Zoomania - Kritik

Zootopia / AT: Zootropolis

US · 2016 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 0 · Kriminalfilm, Animationsfilm, Komödie, Actionfilm, Abenteuerfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Mit Zoomania haben die Disney Animation Studios ein richtiges Brett abgeliefert, das jedoch für Kinder zu komplex und für Erwachsene zu vorhersehbar sein könnte. Wer darüber hinweg sehen kann, wird anschließend mit einem Film belohnt, der in Sachen Kreativität neue Maßstäbe setzt. Dazu kommen dann Themen wie Rassismus, Freundschaft und Politik, die einem doch zu denken geben können. Animations-Fans können hier nichts falsch machen und alle anderen werden hier auch ihren Spaß haben können.

    • 3 .5

      - - Dieser Kommentar erscheint im Rahmen der Moviepilot User-Kommentare-Wichtel-Aktion 2016 und ist meinem Lieben Filmfreund RolfMuller gewidmet. Ich wünsche einen schönen 3ten Advent! - -

      "Zoomania", ein weiterer Disney-Animationsfilm ohne Tiefe, Spannung und Spaß.

      Ich weiß nicht, was Disney mir mittlerweile überhaupt noch bieten will oder kann. Nichts was derzeit neu aus der Firma heraus kommt, kann mich mehr begeistern. Zuletzt der Reinfall mit "The Secret Life of Pets", dessen witzigste Szenen schon im Trailer zu sehen war und der Film sonst auch nichts mehr bieten konnte, so nun auch "Zoomania", der wieder die gleiche Story hat, nur anders verpackt. Irgendwie sind mittlerweile alle Animationsfilme aus dem Hause Disney so, deshalb wende ich mich mehr und mehr davon ab und sehe mir lieber die neuen Verfilmungen der alten Klassiker im realen Stil an. Was bietet "Zoomania" also, der neuste Streich, der von mir leider jetzt schon den Platz als der schlechteste Animationsfilm aus dem Jahr 2016 erhält?
      Wieder einmal gibt es ein Geschöpf, das unbedingt etwas erreichen will, was ihm jeder ausredet. "Sei du selbst, verwirkliche deine Träume". Diese Floskel gibt es fast schon in jedem Disneyfilm und fängt langsam eben auch an zu nerven. "Kannst du nicht, kann ich doch!" Jeder soll und will besonders sein, jeder will etwas beweisen. Im Grunde ist das ja nicht schlecht, das sehe ich ja ganz genau so, aber Leute, wir haben es kapiert. Natürlich geht es wieder mal nur die ersten 10 Minuten um dieses Thema, während sich der Rest des Films mit dem beschäftigt, was mich schon seit ein paar Jahren nervt. Es geht etwas verloren und irgendwer muss es wieder finden. Hierbei wird noch ein Fall ermittelt und ein kleiner Krimi mit Verschwörern draus gemacht, jedoch ist das auch nur eine Ausschmückung, die eben auch nicht viel hergibt. Wie schon erwähnt, es ist immer anders verpackt, es sind immer andere Tiere, Menschen oder von mir aus Aliens. Ich bin es leid, mir jedes Mal das Gleiche anzusehen und so konnte mich "Zoomania" so gar nicht begeistern. Den Witz mit dem Faultier hab ich jetzt vor dem Film auch schon tausend Mal gesehen, dass der schon einen Bart hatte und der Rest war einfach nicht zum Lachen.
      Warum der Film dennoch 3.5 Punkte erhält ist die Tatsache, dass die Animation toll war. Die begeistert mich im Grunde immer. Auch fand ich den Fuchs Nick Wilde (Jason Bateman) ziemlich cool und lässig. Außerdem gefiel mir Officer Clawhauser (Nate Torrence) sehr gut.

      "Zoomania", für Kinder sicherlich ein großer Spaß, für mich, leider gar nicht unterhaltsam.

      Sorry Rolf, dass mir der Film für deinen Wichtelkommentar nicht besser gefallen hat :(

      6
      • 8

        [...] "Zoomania" hat ganz klar das Herz am rechten Fleck und thematisiert aktuelle Geschehnisse. Da wird anhand von Hasen und Füchsen die ganze Bandbreite von Sexismus, Rassismus, Benachteiligung und Stereotypen abgearbeitet, und das oftmals ziemlich eindeutig. Das ist, vor allem für Disneyverhältnisse, neu, wertet den Film aber ungemein auf. Dass er sich dann am Ende selbst wenigstens ein bisschen in die Pfanne haut, weil die angeführten Beispiele im Bezug auf Menschen mal so gar nicht funktionieren, ist zu verschmerzen. Darüber hinaus sieht "Zoomania" atemberaubend schön aus, steckt randvoll mit popkulturellen Hinweisen und weiß, wie man sein Publikum bei Laune hält, egal wie alt es ist.

