Berlinale Gewinner steht festBearbeiten

Veröffentlicht am 17.02.2008, 22:13

Überraschung auf der Berlinale – Brasilianischer Polizeifilm gewinnt.

The Elite Squad The Elite Squad © Wagner Moura; Photo: David Prichard/TWC 2008

Es war eine Überraschung, die Jury-Chef Costa-Gavras aus dem Brief zauberte. Gewinner des Goldenen Bären der 58. Berlinale ist der brasilianische Actionfilm The Elite Squad von José Padilha. Damit hatte nun wahrlich niemand gerechnet.

Bei dem rasanten Werk geht es um den ungeheuren Einfluss der Drogenmafia auf die ärmsten Bewohner Brasiliens; er zeigt den Alltag einer brutalen und von Korruption durchsetzten Spezialeinheit der brasilianischen Militärpolizei. Es geht um das unmenschliche Auswahlverfahren für diese Spezialeinheit, um Todeskult und Macho-Kultur, um Drogen und Mord. Mit wackliger Handkamera gedreht und rasant geschnitten ist der Film hyperaktiv, zeigt den Krieg in und um die Favela mit aller Deutlichkeit. Er bietet viel Testosteron und ist wohl der erste Actionfilm überhaupt, der einen Goldenen Bären gewinnen konnte.

In seinem Heimatland polarisiert der Film die Bevölkerung, mehr als 12 Millionen Menschen haben sich dort den Film bereits angesehen. Auch bei den Kritiker gab es ein auf und ab; einige feiern die schlichte, wasserdichte Logik, die in der Geschichte steckt, anderen ist die Aussage des Films einfach zu schlicht.

Alle Gewinner könnt Ihr hier nachlesen.


Ines Walk (Ines Walk)

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Kommentare

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Wombat

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2 Bären für "There will be blood" waren nach den Kritiker-Lobeshymnen-Schwämmen auch genug. Die Pause beim vergoldeten besten Film war entspannend.

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