5 Gründe, warum Mel Gibson ein guter Regisseur ist

Mel Gibson am Set von Hacksaw Ridge
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Durch seine Rollen in Mad Max und Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis stieg Mel Gibson einst zu den bestbezahltesten Schauspielern Hollywoods auf. Doch erst als er selbst Regie führte, wurde Gibson auch mit einem Oscar prämiert. Für sein Schlachtenepos Braveheart gewann er im Jahr 1996 den Preis für die Beste Regie und den Besten Film. 21 Jahre danach ist er erneut für beide Kategorien nominiert. Mit seinem Kriegsdrama Hacksaw Ridge feiert Mel Gibson, 10 Jahre nach Apocalypto, sein Comeback. Hacksaw Ridge ist für insgesamt 6 Oscars nominiert und läuft seit dem 26.01.2017 in den deutschen Kinos. Grund genug auf seine 5 bisherigen Regiearbeiten zurückzublicken, die stets kontrovers von Publikum und Kritikern aufgenommen wurden. Hier sind 5 Gründe, warum Mel Gibson in den letzten 10 Jahren so schmerzlich vermisst wurde.

Grund 1 - Sein Gespür für Heldengeschichten

In Zeiten, in denen Superhelden auf der Leinwand allgegenwärtig sind, erzählt Mel Gibson noch immer seine klassischen Heldengeschichten. Allen voran in Braveheart, mit dem Kampf des Schotten William Wallace gegen die Besatzung Englands, und Desmond Doss, der in Hacksaw Ridge in den Zweiten Weltkrieg zieht, ohne eine Waffe zu tragen. Diese Art von Helden sieht man inzwischen nur noch selten auf der Leinwand und sie erinnern an die früheren Tage Hollywoods. Angereichert werden die Geschichten zwar durch viel Pathos, doch Gibson übertreibt es damit nicht. Vielmehr verschafft er seinen Figuren ein emotionales Innenleben und fügt ihnen eine nachvollziehbare Motivation hinzu, die den Zuschauer mit dem Helden mitfühlen lässt.

Grund 2 - Sein besonderer Draht zu den Schauspielern

In seinen fünf Regiearbeiten hat Mel Gibson eine außerordentliche Vielseitigkeit bei der Wahl der Schauspieler bewiesen. In seinen ersten beiden Filmen Braveheart und Der Mann ohne Gesicht fungierte er noch selbst als Hauptdarsteller, ehe er mit Jim Caviezel einen kaum bekannten Hauptdarsteller für Die Passion Christi verpflichtete und in Apocalypto sogar ausschließlich auf Amateurschauspieler setzte. Hacksaw Ridge beweist, dass Gibson auch mit großen Hollywood-Stars wie Andrew Garfield umgehen kann. Seine Erfahrung als Schauspieler weiß er dabei wohl besonders gut einzusetzen, denn er spornt seine Darsteller stets zu neuen Höchstleistungen an und selbst sprachliche Barrieren scheinen ihm nichts auszumachen.

Grund 3 - Der hohe, aber nicht verherrlichende Gewaltgrad

Von seinem Regiedebüt Der Mann ohne Gesicht einmal abgesehen, zeichnen sich alle Filme von Mel Gibson durch ihren hohen Gewaltgrad aus. All die drastischen Szenen die der Regisseur in seinen letzten vier Filmen inszeniert hat, haben Gibson viel Kritik eingebracht. Er ist nunmal ein Regisseur, der mit seinen Filmen gerne polarisiert, die Gewalt allerdings auch nicht verherrlicht. Stattdessen verlangt er seinem Publikum ungemein viel ab. Er beschönigt in seinen Geschichten nichts, sondern zeigt auf die schonungsloseste Art und Weise, wie grausam Menschen sein können. Dabei testet er natürlich die Grenzen des Erträglichen aus, insbesondere in Die Passion Christi, und polarisiert damit, doch in Zeiten, in denen die blutleeren Actionszenen weichgespülter FSK 12-Blockbuster die Leinwände bevölkern, tut eine härtere Gangart auch mal ganz gut.

Grund 4 - Der Mut zur Authentizität

Während Hollywood ständig ausländische Filme neu auflegt, um ein englischsprachiges Remake zu produzieren, bei dem man auf die als lästig angesehenen Untertitel verzichten kann, geht Mel Gibson bei seinen Filmen in genau die andere Richtung. In Die Passion Christi wird fast ausschließlich lateinisch, aramäisch und hebräisch gesprochen. In Apocalypto wird lediglich Mayathan, die alte Sprache der Maya, gesprochen. Auch damit macht es Gibson dem Zuschauer nicht leicht, muss dieser doch über die gesamte Laufzeit des Films hinweg Untertitel lesen. Allerdings bemüht er sich damit um eine selten erreichte Authentizität, die dafür sorgt, dass der Film glaubwürdiger und realistischer ausfällt und letzten Endes sogar die Intensität des Erlebten verstärkt.

Grund 5 - Seine denkwürdigen Momente

In seinen Filmen hat Mel Gibson bereits einige denkwürdige Momente kreiert. Unvergessen bleibt William Wallace epische Rede vor der finalen Schlacht gegen die Engländer und Jesus' geschundener Körper nach seiner quälend langen Peinigung. Das sind Bilder, die sich in das Gedächtnis des Zuschauers einprägen. Dabei greift Gibson gerne auch auf Zeitlupen-Szenen zurück, um die Wirkung jener Bilder zu verstärken.

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