        8
        • 8 .5

          Es gibt keine besonders hochemotionalen Stellen oder Momente, die besonders im Gedächtnis bleiben, dennoch ist die Geschichte einer unterhaltsamer Krimi für Kinder und Junggebliebene.

          • 8

            Dem Kaninchen Judy Hopps bei ihren Ermittlungen zuzusehen ist ein großer Spaß für jung und alt. Mit Disneys vielleicht erwachsenden Animationsfilm erlebt man das Leben in einer fantastisch gestalteten Tiermetropole und bekommt ernste Themen wie Rassismus und Vorurteile so präsentiert, dass man nach dem Film noch lange darüber nachdenkt ohne das Gefühl zu haben das Toleranzmantra mit dem Holzhammer eingebleut bekommen zu haben.

            4
            • Im Podcast besprochen

              Auf der CineCouch geht es weiterhin animalisch zu. Jan und Paul haben sich bereits den neuen Disney-Animationsfilm angeguckt. ZOOTOPIA (in Deutschland als „Zoomania“ im Kino) besticht neben seinen putzigen Charakteren, seiner lustigen und spannenden Story und der wunderschönen Welt nicht zuletzt mit einer immens wichtigen Aussage. Und damit hat uns der Film enorm (positiv) überrascht.

              1
              • 7 .5

                Der Kinobesuch lohnt sich allein schon wegen der zahllosen visuellen Gags, die die praktischen Herausforderungen etwa des Nebeneinanderlebens von Tropentieren und Eisbären behandeln. Bereits die Zugfahrt, mit der das Landei Judy am Anfang in die große Stadt kommt, eröffnet ein atemberaubendes Tierreich-Panorama – und dieses Glücksgefühl wiederholt sich später bei vielen kreativen Details

                • 7

                  Zootopia macht Spaß. Er wird vermutlich Ende des Jahres einer der besten Animationsfilme von 2016 sein. Er ist enorm ambitioniert und fordert nicht nur Disneys eigene Klischeeklassiker wie "Wenn du an dich glaubst, kannst du alles schaffen" heraus, er stellt sich auch die große Aufgabe in einem Mainstream-Animationsfilm das Thema Rassismus zu behandeln. Und zwar nicht nebenbei, sondern als Antrieb der Story.

                  Obendrein ist der Voice-Cast fantastisch, die Animation exzellent, der Musikeinsatz oftmals extrem witzig und sogar die Popkultur-Referenzen die beim Konkurrenten Dreamworks oft anstrengend und nervig sind, sorgen hier für ein breites Grinsen wenn Disney seine eigenen Filme veralbert. Und wirklich: Wie kann man einen Film nicht lieben zu dessen obskuren Referenzen eine Anspielung auf den Underground-Klassiker Shut up, little man! in der schwule Antilopen-Version gehören. Da verzeiht man sogar, die umpfzigste Pate-Parodie, weil der Mini-Mafiosi so brillant animiert ist.

                  Dazu komm ein für das Genre ziemlich komplexer Plot, der neben witzigen Buddy-Cop-Momenten auch echt Spannung und Momente der Bedrohung erzeugen. Das Tempo stimmt, die Gags stimmen und auch wenn die aus dem Trailer bekannte Sloth-Szene wirklich witzig ist, ist sie keineswegs der beste Moment des Films. Aber spätestens seit Frozen und Inside Out hat Disney ja gelernt, dass es hilfreich ist ihre smarten Filme dümmer zu verkaufen - weil sonst die dummen Masse die gewöhnlich nur in Ice Age, Madagascar und Minions rennt, den Film ignorieren könnte.

                  Zootopia ist absolut sehenswert und bekommt seine insgesamt guten Kritiken zu Recht, denn er trägt das Herz eindeutig am rechten Fleck. Was man für sein Hirn leider nicht immer sagen kann.

                  Denn so sehr ich den Film mag und ihm niemals bewusst Rassismus vorwürfen könnte, seine völlig verhunzte Allegorie ist leider extrem schwierig und auch wenn ich während des Films versuchte sie zu verdrängen, blieb die ganze Zeit ein sehr ungutes Gefühl. Denn gerade in einem Film, der sich Rassismus und negativen Klischees und der Schädlichkeit von Unterstellungen und Vorurteilen abarbeitet ist es fatal, wenn er so schluderig mit seinen Analogien umgeht.

