Zwischen Himmel und Hölle
Tengoku to jigoku (1963), JP Laufzeit 143 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 03.06.1963
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2 Kommentare
Keine
von Akira Kurosawa, mit Toshirô Mifune und Tatsuya Nakadai
Akira Kurosawa zählt zu den grössten Filmschaffenden aller Zeiten, er war der Kaiser des japanischen Kinos, ein Meister in allen Erzählklassen. Sein Spielfilm “High and Low” ist eines der schönsten Beispiele der modernen Art, taucht er hier doch voll ein ins Grossstadtleben und die Höhen und Tiefen, die sich da ausmachen lassen. Er erzählt von einem Grossaktionär, dessen Sohn gekidnappt wird und der eine exorbitante Summe für seine Freilassung bezahlen soll. In diesem Gegenwartsdrama ist seine visuelle Kunst besonders intensiv spürbar. Meisterlich inszeniert er seine Handlung sowohl in den Innen- wie den Aussenraum. Die Schauplätze sprechen für sich, erzählen ihre Geschichte. Kurosawa war auch ein Künstler der Arbeit in der Tiefe, was gerade in diesem Film beeindruckend zum Ausdruck kommt. Hier oben der reiche Besitzer, da unten der arme junge Schlucker. Um sie herum die Umstände einer knallharten Wirtschaft, in der Qualität immer weniger zählt und ein städtischer Humus, in dem einer unbemerkt draufgehen kann. Akira Kurosawa ist im Westen vor allem mit seinen historischen Filmen bekannt geworden. Aber er hat auch eine lange Reihe von gegenwärtigen Filmen gestaltet, und dieser gehört zu den eindrücklichsten Beispielen darunter. Er ist spannend wie ein guter Krimi, sozial engagiert wie ein Gesellschaftsdrama, kühn cadriert wie ein modernes Leinwandstück und hervorragend gespielt.
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Cast & Crew
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Akira Kurosawa
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Toshirô Mifune
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kingo Gondo
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Tatsuya Nakadai
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chief Detective Tokura
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Kyôko Kagawa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reiko Gondo
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Kyoko Kagawa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reiko Gondo
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Tatsuya Mihashi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kawanishi
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Isao Kimura
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Arai
Regie
Schauspieler
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Kenjirô Ishiyama
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chief Detective Taguchi
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Takeshi Katô
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Nakao
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Kôji Mitsui
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reporter
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Hideo Oguni
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Ryûzô Kikushima
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Eijirô Hisaita
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Akira Kurosawa
- Genre
- Thriller
- Handlung
- Chauffeur, Erpressung, Kindesentführung, Klassiker, Manager
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Drehbuch
Filmdetails Zwischen Himmel und Hölle
Trailer zum Film Zwischen Himmel und Hölle
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Kommentare (2) — Film: Zwischen Himmel und Hölle
Kommentar schreibenxtheunknown 2012/01/02 13:03:32
Kommentar löschenying und yang, schwarz und weiss, himmel und hölle, high and low. in diesem komplexen meisterwerk treffen die gegensätze aufeinander und werden aus verschiedenen blickwinkeln gezeigt. die charaktere stehen in unterschiedlichen beziehungen zu ihrer umwelt, mal in guter resonanz mal in schlechter. hochspannend ist die akribische arbeit der polizei die vom tiefsten drogen ghetto bis in die oberen vorstandsetagen von gondos firma nach spuren sucht. traurig das nur kurosawas samurai filme in deutschland (sogar in mehreren auflagen) erhältlich sind, dieser aber weitgehend unbekannt ist. dabei ist himmel und hölle mindestens genauso gut wie 7 samurai.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Tyler__Durden 2012/01/02 13:07:21
Antwort löschenSogar etwas besser. Mein Lieblings Kurosawa.
xtheunknown 2012/01/02 13:50:53
Antwort löschenmuss den noch sacken lassen, dann schaue ich mir beide noch mal an.
