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7 Kassenflops, die bei Constanze nicht durchfallen

Miss Kubelik (Constanze Brinkschulte), Veröffentlicht am 28.06.2012, 08:50

Nicht jeder Film kommt so gut an wie The Avengers. Dass miese Einspielergebnisse aber nicht automatisch auf geringe Qualität schließen lassen, zeigt euch Constanze heute mit ihren persönlichen glorreichen Sieben der Kassenflops.

Scott Pilgrim, eXistenZ und Die Insel Scott Pilgrim, eXistenZ und Die Insel © Universal/Kinowelt/Warner Bros./moviepilot

Nein, wir liefern euch heute nicht die tausendste Auflistung der größten Kassenflops aller Zeiten. Stattdessen präsentiere ich euch meine ganz persönlichen Lieblinge, die zwar am Box Office scheiterten oder zumindest weit hinter den Erwartungen zurückblieben, mich aber dennoch überzeugen konnten. Meine glorreichen Sieben basieren auf den Zahlen und Fakten von Box Office Mojo und der IMDb und ob ein Film als Kassenflop durchgeht, hängt dabei in erster Linie von dem (Miss-)Verhältnis zwischen den Einnahmen (weltweit und in den USA) und Produktionskosten ab – kurz gesagt also davon, wie viel Verlust ein Streifen gemacht hat bzw. wie wenig Gewinn eingefahren wurde.

Last Action Hero – Arnie stößt auf wenig Gegenliebe
Ich muss an dieser Stelle mal für einen Film in die Bresche springen, der sich selbst und das Action-Genre ziemlich gelungen auf die Schippe nimmt. Last Action Hero kostete allerdings rund 85 Millionen Dollar und spielte in den USA nur 50 Millionen ein, damit gilt er als einer der größten Flops von Arnold Schwarzenegger. Weltweit sieht es zwar mit insgesamt 137 Mio. Dollar deutlich besser aus, aber zumindest die US-Bürger konnten der Hommage an das (Action-)Kino scheinbar wenig abgewinnen. Eigentlich eine Schande, denn selten werden die Geheimnisse des Filmemachens so unterhaltsam und verspielt untersucht.

Blade Runner – Rick Deckard kann erst später überzeugen
Mit den düsteren Visionen aus Blade Runner konnten die Zuschauer Anfang der 1980er-Jahre anscheinend noch nicht allzu viel anfangen. Der Sci-Fi-Kultfilm machte zwar vergleichsweise wenig Verluste, weil der Umsatz von 27,6 Millionen Dollar die Produktionskosten von rund 28 Millionen Dollar wenigstens beinahe deckte – als richtigen Erfolg konnte Ridley Scott sein Werk trotzdem nicht werten. Dabei lecken sich heute alle die Finger nach seinen Replikanten und auch ich muss sagen, dass mich die dystopische Zukunftswelt für sich eingenommen hat. Außerdem führt für mich eh nie ein Weg an Harrison Ford vorbei.

Die Verurteilten – Vom Underdog zum Spitzenreiter
Manche Entwicklungen können wir einfach nicht verstehen: Die Verurteilten erzielte in den Staaten gerade mal einen Umsatz von 28,3 Millionen Dollar (bei einem Budget von immerhin 25 Millionen), doch auf der Top 250-Liste aller Zeiten von IMDb besetzt das Meisterwerk zum Beispiel unverändert den ersten Platz. Meiner Meinung nach vollkommen zurecht, aber die Popularität des Films nahm scheinbar erst mit seiner Veröffentlichung auf VHS so richtig Fahrt auf. Für mich ist das Gefängnis-Drama nicht nur anrührend, sondern mit Tim Robbins und Morgan Freeman vor allem perfekt besetzt und wurde von dem damaligen Kinopublikum viel zu wenig gewürdigt.

