante Kamera hält sich vornehm zurück - leider. Zwar schimmert der gesamte Film in geschmeidigen Bildern, aber von einer originellen Optik zeugen lediglich zwei, drei Eyecandys, der Rest ist Autopilot.
Die Akribe, mit die der Fall aufgerollt wird, ist schon beeindruckend. Das Skript verpackt geschickt seine Informationen und vermeidet durch konstantes Nachlegen - größtenteils - Durchhänger, auch auf Kosten der Figuren, deren private Konflikte nur angerissen werden. Bei der Ausstattung wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet, man versinkt problemlos in den 60ern und 70ern, aber es macht mich alles nicht satt.
Fincher vollzieht eine sichtliche Kehrtwende von seinen vorherigen Produktionen und wird damit fast beliebig. Sicherlich ist der Stilist immer noch überdeutlich, aber er nimmt sich so sehr zurück, das ich es bedauernswert finde. Bleibt zu hoffen, das seine Erzählkino-Experimente im Rahmen bleiben und wieder innovatives Thriller-Kino serviert, das Spannung bietet bzw. über das Runterbeten von Fakten hinauskommt.
"Zodiac" ist trotz allem zweifelsohne ein guter Film! Fincher inszeniert mit viel Courage und großer Liebe zur Story, aber die teilt halt nicht jeder...
Das „Look and Feel“ des Films versetzt einen bereits vor Filmbeginn in die End-60er: schon die eingeblendeten Logos des Filmverleihs scheinen aus einem alten Archiv zu kommen und bestechen durch leicht verwaschene Farben. Während Gyllenhaal die ganze Zeit aussieht, wie Gyllenhaal nun mal aussieht, könnte Ruffalo tatsächlich einer „Kojak“-Folge entsprungen sein. Wäre die Bildqualität nicht doch ein wenig besser als in Originalfilmen aus den 70ern, so könnte man fast meinen einen alten Film zu sehen.
Über zweieinhalb Stunden benötigt Fincher für die Geschichte eines Serienkillers, der in San Francisco mordet. Eine wahre Geschichte und Fincher liebt scheinbar den Stoff. Wie die Protagonisten ist er besessen: Zuviel Detailtreue und Leerlauf sowie eine schablonenhafte Charakterentwicklung führen zum unweigerlichen Auf-die-Uhr-schauen-im-dunklen-Kinosaal.
Finchers Zodiac gehört zu den besten US-Thrillern. Ein Glanzstück der Inszenierung mit hervorragenden Darstellern, das eine packende, wahre Story erzählt. Wer auf gute Thriller steht: Zodiac!
Der Film ist wie immer in professioneller Manier von David Fincher gemacht. Doch leider denkt man sich irgendwann: Wo ist das Ziel? Wer ist es nun gewesen? Es ist eben ein ungelöster Fall. Somit wird eher dargestellt wie die Leute ohne Erfolg nach einem Killer gesucht haben. Dafür ist der Film doch etwas zu lang geraten. Folglich fehlt diesem Thriller bis spätestens in der Mitte einbisschen Spannung. Es passiert einfach zu wenig.
Kleiner Blick auf die Filmographie von Fincher. "Alien 3" oder "The Game" habe ich noch nicht gesehen, aber seine zwei Werke "Seven" und ganz besonders "Fight Club" waren und sind heute noch für mich absolute Geniestreiche. Doch mit "Panic Room" hatte mich der Mann absolut enttäuscht und vor allem gelangweilt. Mit "Zodiac" absolut begeistert mit "Der Seltsame Fall des Benjamin Button" wiederum ziemlich genervt und daraufhin mit "The Social Network" wieder erfreut. Leider sieht der Trailer zu "Verblendng" ehrlich gesagt nicht wirklich vielversprechend aus. Dafür möchte ich mich umso mehr an dem besten Fincher der Dekade erinnern und zwar "Zodiac".
Für mich ist dieser sogar auf Augenhöhe zu dem Thriller-Klassiker "Seven". Wenn er auch auf eine andere Weise fasziniert. Hier wurden vor allem zwei Zutaten sorgsam gewürzt. Zum einen ein erstklassig ausgewählter Cast. Jake Gyllenhaal zeigt erneut warum er zu den talentiertesten Young-Stars in der Schauspiel-Branche gehört und gibt eine echt gute Vorstellung ab. Dabei sind auch noch Robert Downey Jr. und Mark Ruffalo. Ebenfalls zwei sehr gute. Zum anderen die Atmosphäre, die im Gegensatz zu "Panic Room" gerade durch Eleganz und Sorgfalt überzeugt. Dabei wird auf eine schicke Optik geachtet, die auf jeden Fall einen echten Hingucker gibt. Die Stärke des Films liegt zum größten Teil - ungewöhnlicher weise bei einem Thriller - nicht an vielen Wendungen sondern einem interessanten und fest haftenden Werdegang, der extrem clever und interessant inszeniert ist. Die volle Laufzeit starrt man gebannt auf den Bildschirm und stellt fest wie sehr einen dieser Film doch beschäftigt, obwohl nicht so viel passiert. Dabei zeigt er sehr gut wie ein Mörder, sich nicht auf dir Morde selbst fixiert, sondern einen großen Wert auf viel Beachtung legt. Hierbei werden auf spannendste Weise die Medien mit einbezogen. Kein Twist, kein Aha, kein "er war also der Zodiac-Mörder"-Effekt. Einfach eine interessant festgehaltene Krimi-Geschichte. Ein Meisterwerk, ein kleiner Rohdiamant für mich.
@stalker: Wirklich? Mir hat ja schon der erste supergut gefallen.^^
@Teknik: I know, I know. ;)
@Punsha: Righty right.
@pat: Schade, dass er dir nicht gefällt. :D
Stefan_R.: Danke, ja geht mir ganz genau so. :)
Alien 3 ist hammer, aber der erste ist doch der beste, find ich. Aber danach kommt direkt Nummer 3, und ganz sicher nicht "wir-ballern-die-im-ersten-Film-als-fast-unsterblich-geschilderten-Aliens-alle-über-den-Haufen!"-Teil 2. Typisch Cameron!
Mal etwas anderer Serienkiller-Thriller, wo die Nachforschungen für seine Ergreifung im Vordergrund stehen. Hat mir sehr gut gefallen, auch die musikalische Untermalung war sehr gut gewählt.
Der Film trifft genau meinen Geschmack, Fincher ist einfach der Beste!
Tolle Atmosphäre, tolle Bilder, klasse Musik und super Schauspieler.
