Die nackte Wahrheit ist eine romantische Komödie mit Katherine Heigl und Gerard Butler in der Hauptrolle. Es ist ein Film nach bekanntem Schema: Frau trifft Mann, die beiden können sich zunächst nicht leiden. Dabei sind beide auf der Suche nach der großen Liebe, die Mann mehr und die Frau weniger heimlich. Nach ein paar Missverständnissen, verrückten Abenteuern und emotionalen Momenten werden ihnen schließlich die Augen geöffnet: Das perfekte Gegenstück hatten sie die ganze Zeit vor der Nase. Wer am Anfang unerträglich schien, stellt sich als Traumpartner heraus.
Seit Harry und Sally es so wunderbar vorgemacht haben, ist dies wohl die bekannteste Formel für romantische Komödien. Sie wurde in vielen Filmen wiederholt, wird von zahllosen Zuschauern gerne gesehen und heiß geliebt. Innerhalb der engen Grenzen dieses Genres werden manche Filmemacher aber durchaus kreativ: Besonders symphatische Hauptdarsteller, zwischen denen es auf der Leinwand nur so knistert, oder auch eine ungewöhnliche Geschichte machen aus einer durchschnittlichen romantischen Komödie ein wunderschönes Erlebnis.
Leider scheint dies dem Regisseur von Die nackte Wahrheit, Robert Luketic, nicht gelungen zu sein. Claudia Puig von der USA Today bemängelt die absolute Vorhersehbarkeit des Films, der genau dem oben beschriebenen Schema folgt. Dabei macht auch die Chemie zwischen den Hauptdarstellern aus einem mittelmäßigen Film keine grandiose Romanze. Die Nordseezeitung resümiert: Gerard Butler scheint überfordert und Katherine Heigl gleichzeitig verkrampft und lustlos. Die Daily Mail kritisiert gar, dass die schematische und unschmeichelhafte Darstellung der weiblichen Hauptrolle im Film keiner Frau einen Gefallen tut.
Schließlich überzeugt selbst das komödiantische Element des Films nur die wenigsten. Nur James Berardinelli ist der Meinung, dass in einer romantischen Komödie ein Witz über Sex für Erwachsene eine erfrischende Abwechslung darstellt. David Edwards vom englischen Mirror hingegen findet die Witze im Film deutlich zu krass und nicht auf die gute Art unter der Gürtellinie.
Das Fazit, stellvertretend für die meisten Kritiker, zieht Michael Scott: Der Film ist vollkommen vorhersehbar und wird weder durch symphatische Hauptdarsteller, noch durch überdurschnittlichen Witz gerettet. Für Fans von Katherine Heigl oder Gerard Butler dürfte der Film trotzdem einen Besuch wert sein. Außergewöhnliches dürfen sie jedoch nicht erwarten.
Wenn Ihr eine andere Meinung habt oder euch ein eigenes Bild machn wollt von Die nackte Wahrheit, dann schaut doch in unser Kinoprogramm. Als Entscheidungshilfe hier noch einmal der Trailer:
Say-what (Sylwia Plaza) 2009/10/01 08:50:00
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