Fight Club – K.O. in der ersten Kinorunde
Fight Club ereilte ein ähnliches Schicksal wie Die Verurteilten, denn an den US-amerikanische Kinokassen konnte der rund 63 Millionen teure Mindfuck trotz Superstar Brad Pitt nur etwa 37 Millionen Dollar einsacken. Heute ist der Streifen um Tyler Durden allerdings Kult, was sicher auch durch den DVD-Verkauf begünstigt wurde. Erst im Heimkino, wo wir das Bild zu jeder Zeit anhalten können, lassen sich nämlich die subtilen und erstklassig inszenierten Hinweise auf eine zentrale Problematik des Films nachvollziehen – für mich eine meisterhafte Unterhaltung mit einem fabelhaften Edward Norton.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt – Im wahrsten Sinne des Wortes
Ich stehe einfach auf die pixelige Grafik und das unnachahmliche Flair uralter Computer- und Videospiele von SNES und Co. Deshalb ging für mich auch die Sonne auf, als der optisch neue Maßstäbe setzende Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt mit dem Hauptthema von The Legend of Zelda: A Link to the Past begann. Wie wir bereits mutmaßten scheint ein solch innovativer Film aber trotz großer Fanbase nicht massenkompatibel genug zu sein und das Budget von 60 Millionen Dollar wurde in den USA gerade mal zur Hälfte wieder eingespielt. Mit 31,5 Millionen Dollar (weltweit insgesamt: 47,7 Mio.) blieb die Comicverfilmung mit Jungstar Michael Cera also eine Enttäuschung.

eXistenZ – Sind wir immer noch im Spiel?
David Cronenberg ist bekannt für seine oftmals sperrigen Werke, die sich einem größeren Publikum verschließen. Aber sein Sci-Fi-Thriller eXistenZ mit Jude Law und Jennifer Jason Leigh konnte selbst die vergleichsweise geringen Produktionskosten von umgerechnet etwa 15 Millionen Dollar (rund 31 Millionen Kanadische Dollar) nicht wieder reinholen. In den USA nahm der Film nur 2,9 Millionen Dollar ein und wurde dadurch zum finanziellen Flop der Produzenten. Für mich ist eXistenZ allerdings trotz (oder vielleicht gerade wegen) seiner vielen Skurrilitäten und der letztlichen Ununterscheidbarkeit zwischen ‘Wirklichkeit’ und Realität mehr als sehenswert.

Die Insel – Auch Michael Bay hat mal schlechte Zeiten
Ich muss gestehen, dass ich alles andere als ein Fan vom Regisseur und Produzenten Michael Bay bin, aber Die Insel mit Ewan McGregor, Scarlett Johansson und dem wie (fast) immer fiesen Sean Bean überzeugt mich jedes Mal wieder auf’s Neue. Für mich ist der Mix aus rasanter Action und der eher philosophischen Grundthematik perfekt gelungen. Die Einnahmen in den Vereinigten Staaten lagen aber nur bei mageren 35,8 Millionen. Nur die weiteren 127 Millionen aus dem internationalen Geschäft verhinderten ein Fiasko der circa 126 Millionen Dollar schweren Produktion.

Fallen euch noch Kassenflops ein, die diesen Misserfolg einfach nicht verdient haben?


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Kommentare

über 7 Kassenflops, die bei Constanze nicht durchfallen


dAShEIKO

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das ist es ja auch, was uns piloten von anderen Filmfanseiten unterscheidet. Die typischen Boxofficelisten bleiben zumeist außen vor, weil sie wohl eher für die Betriebswirte unter uns geeignet sind. Film braucht zum Überleben das nötige Geld ... aber Das Ergebnis sollte weit über rationalen Maßstäben bestand haben.

Film läßt ich nicht messen oder wiegen. Er ist.

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Tytus

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sehr gute liste, gehört in die Kategorie " muss man nicht verstehen " Oo

eXistenz ist genial

Insel ist nett, aber für mich kein allzu gute FIlm.

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blackholebird

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volle zustimmung!

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Yoco

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Ich frag mich, was an Fight Club 63 Millionen gekostet hat... und ob es mal irgendwann der Allgemeinheit gelingen wird, das schöne Wort "scheinbar" richtig zu gebrauchen.