Ich finde ihn zu jeder Zeit Unterhaltsam und spannend. Bin noch am überlegen ob er eine 10 ist, denke mal schon, am besten hol ich mir erst mal Kekse...
Wer viel Action und eine mit Drama und Spannung vollgepackte Story erwartet wird von diesem Film ohne Zweifel enttäuscht sein.
Der Streifen ist (wohl) sehr realitätsnah und eben diese ist nicht immer dafür geeignet ein "Lieblingsfilm" oder ein "Ausgezeichnet" zu ergattern, auch wenn ich zu Beginn noch daran glauben konnte, denn im ersten Drittel fehlen weder interessante Dialoge, eine spannende (Mord-)Geschichte, noch eine herausragende Besetzung, all dies ist vorhanden.
Doch je länger der Film dauert, desto mehr verfällt man in eine, wenn auch wenig ausgeprägte, Lethargie. Hierbei kann man David Fincher einzig und allein vorwerfen, das Werk nicht ein wenig schneller zum Ende zu bringen und so eine zwischenzeitliche, recht lange, handlungsarme Phase zu vermeiden, dann hätte "Zodiac" zweifellos auch ein "Ausgezeichnet" von mir erhalten können.
Gut zu wissen, dass selbst ein David Fincher nicht nur bares Gold auf die Waage legen kann, denn “Zodiac” ist einer der langweiligsten und langatmigsten Streifen, die ich je gesehen habe. Dabei ist die Atmosphäre so dick, dass man sie mit dem Messer teilen könnte und auch wirklich stimmig. Alles wirkt realitätsnah und die Stimmung ist furchtbar, leider fehlt der wirkliche Spannungsbogen, denn eine Handlung ist so wirklich nicht vorhanden. Auch die Darsteller, besonders Jake Gyllenhaal, vermitteln die Story sehr schön, leiden aber unter demselben Problem.
Man muss es Fincher zu Gute halten, dass er sich wirklich erstaunlich nah an den echten Zodiac-Fall gehalten hat; gerade bei einem Killer ohne Gesicht war es sicher verlockend die Lücke mit einem einprägsamen Erzbösewicht zu füllen. Stattdessen bleibt der Film ziemlich offen, auch wenn man es sich nicht verkneifen konnte, die populärste Lösung des Zodiac-Falles als Wahrheit zu suggerieren.
Die Konstruktion der Handlung wie auch der Spannungsbogen wirken ein wenig ungewohnt, doch auch hier wieder ist dies Resultat davon, dass man sich tatsächlich einigermaßen an die Vorgaben der Realität gehalten hat, statt sie dramaturgisch sinnvoll umzusortieren. Unterhaltungstechnisch vielleicht ein Manko, für die Authentizität gibt's von mir aber ein Plus. Die Darsteller sind allesamt gut, wenn auch nicht sonderlich erinnernswert, vor allem die Performance von Gyllenhaal als Robert Graysmith lässt Konturen vermissen. Der Hauptdarsteller ist aber sowieso keiner der aktiven Figuren, sondern die unbekannte Person, die hinter den Briefen und Chiffren steckt: das schaurige Rätselfieber, das die USA in den 70ern packte, ist auch heute noch spürbar - gerade weil alle Briefe, Taten und Zitate des Killers original in den Film implementiert wurden.
Ein wirklich guter TrueCrime-Film, den ein paar mehr spürbare Hauptfiguren hätten wirklich exzellent machen können.
"Ein schwarz kostümierter Mann stach mit einem Messer auf die am Boden liegende 22-jährige zehn Mal ein und verletzte ihren 20-jährigen Freund mit sechs Messerstichen schwer [...] Weiterhin behauptete Zodiac in einem seiner Briefe 37 Morde begangen zu haben. Der Täter ist bis heute noch nicht identifiziert worden"
David Finchers 'Zodiac - Die Spur des Killers' erzählt die Geschichte einer faszinierenden, bisher ungelösten Mordserie in den Siebzigern, die in den Staaten jahrelang für Aufsehen sorgte. Gekonnt authentisch zeigt Fincher, was für ein Bezirks-,Revier-, und Beamten-Chaos es damals gewesen sein muss, frei nach dem Motto "ich bin dafür nicht zuständig, das interessiert mich nen Scheiss". Die eine Abteilung besitzt kein Fax-Gerät, die andere wurde nicht über diese und jene Beweise informiert, die nächste kennt nicht die relevanten Akten der vorherigen usw. etc. Sehr detailliert und ausgefeilt werden dem Zuschauer die Ermittlungsarbeiten vorgeführt, die wirklich interessant, aber auch nach einer Zeit recht verwirrend sind. Die Länge des Streifens finde ich aber trotzdem vollkommen gerechtfertigt, da sich der Fall ja von 1968 bis ins Jahre 2004!!! zog, in dem der Fall offiziell eingestellt wurde. Jake Gyllenhaal überzeugt in seiner Rolle als behutsamer, defensiver Freizeit-Detektiv und wird sogar am Ende selbst Teil des mysteriösen Puzzles. Auch der versoffen geniale Klatschreporter Paul Avery wird gekonnt von Robert Downey Jr. umgesetzt und trägt zur bis zum Ende spannenden, schön verwirrenden Atmossphäre bei.
'Zodiac - Die Spur des Killers' ist eine würdige Verfilmung eines äußerst gerissenen Serienmörders, ein hochspannendes Katz u. Maus Spiel bis zum Schluss, der ja eigentlich keiner ist, da der Täter bis heute nicht gefunden wurde. Daumen hoch.
Sehr lang, aber spannend bis zum Schluss und cool besetzt.
Außerdem ein muss für Fincher Fans nach Sieben, The Game, Fight Club, Benjamin Button und Social Network nun NOCH ein Film der mir gefallen hat.
Fincher avanciert neben Guy Ritchie zu meinen Top Regisseuren.
"Where have you been? I've been waiting since 7:00."
Ja, warten ist ein gutes Stichwort für den Streifen. Die erste Stunde war sehr spannend. Typisch für Fincher mit vielen optischen Spielereien, viel Zeit für die Charaktere aber auch die "Whodunit"-Jagd ist ziemlich klasse gelungen. Die Morde sind gut inszeniert, das sortieren der Puzzleteile unterhält und das psychologische Unsicherheitsfaktor, den der Killer verbreitet, hält bei der Stange. Dann beginnt die zweite Stunde. Und - wie im realen Vorbild - tritt der Fall auf der Stelle. Aber wie! Der Zuschauer wartet. Und wartet. Und wartet. Und nichts passiert. Jake stackst durch das Bild, Robert säuft sich einen ab und hin und wieder fällt das Wort Zodiac. Immer wieder wird das von optischen Spielereien unterbrochen, die weder irgendwas vorwärts bringen, noch sonst von Nutzen sind. Die Jahre vergehen im Film, die Spieldauer allerdings gar nicht. So wie die Protagonisten nicht vorwärts kommen, habe ich mich auch als Zuschauer gefühlt. Die letzte halbe Stunde zieht der Film dann nochmal an, nämlich dann, wenn wieder Schwung in die Ermittlung kommt. Trotz allem finde ich die 2,5h Spielzeit einfach zu lange. Viel zu lange. Ich warte nämlich schon nach knapp der Hälfte sehnlichst auf das Ende. Ne, war irgendwie nicht so meins, der Film.