Tyler__Durden 2010/07/11 12:43:53
Kommentar löschenIn Worte fassen kann ich das was ich gesehen habe jetzt noch nicht wirklich. Tengoku to jigoku ist einer dieser Filme bei denen man sofort wenn -„The End“- auf dem Bildschirm erscheint, weiß das man gerade was großartiges erlebt hat. Das Augenmerk liegt dabei auf erlebt, den Kuorosawa’s Crime Thriller kann man nicht nur einfach sehen. Deswegen verzeiht mir das geschwärme, aber der Film lässt mir einfach keine andere Wahl als ihm einen Ring an den Finger zu stecken, den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen und mit Einhörnern und Feen durch Grünes Gras zu hüpfen. Was auf den ersten Blick wie eine Folge aus Law and Order aussieht entwickelt sich schnell in ein hoch spannendes Crime Drama das durch die angesprochene Spannung zu unterhalten weiß aber sogleich auch den Geist anregt, was ja Kurosawa immer wichtig war. Denn egal wie „Light“ das Ausgangsmaterial ist, Kritik wird immer geübt. In Tengoku to jigoku, was soviel heißt wie „Himmel und Hölle“ wird von Kurosawa dieses mal nicht nur Loyalität, Ethik und Moral auseinandergenommen sondern auch mal ganz nebenbei der absurde Hass unter unserer eigenen Spezies zueinander analysiert. „Himmel und Hölle“. wie im Titel schon enthalten. stehen im Film für die Einteilung von uns Menschen in einer Gesellschaft in der die Kluft zwischen Arm und Reich stetig steigt. Der Himmel repräsentiert das angesehne, wohlhabende Volk, die Hölle den Abschaum der Gesellschaft. Charakterisiert wird dies schön in der Szene kurz vor dem Ende mit der drogenabhängigen Prostituierten. Sie und die Umgebung in der wir uns gerade befinden stellt die Hölle dar, ein Slum voller Junkies. Der Dreck unserer Gesellschaft. Und sie ist nun mal eine der Einwohner, deshalb auch das Desinteresse der Polizisten an ihrem Leben und die komplette Abstinenz von Empathie. Alles was für sie zählt ist den Verbrecher am Kragen zu packen damit er für das Verbrechen büßen kann was er einem der „Himmels“ Bewohner angetan hat. Wenn dies heißt das eine Drogenabhängige Prostituierte dran glauben muss ist das natürlich legitim. Kurosawa zeigt deutlich welche großen Barrieren selbst heute noch in unserer Gesellschaft herrschen. Deshalb hat auch das Finale in dem sich Himmel und Hölle gegenüber sitzen so viel Gewicht. Werde da aber nichts Spoilern, obwohl es selbst da so viel zu erzählen gibt dank der unglaublich guten Bildsprache Kurosawas z.B. mit der Reflektion im Spiegel und so weiter. Hier wird so viel erzählt ohne auch nur ein Wort zu sagen, subtil ist so einiges. Ein Beispiel für die Subtilität und die schiere Kraft der Bilder, die nun nicht so Spoilerlastig ist, ist wohl die Szene in der der Chauffeur Mifune’s Charakter anfleht das Lösegeld zu bezahlen. Mifune ihm aber aus dem Weg geht, jedenfalls versucht er es, aber hinter ihm sind nur die vorhänge die das Fenster verdecken, er ist gefangen in dieser Situation und kommt nicht heraus. Eine essentielle Charakter Szene und mit eine der Emotional Stärksten um gesamten Film. Da sie das innerliche Dilemma dieser Person so präzise verdeutlicht ohne auch nur etwas zu sagen. Großes Lob dabei geht natürlich auch an Toshiro Mifune dessen Elektrische Performance als Kingo Gondo mit eine seiner besten ist. Dazu bekommen wir noch Tatsuya Nakada der den Kommissar spielt und vor allem im Zweiten Akt die Hauptrolle ist. Auch Shimura gibt uns die Ehre aber leider nur für eine kurze Zeit. Herauszuheben ist aber ganz klar Tsutomu Yamazaki der den Kidnapper verkörpert und gegen Ende hin immer häufiger auftaucht bis zum Finale in dem er eine Explosion des Wahnsinn und der Verzweiflung loslässt. Auch wunderbar ist die Einteilung der Geschichte, die ersten 55 Minuten Spielen z.B. ausschließlich in einem Zimmer was unglaublich viel Raum für die Atmosphäre heißt und unglaublich wenig Raum für die Charakter und dessen Problem um sich zu verstecken. Denn wie immer in Kurosawas Filmen geht es ihm mehr um die Charakter als um die Story, jede Kleine Nuance wird ausgekostet so das jeder Charakter, so klein seine Rolle in dem Großen Ganzen auch sein mag, auch wirklich ein dreidimensionaler Charakter ist.
Nun jetzt hab ich hier viel Unsinn geredet und mich wie ein kleines Schulmädchen verhalten das zum ersten mal Glitzer Vampire auf der Leinwand zu sehen bekommt.
Wie heißt es aber am Ende des Films ”I’m not interested in self-analysis”.
Wie sie wollen Herr Kurosawa, ich weiß ja das sie es nicht mögen wenn man ihre Werke zu stark Analysiert. Dies habe ich hier zwar nicht wirklich gemacht es ist mehr eine Liebeserklärung aber trotzdem halt ich jetzt einfach meinen Mund und schau mir den Film einfach ein weiteres mal an. Danke jedenfalls für einen der besten Filme den ich je sehen durfte.
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the traveler 2010/11/10 00:16:10
Antwort löschenEin Meisterwerk. Habe ihn gestern gesehen, bin dank deines Kommentars auf den Film gestoßen. Danke dafür ;-)
Tyler__Durden 2010/11/10 09:31:54
Antwort löschenBitte dafür. Der Film hats verdient von mehreren gesehen zu werden.