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7 Openings, die Matthias in Filme katapultieren

Beeblebrox (Matthias Hopf), Veröffentlicht am 15.11.2012, 08:50

Viele Filme bauen erst im Verlauf ihrer Handlung Spannung auf und führen zu einem furiosen Finale hin. Gelegentlich ist aber auch schon die Eröffnungssequenz eines Films so mitreißend, dass er mich nicht mehr loslässt.

7 Openings, die Matthias in Filme katapultieren 7 Openings, die Matthias in Filme katapultieren © Paramount/Sony/Warner Bors./Moviepilot

Wer kennt nicht das Gefühl, wenn ein Film ewig braucht, bis er in Fahrt kommt oder zu Beginn erst einmal seine Spielregeln erklären muss und dabei mit konventioneller Einfallslosigkeit glänzt. Bis schließlich etwas Interessantes passiert, ist auch schon eine halbe Stunde vergangen und trotzdem war kein denkwürdiger Moment auf der Leinwand zu erleben. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn mich die erste Filmminuten bereits so sehr ins Geschehen – fast so unmittelbar wie der Einstieg in eine Kurzgeschichte – hinein katapultieren, dass gar kein Gedanke mehr daran verschwendet werden kann, den Blick vom Gezeigten abzuwenden. In der heutigen Glorreichen Sieben möchte ich euch von den Eröffnungssequenzen erzählen, bei denen die entsprechenden Werke bereits nach dem Einstieg meine volle Aufmerksamkeit geerntet haben.

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Schwarzweißer Bilderrausch zur Rückkehr einer Legende
Wenn es um Eröffnungssequenzen geht, darf natürlich das James Bond-Franchise nicht fehlen. Von den mittlerweile 23 offiziellen Filmen, in denen der smarte Agent im Geheimdienst ihrer Majestät in tödlicher Mission agiert, würden sich mindestens die Hälfte für großartige Openings anbieten und nicht zuletzt James Bond 007 – Skyfall begeisterte mich mit dem ordentlich abgestimmten Einstieg inklusive Motorrad-Katapult und actionreicher Zugfahrt mit Bagger-Intermezzo. Dennoch möchte ich an dieser Stelle die dezenten ersten fünf Minuten aus James Bond 007 – Casino Royale erwähnen. Nach mehreren Jahren Leinwandabstinenz stellt sich Daniel Craig (Verblendung) in diesem fesselndem Intro eindrucksvoll als der Mr. Bond des 21. Jahrhunderts vor.

Bereit zum Einstieg in die menschlichen Abgründe der Gesellschaft
Aufblende: Vor dem Hintergrund einer kargen sowie tristen Landschaft eröffnen die dissonanten Klänge des Scores aus der Feder von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood das Meisterwerk There Will Be Blood von Regisseur Paul Thomas Anderson (Magnolia). Der Wind bläst durch die staubtrockene Ebene und Daniel Day-Lewis (Gangs of New York) verrichtet unter schweißtreibender Anstrengung sein Tagwerk. Keine gesprochene Dialogzeile beherrscht das Szenario. Ausschließlich die authentische Geräuschkulisse ist zu vernehmen, bis der Protagonist in die Tiefen seiner eigenen Grube stürzt und mich gleichzeitig mit hinein in das unaufhaltsame Geschehen gerissen hat.

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Nervenaufreibende Anspannung am Eisenbahngleis
Ein fast verlassener Eisenbahnhof wird von tödlicher Stille dominiert. Jede Regung und Bewegung sorgt für Aufmerksamkeit. Genau in dem Moment, als drei bewaffnete Männer mit langen Mänteln die knarzenden Bretter am Bahngleis betreten, bleibt selbst das unscheinbare Summen einer Fliege nicht unbemerkt und sorgt für langsam aufkommende Schweißperlen auf den Gesichtern der Anwesenden. Ein Zug durchbricht die angespannte Atmosphäre und nachdem die eiserne Dampflokomotive schnaubend im monotonen Staub der Prärie verschwindet, ist von der anderen Seite des Gleises der zitternde Klang einer Mundharmonika zu hören. Wenig später greift das ganze Orchester das Main Theme von Ennio Morricone auf und zum Höhepunkt fallen Schüsse wie Peitschenhiebe, bis am Ende nur noch das Knarzen eines drehenden Rades im wehenden Wind für unangenehme Stimmung sorgt: Spiel mir das Lied vom Tod.


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