Den Film heute zum 4ten Mal gesehen. Er wird mit jedem Mal besser. Die Atmosphäre, die Stimmung, die "Auflösung" sind mitreissend. Und das wobei der Film so ruhig dahinfliesst. Unglaublich. David Shires Musik tut ihr Übriges.
Der Film ist mittelmässig bis gut, jedoch fehlt ein bisschen mehr Action und Grips. Das Ende ist offen und daher gut für Spekulierungen.
Jake Gyllenhaal hat der Ruf eines netten Schwiegersohnes und passt daher nicht sehr gut in diese Rolle.
David Fincher hat gute Arbeit geleistet aber es ist definitiv nicht sein bester Flm.
"Just because you can't prove it, doesn't mean it's not true."
Finchers zweiter Diskurs mit einem Serienkiller als Sujet nach "Se7en", diesmal nach wahren Begebenheiten (An dieser Stelle ein großes Lob für die Faktengenauigkeit, die der Regisseur uns serviert. Viele Filme mit realem Hintergrund kranken nämlich an ihrer etwas zu souveränen Umsetzung), schafft es gleichzeitig, dem Rezipienten Geduld abzufordern und ihn mit der akribischen Spurensuche seiner drei Hauptdarsteller zu fesseln. Dass Fincher sich als Freund von ausgedehnter Laufzeit profiliert, hat er bereits mit "Fight Club" (Wow!) und ein Jahr später mit "The Curious Case of Benjamin Button" (Gähn!) eindrucksvoll bewiesen. Einen Spannungsbogen bei relativ wenig Gewalt und umso mehr ruhiger Sequenzen aufrechtzuhalten, fällt gewiss nicht allzu leicht. Doch dank der sinistren Atmosphäre und der latenten Bedrohlichkeit wurde diese kleine Stolperfalle meisterhaft umgangen.
PS. Es gibt noch weitere Verfilmungen über Zodiac, die weitaus schlechter sein sollen.
Der Tiefpunkt bleibt jedoch der vierteilige TV-Film "Zodiak – Der Horoskop-Mörder" aus Österreich, der auch schon bei uns ausgestrahlt wurde. Gekonnt übersehen!
viel gelb, nachher mehr blau, das fiel mir neben dem vielen gerede und rumgeeiere am meisten auf.
am besten war eine der letzten szenen; jake gyllenhaal ist bei einem älteren 'informanten', wird plötzlich total paranoid und nimmt schleunigst reißaus. da schauert man mal schön mit.
aber klar, der film ist mehr... drama? krimi? als thriller. also viel spannung kann man nicht erwarten, eher die geschichte einiger menschen die über dem ungelösten zodiac rätsel letztlich im leben zu scheitern drohen.
robert downey jr. kommt dabei...komisch rüber. konnte ihn nicht ganz ernst nehmen.
Mit "Zodiac - Die Spur des Killers" geht Regisseur David Fincher auf Spurensuche. Gemeinsam mit einem gut spielenden Jack Gyllenhaal, Robert Downey junior und einem fantastischen Mark Rufallo versucht der Mann noch mehr Perfektion in sein Werk zu bringen, alles richtig zu machen. "Zodiac" ist fast wie eine Dokumentation, verschiedene Kameraeinstellungen unterstützen diesen Look.
Ermittlungen sind kein Kinderspiel. Sie kosten Zeit und Nerven. Sie verlieren sich in Irrwegen und falschen Vermutungen. All dies war nicht nur beim wahren Zodiac-Killer der Fall, sondern Fincher will es auch den Zuschauern zeigen - stellt Anforderungen.
Deswegen kommt der Film anders daher, hat nur wenig Highlights zu bieten und könnte aus einer anderen Kinowelt stammen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein und kann gar eine gelungene Abwechslung schaffen.
Jedoch will "Zodiac" manchmal etwas zu genau, zu vertieft und zu vollkommen sein. Hier will man einen echten Kriminalfall zeigen, zeigt dabei aber auch Szenen, die überflüssig und nicht weiter von Bedeutung sind. So entstehen einige Längen und auch recht spannungsarme Momente und Dialoge.
Für Perfektionisten - darunter fällt Herr Fincher - sicher wunderschön anzusehen, für andere Zuschauer annehmbar und für einige eine regelrechte Tortur. Ich zähle mich zu der zweiteren Gruppe.
Schöner Kommentar und passende Bewertung! Klar hat der Film einige Längen, aber da es ein gut gespielter und wohl einer der detailliertesten Thriller ist, wird der Film interessant und sehenswert.
Zwar nimmt der Film in der zweiten Hälfte etwas ab, zeichnet nur noch ein Einzelportrait und wird zunehmend belangloser. Jedoch fängt der Film das Flair der 60er und 70er grandios ein und auch das Gegen-und Zusammenspiel der Akteure wirkt wie aus dem Bilderbuch.
Wie viel Spaß man mit "Zodiac" haben wird hängt maßgeblich davon ab, wie viel Spaß man daran hat selbst am (ungeklärten!) Kriminalfall mitzurätseln. Fincher präsentiert akribisch zusammen gesuchte Fakten zu den Geschehnissen, ein Fall, ein Code, den es zu Knacken gilt, einer Obsession, der auch die Hauptcharaktere verfallen, die sich auf den Zuschauer übertragen muss. Wenn dies geschieht bekommt man 2 1/2 Stunden finchertypische Qualitätsarbeit. Wenn nicht bekommt man einen sehr langen Film, über einen Fall der nie wirklich gelöst wurde, mit stellenweise recht holzschnittartigen Charakteren (wobei das durchaus an "Se7en" angelehnt sein kann, den der Film durchaus das ein oder andere mal zitiert) und mäßig spannender Story.
