Die Schöne und das Biest - Das sagen die Kritiker zum Disney-Remake

Die Schöne und Das Biest
© Walt Disney
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Heute startet mit Disneys Die Schöne und das Biest der nächste Film des Medienriesen, der zuletzt mit Rogue One: A Star Wars Story einen der erfolgreichsten Filme des Jahres veröffentlichte. Das neue Werk legt die französische Sage um Belle und den verwunschenen Prinzen frisch auf und macht aus dem Disney-Zeichentrickklassiker eine Realfilmversion, die durch ihre Besetzung bereits im Vorfeld für große Aufmerksamkeit gesorgt hat.

In Die Schöne und das Biest geht es um die junge Frau Belle (Emma Watson), die ihren eigenwilligen Vater (Kevin Kline) aus der Gefangenschaft im Schloss des geheimnisvollen Biests (Dan Stevens) befreien will. Sie bietet dem Ungeheuer einen Gefangenenaustausch an, bei dem sie den Platz ihres Vaters einnehmen will. Im Schloss trifft sie auf die verzauberten Bediensteten und erkennt, dass ein Fluch auf ihnen lastet. Belle will ihnen helfen, was jedoch durch ihren aufgeblasenen Verehrer Gaston (Luke Evans) erschwert wird, der Jagd auf das Biest macht.

Hier sind die harten Fakten zu Die Schöne und das Biest:

  • 27 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,0
  • 14 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,5
  • 2 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 11 Kritiken und 7 Kommentare
  • 409 Vormerkungen, 9 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Die Schöne und das Biest:

Moira Macdonald schriebt für die Seattle Times, dass der Film kleinere handwerkliche Schwächen habe, die er mit der Besetzung wieder wettmachen könne:

Ist er zu lang? Sicher, ein wenig. Habe ich mir gewünscht, die Kamera würde sich während der Musicaleinlagen etwas beruhigen? Absolut. Aber Die Schöne und das Biest ließ mich das Kino vollkommen glücklich verlassen, als ob ich Zeit mit alten Freunden verbringen konnte, die gewachsen sind und sich verändert haben, im Herzen aber immer noch die gleichen sind.

Der Entertainment Weekly-Filmkritiker Chris Nashawaty kritisiert die Wandlung der Figuren, die ihm zu schnell passiert, und findet auch die neuen Lieder nicht mitreißend genug:

Sobald sie im Schloss sind, ändern sich Belle und [das] Biest (zu schnell): Er wandelt sich vom grausamen Entführer zum Buchliebhaber; sie wandelt sich von der widerspenstigen Gefangenen zum benebelten Stockholm-Syndrom-Opfer, gerade rechtzeitig, damit ihre Liebe den Tag rettet. Alan Menkens und Howard Ashmans Musical-Einlagen sind neben einigen neuen [Liedern] von Menken und Tim Rice eingestreut. Wie so vieles an Condons Film, sind die neuen Lieder alle in Ordnung, aber sie übertragen nichts. [...] Ich wünschte, es wäre einfach etwas mehr [Magie] in Die Schöne und das Biest.

Für die New York Times schrieb A.O. Scott, dass der Film zwar den typischen Disney-Klischees folge, aber durch seine Umsetzung und seine Protagonisten auch ein gutes Gefühl hinterlasse:

Der Klassiker fühlt sich ungezwungen und frisch an. Seine Romantik ist weder zuzwinkernd noch ranschmeißerisch. Die Schöne und das Biest sieht gut aus, bewegt sich würdevoll und hinterlässt eine klaren, kräftigen Nachgeschmack. Ich habe den Geschmack fast nicht erkannt: Ich denke, der Name dafür ist Glück.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Die Schöne und das Biest:

Sascha Westphal von epd Film kritisiert die mangelnde Konsequenz der Umsetzung der Änderungen gegenüber der klassischen Vorlage, die sich auf Belles Rolle in der Geschichte auswirken:

Selbst [...] Belle wird ein Opfer der Halbheiten des Films. Auf der einen Seite beweist sie als Erfinderin eine bemerkenswerte Selbstständigkeit. Auf der anderen degradiert sie der Film im entscheidenden Moment zur reinen Zuschauerin. [....] Diese Widersprüche nagen an Condons revisionistischer Sicht auf ein klassisches Märchen und nehmen seinem Film viel von seiner Glaubhaftigkeit. Zugleich zeugen sie auch von den Rissen, die gegenwärtig durch die westlichen Gesellschaften gehen.

Walli Müller, die für den NDR Filme beurteilt, lobt die Gefühle, die dem Biest durch das Motion-Capturing-Verfahren eingehaucht werden, vermisst aber Emma Watsons Stimme in der deutschen Fassung:

'Die Schöne und das Biest' ist ein Fest für Musical-Fans. Aber auch für alle anderen gut anzuschauen, weil die Balance aus Kitsch und Humor stimmt und weil das Biest tricktechnisch wirklich überzeugt. Durch das Motion-Capture-Verfahren, bei dem die Mimik des Schauspielers aufs computeranimierte Monster-Gesicht übertragen wird, spiegeln sich echte menschliche Gefühle darin. Rührend, wie das Biest sich - reichlich unbeholfen - um Belle bemüht.

Die Out Now-Filmkritikerin Petra Schrackmann schreibt, dass die Änderungen den Film auffrischen und ihn zusammen mit der Besetzung angenehm von der Vorlage abheben würden.

Wie zu erwarten, sind die eigentlichen Highlights des Filmes aber die Darsteller, welche nicht durch CGI ersetzt werden: Josh Gad, der als offensichtlich schwuler LeFou für ein kleines Disneyskandälchen sorgt, der grossartig pompös aufspielende Luke Evans als Gaston, und natürlich die bezaubernde Emma Watson, deren Belle noch etwas schlauer und stärker als im Trickfilm auftreten darf und die auch mit ihrem Gesang zu beeindrucken weiss.

Fazit:

Die Kritiker loben die Inszenierung von Die Schöne und das Biest, die Musik und die exzellente Besetzung. Gleichzeitig sehen einige in den Änderungen aber auch die Schwächen des Films, weil sie im Finale nicht konsequent genug umgesetzt sind. Auch wenn die Veränderungen, die damit verbundene Länge des Films und die neuen Lieder nicht nur auf Anklang stoßen, überwiegen doch die positiven Urteile über den Film. Die US-Kritiken sind dabei noch lobender als die deutschen.

Habt ihr Die Schöne und das Biest schon gesehen? Wenn ja, wie gefällt euch der Film?

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