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Altlasten aus dem Papierkorb der DrehbuchautorenBearbeiten
Veröffentlicht am 28.12.2009, 08:00
Genügsam scheint das einzig passende Wort, um den Tatort: Altlasten zu bewerten, vom den wir als 750. Tatort-Jubiläum mehr erwartet hätten. Zwar kam er sympathisch und einigermaßen unterhaltsam daher. Da hatte das Erste dieses Jahr eindeutig miesere und langweiligere Tatorte (und Polizeirufe!) im Repertoire. Dennoch leisteten weder das Drehbuch, noch die Umsetzung einen Beitrag dazu, diesen Krimi unvergesslich zu machen. Immerhin spielten die Schauspieler gewohnheitsmäßig gut, allen voran natürlich das Komissar-Duo Richy Müller und Felix Klare.
Foto-Show: die Bilder zum “Tatort Altlasten”
Beim Setting ging es schon los. Wenn die altbekannte Titelsequenz nicht gelaufen wäre, hätten wir wohl bei all den Rechtsanwälten, Erbschaftsintrigen und durchsuchten Villen genauso gut in eine Folge Derrick gestolpert sein können. Am Ende löste sich zudem noch alles in Wohlgefallen auf und der vermeintlich Vergiftete hatte nur versucht, mit seiner Frau Selbstmord zu begehen, um in Würde aus dem Leben zu scheiden. Ziemlich viel Wirrwarr um einen nicht existenten Mordfall also – und ein ziemlich lapidares Krimielement, mit dem Tatortfans keineswegs mehr zu fesseln sind.
Ein Kind rennt, ein altes Paar tanzt und am Ende liegt einer von beiden tot im Sarg. Der Tanz entpuppte sich als Phantasie der Witwe. Wenn diese Anfangssequenz subtile Kunst sein soll, gibt es auf jeder beliebigen Filmhochschule Studenten, die einen Anfang mit der gleichen Aussage weitaus ansehnlicher und weniger verwirrend hinkriegen. Der gut gemeinte “Kunstgriff” von Tatort-Debütant und Regisseur Eoin Moore verfehlte allerdings sein Ziel um ein Weites.
Dieses Kuddelmuddel setzte sich dann im Drehbuch fort. Die anrührende Geschichte über die Witwe (Bibiana Zeller), die ihrem Mann aus Angst vor Alzheimer in den Tod folgen wollte, hätte alleine schon für einen Tatort gereicht und wäre dank Bibiana Zeller auch durchaus sympathisch gewesen. Gleichzeitig musste auch noch ein 40 Jahre zurückliegender Mord erwähnt werden. Das behinderte Kind stellte leider ein ebenso sinnloses Gimmick dar wie die Enkelin, die den Zuschauer kurzzeitig auf eine falsche Fährte locken sollte. Selbst die Nebenhandlung mit dem Taugenichts-Sohn (Andreas Schmidt) blieb farblos und ohne jede Konsequenz – schade eigentlich. So wie es war, schien dieser Tatort: Altlasten eher aus dem Altpapier zusammengeklaubt.
Und was meint ihr: War der Tatort: Altlasten tatsächlich nur Altpapier aus dem Papierkorb der Drehbuchautoren?
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Kängufant (Andreas Gerold) 2009/12/28 08:00:00
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Kommentare
über Altlasten aus dem Papierkorb der Drehbuchautoren
lichtarbeiter 2009/12/28 10:42:59
Kommentar löschenIch fand den Tatort, sehr ergreifend und hatte zum Schluß auch feuchte Augen.
Die schauspielerischen Leistungen von allen waren sehr gut.
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Crimefan 2009/12/28 10:53:14
Kommentar löschenIch verstehe die schlechte Kritik in dem Artikel überhaupt nicht! Die Zuschauer haben das wohl anders gesehen (s. weitere Kommentare). Der Tatort war eben kein "normaler" Krimi, sondern er ging tiefer. Schauspielrisch und vom Inhalt her hat er mich jedenfalls überzeugt und beeindruckt!
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Barbian 2009/12/28 10:57:10
Kommentar löschenSchade das manche Kritik am Thema vorbeigeht und sich Kritiker als wissend darstellen ohne wirklich Fakten zu vermitteln... Schade Kängufant
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donya 2009/12/28 11:02:55
Kommentar löschenKann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Und ich bin eingefleischter Krimi- und Tatort-Fan. Das Thema ist vielleicht unpopulär beim sonstigen Jugendwahn, aber es passte zum Ausstrahlungstermin und war auch einer 750. Folge durchaus würdig.
Ein wirklicher Krimifan braucht keine Action und Ballerei, sondern Hintergründigkeit und Wendungen. Das hat der Film geboten.
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denise 2009/12/28 11:24:42
Kommentar löschenIch war ebenfalls begeistert - sowohl von der Story als auch vom Stuttgarter Team.
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LilaKuh 2009/12/28 11:28:05
Kommentar löschenEs ist doch genau umgekehrt. Das Ermittlerduo war wie immer schwach, obwohl ich sagen muss: Als Schauspieler mag ich beide.
Die Handlung war sehr gut, bissel viel, aber ok. Zum Schluss: Das war kein typischer Tatort, sondern ein Polizeiruf.
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Adalbert 2009/12/28 12:09:14
Kommentar löschenSchade um den Strom!!!!!