                  Okay. Die Tiere sind menschlich geworden und leben in Zootropolis gemeinsam friedlich zusammen. Die meisten sind Pflanzenfresser oder wie der Film sie nennt: Beute aber ca. 10% der Bevölkerung sind Raubtiere verschiedenster Art. Ganz klar hier geht es um Mehrheiten und Minderheiten und auch wenn Hops die erste Häsin im Polizeidienst ist, scheinen es doch die Beutetiere zu sein die diskriminiert werden. Schon zu Beginn schärfen Hops Eltern ihr ein sich vor Füchsen in Acht zu nehmen und bieten ihr eine Vielzahl an speziellen Anti-Fuchs-Waffen an. Und schon da knirscht der Film, denn wenn wir die Raubtiere als Analog zu einer schwarzen Minderheit sehen sollen, die der weißen Mehrheit gegenübersteht - was ist das für eine Welt in der dann industriell im großen Stil "Anti-Schwarzen-Spray" verkauft wird?

                  Und das viel größere Problem: Warum werden Schwarze (oder auch eine andere Minderheit) mit Raubtieren illustriert? Denn wenn wir dieser Logik folgen (und das tut der Film auch) dann sind ja sämtliche Ängste der Beutetiere gerechtfertigt, denn natürlich gibt es eine deutliche und klare Historie in der Raubtiere Beutetiere gejagt und getötet haben. Wenn Figuren des Films das biologisch-historische Argument anführen um Stimmung gegen die Raubtiere zu machen, dann soll das rassistisch wirken ist aber erstmal definitiv richtig. Natürlich haben Beutetiere zu Recht Angst, weil Raubtiere sie Ewigkeiten vernichtet haben.

                  Was eine ziemlich fragwürdige und gefährliche Allegorie ist, wenn wir wie der Film es tut die Raubtiere als analog zu Schwarzen sehen. Denn es waren kaum die Schwarzen oder andere ethnische Minderheiten die in der Vergangenheit die Weißen gejagt und gezielt getötet hat. Und diesen zu unterstellen, sie seien ja quasi gezähmte Wilde, die von den Weißen (Beutetieren) nur domestiziert wurden bringt uns in noch viel unangenehmeres Fahrwasser. Zootopia meint es gut, aber dadurch das er sich bewusst so deutlich gesellschaftspolitisch engagiert und so viel erzählen und deutlich machen möchte, verheddert er sich hoffnungslos in seinen Bildern, die wenn man es zu Ende denkt sehr bedenklich erscheinen. Devin Faraci beschreibt es in BirthMoviesDeath sehr treffend, wenn er bemängelt dass der Film einerseits der Gags zuliebe die typischen Klischees von Rassen und Tierarten ausspielt, weil sich alle so verhalten wie man es erwartet - aber gleichzeitig anprangert, dass der verschlagen-schlaue Fuchs nur als schlau und verschlagen wahrgenommen wird. Nachdem der Mafia-Maulwurf das schlimmste Pate-Klischee erfüllt, schreibt Faraci er sei froh, dass sie im Film keinen Bankier gezeigt hätten.

                  So wie den Schwarzen unterstellt wurde sie würden sich durch Ghetto-Drogen wie wilde Tiere benehmen und die weiße Mittelschicht bestialisch angreifen, so sind es in Zootropolis die Raubtiere, die durch eine Droge wieder in ihren animalischen Mörderzustand zurückfallen, sie degenerieren quasi. Und so nett gemeint Breaking Bad Gags sind und gezeigt wird, das ja letztlich korrupte, reiche Weiße ähm Beutetiere dahinterstecken, die die Raubtiere diskreditieren wollen, so unglücklich wirkt diese Enthüllung wenn sie darauf fußt, dass es eine tatsächliche Grundlage dafür gibt, dass Schwarze ja nur gebändigte Wilde sind, deren Urinstinkt es ist die Weißen anzugreifen und zu töten.

                  Und je länger man darüber nachdenkt, desto holperiger erscheint das gesamte World-Building von Zootopia und desto mehr fallen die ganzen Metaphern auseinander. Und wie es Kollege Sebastian bemerkte: Vielleicht wäre es gut gewesen, in einem Film über Rassismus nicht die einzige nennenswerte schwarze Sprechrolle die des Polizeichef (Idris Elba) sein zu lassen.