Zodiac - Die Spur des Killers - Kritik
US 2007 Laufzeit 157 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 31.05.2007
Kritiken (9) — Film: Zodiac - Die Spur des Killers
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen"Zodiac" taucht ab in die 60er und 70er Jahre, sieht nach 60er und 70er Jahre aus, fühlt sich auch so an, ist 60er und 70er Jahre, mit jeder Kameraeinstellung, mit jedem Pinselstrich, jeder Geste hüben wie drüben. Um eine(mehrere) Epoche(n) samt ihrer politischen wie wirtschaftlichen Zerwürfnisse nachzustellen, braucht Fincher keine Hektik, er entzieht der Hektik stattdessen ihre Grundlage, wenn er geschmeidig, aber nicht minder virtuos zur langen Einstellung greift. Reißerische Effekte existieren nicht, Pessimisten sagen, Fincher wäre sanfter geworden, Optimisten, er wäre reifer. Der Film wurde komplett in HD abgefilmt, und obwohl alle Farben einer starken Verfremdung unterliegen, wirkt die Farbgebung authentisch, warme, erdige, orange-grüne Töne der Ungezwungenheit treffen düstere, verstörende, mausgraue der Tristesse. Nur gelegentlich verlässt Fincher die Ebene des verschachtelten Drehbuchs James Vanderbilts, des reinen Geschichtenerzählens also, um es künstlerisch…
32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
_Garfield 2011/11/16 18:36:52
Antwort löschenGut, aber ein Fincher-Fanboy wird wohl nie aus dir werden, oder? :P
Timo K. 2011/11/16 19:32:55
Antwort löschenWarum? Die Punkte insgesamt sprechen doch für sich.^^ Wenn es ein Regisseur darüber hinaus schafft, einen persönlichen Lieblingsfilm zu kreieren, dann bin ich automatisch Fanboy, ob ich will oder nicht, unabhängig davon, dass ich trotzdem das Recht habe, mit abgesetzter (Fanboy-)Brille seine anderen Filme zu kritisieren (was manchmal klappt, manchmal nicht). Also Fanboy schon, würde ich sagen, A-B-E-R ein weniger hysterischer. ;)
_Garfield 2011/11/16 19:38:45
Antwort löschenOkay. :D
hoffman587 2011/11/16 20:05:52
Antwort löschenNa, da ist der irgendwie lang erwartete Kommentar von dir. ;P
Großartig kann ich nur sagen, oder toll. :)
Timo K. 2011/11/16 20:11:14
Antwort löschenHehe, danke.^^
Alle 7 Antworten zeigen
fkfilmkritik 2011/11/20 21:24:42
Antwort löschenSuper geschrieben. Toller Film, aber du weißt ja, dass ich da einen anderen Fincher - wenn auch knapp - vorziehe. ;)
Timo K. 2011/11/20 22:01:32
Antwort löschenDanke. Jep, kenn' ich. ;)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWenn Fincher sich nur seine überstylten Spielereien kneifen könnte, wäre Zodiac wirklich sein bester Film. Das Drehbuch ist solide, die Schauspieler machen einen guten Job - auch wenn Gyllenhaal genauso austauschbar durch diesen Film rennt, wie durch seine sonstigen Filme.
Doch der Digi-Kamera-Look und die deutlich erkennbaren CGI-Shots, die Stadtaufnahmen und die am Rechner zusammengepuzzleten Straßenszenen reißen immer wieder aus Handlung. Obendrein ist es nicht leicht über 2.5h Spannung zu halten bei einem Fall von dem jeder weiß, das der Mörder nie zweifelsfrei gefunden wurde.
Dank der ermüdend detailverliebten Schilderung der Ermittlungen, schleicht sich über die lange Laufzeit des Directors Cut immer wieder Langeweile ein, vor allem dann wenn Fincher versucht das Privatleben seiner Protagonisten zu schildern. Denn Gefühle und Nuancen liegen ihm so gar nicht, Emotionen und das Innenleben seiner Figuren inszeniert er stets plakativ und mit grobem Pinselstrich. Ein Film der trotz der hochspannenden Prämisse extrem unspannend ist - sich dabei aber dauernd selbst beglückwünscht wie akurat er jede Hutnadel und jede Büroklammer nachrecherchiert hat.
Weniger Augenmerk auf technische Finessen, supertolle Ausstattung und Fancy-Kamerafahrten und mehr Interesse für seine Figuren und Spannung würden dem Film sehr gut tun. Milk hat vorgemacht wie realistisch und glaubwürdig ein Film aussehen kann, der in den 70ern spielt und wahre Begebenheiten als Grundlage hat. Doch dafür müsste Fincher den Werbeclipregisseur mal zugunsten der Geschichte im Zaum halten. The Gray Man hat erst jüngst bewiesen, wie spannend ein Serienkiller-Film sein kann, der sich an die Fakten hält.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Benchyl 2010/11/24 15:43:44
Antwort löschenAlso, weil jede Spezies des Homo Sapiens weiß, dass der Mörder nie gefunden wurde, deshalb darf der Film keine 2,5 Stunden lang sein? Und schon gar nicht detailverliebt sein bei den Ermittlungen, weil eine grobe Darlegung sicherlich attraktiver und ein Ende ohne Mörder dann toller gewesen wäre.
An welcher Stelle in Zodiac versucht Fincher, auf das Innenleben der Figuren einzugehen oder selbiges zu schildern, wobei er dann versagt? Oder sei das so gemeint, dass er das besser hätte machen sollen, damit der Film noch länger wird? Kontrovers.
Was ist negativ an aufwendiger Arbeit des Regisseurs, wenn er jedes Utensil zeitgemäß haben möchte? Naja stimmt, die Autos waren scheiße, Jake Gyllenhaal hätte in einem Audi TT besser ausgesehen.
Meines Erachtens nach ist das Ziel von Zodiac, die Ermittlungen zu fokussieren und das Nichtaufklären des Falls eben somit zu erläutern bzw zu begründen. Da braucht es keine Emotionen, die bei den homosexuellen Milks schon eher eine Rolle spielen. Denn was genau an den Ermittlungsfakten, den Daten, den Taten hat Fincher denn unglaubwürdig dahererzählt?
Das alles hat gar nix damit zu tun, dass du Finchers Stilmittel hasst, mir scheint aber, das ist der einzig wahre Grund.
