Die Wahrheit über Walküre: Mission Impossible für Cruise
Batzman (Oliver Lysiak), Veröffentlicht am 19.01.2009, 16:19
Gruppenbild mit Klappe
© United Artists
In dieser Woche ist es soweit: Nach vielen Verschiebungen, Gerüchten, Miniskandalen und den üblichen Scientology-Kapriolen von Tom Cruise startet endlich die starbesetzte Neuverfilmung des berüchtigten Hitler-Attentats, welches General Stauffenberg zusammen mit einer Gruppe hochrangiger Verschwörer 1944 in den Sand setzte.
Die Kritik ist nach wie vor gespalten. Claudius Seidel von der FAZ schreibt: "Und als Thriller ist „Operation Walküre“ nahezu perfekt – was auch daran liegt, dass dieser Film, anders als sein Untertitel verspricht, nicht bloß von Stauffenbergs Attentat erzählt, sondern, vor allem, von der Verschwörung davor und dem Staatsstreich danach; auch wer die Geschichte vom Coup der Offiziere, von der redigierten Fassung jenes „Walküre“-Plans, der eigentlich zur Abwehr eines Putsches gedacht war und zum Instrument des Putsches wurde, in der Schule durchgenommen, im Fernsehen als Dokumentation betrachtet oder in Büchern nachgelesen hat, wird die Spannung spüren, die sich schon daraus speist, dass Singers extrem präzise Inszenierung diesem Geschehen erst die Dimensionen des Raumes und der Zeit erschließt.
Und Tom Cruise gibt der Figur Stauffenbergs eine Präsenz, die in Geschichtsbüchern und Lehrfilmen (und auch im deutschen Fernsehfilm) nicht zu haben ist – man muss eben gesehen haben, wie dieser Mann, dem eine ganze Hand und zwei Finger der anderen fehlen, sein Hemd zu wechseln und seine Uniform zuzuknöpfen versucht; und welche unendliche Mühe es ihn kostet, dann die entschärfte Bombe in seiner Aktentasche zu verstauen."
Ganz anders dagegen Christian Bommarius in der Berliner Zeitung “Entstanden ist ein Film, der alles zeigt und nichts erklärt. Er macht nichts falsch, aber der Film selbst ist falsch. Und überflüssig. Hätten sich Regisseur und Drehbuchautoren nicht nur für Tom Cruise als Claus Schenk Graf von Stauffenberg und für authentische Stiefelwichse interessiert, sondern für das Attentat, dann hätten sie zumindest auf eine Frage eine Antwort geben müssen: Worin bestand die Bedeutung des Attentats vom 20. Juli 1944 und seines Scheiterns? (…) Der Film zeigt nur die Tat und ihr Misslingen, nur die Täter und ihr Scheitern. Es gibt kein Davor und kein Danach. So glatt und harmlos, wie sich Tom Cruise durch die Rolle Stauffenbergs laviert, so glatt und harmlos wird Stauffenberg hier vorgeführt, ohne Ursprung, ohne Entwicklung, ohne Brüche.”
Und während die Kritiker sich uneins sind, haben fleissige Bastler bei YouTube bereits einen Trailer zusammengeschnitten, der die Essenz des Films wohl am besten auf den Punkt bringt. Kein wichtiges oder gar politisches Werk wird hier gezeigt, sondern vereinfachendes und rasant-pathetisches Unterhaltungskino. Oder besser gesagt Mission ImpoSSible 4: Operation Walküre
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Kommentare
über Die Wahrheit über Walküre: Mission Impossible für Cruise
movlook Wed, 21 Jan 2009 22:30:02 -0000
Kommentar löschenTom Cruise ist Scientologe. Na und? Soll er etwa die Maskenheinis dafür um Erlaubnis bitten? Wir leben in einem Land, welches ein Grundgesetz hat, in dem Religionsfreiheit garantiert ist. Auch die Leute, die sich hinter einer Maske verstecken, haben sich daran zu halten.
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RoosterCogburn Wed, 28 Dec 2011 23:58:57 -0000
Antwort löschenDer Schauspieler wirbt in Politik und Filmindustrie für Scientology. Das ist das Problem!
Enturbulation Tue, 20 Jan 2009 04:52:25 -0000
Kommentar löschen@ Alanger: Die Sekte nutzt den Film und Tom Cruise als Werbung, je mehr Geld TC einnimmt, um so besser. Schließlich ist er Mitinhaber der Firma United Artist. Insofern nutzt sein Erfolg der Sekte zumindest mittelbar.
Steinbruch ist darauf bezogen, dass TC den Film nutzen wollte, um sein Ansehn zu verbessern. Er als Scientologe und mutiger Strahlemann, der unter allen Umständen die Welt retten will. Angeblich wollte er ja schon als Kind Hitler erschießen *lol*
Gegen gut gemachte Filme über die Nazizeit hab ich nichts, im Gegenteil. Aber wenn solche Sektenheinis meinen, damit Geld und Werbung machen zu können, widert mich das an.
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Batzman Mon, 19 Jan 2009 22:59:37 -0000
Kommentar löschenUnd die BILD ist eine gute oder gar ernstzunehmende Zeitung, weil sie erfolgreich ist? Und McDonalds ist gutes Essen, weils erfolgreich ist?
Sorry, aber das ist eine etwas merkwürdige Argumentation.
