Christopher Nolan über das Superman-RebootBearbeiten

Veröffentlicht am 11.03.2010, 09:14

Christopher Nolan wird nach Batman Begins und The Dark Knight nicht nur einen dritten Batman-Film realisieren, sondern auch in beratender Funktion an einem Superman-Reboot mitwirken. Im Interview mit der LA Times sprach er über beide Projekte.

Christopher Nolan Christopher Nolan © thefilmstage.com

Christopher Nolan, Regisseur von Batman Begins und The Dark Knight, arbeitet derzeit an dem Mystery-Thriller Inception mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Für viele Fans sind allerdings die Projekte, die er für die Zeit danach geplant hat, ungleich interessanter: Christopher Nolan wird nicht nur bei einem dritten Batman-Film Regie führen, sondern soll auch in einer beratenden Funktion an einem Reboot des Superman-Franchise beteiligt sein (wir berichteten).

Mit der LA Times sprach der Regisseur jetzt zum ersten Mal über dieses Projekt. Im Interview erklärte er, dass er Superman Returns unter der Regie von Bryan Singer, anders als viele Kritiker, bewundere und dass ihm besonders die Art, wie der Film an die ersten beiden Superman-Filme von Regisseur Richard Donner anknüpfte, gefiel. Der neue Superman-Film soll dennoch für sich stehen und nichts mit den vorigen Filmen zu tun haben: „Viele Leute sind auf viele verschiedene Wege an Superman herangegangen. Ich kenne nur den Weg, der bisher für uns funktioniert hat.“ Ähnlich wie in seinen Batman-Filmen soll auch Superman weiterhin in einer Welt leben, „in der er der einzige Superheld ist“. Anders als bei Marvel, die mit Der unglaubliche Hulk und Iron Man bereits im Ansatz versucht haben, die Crossover-Kultur der Comics auch auf der Leinwand zu realisieren, wird es also bei den DC-Helden wohl in nächster Zeit keine derartigen „Gastauftritte“ anderer Superhelden geben.

Christopher Nolan erklärte weiterhin, wie es zu seiner Beteiligung am Superman-Reboot gekommen war: David S. Goyer, mit dem er die Story zu Batman Begins und The Dark Knight verfasste, hatte ihm seine Idee zu einem neuen Superman-Film beschrieben. „Ich habe es sofort verstanden, liebte es und dachte: Das ist eine Herangehensweise an die Geschichte, die ich noch nie gesehen habe und die unglaublich spannend ist.“, berichtete der Regisseur über seine Reaktion. Mit seiner Frau Emma Thomas, die bei vielen seiner Filme als Produzentin beteiligt ist, habe er daraufhin umgehend das Studio Warner Bros. kontaktiert und die Idee vorgestellt. Tatsächlich schreibt nun David S. Goyer das Drehbuch zum Superman-Reboot.

Auch über seinen dritten Batman-Film gab Christopher Nolan einige Informationen preis: „Ohne zu spezifisch zu werden, der Grundgedanke, der den dritten Film zu einer großartigen Möglichkeit für uns macht, liegt darin, dass wir unsere Geschichte beenden wollen. Darin, dass wir den Film eher als das Ende einer Geschichte sehen, anstatt den Ballon immer weiter aufzublasen und die Handlung immer weiter auszubreiten.“

Was meint ihr: Klingen die Ideen von Christopher Nolan über die Leinwand-Zukunft der beiden berühmtesten DC-Helden spannend oder wünscht ihr euch eine andere Herangehensweise, beispielsweise die Einführung eines „Filmuniversum“ wie Marvel es derzeit versucht?

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HerrLehmann (Sebastian Moitzheim)

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Le_ruse

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hm. Die Werke von Goyer sind zwar qualitativ ziemlich schwankend, aber das, was er mit Nolan zusammen geschaffen hat, hat wirklich großartig und anspruchsvoll unterhaltend. Dass Nolan vom Drehbuch begeistert ist und es etwas "Neues" sein soll, lässt hoffen - ein wenig Skepsis bleibt jedoch.

Dass Nolan trotz der Erfolge der wirklich guten Batman-Filme mit dem 3. Teil das Ende seiner Geschichte bringen will, sei ihm künstlerisch hoch angerechnet - die Filme könnte man sicher noch die nächsten 10 Jahre kommerziell ausschlachten.

Ich freu' mich erstmal drauf ... er soll sich nur beeilen :P

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SamRamJam

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Eine abgeschlossene Serie... und das selbe für meinen Lieblingshelden Superman... ja, damit könnte ich leben:)

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manitu17

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Noch ein Superman Reboot!?

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Sheeeeep

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Ich freu mich auf jedenfall auf den dritten Batman vom ihm, aber UNGLEICH interessanter finde ich im Moment was bei Inception rauskommt. Da bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

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wiedererkennbar

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Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen, als ich die News las. "Inception" sieht so gut aus, wie lange nichts mehr... und das will was heißen im Kinobombastjahr 2010...


DerFilmeKenner

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Aus früheren Äußerungen konnte man schließen, dass Nolan Superman hasst. Wenn er sich jetzt der Idee von Goyser so begeistern lässt, muss das schon eine sehr gute Idee sein.