Es hätte Batzmans bester Kommentar sein können, wenn er sich nur nicht so an seiner Eloquenz ergötzen und sich selbst beglückwünschen würde und dadurch nur grob gepinselte Argumente auftischt.
mikadoapache 2011/03/31 01:01:47
Antwort löschenich glaub batzman hat den film in den falschen hals bekommen, der zodiac zieht sein faszination ja gerade aus den ermittlungen und all den details, welche über die jahre aufgetaucht sind. das ist auch der grund warum bis heute tausende hobby-detektive sich mit diesem thema befassen. Logischerweise gibt es auch für die protagonisten kein ernsthaftes privatleben, was man darstellen könnte, da sich bei ihnen alles um zodiac dreht.
wenn man somit die suchtwirkung eines "unlösbaren" kriminalfalles als prämisse setzt, hat fincher eigentlich alles richtig gemacht
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenZwei Elemente des Thrillers sind herausragend: einerseits die atmosphärisch dichte Inszenierung der 70er-Jahre, andererseits die von Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards und Robert Downey Jr. angeführte Besetzung, die sich ganz in den Dienst der Handlung stellt.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]In der zweiten Filmhälfte verschiebt sich die Dramaturgie. Die Zeitsprünge werden größer und finden weniger häufig statt, die Handlung zentriert sich auf Jake Gyllenhaal als Graysmith. Bis auf einen weiteren Brief tritt der Killer nicht mehr in Erscheinung. Wo vorher die hektische Betriebsamkeit eines aufgescheuchten Ensembles herrschte, wird der Film nun beinahe zum intimen Portrait eines Besessenen. Ab einem gewissen Punkt des Niederkämpfens dieses sich auftürmenden Indiziendschungels droht der Film kurz, ins Ermüdende abzudriften, setzt dann aber beim Aufeinandetreffen von Graysmith und eines vermeintlichen Bekannten des Mörders gerade rechtzeitig einen Spannungshöhepunkt. Neben dem weiterhin exorbitant hohen Niveau der Schauwerte sind es vor allem die Schauspieler, die einen Spannungsabbruch verhindern.[...]
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Zodiac" ist ein guter Thriller mit Längen. Wer sich dessen bewusst ist und sich auf so einen Film einlassen kann, macht mit dem neueste Film von David Fincher nicht viel verkehrt.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenLeider versucht Zodiac zu sehr an den wahren Ereignissen zu bleiben. Die auf fast 160 Minuten Spielzeit ausgewälzte jahrzehntelange Detektivarbeit ermüdet mehr als alle Dirty Harry Filme am Stück. Und am Ende wird die Geduld noch nicht einmal belohnt, sondern eher noch weiter strapaziert. Einzig die visuell beeindruckende und aufwändige Produktion bleibt bis zum Schluß sehenswert, aber für zweieinhalb Stunden ist das zu wenig.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenDer neue Fincher-Minimalismus beginnt bereits im Vorspann, der Woody Allen-Qualität besitzt. Hier ist nix mehr mit einstimmenden Kleinkunstwerken. Auch Finchers markante Kamera hält sich vornehm zurück - leider. Zwar schimmert der gesamte Film in geschmeidigen Bildern, aber von einer originellen Optik zeugen lediglich zwei, drei Eyecandys, der Rest ist Autopilot.
Die Akribe, mit die der Fall aufgerollt wird, ist schon beeindruckend. Das Skript verpackt geschickt seine Informationen und vermeidet durch konstantes Nachlegen - größtenteils - Durchhänger, auch auf Kosten der Figuren, deren private Konflikte nur angerissen werden. Bei der Ausstattung wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet, man versinkt problemlos in den 60ern und 70ern, aber es macht mich alles nicht satt.
Fincher vollzieht eine sichtliche Kehrtwende von seinen vorherigen Produktionen und wird damit fast beliebig. Sicherlich ist der Stilist immer noch überdeutlich, aber er nimmt sich so sehr zurück, das ich es bedauernswert finde. Bleibt zu hoffen, das seine Erzählkino-Experimente im Rahmen bleiben und wieder innovatives Thriller-Kino serviert, das Spannung bietet bzw. über das Runterbeten von Fakten hinauskommt.
"Zodiac" ist trotz allem zweifelsohne ein guter Film! Fincher inszeniert mit viel Courage und großer Liebe zur Story, aber die teilt halt nicht jeder...
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenDas „Look and Feel“ des Films versetzt einen bereits vor Filmbeginn in die End-60er: schon die eingeblendeten Logos des Filmverleihs scheinen aus einem alten Archiv zu kommen und bestechen durch leicht verwaschene Farben. Während Gyllenhaal die ganze Zeit aussieht, wie Gyllenhaal nun mal aussieht, könnte Ruffalo tatsächlich einer „Kojak“-Folge entsprungen sein. Wäre die Bildqualität nicht doch ein wenig besser als in Originalfilmen aus den 70ern, so könnte man fast meinen einen alten Film zu sehen.
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Digit 2011/11/28 13:12:18
Antwort löschengeht die Kritik noch irgendwo weiter? die 3.5 wird mir nicht ganz klar.
Wobei das auch nicht passieren wird, wenn du das ganze weiter erläuterst :P
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenÜber zweieinhalb Stunden benötigt Fincher für die Geschichte eines Serienkillers, der in San Francisco mordet. Eine wahre Geschichte und Fincher liebt scheinbar den Stoff. Wie die Protagonisten ist er besessen: Zuviel Detailtreue und Leerlauf sowie eine schablonenhafte Charakterentwicklung führen zum unweigerlichen Auf-die-Uhr-schauen-im-dunklen-Kinosaal.
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Kommentare (92) — Film: Zodiac - Die Spur des Killers
Kommentar schreibenannaberlin 2011/12/20 00:18:27
Kommentar löschenFinchers Zodiac gehört zu den besten US-Thrillern. Ein Glanzstück der Inszenierung mit hervorragenden Darstellern, das eine packende, wahre Story erzählt. Wer auf gute Thriller steht: Zodiac!
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servo80 2011/12/20 17:54:23
Antwort löschenWohl eher ein Drama wie ein Thriller. Handwerklich gut gemacht und auch spannend inszeniert, aber auch ein bisschen lahm zwischendurch, wie ich finde.
annaberlin 2011/12/21 10:15:08
Antwort löschenDas empfand ich auch so, aber positiv lahm - in Anlehnung an den 60er/70er-Jahre-Thriller, der ja auch oft sehr langatmig inszeniert war.
Birdcage 2011/12/15 17:16:03
Kommentar löschenDer Film ist wie immer in professioneller Manier von David Fincher gemacht. Doch leider denkt man sich irgendwann: Wo ist das Ziel? Wer ist es nun gewesen? Es ist eben ein ungelöster Fall. Somit wird eher dargestellt wie die Leute ohne Erfolg nach einem Killer gesucht haben. Dafür ist der Film doch etwas zu lang geraten. Folglich fehlt diesem Thriller bis spätestens in der Mitte einbisschen Spannung. Es passiert einfach zu wenig.
