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Bereits letztes Jahr zum Weltaidstag haben wir Euch eine Reihe von Filmen über HIV und AIDS vorgestellt. Dieses Jahr aktualisieren wir die Liste ein wenig und versuchen eine etwas andere Perspektive zu finden…
Das kanadische Musical von 1993 ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Aber für die frühen 1990er Jahre zeigt es einen erstaunlich unverkrampften Umgang mit der AIDS-Epidemie. Ähnlich wie später auch jeffrey, ist Zero Patience einer von den Independent Filmen, die die Szene hervorbrachte, als Hollywood noch nichts von Schwulen und HIV wissen wollte. Dass da nicht immer alles ins Schwarze trifft, kann man verzeihen.
Fickende Fische stellt einen der raren AIDS-Filme aus Deutschland dar. Das Regiedebüt von Almut Getto aus dem Jahr 2002 erzählt sensibel und behutsam die Geschichte des 16jährigen, HIV-positiven Jan, der sich in die 15jährige Nina verliebt. Die Krankheit stellt für den pubertierenden Jugendlichen eine Schranke zu seiner Umwelt dar; er muss lernen, einerseits mit der Krankheit zu leben und andererseits mit den Vorurteilen und Abweisungen anderer umzugehen.
5. Rent
Das zweite Musical in unserer Liste. Vier der Hauptfiguren in Rent sind HIV-positiv. Während Roger (Adam Pascal) sich in seine Musik zurückzieht und niemanden an sich heranlässt, versucht Mimi (Rosario Dawson) sich in Exzesse zu flüchten, um die Realität zu vergessen. Angel läßt sich nicht von einer Krankheit unterkriegen und hinterlässt Tom (Jesse L. Martin) in der Gewissheit zurück, geliebt worden zu sein.
1999 dreht Pedro Almodóvar den ergreifenden Film Alles über meine Mutter und vermischt seinen unnachahmlichen Stil mit einer bewegenden Message. Seine großangelegte Geschichte über Lieben, Glauben, Transvestiten und AIDS widmet er den Frauen.
3. jeffrey
Mittlerweile ist jeffrey eher so etwas wie ein historisches Dokument. Jeffrey) hat panische Angst, sich mit HIV anzustecken und beschließt, von nun an ohne Sex zu leben. Doch dann trifft er Steve (Michael T. Weiss) und verliebt sich Hals über Kopf. Bis er erfährt, dass Steve positiv ist. jeffrey ist vielleicht nicht mehr so aktuell, aber er macht immer noch Spaß – und verdammt, Patrick Stewart als Tunte ist immer noch jede Minute wert.
2. Philadelphia
Der Film über AIDS, mit dem auch die letzte Hete noch was anfangen kann. Und das ist im Grunde auch der einzige Grund, warum er hier auf Platz 2 steht: weil ihn jeder kennt. Tom Hanks und Denzel Washington legen in Philadelphia eine großartige schauspielerische Leistung hin und öffneten einer Öffentlichkeit die Augen für ein Thema, das sonst nur Randgruppen zu betreffen schien.
Wir schreiben die 1980er und Gott hat nicht nur die Menschheit, sondern auch die Engel im Stich gelassen. Das jüngste Gericht soll eingeläutet werden und ausgerechnet ein an AIDS erkrankter Schwuler wird als Prophet der letzten Tage auserchoren. Mike Nichols erzählt in epischen Bildern und Traumsequenzen von Scheinheiligkeit, Lügen, Verdrängung – und erschafft damit einen berührenden und stilvollen Film, der seinesgleichen sucht.
Ich bin mir sicher, Eure Liste würde ganz anders aussehen. Oder?
Kängufant (Andreas Gerold) 2009/12/01 16:10:00
Kommentare
über 7 Filme gegen das Vergessen
Kommentar schreibenSonse 2009/12/01 16:51:41
Kommentar löschenDanke fürs "Angels in America" auf Platz 1 setzen, wo er auch hingehört. :)
Jo, "Jeffrey" fand ich damals auch ganz nett. Habe ich schon ewig nicht mehr gesehen (wie alle anderen Filme, die ich nur auf VHS habe...).
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Slevin Kalebra 2009/12/01 17:21:11
Kommentar löschenSchön mal eine positive Reaktion auf Rent zu lesen. Ich kann gar nicht verstehen warum er so gehasst wird. Denn ich finde der Balanceakt ein Musical mit sozial heikelen Themen zu machen, ohne das es kitschig wird, gelingt da vollkommen. Neben Sweeney Todd mein Lieblingsmusical.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Kängufant 2009/12/01 20:02:11
Antwort löschenIch glaube das größte Problem liegt darin, daß so lange mit einer Verfilmung gewartet wurde und die Fans irgendwann so gehypt, daß nur noch eine Enttäuschung kommen konnte. Aber das Musical ist großartig - ausnahmsweise sogar die deutsche Fassung.
Batzman 2009/12/01 20:25:05
Antwort löschenDas Musical ist okay, aber der Film ist ganz schön öde und wirkt sehr statisch und undynamisch. Und die Musik, die mehr auf opernhaften Klangteppich als auf Eingängigkeit setzt ist für viele ähnlich wie bei Sweeney Todd einfach sehr anstrengend. Aber: Immer noch besser als Patient Zero, das ist echt schrecklich.
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mir fehlt Kids
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Sonse 2009/12/01 16:53:32
Antwort löschenBäh. Mir nicht. Fand den sehr nervig.
Joshdeniro 2009/12/01 16:54:44
Antwort löschenach komm, du fandest vllt Casper nervig. aber doch nicht gleich den ganzen film ;)
Sonse 2009/12/01 17:11:17
Antwort löschenChloë Sevigny war okay, aber sonst... Ich habe den Film allerdings auch im etwa passenden Alter gesehen, ist also schon länger her. ;)
Say-what 2009/12/01 18:14:45
Antwort löschen...kann nicht mehr gehn...
Alle 6 Antworten zeigen
Kängufant 2009/12/01 20:02:40
Antwort löschenKids war ursprünglich drin, aber dann hab ich ihn durch Fickende Fische ersetzt.
his_poisongirl 2009/12/02 09:05:35
Antwort löschenfür mich gehört "Kids" ebenfalls in die Liste