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geroellheimer

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"Spiel mir das Lied vom Tod" war in den USA ja auch ein Flop. Nur in Europa ein Hit. Ansonsten eine sehr gute Liste.

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HulktopF

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kommt halt davon wenn man kein wort über den fight club verlieren soll ;D

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ProjectChaos

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haha n1. Selbstschuld :)


AddictedToIan

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Constanze, du bist mir tierisch sympathisch! ^^

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Miss Kubelik

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Danke danke, das hört man doch gern ;)


Luchsen

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Mir sind die Zuschauer von Anfang der 80er sympathisch. Die können mit nichts nichts anfangen. Pragmatische Realisten, das.


Shyamalan

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Nebenbei:
das größte Fiasko ist und bleibt meines Wissens nach;
PIRATENBRAUT von Renny Harlin.
Denn bei einer Budget von 95 Millionen $ konnte der Film gerade mal 15 Millionen $ einspielen, was die Produktionsfirma ins Konkurs brachte!

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Shyamalan

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Netter Artikel! Doch mir fällt momentan nichts anderes ein!
Dass Last Action Hero und Fight Club Kassenflops geworden sind, ist einfach unverständlich! Diese Amis...

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malte265

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Warrior (2011):
Budget $25 million
Box office $23,057,115 (weltweit!)

bei uns kam er nichtmal im kino raus...

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lil.weeze

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Einer der ein solches Fiasko auch überhaupt nicht verdient hat ist das Regiedebüt von Charlie Kaufmann, Synecdoche, New York. Bei einem Budget von $20 Mio. hat der Film nichmal $4,5 Mio. eingespielt..

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Rukus

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Erst einmal Hut ab! Muss lästig gewesen sein, die Flops zu durchwühlen und dabei noch Filme zu finden, die man selber gut findet. Bis auf Scott kann ich die Liste nachvollziehen, die hätten nicht floppen dürfen. Den Trubel um Ceras Nervauftritt kann ich hingegen nicht nachvollziehen.

Flops, die mir gut gefallen haben, sind u.a. folgende Filme:

Die Piratenbraut
Der 13. Krieger
Hudson Hawk
Krull
City of Ember
Kull
Your Highness

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Miss Kubelik

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Ja danke, es war echt nicht so leicht eine Auswahl zu treffen - aber hätte ich deine Liste mal vorher gehabt, wäre es vielleicht einfacher gewesen ;)


Rukus

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Bin über die "Definition" von Flop in der englischen Wiki drauf gestossen. Google-Fu ist wichtig, aber Wikido ist auch nicht verkehrt. ;)


Benjamin Barker

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"Wenn ein Film Erfolg hat, ist er ein Geschäft. Wenn er keinen Erfolg hat, ist er Kunst." (Jean Gabin)

Stimme nicht vollkommen zu, doch einen gewissen Wahrheitsgehalt kann man dem Satz nicht absprechen.

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niceeddy

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Bezeichnend, dass ausgerechnet der mit Abstand beste Michael Bay-Film floppt. Last Action Hero geht so, Scott Pilgrim mag ich nicht, ansonsten alles Klassiker.

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Abettertomorrow

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Super Liste, bei der ich "Once upon a time in America" ergänzen würde. Noodles und Max floppten im Kino gnadenlos, der Film war für das Durchschnittspublikum zu lang und zu schwer.

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C_C

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Ein thematisch sehr interessanter Artikel, der eigentlich eine Frage aufwerfen müßte, die ich mir auch schon gestellt habe (und bei Citizen Kane auch formulierte):

Wie kann es sein, daß All-Time-Klassiker sich all zu häufig grade aus finanziellen Flops rekrutieren und umgekehrt finanziell erfolgreiche Werke (Filme, Bücher, Musik...) ganz schnell in Vergessenheit geraten? Darf man davon ableiten, daß das Massenpublikum eben doch einfach ziemlich DUMM ist? Und ist es erlaubt, sich daraufhin Gedanken über das darauf basiernde Gesellschaftssystem zu machen? Kurz: will die vernünftige Minderheit weiterhin von der Unvernunft der Mehrheit abhängen?