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MasterZ 2011/12/02 14:25:51
Kommentar löschenDer Film ist eigentlich gut aber irgend wann so in der Mitte kratzt die Spannung ab
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shimassy 2011/10/27 02:03:59
Kommentar löschenTest ...
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dustyOn3 2011/11/30 07:39:41
Antwort löschenFehlgeschlagen.
fkfilmkritik 2011/10/26 00:57:20
Kommentar löschenKleiner Blick auf die Filmographie von Fincher. "Alien 3" oder "The Game" habe ich noch nicht gesehen, aber seine zwei Werke "Seven" und ganz besonders "Fight Club" waren und sind heute noch für mich absolute Geniestreiche. Doch mit "Panic Room" hatte mich der Mann absolut enttäuscht und vor allem gelangweilt. Mit "Zodiac" absolut begeistert mit "Der Seltsame Fall des Benjamin Button" wiederum ziemlich genervt und daraufhin mit "The Social Network" wieder erfreut. Leider sieht der Trailer zu "Verblendng" ehrlich gesagt nicht wirklich vielversprechend aus. Dafür möchte ich mich umso mehr an dem besten Fincher der Dekade erinnern und zwar "Zodiac".
Für mich ist dieser sogar auf Augenhöhe zu dem Thriller-Klassiker "Seven". Wenn er auch auf eine andere Weise fasziniert. Hier wurden vor allem zwei Zutaten sorgsam gewürzt. Zum einen ein erstklassig ausgewählter Cast. Jake Gyllenhaal zeigt erneut warum er zu den talentiertesten Young-Stars in der Schauspiel-Branche gehört und gibt eine echt gute Vorstellung ab. Dabei sind auch noch Robert Downey Jr. und Mark Ruffalo. Ebenfalls zwei sehr gute. Zum anderen die Atmosphäre, die im Gegensatz zu "Panic Room" gerade durch Eleganz und Sorgfalt überzeugt. Dabei wird auf eine schicke Optik geachtet, die auf jeden Fall einen echten Hingucker gibt. Die Stärke des Films liegt zum größten Teil - ungewöhnlicher weise bei einem Thriller - nicht an vielen Wendungen sondern einem interessanten und fest haftenden Werdegang, der extrem clever und interessant inszeniert ist. Die volle Laufzeit starrt man gebannt auf den Bildschirm und stellt fest wie sehr einen dieser Film doch beschäftigt, obwohl nicht so viel passiert. Dabei zeigt er sehr gut wie ein Mörder, sich nicht auf dir Morde selbst fixiert, sondern einen großen Wert auf viel Beachtung legt. Hierbei werden auf spannendste Weise die Medien mit einbezogen. Kein Twist, kein Aha, kein "er war also der Zodiac-Mörder"-Effekt. Einfach eine interessant festgehaltene Krimi-Geschichte. Ein Meisterwerk, ein kleiner Rohdiamant für mich.
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stalker 2011/10/26 01:38:00
Antwort löschenAlien3 ist der beste Alien, also viel Spaß im Voraus!
Teknik 2011/10/26 01:57:49
Antwort löschenthe game lohnt sich auf jeden fall auch... muss man gesehen haben
Punsha 2011/10/26 02:23:46
Antwort löschenZodiac zählt eindeutig zu den detailliertesten Thrillern, toller Film!
patcharisma 2011/10/26 02:33:09
Antwort löschenSo ein langweiliger und überschätzter Schnarch-Film, der nicht mal eine Clue zu bieten hat...
Stefan_R. 2011/10/26 10:23:17
Antwort löschenSchöner Kommentar zu einem wahnsinnig spannenden Film. Hätte nicht gedacht, dass die minutiöse Ermittlungsarbeit mich so fesseln würde.
fkfilmkritik 2011/10/26 12:53:15
Antwort löschen@stalker: Wirklich? Mir hat ja schon der erste supergut gefallen.^^
@Teknik: I know, I know. ;)
@Punsha: Righty right.
@pat: Schade, dass er dir nicht gefällt. :D
Stefan_R.: Danke, ja geht mir ganz genau so. :)
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dustyOn3 2011/11/29 22:14:25
Antwort löschen"The Game" ist genial. Unbedingt angucken.
NiRaF 2011/11/30 20:19:03
Antwort löschenAlien 3 ist hammer, aber der erste ist doch der beste, find ich. Aber danach kommt direkt Nummer 3, und ganz sicher nicht "wir-ballern-die-im-ersten-Film-als-fast-unsterblich-geschilderten-Aliens-alle-über-den-Haufen!"-Teil 2. Typisch Cameron!
loveissuicide 2011/10/23 09:45:54
Kommentar löschenMal etwas anderer Serienkiller-Thriller, wo die Nachforschungen für seine Ergreifung im Vordergrund stehen. Hat mir sehr gut gefallen, auch die musikalische Untermalung war sehr gut gewählt.
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Digit 2011/10/19 15:39:53
Kommentar löschenDer Film trifft genau meinen Geschmack, Fincher ist einfach der Beste!
Tolle Atmosphäre, tolle Bilder, klasse Musik und super Schauspieler.
Ich finde ihn zu jeder Zeit Unterhaltsam und spannend. Bin noch am überlegen ob er eine 10 ist, denke mal schon, am besten hol ich mir erst mal Kekse...
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Patrick Zecca 2011/09/25 23:57:48
Kommentar löschenWer viel Action und eine mit Drama und Spannung vollgepackte Story erwartet wird von diesem Film ohne Zweifel enttäuscht sein.
Der Streifen ist (wohl) sehr realitätsnah und eben diese ist nicht immer dafür geeignet ein "Lieblingsfilm" oder ein "Ausgezeichnet" zu ergattern, auch wenn ich zu Beginn noch daran glauben konnte, denn im ersten Drittel fehlen weder interessante Dialoge, eine spannende (Mord-)Geschichte, noch eine herausragende Besetzung, all dies ist vorhanden.
Doch je länger der Film dauert, desto mehr verfällt man in eine, wenn auch wenig ausgeprägte, Lethargie. Hierbei kann man David Fincher einzig und allein vorwerfen, das Werk nicht ein wenig schneller zum Ende zu bringen und so eine zwischenzeitliche, recht lange, handlungsarme Phase zu vermeiden, dann hätte "Zodiac" zweifellos auch ein "Ausgezeichnet" von mir erhalten können.
