Bearbeiten

Die PARTEI, die PARTEI...

Cabuflé (Georg Kammerer), Veröffentlicht am 13.08.2009, 10:15

…die hat immer Recht: Ein zeitgenössischer Propagandafilm zeichnet den Aufstieg einer neuen politischen Kraft in Deutschland nach. Es geht selbstverständlich um die PARTEI, gegründet vom Faktenmagazin Titanic.

Die PARTEI, die PARTEI... - Bild 2184742

Disclosure: Der Autor dieses Textes ist langjähriger Sympathisant und zukünftiges Mitglied der Partei für Arbeit, Rechtsschutz, Tierstaat, Elitenförderung und Basisdemokratische Initiative (kurz: Die PARTEI) und somit höheren Zielen verpflichtet als journalistischer Integrität und Objektivität. Bitte nehmen Sie, liebe Leser, deshalb diesen Text als das, was er ist: kompromiss- und gewissenlose Propaganda!

Freunde! Genossen! Mitbürger!

Es steht schlimm um Deutschland. Die internationale Krise hält die heimische Wirtschaft im Würgegriff und weder das Merkel noch der offenbar aus dem Seniorenstift entführte und mit Steroiden notdürftig hochgepeppelte Steinmeier haben auch nur den Hauch einer Idee, wie unsere marode Gesellschaft noch zu retten ist. Schon Dürrenmatt wusste: “Was alle angeht, können nur alle lösen” (Die Physiker, 1962), und ich denke, wir alle wissen, was in diesem Falle unter “alle” zu verstehen ist, nämlich in erster Linie: Die PARTEI!

Ich will mich deshalb gar nicht aufhalten mit irgendwelchen Erklärungen über die Qualität und den Inhalt des Filmes Die Partei, inszeniert von Regietalent Andreas Coerper (Heimatkunde, 2008) und dem Parteivorsitzenden Martin Sonneborn ; nicht, weil ich etwas daran auszusetzen hätte, sondern, weil es egal ist, weil Qualität und Inhalt zur Nebensache verkommen angesichts eines historischen Dokuments, das – geschult an Guido Knopp – den Aufstieg der in Zukunft vielleicht wichtigsten politischen Kraft Deutschlands zeigt:

Nachdem sich schon seit einiger Zeit professionelle Politiker verstärkt auf dem Gebiet der Satire engagieren (aktuelles Beispiel: die pikant-provokanten Sketche über Zensur im Netz von der talentierten Kabarettistin Ursula von der Leyen), war es nur folgerichtig, dass die Redaktion des satirisch orientierten Faktenmagazins Titanic 2004 endlich politische Verantwortung übernahm und eine Partei gründete: eben die Partei für Arbeit, Rechtsschutz, Tierstaat, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative. Mit offen populistischen Forderungen wie der nach dem Wiederaufbau der Mauer (ein Anliegen, das gut ein Zehntel der Deutschen unterstützt), war Die PARTEI angetreten, das Schröder-Regime zu stürzen, was ihr wärhend der Bundestagswahl 2005 mit Bravour gelang. Leider ließ es sich nicht vermeiden, dass im Zuge dessen das Merkel die Macht ergriff, und dies obwohl Die PARTEI extra bei einem groß angelegten Kanzlerkandidatinnencasting nach optisch ansprechenderen Alternativen gesucht hatte:

Es spricht für die PARTEI, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat. Nachdem sie beim Treffen mit georgischen Oppositionspolitikern und einem nur knapp verlorenen Angriffskrieg gegen Liechtenstein ihre außenpolitischen Kompetenzen unter Beweis stellte, ist sie nunmehr angetreten, den Fehler von damals auszubügeln, das Merkel zu stürzen und endlich alle anderen Parteien überflüssig zu machen. Leider haben auch reaktionäre Kräfte erkannt, welche Bedrohung für die herrschenden Eliten von dieser frischen politischen Kraft ausgeht und scheuen keine Mühen, um den aufrechten jungen Populisten Steine in den Weg zu legen. Der bürgerliche Mitbewerber Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling lehnte ein Dialogangebot der PARTEI brüsk ab (Danke an moviepilot-Genosse alanger für den Hinweis) und der Bundeswahlleiter ließ in beispielloser Vasallentreue Die PARTEI trotz ordnungsgemäß gesammelter Unterstützerunterschriften nicht zur Bundestagswahl zu. Die schwammige Begründung: “mangelnde Ernsthaftigkeit und fehlende Partei-Strukturen”.

Freunde! Genossen! Mitbürger! Nehmen Sie eine solche Bevormundung durch der Parteienelite verpflichtete Kräfte nicht hin! Stimmen Sie mit den Füßen ab, oder noch besser an der Kinokasse: Sehen Sie den Film Die PARTEI! Am Besten noch heute, denn heute startet der Film in ausgewählten Lichtspielhäusern. Wo und wann Die PARTEI in Ihrer Nähe läuft, entnehmen Sie am Besten unserem Kinoprogramm

Zur Einstimmung hier nochmal der Trailer:

Sie lasen einen Wahlpflicht-Artikel der Partei DIE PARTEI. Moviepilot ist zur Veröffentlichung dieser abstrusen Einzelmeinung moralisch verpflichtet.


Mitgliedern gefällt diese News


Deine Meinung zum Artikel Die PARTEI, die PARTEI...

Kommentare

über Die PARTEI, die PARTEI...


keddschabb

Kommentar löschen

Für ein Deutschland in den Grenzen von 1989!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten