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7 Klischees über Schriftsteller & Schreiberlinge

Pfizze (Sven Pfizenmaier), Veröffentlicht am 23.11.2012, 08:50

Schriftsteller jeglicher Art, seien es Roman- oder Drehbuchautoren, sind seit jeher beliebte Protagonisten in Filmen. Dass es da Überschneidungen bei den Charakteren gibt, ist kein Wunder. Wir schauen uns die sieben häufigsten Klischees an.

Ruby Sparks Ruby Sparks © Fox

Aktuell laufen – oder starten kommende Woche – gleich mehrere Filme, die sich als Hauptfigur für einen Schriftsteller oder einen angehenden Schreiberling entschieden haben. In Sinister ist Ethan Hawke auf der Suche nach einer brandheißen Idee für seinen neuen Roman und deckt dabei einige unschöne Dinge auf. Paul Dano stellt in Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin eines Morgens fest, dass die Frau, die er sich eigentlich nur für sein neues Buch ausgedacht hat, auf einmal in seiner Wohnung steht, während In Ihrem Haus von François Ozon die Geschichte eines Lehrers erzählt, der die Ambitionen seines Schülers, Geschichten zu schreiben, unterstützen möchte und dabei schnell unklar wird, was Realität und was Wirklichkeit ist. Dass Autoren ihren Weg auf die große Leinwand finden, ist natürlich kein modernes Phänomen, sondern gefühlt seit Anbeginn des Films nichts Ungewöhnliches mehr. Hin und wieder bedienen sich die Filmemacher jedoch zu sehr bei ihren Vorbildern, sodass letzten Endes eine ganze Reihe an Klischees entsteht.

7 Klischees über Schriftsteller & Schreiberlinge (5 Bilder)

“Ich glaub’, ich brauch ’ne Brille… und einen Wollpullover!”
Haltet euch für einen Moment alle Gesichter von Schriftstellern in Filmen vor Augen, die euch so einfallen. Was haben die gemeinsam? Richtig: Vermutlich tragen mindestens neun von zehn Kandidaten etwas, um ihre Sehschwäche auszubügeln, vorzugsweise eine Hornbrille. Da haben die Coen-Brüder mit Barton Fink sicherlich kein Patent drauf, offensichtlich kommt kaum ein Schreiberling ohne Nasenfahrrad aus. Damit das Bild auch wirklich bis ins Detail stimmt, muss aber auch die richtige Kleidung her. Mama strickt gerne Pullover? Perfekt, denn Wollkleidung ist ebenso unabdinglich für einen idealen Schriftsteller wie eine markante Sehhilfe.

“Ich werde niemals eine Frau finden…”
Als wäre es nicht schon genug, dass der durchschnittliche Schriftsteller in einer tiefen finanziellen und mentalen Krise steckt, schafft er es einfach nicht, einen festen Partner zu finden. Die meisten Frauen finden ihn zu sonderbar, um ihm näher kommen zu wollen. Und falls es doch einmal mit einer festen Beziehung klappen sollte, wird sie von ständigen Streitereien begleitet. Die Streitgründe scheinen dabei erstaunlich einseitig zu sein: Wenn die Erfolgslosigkeit des Autors nicht der Auslöser ist, hat er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig Zeit für seine Frau und / oder scheint in seiner “eigenen Welt” zu leben. Faustregel im Leben des Klischee-Schriftstellers ist also: Keine Frau zu haben macht traurig, eine zu haben macht Ärger. Owen Wilson in Midnight in Paris kann euch da ein Lied von singen.

“…und Freunde hab ich auch keine!”
Mit den nicht vorhandenen guten Beziehungen ist es für den Klischee-Schriftsteller leider noch nicht getan, denn einen besonders großen Freundeskreis hat er ebenso wenig. Wenn überhaupt, hat er eine Person an seiner Seite, mit der er zumindest gelegentlich kommunizieren kann. Im Idealfall lebt er aber nicht nur so gut wie ohne soziale Kontakte, sondern auch gleich vollkommen von der Außenwelt isoliert, beispielsweise in einem verranzten Hotelzimmer oder in einer Hütte in abgelegenem Waldgebiet, wo sich Johnny Depp in Das geheime Fenster ganz besonders wohl fühlt.


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