                  Wie gesagt, Zootopia gebührt viel Anerkennung für seinen Unterhaltungswert und den Mut sich überhaupt mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Und gerade deswegen ist es schade, dass er sich durch sehr unglückliche Metaphern auch viel wieder kaputt macht.

                  Ansehen solltet ihr ihn euch trotzdem.

                  16
                  • 7 .5

                    Eine Tour durch die Nebenstraßen von Zoomania ist ein erfrischender Mix von Farben und gut detailliertem Design. [Peter Travers]

                    • 8 .5

                      Witzig, clever, regt zum Nachdenken an - und auch noch sehr musikalisch. [Neil Genzlinger]

                      1
                      • 6

                        [...] Doch die schwache Lösung der provokanten Frage des Films - sind wir nicht selbst Tiere, zivilisiert, aber letztendlich primitiv? [...] - hat den Werner Herzog in mir am lautesten lachen lassen. [Michelle Orange]

                        • 8 .5

                          Mit einer Mischung aus aktuellen Themen, hervorragender Synchronisation, wunderbaren Animationen und lauten Lachern [...] hat man mit Zoomanie einfach eine schöne Zeit im Kino. [Gary Goldstein]

                          1
                          • 8

                            Es wird daher zeitweilig ein wenig sehr düster in Zoomania und das überrascht dann schon, erhöht aber andererseits nur weiter das Niveau einer auch sonst durchgängig sehr engagierten, optisch überzeugenden und detailverliebten Produktion. [Volker Robrahn]

                            1
                            • 7 .5

                              Zugegeben, der Plot von Zootopia ist erwachsener als jene der alten Disneyfilme. Doch trotzdem gibt es für die Kleinen genug zu staunen und zu lachen. [Christoph Schelb]

                              • 7 .5

                                Viel Witz, ansprechende Figuren und Tiefgang, wo man eigentlich keinen erwarten würde, machen Zoomania zum rundum gelungen Kinoerlebnis. [Diemuth Schmidt]

                                • 7

                                  [...] Kinder werden mit Zoomania eine Menge Spaß haben und lernen warum Fuchs und Kaninchen doch Freunde sein können. Erwachsenen wird dagegen ein Spiegelbild unserer sexistischen und rassistischen Gesellschaft vorgehalten, die nach außen hin vorgibt geheilt zu sein, doch im Innern weiterhin von Angst regiert wird, was leider der aktuelle Siegeszug des Polit-Darstellers Donald Trump deutlich zeigt. [...]

                                  6
                                  • 8 .5

                                    So wird Zoomania zu einem ganz wunderbar witzigen Animationsfilm über Tiere, Freundschaft und Toleranz. Gerade das richtige für die heutige Zeit. [Anna Wollner]

                                    • 7 .5

                                      Die Pressevorführung habe ich in Begleitung dreier achtjähriger Mädchen besucht. Alle drei waren begeistert ob der farbenfrohen Welt, die sich da vor ihren und meinen Augen entfaltet hat. Die Geschichte bietet die altbekannten Botschaften von Mitmenschlichkeit, Freundschaft und besonders „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst.“ Im Verlauf der Handlung geht es zusehends komplexer zu, sodass Kinder nicht mehr jeden Aspekt verstehen werden, aber auch das ist ja ein bewährtes Muster heutiger Animationsfilme, damit sich auch die Erwachsenen nicht langweilen. Das gelingt, ich bin gern bei der Stange geblieben.

                                      Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

                                      1
                                      • 9

                                        Obwohl alles mit einem typischen Disney-Thema vom eigenen Traum und An-Sich-Glauben beginnt, werden diese allgemein bekannten Stereotypen glücklicherweise an den allermeisten Stellen auf das Nötigste begrenzt. Stattdessen stehen der Dauerkonflikt zwischen Nick und Judy, die sich gegenseitig austricksen, und der überraschend wendungsreiche Kriminalfall im Mittelpunkt.
                                        Animationsspaß, der dank Spannung, Situationskomik und mit Faultier Rüdiger Hoffmann punktet.