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Adalbert 2009/12/28 12:14:24
Kommentar löschenHeinz!
Kein Sinn, keine Handlung sehr langweilig unnötiger Stroverbrauch!!!!
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sorhei 2009/12/28 12:19:33
Kommentar löschenAnscheinend sind keinem zwei grobe Schnitzer aufgefallen: Der wohlhabende alte Anwalt wird doch wohl kaum in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein, so dass der Arzt keine Probleme gehabt haben dürfte, ihm alles zu verschreiben, was sein Patient an Medikamenten benötigte. Und dass der Alte brav allein das vergiftete Kompott löffelte, obwohl er mit seiner dementen Frau gemeinsam aus dem Leben gehen wollte, ist doch geradezu dämlich.
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annaberlin 2009/12/28 12:53:29
Kommentar löschenDer schwächste Stuttgarter Tatort seit Richy Müller.
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lavandula 2009/12/28 13:34:02
Kommentar löschenFür mich war es ein eher durchschnittlicher Tatort. Mich nervt beim Tatort aus Stuttgart und auch aus Ludwigshafen die peinliche Eigenwerbung. Ob im Autoradio oder, wie gestern im Radio der Handwerker, immer ist "zufällig" ein Trailer von SWR3 zu hören. bei Tatorten anderer Sendeanstalten ist mir das noch nie aufgefallen. Aber mit penetranter Eigenwerbung hat SWR3 ja Erfahrung, und als mittlerweile Oldie-Sender hat er es auch wohl nötig.
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TruckTrain 2009/12/28 20:58:34
Was hast Du gegen Oldie-Sender?
Wo bleibt Deine Toleranz?
Du hast doch welche, oder?
Du bist doch mit anderen Menschen, Ansichten, Meinungen kompatibel,
oder etwa nicht?
lavandula 2009/12/29 13:51:19
Ich habe gar nichts gegen Oldie-Sender, jeder soll anhören, was ihm gefällt. Das ist hier aber auch nicht das Thema, sondern die Tatsache, dass die verantwortliche Sendeanstalt im Tatort auf ziemlich plumpe Art Werbung für den eigenen Hörfunksender macht, was bei Tatort ansonsten eher nicht üblich ist. Ich finde das sehr störend und mache mir natürlich Gedanken, ob und weshalb das beim SWR so sein muss. Darüber darf doch sicher einmal diskutiert werden. Mich bringt diese Art der "Schleichwerbung" übrigens ganz bestimmt nicht mehr dazu, den betreffenden Radiosender einzuschalten, ganz im Gegenteil.
steffyF 2009/12/28 17:14:24
Kommentar löschenIch verstehe die negative Kritik nicht, ich fand denTatort unterhaltsam und zum Nachdenken anregend!
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Marie Krolock 2009/12/28 19:34:28
Kommentar löschenFand den Tatort eher durchschnittlich, zum Ende kamen mir aber auch die Tränen.
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TruckTrain 2009/12/28 20:55:17
Kommentar löschenWarum soviel Aufhebens??
Normaler Film, normalöes Thema, gute Schauspieler, gut gemacht,
nicht unbedingt anspruchsvoll, nur - muss es das??
Gut anzusehen - gut zu entspannen.
Kein hochklassisches Werk - kein Schund.
Also - alles Bestens zur mittelmässigen, entspannten Unterhaltung.
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dudoso 2009/12/28 22:02:48
Kommentar löschenWieso haben "wir" mehr erwartet, Herr Kritiker? Wieso können Sie für "Tatortfans" sprechen und behaupten, dass sie in diesem Fall "keineswegs mehr zu fesseln sind"?
Ich kann mich der Beurteilung von "Crimefan" nur anschließen. Also: Kritik ja, aber Sektion nein!
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FanCalibans 2009/12/28 23:03:56
Kommentar löschen... Also ... ich versteh die schlechte Kritik nicht ... ich bin vielleicht noch jung ... schau auch nicht so oft den Tatort. Dank meiner Mutter hab ich hin dann angeschaut und fand ihn gut. Ein solches Thema sollte öfters aufgegriffen werden ... vielleicht auch das Thema der Euthanasie. Ich muss selbst jetzt noch über das Thema nachdenken.
Ich fand den Tatort gelungen. Ganz ehrlich für eine deutsche Protuktion ( mag deutsche Sachen meist nicht so) top!
lg FanCalibans
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FanCalibans 2009/12/28 23:05:41
Kommentar löschen@sorhei : hast du den Tatort gesehn?? ... zu deinem zweiten groben schnitzer ... die frau hat das zeug dann nicht gelöffelt weil die kleine Enkelin geglinget hat ...
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Ich habe den Tatort mit meiner Frau und der Tochter (15) geschaut.
Alle waren ergriffen von dem Inhalt und der guten schauspielerischen Darstellung der Witwe durch Bibiana Zeller (81).
Alles in allem ein sehr, sehr ergreifender Tatort, der zum Schluss feuchte Augen bei uns dreien hinterließ.
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nowhere Man 2009/12/28 11:50:21
Naja, das war schon alles weit hergeholt. Warum so ein heckmeck. Die gute "Frau Kottan" hätte doch gleich die Wahrheit sagen können. Wenigstens Richy Müller kann nun normallächeln und muss nicht dauernd bedeutungsschwanger und leidend dreinblicken