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Chewbacca 2011/09/22 18:49:58
Kommentar löschenGut zu wissen, dass selbst ein David Fincher nicht nur bares Gold auf die Waage legen kann, denn “Zodiac” ist einer der langweiligsten und langatmigsten Streifen, die ich je gesehen habe. Dabei ist die Atmosphäre so dick, dass man sie mit dem Messer teilen könnte und auch wirklich stimmig. Alles wirkt realitätsnah und die Stimmung ist furchtbar, leider fehlt der wirkliche Spannungsbogen, denn eine Handlung ist so wirklich nicht vorhanden. Auch die Darsteller, besonders Jake Gyllenhaal, vermitteln die Story sehr schön, leiden aber unter demselben Problem.
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Ich-Bin-Viele 2011/09/13 19:07:20
Kommentar löschenMan muss es Fincher zu Gute halten, dass er sich wirklich erstaunlich nah an den echten Zodiac-Fall gehalten hat; gerade bei einem Killer ohne Gesicht war es sicher verlockend die Lücke mit einem einprägsamen Erzbösewicht zu füllen. Stattdessen bleibt der Film ziemlich offen, auch wenn man es sich nicht verkneifen konnte, die populärste Lösung des Zodiac-Falles als Wahrheit zu suggerieren.
Die Konstruktion der Handlung wie auch der Spannungsbogen wirken ein wenig ungewohnt, doch auch hier wieder ist dies Resultat davon, dass man sich tatsächlich einigermaßen an die Vorgaben der Realität gehalten hat, statt sie dramaturgisch sinnvoll umzusortieren. Unterhaltungstechnisch vielleicht ein Manko, für die Authentizität gibt's von mir aber ein Plus. Die Darsteller sind allesamt gut, wenn auch nicht sonderlich erinnernswert, vor allem die Performance von Gyllenhaal als Robert Graysmith lässt Konturen vermissen. Der Hauptdarsteller ist aber sowieso keiner der aktiven Figuren, sondern die unbekannte Person, die hinter den Briefen und Chiffren steckt: das schaurige Rätselfieber, das die USA in den 70ern packte, ist auch heute noch spürbar - gerade weil alle Briefe, Taten und Zitate des Killers original in den Film implementiert wurden.
Ein wirklich guter TrueCrime-Film, den ein paar mehr spürbare Hauptfiguren hätten wirklich exzellent machen können.
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Glücksritter 2011/08/29 00:27:01
Kommentar löschen"Ein schwarz kostümierter Mann stach mit einem Messer auf die am Boden liegende 22-jährige zehn Mal ein und verletzte ihren 20-jährigen Freund mit sechs Messerstichen schwer [...] Weiterhin behauptete Zodiac in einem seiner Briefe 37 Morde begangen zu haben. Der Täter ist bis heute noch nicht identifiziert worden"
David Finchers 'Zodiac - Die Spur des Killers' erzählt die Geschichte einer faszinierenden, bisher ungelösten Mordserie in den Siebzigern, die in den Staaten jahrelang für Aufsehen sorgte. Gekonnt authentisch zeigt Fincher, was für ein Bezirks-,Revier-, und Beamten-Chaos es damals gewesen sein muss, frei nach dem Motto "ich bin dafür nicht zuständig, das interessiert mich nen Scheiss". Die eine Abteilung besitzt kein Fax-Gerät, die andere wurde nicht über diese und jene Beweise informiert, die nächste kennt nicht die relevanten Akten der vorherigen usw. etc. Sehr detailliert und ausgefeilt werden dem Zuschauer die Ermittlungsarbeiten vorgeführt, die wirklich interessant, aber auch nach einer Zeit recht verwirrend sind. Die Länge des Streifens finde ich aber trotzdem vollkommen gerechtfertigt, da sich der Fall ja von 1968 bis ins Jahre 2004!!! zog, in dem der Fall offiziell eingestellt wurde. Jake Gyllenhaal überzeugt in seiner Rolle als behutsamer, defensiver Freizeit-Detektiv und wird sogar am Ende selbst Teil des mysteriösen Puzzles. Auch der versoffen geniale Klatschreporter Paul Avery wird gekonnt von Robert Downey Jr. umgesetzt und trägt zur bis zum Ende spannenden, schön verwirrenden Atmossphäre bei.
'Zodiac - Die Spur des Killers' ist eine würdige Verfilmung eines äußerst gerissenen Serienmörders, ein hochspannendes Katz u. Maus Spiel bis zum Schluss, der ja eigentlich keiner ist, da der Täter bis heute nicht gefunden wurde. Daumen hoch.
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barneb 2011/06/30 00:00:56
Kommentar löschenSehr lang, aber spannend bis zum Schluss und cool besetzt.
Außerdem ein muss für Fincher Fans nach Sieben, The Game, Fight Club, Benjamin Button und Social Network nun NOCH ein Film der mir gefallen hat.
Fincher avanciert neben Guy Ritchie zu meinen Top Regisseuren.
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Haschbeutel 2011/06/24 01:00:19
Kommentar löschen"Where have you been? I've been waiting since 7:00."
Ja, warten ist ein gutes Stichwort für den Streifen. Die erste Stunde war sehr spannend. Typisch für Fincher mit vielen optischen Spielereien, viel Zeit für die Charaktere aber auch die "Whodunit"-Jagd ist ziemlich klasse gelungen. Die Morde sind gut inszeniert, das sortieren der Puzzleteile unterhält und das psychologische Unsicherheitsfaktor, den der Killer verbreitet, hält bei der Stange. Dann beginnt die zweite Stunde. Und - wie im realen Vorbild - tritt der Fall auf der Stelle. Aber wie! Der Zuschauer wartet. Und wartet. Und wartet. Und nichts passiert. Jake stackst durch das Bild, Robert säuft sich einen ab und hin und wieder fällt das Wort Zodiac. Immer wieder wird das von optischen Spielereien unterbrochen, die weder irgendwas vorwärts bringen, noch sonst von Nutzen sind. Die Jahre vergehen im Film, die Spieldauer allerdings gar nicht. So wie die Protagonisten nicht vorwärts kommen, habe ich mich auch als Zuschauer gefühlt. Die letzte halbe Stunde zieht der Film dann nochmal an, nämlich dann, wenn wieder Schwung in die Ermittlung kommt. Trotz allem finde ich die 2,5h Spielzeit einfach zu lange. Viel zu lange. Ich warte nämlich schon nach knapp der Hälfte sehnlichst auf das Ende. Ne, war irgendwie nicht so meins, der Film.
