Günter Grass mit Hauptdarsteller David Bennent und Regisseur Volker Schlöndorff
© Kinowelt Home Entertainment
Die Blechtrommel dürfte einer der bekanntesten deutschen Filme sein und gewann als erster deutscher Spielfilm vor 30 Jahren den Oscar. Heute am 15. Juli erscheint Die Blechtrommel in einer neuen Auflage als Arthaus Doppel-DVD und erstmals als Blu Ray. Der Anlass ist ein ganz entscheidender: Die Blechtrommel wurde vom Regisseur Volker Schlöndorff selbst bearbeitet und ist nun mit 164 Minuten Spielzeit als Director’s Cut 20 Minuten umfangreicher als die bekannte Version.
Die Blechtrommel basiert auf dem gleichnamigen Roman von Günter Grass und erzählt die Geschichte von Oskar Matzerath, der mit drei Jahren beschließt, fortan nicht mehr zu wachsen, weil er die scheinheilige Erwachsenenwelt ablehnt. Mit seiner Blechtrommel und schriller Stimme protestiert der kleinwüchsige Störenfried gegen die muffige Weimarer Republik und den aufkommenden Nationalsozialismus. Mit der Trommel stört er Nazifeierlichkeiten und bringt mit seiner Stimme Glas zum bersten. In Oskar staut sich Unmut auf als sein Vater der NSDAP beitritt, seine Mutter eine Affäre führt oder er selbst mit Sex und ungewollten Folgen konfrontiert wird, und schließt sich schlussendlich einem Wanderzirkus an. Erst nach Kriegsende legt Oskar seine Skepsis gegenüber der Welt ab.
Der Film von Volker Schlöndorff gewann 1980 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film und die Goldene Palme in Cannes. Der neue Arthaus-Release mit dem neu geschnittenen und abgetasteten Director’s Cut bringt eine Menge Bonusmaterial mit.
Ihr bekommt hier eine Einführung zum Director’s Cut vom Regisseur Volker Schlöndorff höchstpersönlich geboten. Außerdem erinnert er sich in ‘Die Blechtrommel – Erinnerungen von Volker Schlöndorff’ an die Dreharbeiten. Weiter spricht Art Direktor Nicos Perakis über den Film. Es gibt noch ein Interview mit Eberhard Junkersdorf, die geschnittenen Szenen mit Kommentar von Volker Schlöndorff und Originaldokumente von den Dreharbeiten. Dazu gehören auch eine Fotogalerie und bisher unveröffentlichte Fotos der Dreharbeiten aus dem Archiv von Peter Seitz. Zum Schluss könnt ihr euch die Biografie von Eberhard Junkersdorf gönnen.
Es gibt viel neues zu entdecken an einem der bekanntesten Klassiker.
Nie wieder eine News verpassen: moviepilot to go – Folge uns auf Facebook und Twitter.
Marvin Marsh (Marvin Schelling) 2010/07/15 14:23:00
News aus der Rubrik DVD
Kommentare
über Die Blechtrommel wird 20 Minuten länger
Kommentar schreibenphoenix409 2010/07/15 16:16:14
Kommentar löschenOooohhh, böse Erinnerungen. Durfte über Buch und Film mal en Deutschreferat halten.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mozzerino 2010/07/15 17:26:53
Kommentar löschenOh nein! Noch länger.....
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
guggenheim 2010/07/15 18:00:33
Kommentar löschenGibt genialen Gag. Gebe gerne Gostprobe ^^:
- Gemeines Gesindel!
- Giftiger Gatte geifert Galle.
- Genug gesehen. Große Gemeinheit.
- Gespräch gänzlich geschäftlich!
- Gewürzgurken-Geplauder!
- Gerede.
- Gedrucktes gelesen. Günthers Grass-Trommel...
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
moepmoep 2010/07/15 18:55:46
Kommentar löschenAuch wenn es nur so halb passt: an Günther Grass hat mich sehr geärgert, dass er den Verkauf seiner Biografie mit rausposaunen seiner SS-Vergangenheit angekurbelt hat.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Deine Meinung zum Artikel Die Blechtrommel wird 20 Minuten länger
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.



Die Brechtrommel, so bekannt der Film ist ich kann mich eigentlich nur an zwei Szenen erinnern denn Jungen mit seiner nervenden Trommel und denn Pferdekopf, beides hat sich bei mir eingebrannt, der Rest ist in Belanglosigkeit untergegangen.
last mich raten in denn zusätzlichen Szenen speit er einfach nur auf der Trommel XD
Nebenbei finde ich die Bücher von "Günter Grass " überbewertet!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
annaberlin 2010/07/15 15:40:39
Antwort löschenDu findest sie "überbewertet"? Inwiefern kann man einen der genialsten, aber schwierigsten deutschen Literaturnobelpreisträger denn bitterschön "überbewertet" finden?
tamulala 2010/07/15 16:22:06
Antwort löschendanke, annaberlin. genau das war mein gedanke.