Zuviel des Guten, es geht ja 'nur' um Filme? Wer genau hinsieht, erkennt sehr deutlich, daß es in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen einen Roten Faden gibt, das Grundproblem ist überall das Gleiche. Aber lassen wir das.

Zu den Filmen (die ich kenne aus der Liste):

Last Action Hero:
ist de fakto kein guter Film. Schwarzi mußte und wollte damals wohl aus dem ewigen 'höher, schneller, weiter' des Actiongenres ausbrechen, dessen Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis stand. Der Film ist stellenweise ganz amüsant ('ich habe grade einen Menschen erschossen und dies möchte ich nun gestehen!' 'halt die Schnauze da unten!!!') und auch bissi sozialkritisch, aber alles in allem zu banal, vorhersehbar, auch krude (Zeichentrickkatze). In meinen Augen trotz allem zu Recht ein Flop.

Blade Runner:
was soll ich sagen, auch ich habe für diesen Film mehr als einen Anlauf gebraucht. Als ich ihn das erste Mal sah, und dies auch nicht vollständig, war ich noch sehr jung und habe schlicht nix kapiert. Die zwar genialen Kulissen, das beklemmende Gefühl, das chaotische Gewühl der Welt des Protagonisten haben bei mir eher ein Unwohlsein ausgelöst. Und was das ganze sollte, hat sich mir schlicht nicht erschlossen. Es dauerte fast eine Dekade, bevor ich, durch Info eines guten Freundes, diesen Film nochmals anschaute. Damals dann schon mit einem dicken Background an politischem und gesellschaftlichem Wissen, dazu viele Bücher aus der dystopischen SF im Hinterkopf und noch immer unter dem Damoklesschwert des Nuklearen Weltkrieges lebend. Außerdem war es die Version, in der der Blade Runner im Hintergrund quasi erklärte, was da eigentlich Sache war. Tja, und da hat's dann geschnaggelt und die visionäre, beängstigende Kraft der Story hat mich voll getroffen. "Too bad, she won't live. But then again, who does?" neben der Tannhauser Gate-Ansprache wohl das zentrale Zitat des Films. Beklemmung pur. Und damit der Archetyp einer Dystopie, ganz nahe an 1984, Brave New World und Fahrenheit 451. Und besser als die zu Grunde liegende Story war er auch noch, das nur am Rande.

Die Verurteilten:
In meinen Augen eine zu theatralische Stephen King - Verfilmung, gespickt mit ein bischen Weisheit und ein paar guten Zitaten. In Summe aber irgendwie überbewertet. Die Kraft der Träume ist nicht so groß, wie sie hier dargestellt wird. Irgendwann, viel zu schnell und heute zu Tage leicht zu bewerkstelligen, verliert der Mensch diese Kraft. So zu tun, als könne man sie erhalten, auch unter den hier beschriebenen Umständen ist eine romantisierende und unrealistische Weltsicht. Aber dafür sind Filme ja da. Trotzdem, ich mag Filme nicht, in denen so viel vom Zufall abhängt und die, sorry, als solche betrachte ich das, Lügen propagieren.

Fight Club:
zu diesem Film muß ich keine Worte mehr verlieren. Als er im Zuge von 9-11 verschoben wurde, kam ich das erste mal mit einem Trailer in Berührung und war irgendwie sofort elektrisiert. Und der Film hat mit allem, seiner Grundaussage, seinem Aufbau, den vielen GENIALEN Zitaten, dem doch überraschenden Outcome und last not least mit der Erfüllung eines Traumes, den ich damals mangels Durchblick noch garnicht hatte, die volle Punktzahl mehr als verdient. Natürlich wird so ein Film ein Flop. Die systemische Propaganda würde dem Film heute eventuell sogar eine faschistoide Message andichten, aber dafür kam er Gott sei Dank doch noch zu früh. Lange Rede, kurzer Sinn: was der Main Prota hier mit den Banken macht, hätte schon lange tatsächlich geschehen sollen. Die Welt sähe heute besser aus. Die Gründe sind spätestens seit 2008 für jeden offensichtlich. Oder sollten es sein. Kurz: einer der besten und umfassendsten Filme aller Zeiten, würdig in Schulen als Lehrfilm vorgeführt zu werden und zwar mindestens je einmal prä-, inter- und postpubertär.