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Schandmaul 2011/06/24 13:06:43
Antwort löschenDu hast die Stimmung ab der zweiten Stunde sehr gut eingefangen!
george.taylor 2011/06/22 19:12:25
Kommentar löschenDen Film heute zum 4ten Mal gesehen. Er wird mit jedem Mal besser. Die Atmosphäre, die Stimmung, die "Auflösung" sind mitreissend. Und das wobei der Film so ruhig dahinfliesst. Unglaublich. David Shires Musik tut ihr Übriges.
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Liisaaa 2011/06/15 14:13:09
Kommentar löschenDer Film ist mittelmässig bis gut, jedoch fehlt ein bisschen mehr Action und Grips. Das Ende ist offen und daher gut für Spekulierungen.
Jake Gyllenhaal hat der Ruf eines netten Schwiegersohnes und passt daher nicht sehr gut in diese Rolle.
David Fincher hat gute Arbeit geleistet aber es ist definitiv nicht sein bester Flm.
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DeDavid 2011/06/13 17:32:54
Kommentar löschen"Just because you can't prove it, doesn't mean it's not true."
Finchers zweiter Diskurs mit einem Serienkiller als Sujet nach "Se7en", diesmal nach wahren Begebenheiten (An dieser Stelle ein großes Lob für die Faktengenauigkeit, die der Regisseur uns serviert. Viele Filme mit realem Hintergrund kranken nämlich an ihrer etwas zu souveränen Umsetzung), schafft es gleichzeitig, dem Rezipienten Geduld abzufordern und ihn mit der akribischen Spurensuche seiner drei Hauptdarsteller zu fesseln. Dass Fincher sich als Freund von ausgedehnter Laufzeit profiliert, hat er bereits mit "Fight Club" (Wow!) und ein Jahr später mit "The Curious Case of Benjamin Button" (Gähn!) eindrucksvoll bewiesen. Einen Spannungsbogen bei relativ wenig Gewalt und umso mehr ruhiger Sequenzen aufrechtzuhalten, fällt gewiss nicht allzu leicht. Doch dank der sinistren Atmosphäre und der latenten Bedrohlichkeit wurde diese kleine Stolperfalle meisterhaft umgangen.
PS. Es gibt noch weitere Verfilmungen über Zodiac, die weitaus schlechter sein sollen.
Der Tiefpunkt bleibt jedoch der vierteilige TV-Film "Zodiak – Der Horoskop-Mörder" aus Österreich, der auch schon bei uns ausgestrahlt wurde. Gekonnt übersehen!
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fetabitch 2011/06/13 13:32:01
Kommentar löschenviel gelb, nachher mehr blau, das fiel mir neben dem vielen gerede und rumgeeiere am meisten auf.
am besten war eine der letzten szenen; jake gyllenhaal ist bei einem älteren 'informanten', wird plötzlich total paranoid und nimmt schleunigst reißaus. da schauert man mal schön mit.
aber klar, der film ist mehr... drama? krimi? als thriller. also viel spannung kann man nicht erwarten, eher die geschichte einiger menschen die über dem ungelösten zodiac rätsel letztlich im leben zu scheitern drohen.
robert downey jr. kommt dabei...komisch rüber. konnte ihn nicht ganz ernst nehmen.
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Isolation 2011/06/05 19:39:18
Kommentar löschenMit "Zodiac - Die Spur des Killers" geht Regisseur David Fincher auf Spurensuche. Gemeinsam mit einem gut spielenden Jack Gyllenhaal, Robert Downey junior und einem fantastischen Mark Rufallo versucht der Mann noch mehr Perfektion in sein Werk zu bringen, alles richtig zu machen. "Zodiac" ist fast wie eine Dokumentation, verschiedene Kameraeinstellungen unterstützen diesen Look.
Ermittlungen sind kein Kinderspiel. Sie kosten Zeit und Nerven. Sie verlieren sich in Irrwegen und falschen Vermutungen. All dies war nicht nur beim wahren Zodiac-Killer der Fall, sondern Fincher will es auch den Zuschauern zeigen - stellt Anforderungen.
Deswegen kommt der Film anders daher, hat nur wenig Highlights zu bieten und könnte aus einer anderen Kinowelt stammen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein und kann gar eine gelungene Abwechslung schaffen.
Jedoch will "Zodiac" manchmal etwas zu genau, zu vertieft und zu vollkommen sein. Hier will man einen echten Kriminalfall zeigen, zeigt dabei aber auch Szenen, die überflüssig und nicht weiter von Bedeutung sind. So entstehen einige Längen und auch recht spannungsarme Momente und Dialoge.
Für Perfektionisten - darunter fällt Herr Fincher - sicher wunderschön anzusehen, für andere Zuschauer annehmbar und für einige eine regelrechte Tortur. Ich zähle mich zu der zweiteren Gruppe.
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hoffman587 2011/06/05 19:43:19
Antwort löschenIch zähle mich auch zu den Zweiten, super, jetzt stimmts wieder;)
Isolation 2011/06/05 19:46:21
Antwort löschen:-)) Natürlich, ich habe Dich doch lieb und will's mir nicht verscherzen. :-P
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hoffman587 2011/06/05 19:48:23
Antwort löschenIch hab dich auch lieb;-)
Punsha 2011/06/05 20:08:24
Antwort löschenSchöner Kommentar und passende Bewertung! Klar hat der Film einige Längen, aber da es ein gut gespielter und wohl einer der detailliertesten Thriller ist, wird der Film interessant und sehenswert.
SpicyMåcHaggis 2011/06/03 20:59:58
Kommentar löschenZwar nimmt der Film in der zweiten Hälfte etwas ab, zeichnet nur noch ein Einzelportrait und wird zunehmend belangloser. Jedoch fängt der Film das Flair der 60er und 70er grandios ein und auch das Gegen-und Zusammenspiel der Akteure wirkt wie aus dem Bilderbuch.
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Dachsman 2011/05/24 00:08:31
Kommentar löschenWie viel Spaß man mit "Zodiac" haben wird hängt maßgeblich davon ab, wie viel Spaß man daran hat selbst am (ungeklärten!) Kriminalfall mitzurätseln. Fincher präsentiert akribisch zusammen gesuchte Fakten zu den Geschehnissen, ein Fall, ein Code, den es zu Knacken gilt, einer Obsession, der auch die Hauptcharaktere verfallen, die sich auf den Zuschauer übertragen muss. Wenn dies geschieht bekommt man 2 1/2 Stunden finchertypische Qualitätsarbeit. Wenn nicht bekommt man einen sehr langen Film, über einen Fall der nie wirklich gelöst wurde, mit stellenweise recht holzschnittartigen Charakteren (wobei das durchaus an "Se7en" angelehnt sein kann, den der Film durchaus das ein oder andere mal zitiert) und mäßig spannender Story.
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