Bright - Soviel hätte der Netflix-Film im Kino einspielen können

02.01.2018 - 15:00 Uhr
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Bright - Featurette Behind the Scenes (English) HD
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© Netflix
Bright
Netflix hat das Heimkino bereits für sich erobert, doch wie würden sich seine Eigenproduktionen in normalen Kino-Releases schlagen?

Einer der letzten Netflix-Releases des letzten Jahres sollte auch einer der größten werden: Bright von Regisseur David Ayer und Drehbuchautor Max Landis war eine der teuersten Produktionen des VOD-Anbieters. Mit namhaften Schauspielern wie Will Smith und Joel Edgerton und aufwändigen Spezialeffekten (und weniger aufwändigen Methoden bei der Anerkennung) beliefen sich die Produktionskosten auf 90 Millionen Dollar, eine ungewöhnlich hohe Zahl für den Anbieter. Von Schätzungen des Unternehmens Nielsen ausgehend, das sich auf Zuschauerzahlen spezialisiert, hätte ein traditioneller Kino-Release diese Kosten möglicherweise schon ausgeglichen.

Variety  verband seinen Bericht über die Einschaltquoten von Bright gleich mit einer Einschätzung seines potenziellen Einspielergebnisses, hätte der Film statt der Veröffentlichung über Netflix den Weg ins Kino geschafft. Durch eine Multiplizierung der ermittelten 11 Millionen Zuschauer in den ersten drei Tagen mit dem letzten bekannten durchschnittlichen Ticketpreis von 8,93 Dollar (via Deadline ) kämen wir auf etwa 98 Millionen Dollar, ein solides Ergebnis für das erste Wochenende.

Bright

Natürlich sollte beachtet werden, dass viele verschiedene Faktoren diese Zahlen in Frage stellen. Allein die Schätzungen von Nielsen sind durch die Nichtbeachtung mobiler Geräte oder Computer unzuverlässig und wurden im Falle von Stranger Things schon einmal von Netflix dementiert, selbst liefert der Anbieter allerdings auch keine Zahlen. Außerdem lassen sich Netflix-Zuschauer und Kinobesucher keineswegs gleichsetzen. Denn dass jemand zu Hause auf Inhalte zugreift, für die er ohnehin schon bezahlt hat, heißt bei weitem nicht, dass die gleiche Bereitschaft für das zeitliche und finanzielle Investment eines Kinobesuchs aufgebracht wird. Dazu kommt, dass Filme ähnlicher Genres wie Bright im Kino eher zu finanziellen Flops neigen, denn übernatürliche Komödien außerhalb der Men in Black-Reihe feiern recht selten finanzielle Erfolge.

Auch ohne eine sichere Vorhersage des hypothetischen Box Office dürfte Streaming daher von vornherein die beste Anlaufstelle für Bright gewesen sein, und Netflix hatte wohl schon genug Vertrauen in den Film, um ein Bright 2 zu bestellen, noch bevor es selbst die Zuschauerzahlen messen konnte.

Hättet ihr euch Bright auch im Kino angesehen?

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