Scott Pilgrimm is unknown to me.

eXistence:
jaaa, einer der besten Ekelhorror/SciFi-Filme überhaupt! Auch hier kann ich nachvollziehen, warum er gefloppt ist. Er war stellenweise einfach zu ekelhaft und die Atmosphäre ist cronenberg-üblich die eines Drogenhorrortrips, man wird richtig schwummerig im Kopf. Der Film strengt an. Inhaltlich, von der Bildersprache und Atmosphäre her. Die Idee der Bio-Elektronik (und der entsprechenden Schnittstelle) wird hier wunderbar eklig und stellenweise abstoßend alptraumhaft dargestellt. Die Grundaussage stellt den Film dann in eine Reihe mit Filmen wie 13th Floor oder auch Matrix: was ist REAL? Sehr beklemmend, krank, beinahe widerlich stellenweise, aber grade deswegen wert, ihn anzuschauen. Aber dennoch von der Machart her nur was für Hartgesottene und ganz sicher nicht massentauglich. Ein einzigartiges SciFi-Monument!

Die Insel:
das ist ein wenig zwiespältig, denn die Story ist a) schon tausenmal dagewesen und zwar nahzu JEDER Aspekt und b) noch nichtmal besonders toll ausgearbeitet worden. Neue Aspekte sucht man also zur Gänze vergebens. Dennoch gehört der Film für mich ebenso zu meinen Alltimefaves und hier verstehe ich das mit dem Flop überhaupt nicht. Denn grade Filme, die einfach Althergebrachtes in ein neues Korsett gießen, sind meist mit am erfolgreichsten. Story und outcome sind stereotyp und vorhersehbar, dennoch durchaus beklemmend und ins Hirn gehend dargestellt. Das SciFi-Flair ist sehr angenehm in Szene gesetzt (Karren, Boot), aber die Intelligenz und Verschlagenheit/Gerissenheit des Hauptprotas erscheint mir unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz, und die wunderschöne Filmmusik tut ihr übriges dazu und das obwohl hier exakt die gleichen Kritikpunkte vorzubringen wären wie beim Film selbst, ein sehr schöner Film, der mit einem befriedigenden Gefühl der Genugtuung schließt. Sehr schön die Szene mit dem Lächeln in Hounsous Gesicht, als er die wandelnden Ersatzteillager aka Menschklone dabei beobachtet, wie sie in die Freiheit entkommen und wie glücklich sie dabei sind. Ein zwiespältiger Film also, an sich völlig überflüssig, aber dennoch hochwillkommen.

So.

Jetzt würde ich gerne darüber diskutieren, warum Qualität so oft floppt. Jemand Bock?

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cecile

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Jo, ich. Du fängst an.


Peter Hofbauer

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Sehr tolle Liste wo ich bei JEDEM Film absolut beipflichten kann, und die Insel ist für mich bis heute Bay´s mit abstand bester Film. Übrigens ein Flop worüber Hollywood heute noch rätselt!!!

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Audreyfan

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Fight Club und die Verurteilten waren Kassenflops?!? :O

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Nagelfar

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Donnie Darko?

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Nagelfar

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Wenn nicht sogar 9


Miss Kubelik

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er war auf jeden Fall in der näheren Auswahl, da habt ihr Recht ;)


A-Wax

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Auch ich darf mich anschließen (bis auf "Scott Pilgrim", den kenn ich nicht). Allerdings hat mich sehr überrascht das "Fight Club" und vor allem "Die Verurteilten" an der Kinokasse ein Flop waren.

Ich hätte noch "Scarface" reingenommen, denn auch dieser Klassiker war 83 ein Flop an der Kinokasse, die popkulturelle Bedeutung die dieser Film hat, brauchen wir ja hier nicht diskutieren (denke ich).