Tytus 2010/07/15 16:46:58
Antwort löschendu sagst es in deinem zweiten Satz, ich fand die Bücher nicht wirklich genial!
da ist ja Charles Buckowski genauso genial ;)
was meinst du genau mit "schwierigsten deutschen Literaturnobelpreisträger "
annaberlin 2010/07/15 16:57:55
Antwort löschenMit "schwierig" meine ich, dass Günter Grass eine sehr komplizierte deutsche Sprache verwendet! Sogar Thomas Mann ist viel einfacher zu lesen. Die Blechtrommel gehört für mich zu den besten deutschen Romanen überhaupt.
Tytus 2010/07/15 16:57:59
Antwort löschenkom4, sehe ich ähnlich ist aber wie du sagst subjektiv :)
PS ich muss mich korrigieren weil man das missverstehen konnte, Bukowski fand ich unterhaltsamer ;)
Tytus 2010/07/15 17:08:38
Antwort löschenHab Grass nicht als schwerig zu lesen/verstehen in erinnerung, ist aber auch länger her.
nebenbei der schwerigkeitsgrad wie sich jemand ausdrückt sagt nichts über die Qualität seiner aussagen aus, man kann denn gröbsten dünn pfiff in schöne Worte packen.
ala ;) : "Der IQ des Agrarökonomen verhält sich reziprok proportional zum Volumen seiner Hackfrüchte"
annaberlin 2010/07/15 17:42:22
Antwort löschenJa okay, ich gebe mich geschlagen, die Rezeption von Literatur ist ja auch Geschmackssache. Aber den Film halte ich beispielsweise auch für einen der besten deutschen Filme aller Zeiten und Schlöndorff ist ein Wahnsinnsregisseur!
janissl 2010/07/15 18:33:21
Antwort löschen@annaberlin: Da brauchst du dich wirklich nicht geschlagen geben. Die Aussage: "Nebenbei finde ich die Bücher von "Günter Grass " überbewertet!" empfinde ich auch als sehr ärgerlich.
Ich bin zwar nicht der größte Grass-Fan, aber "nebenbei" einen Lieraturnobelpreis-Träger überbewertet zu finden und das dann mit keinem Wort zu begründen, ist so arrogant, da muss man schon selbst ein ziemliches Genie sein, um sich das leisten zu können. In diesem Fall allerdings, befürchte ich, haben wir es nicht mit einem Genie zutun.
Tytus 2010/07/15 18:50:11
Antwort löschenich hab nie behauptet ein Genie zu sein und ich hab hier auch keinen als Vollidioten hingestellt, danke übrigens.
*facepalm*
@annaberlin
jedem das seine, mir waren seine Werke immer etwas zu sehr gehypt, ist aber wie kom4 schon sagt e subjektiv.
gruß
janissl 2010/07/15 19:08:48
Antwort löschen@Tytus: Ok ok, das hört sich jetzt fieser an, als ich es gemeint habe, sorry. Dass du Grass nicht magst ist natürlich dein gutes Recht. Wie du es oben formulierst finde ich aber auch weiterhin etwas fragwürdig.
Alle 12 Antworten zeigen
alanger 2010/07/16 08:30:17
Antwort löschengrass ist ein nerviges, eitles plappermaul und von der annehmbaren blechtrommel mal abgesehen sind seine literarischen ergüsse eine zumutung.
besser als wiglaf droste kann mans nicht sagen: "Früher traf Günter Grass den Free-Jazz-Schlagzeuger Günter "Baby" Sommer; Grass las, Sommer klapperte. Das war schon scheußlich genug, aber verglichen mit dem halbsteifen Gipfeltreffen zwischen Grass und seinem Schwanz doch eine erfreuliche Begegnung. Grass aber ist vor Greisengeilheit ganz aus dem Häuschen und legt das Rohr noch weiter vor. "Schamlos" ist das Gebrabbel betitelt: "Wie Tiere / Leckten wir uns / Und fanden später - / Satt und matt - / Mit selbiger Zunge / Zivil geordnete Wörter, / Einander die Welt zu erklären: / Den Anstieg der Benzinpreise, / Die Mängel im Rentensystem, / Das Unbegreifliche / Der letzten Beethoven-Quartette."
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2003/08/29/a0194
und nobelpreis hin und her ...den hat ja sogar elfi jelinek bekommen. soviel zur bedeutung dieses preises.
alanger 2010/07/16 09:59:40
Antwort löschenps. eine schöne würdigung des grass gibts hier:
http://www.edition-tiamat.de/home.htm?/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/141-150/bittermann_qual%20und%20gequalle.htm