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arte zeigt indischen Blockbuster Fanaa - Im Sturm der Liebe

Veröffentlicht am 27.08.2009, 12:37

Aamir Khan und Kajol in ihrer ersten gemeinsamen Rolle: Bollywood-Fans dürften in Verzückung geraten. Zudem birgt Fanaa – Im Sturm der Liebe einige Brisanz, denn das dreistündige Werk handelt vom Kaschmirkonflikt

Aamir Khan und Kajol - Bild 2218169 Aamir Khan und Kajol

Eigentlich bedeutet “Fanaa” (फ़ना) aus dem Hindi “Zerstörung”. Da das 168minütige Werk von Kunal Kohli jedoch einen typischen Bollywoodfilm darstellt, lautet der deutsche Titel des Liebesfilms mit Aamir Khan und Kajol Fanaa – Im Sturm der Liebe. Die Wahrheit liegt in der Mitte: Fanaa zeigt sowohl brutalste Zerstörung, Terrorismus und Gewalt, als auch Liebe, Zuneigung und Hoffnung. Die Geschichte rund um ein Liebespaar, welches in die Wirren des Kaschmirkonflikts gerät, birgt dabei einige Brisanz, schließlich fordert der Krieg zwischen Indien und Pakistan immer wieder Todesopfer und schwelt bereits seit Jahrzehnten. Darüber hinaus dient er den meisten Indern als Versinnbildlichung der Erzfeindschaft zwischen Moslems und Hindus, zweier Religionen, die beide im Superstaat Indien vertreten sind.

Was Kenner des indischen Kinos auf den ersten Blick an der Besetzung von Fanaa erkennen dürften, soll hier noch einmal explizit erwähnt werden. Der Film bedeutet indisches Kino der Superlative. Zum einen führte Kunal Kohli dabei Regie, ein Filmemacher, der mit Hum Tum – Du & Ich – verrückt vor Liebe einen der größten Blockbuster der indischen Filmgeschichte zu verzeichnen hat. Zum anderen mimen Superstars Aamir Khan und Kajol das Liebespaar. Beide waren zwar bereits 1998 in Ishq zu sehen, doch erstmals spielen sie in Fanaa ein Liebespaar. Verfeinert wird der Cast durch die Mitwirkung zahlreicher indischer Superstars wie Rishi Kapoor, Kiron Kher, Tabu oder Shruti. Interessant auch der Drehort: Eigentlich sollte der Film in der Kaschmirregion gedreht werden, doch aufgrund der aktuellen Gefahrenlage wurde das Team schließlich ins südpolnische Tatra-Gebirge versetzt.

Die blinde Zooni (Kajol bricht nach Delhi auf und lernt dort den blinden Stadtführer Rehan Khan (Aamir Khan) kennen und lieben. Die beiden verlieben sich, doch ihre Liebe wird getrennt, als die terroristische Unabhängigkeitsbewegung der Kaschmirregion einen Terroranschlag verübt. Während Rehan vermeintlich stirbt, wird Zooni an den Augen operiert und erlangt tatsächlich ihr Augenlicht wieder. Jahre später lebt sie zurückgezogen mit ihrem Vater und Sohn auf dem Land. Eines Tages steht Zehan vor der Tür – doch Zooni ist längst nicht mehr die unmündige Frau, die sie einst war…

Nicht nur der Kaschmirkonflikt kommt also in Fanaa zum Tragen, sondern auch weitere Themen, die dem Bollywoodkino mitsamt seines Kitsches oft fremd sind: Emanzipation der Frau oder eine ungleiche Liebe zwischen Moslem und Hindu.

Meere Haath Mein, der Titelsong

Chand Sifarish, ein weiterer Titelsong des Liebesepos*

arte zeigt Fanaa am Donnerstag, dem 27. August um 21 Uhr.


annaberlin (Anna Sita Zinn)

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