Der alte Spruch "Milliarden Fliegen können sich nicht irren" trifft es da wohl eher...
Über seine schauspielerischen Qualitäten kann man durchaus diskutieren, da hat er durchaus ansehbares abgeliefert, auch wenn ich ihn nie wirklich für einen sonderlich wandlungsfähigen Schauspieler gehalten habe, da er zu sehr damit beschäftigt scheint ein Star zu sein. Ob er wirtschaftlich erfolgreich ist hat mit der Qualität seiner Filme aber erstmal so gar nichts zu tun.
Ab davon kommen PR-Texte die als Copy&Paste-Kommentar daherkommen nicht sehr glaubwürdig daher.
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karinsmann Mon, 19 Jan 2009 21:04:01 -0000
Kommentar löschen"In seiner zwei Jahrzehnte überspannden Karriere hat es Tom Cruise als Schauspieler und Produzent zu beispiellosem Erfolg gebracht. Die Filme des dreifach oscar-nominierten Schauspielers haben weltweit über sechs Milliarden ( 6.000.000.000,00 ) USD eingespielt. Eine Leistung an die bisher kein anderer Schauspieler auch nur - annähernd- heranreichen kann. Mit der Gründung von Cruise/Wagner Productions im Jahre 1993 übernahm Cruise auch die Rolle des Produzenten. Mit ihren Filmen spielten Cruise/Wagner Productions mehr als drei Milliarden USD - weltweit ein.- - Zusätzlich zum weltweiten Einspielergebnis ( 6 Milliarden) seiner Filme schafften 7 von seinen letzten Filmen alleine in USA und Kanada die 100-Millionen-Dollar-Hürde. - Stets auf der Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen nutzte Cruise seinen beruflichen Erfolg, um sich weltweit im Bereich Gesundheitswesen und Erziehung zu engagieren. Er wurde von der Mentor-LA Organization für seine Tätigkeit zum Wohle der Kinder von Los Angeles und der ganzen Welt geehrt.“ aus: von Löwen und Lämmern
Operation Walküre soll in 18 Tagen doch 71 Millionen in USA eingespielt haben.Wenn nun der Rest der Welt dazukommt - nicht schlecht. "BILD" spricht von ihm sogar als " 7 Milliarden - Mann " . Ich finde er ist nicht nur ein guter Schauspieler, sondern auch ein herausragender Geschäftsmann.
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Enturbulation Mon, 19 Jan 2009 17:55:55 -0000
Kommentar löschen"Mission ImpoSSible 4: Operation Walküre"
Gelungen, absolut gelungen, danke für das Video und diesen witzigen Titel, you make my day!
Mal davon ab, dass der Film dank der 5 - 10 Millionen Scientologen, die ja sicherlich alle mindestens einmal ins Kino gehen werden, ein absoluter Kassenschlager werden wird, finde ich es gräßlich, dass einige Hollywoodler den 2. Weltkrieg als Steinbruch für Filmchen verwenden. In meinen Augen werden die Menschen, die Opfer wurden, nochmal zu Opfern und die Widerstand leistenden zur Geldquelle.
Jeder, der den Film nicht bezahlt, tritt der Scientology auch noch ans Schienbein. Ein schöner Grund, sich die Zeit im Kino nicht stehlen zu lassen.
Es gibt ja Freaks, die den Film im Netz ansehen. Soll man nicht, ist nicht legal.
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Batzman Mon, 19 Jan 2009 15:51:52 -0000
Kommentar löschendas cocktail plakat ist überflüssig stimmt.. aber mission impossible trifft Walküre schon sehr genau. der Original Trailer ist ja genauso reisserisch geschnitten...
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Batzman Mon, 19 Jan 2009 15:31:39 -0000
Kommentar löschenaber unterhaltsamer als der Film ;) und unbewusst seziert er genau die hauptschwäche des Films: alles als aalglatte Heist-Story zu erzählen ohne jeden Tiefgang, getreu dem Motto: Hitler ist doof, mehr muss man nicht wissen.
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Wenn eine Kampagne geschürt wird, welche so einseitig ist, wie die gegen Scientology, dann ist es m. E. immer reizvoll den Dingen auf den Grund zu gehen. Die angebliche Weltherrschaft ist doch lediglich eine Erfindung von gewissen Leuten, die ihr eigenes Süppchen kochen, um einen vermeintlichen Konkurrenten diskreditieren und ausschalten zu können. Als ich interessehalber versucht habe, irgendwelche tatsächlichen Belege für diese Behauptung zu finden, habe ich nichts dergleichen gefunden. Wenn das alles stimmen würde, was so über Scientology gesagt wird, wäre die doch längst verboten. In dem Zusammenhang ist doch mehr als interessant, dass nach einer mehr als zehnjährigen Beobachtung durch den Verfassungsschutz, erst vor Kurzem davon abgesehen wurde, ein Verbotsverfahren einzuleiten. So dumm können doch die VS-Leute gar nicht sein, dass sie nach mehr als zehn Jahren! noch immer keine Beweise vorlegen.
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SusiSorglos Fri, 23 Dec 2011 09:52:06 -0000
Antwort löschenWenn du keine Belege für das Streben nach Weltherrschaft gefunden hast, empfehle ich Dir, Aufzeichnungen und Bücher von L. Ron Hubbard zu lesen.