                                        • 4

                                          Animationsfilm über eine Großstadt, in der alle Tierarten friedlich zusammenleben. Die schöne Ausgangsidee von einer toleranten Welt wird nach einem starken Beginn leider nicht zu einer tragfähigen Geschichte ausgebaut: Das immergleiche Prinzip vom Widerlegen von Vorurteilen wirkt didaktisch, die Krimigeschichte überkonstruiert. [Kai Mihm]

                                          1
                                          • 9

                                            GeSneakt

                                            Wäre es nicht schön, wenn wir alle einfach friedlich zusammen leben könnten? [...] Dieser seit jeher präsenten, in Anbetracht der fatalen realen Zustände höchst attraktiven Wunschvorstellung nahm sich das Kino zumeist in Form opulenter Science-Fiction-Filme an, nun jedoch abstrahierte Disney den Zustand des kunterbunten Miteinanders auf die Tierwelt und schuf ZOOTOPIA – eine quietschlebendige Welt, in der Jäger und Beute gemeinsam eine belebte Metropole besiedeln, weil das wilde, unbeherrschte Dasein der Vergangenheit angehört. [...] Es geht um Träume, um Selbstvertrauen und -verwirklichung, um dem Willen ein Teil von etwas zu werden, das einem konzeptuell eigentlich keinen Platz einräumt. [...] ZOOTOPIA, bzw. die Heerschar an Autoren, die ihn geschrieben haben, begeht hier – und das ist die erste von vielen großartigen Aussagen, die der Film zwischen den Zeilen trifft – nicht den Fehler, uns auf’s neue vorzugaukeln, was der “American Dream“ so lang er existiert und Hollywood in tausendfacher Ausführung seit jeher an Unwahrheiten verbreiteten, sondern zeichnet ein weitaus glaubhafteres Bild: Es reicht eben NICHT etwas bloß ganz fest zu wollen, damit es geschieht. In Gegenteil: entgegen aller Erwartungen an einem Ziel festzuhalten, ist verdammt harte Arbeit, man wird immer wieder Rückschläge in Kauf nehmen müssen und die Flut an Steinen, die einem in den Weg geschmissen werden, ebbt nicht ab, bis man auch noch dem allerletzten Zweifler (und Neider) unmissverständlich klar gemacht hat, wie ernst man es meint und dass man es bringt. [...] Die ausufernde Kreativität, mit der die Macher diese Welt erschaffen und Szene um Szene mit ganz großartigen Ideen garnieren, sorgt für einen Facettenreichtum, der sicher auch beim x-ten Besuch noch überraschende Details entdecken lässt – Smoothie-Stände mit Lift-Funktion und metergroßes Eis am Stiel sind nur die Spitze des Eisbergs. Großartig, einfach nur großartig. [...]

                                            29
                                            • 7

                                              Als Buddy Movie für jüngere Kinobesucher/innen sollte Zoomania dennoch hervorragend funktionieren, während sich die erwachsenen Begleitungen an locker eingestreuten Anspielungen auf Der Pate oder Breaking Bad laben können. [Christian Horn]

                                              • Popcornfilme 23.02.2016, 20:14 Geändert 13.04.2016, 15:21

                                                (...) Wir hatten hohe Erwartungen an "Zoomania", die begleitet waren von der Befürchtung, dass die Trailer-Szene mit Faultier Flash, die witzigste im ganzen Film gewesen sein könnte. Und diese Befürchtung erwies sich als falsch! Der Verlauf der Geschichte von "Zoomania" ist zwar relativ einfach und vorhersehbar, aber das ist unserer Meinung nach auch das einzig kindliche an diesem Film. Die Handlung wird bereichert durch einen Lacher nach dem anderen. Entweder man lacht über die vielen Details oder die absichtlich angedeuteten Parallelen zu anderen Filmen oder Serien. Oder aber man schmunzelt über das Wahre und Gesellschaftskritische in der Geschichte. So werden die Polizisten als empathieloser Prügelhaufen und die Beamten als langsame Faultiere dargestellt, sogar Themen wie Rassismus und die Unterdrückung von Minderheiten werden angesprochen.

                                                Und obwohl der Streifen als Disney-Film, fast ohne gesangliche Elemente auskommt, ist der Soundtrack von Shakira sehr passend und gelungen.
                                                Nur die deutsche Übersetzung des Titels ist, wie so oft, mal wieder völlig sinnbefreit. Aber es ging leider nicht anders, da ein dänischer Zootopia die Namesrechte inne hat, und daher eine Übersetzung nicht möglich war. (...)

                                                • 8 .5

                                                  Zoomania kommt als wild unterhaltsamer Animationsfilm daher, gerade als man dachte, das Genre hätte sich in seiner Originalität erschöpft. [Michael Rechtshaffen]

                                                  • 7

                                                    Zootopia funktioniert überraschend gut als klassische LA-Detektivgeschichte [...] mit einem erwachsenenfreundlichen Whodunit und einer Wir-schaffen-das!-Botschaft für die Kleinen. [Peter Debruge]

                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=2948356&c0=movpa krit