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lsk1965

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Bis auf "Die Insel", ne gute Liste, der ich auch voll zustimmen kann.
Michael Bay gebührt nicht mal das Lob für die Story, da diese 1:1 aus dem Film "The Clonus Horror" geklaut ist.

Hätte auch nicht gedacht das "Fight Club" so an den Kinokassen gefloppt ist.

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akosch

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Ist eine ganz gute Liste.
Mir würde noch ein Film einfallen, der meines Wissens auch eher ein Flop war und mir persönlich sehr gut gefällt: Strange Days.

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jacker

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Ich kenne leider "Scott Pilgrim" und "eXistenZ" noch nicht, das werde ich nachholen, denn der Rest der Liste sind absolut großartige Filme! Auch "Last Action Hero"!
Ich habe den Film auch immer schon als herrlich selbstironisch empfunden!
"Die Insel" wird auch grundsätzlich viel zu hart runtergemacht, der Film kann auch was!

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Azazil

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Sind beide aufjedenfall ein Must See, wobei ich dir als erstes eXistenZ empfehlen würde, weil da noch ne ordentliche Portion Mindfuck dabei ist :)


jacker

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Mittlerweile beide gesehen und für gut befunden!


InfantinMaja

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"Fight Club" ein Flop? Hätt ich jetzt echt nicht gedacht... Mir fällt noch "I am Legend" ein, der an den Kinokassen auch geflopt ist, aber meines Erachtens ein richtig toller Film ist.

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InfantinMaja

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Och menno, da wollt ich mal mit Wissen glänzen... war wohl nix...


Ben-adar

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Und ich hab endlich mal was gewusst, was nicht jeder hier bereits weiss :-)


Azazil

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Abgesehen von "Die Insel" sind das alles Topfilme, welcher allerdings immerhin noch ganz gut ist. Eine sehr sympathische Liste mit zwei meiner Lieblingsfilme (Shawshank Redemption, Fight Club) :)

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marty-f

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Mir fällt da noch Das Ding aus einer anderen Welt ein, für mich einer der besten Horrorfilme die je gedreht wurden und sowieso der beste von Carpentar, bis heute heißt es ja der wäre nur so gefloppt, weil E.T. eine Woche früher ins Kino kam oder vielleicht hats auch was mit den zur damaligen Zeit wirklich übelsten Horroreffekten und dem relativ negativen Ende zu tun, jedenfalls war hier die Erfolgslosigkeit nicht gerechtfertigt (meiner Meinung nach).

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RaZer

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Mal abgesehen von "Last Action Hero", dem ich nicht wirklich viel abgewinnen kann, gehe ich voll mit der Liste mit. Echt unglaublich wie viel Qualität (zumindest zu Beginn) keine Würdigung gefunden hat. Einen Extrapunkt gibt es für die Erwähnung von "Die Insel", den ich zu meinen absoluten All-Time-Favourites zähle.

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Joone44

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Na ja, aber bei "Scott Pilgrim" war der Flop nicht sehr verwunderlich. Mich hat er damals auch nicht ins Kino gezogen. Aber nach der DVD-Sichtung gefiel er mir auch sehr.
Die Trailer lassen den Film einfach so übertrieben nervig aussehen.

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Raccoon

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Yeaaah Arnie! Wie konnte Last Action Hero denn nur ein Kassenflop werden? Das ist mir gänzlich unverständlich ;)

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Andy Dufresne

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Legendärer Riesenflop und ein unglaublich guter Film: "Heavens Gate", der in Verbindung mit "Star Wars" als Gegenpol zum Ende von New Hollywood führte...

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doctorgonzo

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Bis auf "Die Insel" kann ich da insgesamt durchaus zustimmen. Auch wenn mich Scott Pilgrim nicht vom Sitz gerissen hat und Arnie als Filmheld auch nur ein paar coole Momente hat...

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Joeyjoejoe17

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Ein Herz für Shawshank Redemption ♥

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Andy Dufresne

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Das gefällt Andy Dufresne natürlich :D