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Die unendliche Geschichte nimmt kein Ende

26.02.2009 - 13:55 Uhr
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Die unendliche Geschichte (1984)
© Constantin Film
Die unendliche Geschichte (1984)
NEWS» Remake über Remake. Nun soll auch noch Die unendliche Geschichte neu aufgelegt werden.

Es ist 25 Jahre her, dass Wolfgang Petersen das erfolgreiche Kinderbuch von Michael Ende verfilmte. Eine lange Zeit. Aber schon so lang, dass Die unendliche Geschichte ein Lifting nötig hat?

Warner Bros. Pictures haben nun ganz im Zeichen des Remakismus, der in Hollywood gerade sein Unwesen treibt, eine Neuverfilmung angekündigt. Als Produzenten sollen The Kennedy/Marshall Co. verantwortlich zeichnen, die auch vor kurzem Der seltsame Fall des Benjamin Button realisiert hatten. Außerdem ist Appian Way, die Firma von Leonardo DiCaprio in die Produktion involviert. Sowohl ein Drehbuchautor, als auch ein Regisseur werden noch gesucht, das Projekt steckt also noch in den Kinderschuhen. Allerdings gaben die Verantwortlichen bekannt, dass sich das Remake näher an der Vorlage von Michael Ende orientieren soll.

Das war ein Streitpunkt bei der Originalverfilmung. Allen voran war Michael Ende selbst mit der “unsäglichen Geschichte”, wie er sie nannte, ganz und gar nicht zufrieden und ließ seinen Namen aus dem Vorspann streichen. Der Film entfernte sich zu weit von der Vorlage, und behandelte gerade einmal die Hälfte des Buches. Die zweite Hälfte wurde sechs Jahre später von einem vollkommen neuen Team zu einem Nachfolger verwurstet, mit der sich zwar diesmal Michael Ende einverstanden zeigte, aber das Publikum nicht. Der Film spielte in den USA nicht einmal die Hälfte der Produktionskosten ein. Ganz zu schweigen vom dritten Teil, der weitere vier Jahre später von einem wieder komplett neuen Team gedreht wurde, diesmal unabhängig von der Vorlage von Michael Ende. Auch dieser floppte.

Der erste Teil von 1984 jedoch war von Anfang an ein Erfolg. Unabhängig von der Kritik des Autors. Natürlich wird eine Literaturverfilmung der Vorlage meist nicht gerecht, aber ein Klassiker ist dennoch daraus geworden. Ob nun der Brückenschlag zwischen dem Klassiker und der originaltreuen Verfilmung eine gute Idee ist, steht auf einem anderen Blatt. Leicht wird es jedenfalls nicht – sowohl dem Klassiker, als auch der Vorlage gerecht zu werden.

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