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Holbæk

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Ich lasse mich mal von Goyers neuer Herangehensweise überraschen - Vielleicht endlich mal ein Superman-Film, der schlüssig erklärt, warum eine simple Brille den "Mann aus Stahl" für alle Welt völlig unkenntlich macht...

Das könnte mit Nolan als Berater funktionieren, der ja auch Burtons und Schumachers abgedrehte Version von Batman in die Wirklichkeit zurückgeholt hat.

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anZen

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C. Nolan ist bisher der einzige Regisseur neben Burton, der genug Einfluss, Mittel, Kompetenz, Kreativität und Selbstbewusstsein besitzt, um mit seiner Arbeit den Nerv der Fans zu treffen und das Batman-Franchise auch für andere Gruppen attraktiv zu machen. Bei ihm kann ich mir sicher sein, dass die Gesamtheit seiner Entscheidungen in erster Linie dem Film selbst dient und nicht vorrangig auf eine kurzzeitige Gewinnmaximierung der Studios zugeschnitten ist.
Da trifft es sich z.B. sehr gut, dass seine Frau Produzentin ist und ihn bisher so gut unterstützen und ihm auch den Rücken freihalten konnte. Auch sein Bruder darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, der bei der Zusammenarbeit mit C. Nolan stets fruchtbare Ergebnisse erzielen konnte. Was da jetzt genau mit seiner Beteiligung an dem Script von Terminator: Salvation war, habe ich nicht genau verfolgt, aber sei's drum...mit Christopher ist bisher alles gut gegangen.

Zum Superman-Reboot: Ich halte diese Eierlegendewollmilchsau namens Superman nicht für eine überzeugenden Charakter. Die alten Filme mit Reeve waren sympathisch und charmant, aber das alles konnte nie über ein "ganz nett" hinauswachsen.
Ich mag es nicht, es immer wieder zu sehen, wie einer der Widersacher von Superman im Finale das Kryptonit zückt und gegen Superman eingesetzt, wobei dann der Eindruck erweckt wird, dass dies das Ende des Mannes aus Stahl sei, was jedoch nicht zutrifft, weil es nicht zutreffen darf. Man hat es einfach zu häufig gesehen, dass sich zum Schluss immer etwas ereignet, was die Wirkung des Kristalls aufhebt, was dazu führt, dass Superman doch noch rechtzeitig die Welt und/oder seine Liebsten retten kann.
Mir fehlen da einfach die Schattenseiten am Image dieses Helden. Bisher war der Typ zu glatt poliert, zu anständig und zu superduper. Wenn das geplante Reboot mit diesen Konventionen zumindest ein wenig brechen kann und den Charakter Mehrschichtig und kritisch zeichnet, dann könnte es eine Zukunft für die Marke Superman geben. Visuell ließe sich bei dieser Figur aber einiges machen, was auch der Film von Singer - trotz eines insgesamt recht schwachen Films - m.M.n. eindrucksvoll zeigt.

Ich persönlich wünsche mir über diesen Reboot der Gebrüder Nolan einen Spin Off von Red Son. Das könnte doch recht amüsant werden, mit einem Superman als Sowjetdiktator einer atomare Supermacht im Kampf gegen die böse kapitalistische USA. In den Zeiten der bisher größten Weltwirtschaftskrise bieten derartige Szenarien doch total an. ;)
Ein solch problematischer Stoff birgt jedoch auch einige Gefahren und wäre nur sehr schwierig zu realisieren, was ein wenig schade ist, denn eine kostenlose Publicity wäre dem Film sicher. :)

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Kängufant

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Sie lernen es einfach nicht. Jetzt haben sie schon Geoff Johns dran sitzen und die Comicsparte gründlich umgewühlt zu einer DC-Entertainment Fraktion und dann bauen sie immer noch auf dieses "Scheiß aufs Universum, ich mach ne eigene Geschichte". Bei Batman war die Abkoppelung noch okay, bei Superman Returns ist eine Geschichte, die rein gar nichts mit den Comics (und dem was die Fans sehen wollen) zu tun hat zurecht in die Hose gegangen.
Selbst Smallville wird trotz wieder besserer Drehbücher zunehmend frustrierend, weil der Herr sich immer noch nicht in die Spandexklamotten bequemt hat obwohl mittlerweile sogar der Gegner rumrennt, der ihn mal töten wird.

Ich bin mir sicher, daß Nolan einen grandiosen Superman hinbekommen kann, keine Frage. Ich werde nur das Gefühl nicht los, daß DC hier wieder wahnsinnig viel Potential verschenkt, wenn es seinen lukrativstes Franchise wieder ins Rennen schickt, ohne Spin-Offs wie Justice League, Brave and the Bold, Wonder Woman oder wie sie alle heißen anzuteasern. Ich steh nicht auf Marvel, aber das Ende von Iron Man war schon geil.

Superman braucht nicht returnen, erst einmal da sein, wäre schon schön. Und da sein, das hat gerade Smallville mit dem fulminanten Comeback der letzten Staffel bewiesen, heißt nun einmal auch, das volle Potential ermöglichen.

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