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Django-Regisseur Quentin Tarantino im Interview

mondaen (Simon Ad), Veröffentlicht am 14.01.2013, 08:50

Django Unchained feierte am 08.01. in Berlin seine Deutschland-Premiere. Wir müssen uns bis zum regulären Kinostart am 17.01. noch etwas gedulden. Um euch die Wartezeit nochmal ein bisschen zu verkürzen hat Batzman Regisseur und Mastermind Quentin Tarantino interviewt!

Nachdem wir euch gestern das Interview mit den Hauptdarstellen von Django Unchained präsentieren durften, folgt heute Batzmans Gespräch mit dem Mastermind hinter der Kamera: Die viel kopierte, nie erreichte Ikone der Genreverschiebung, der Meister des Dialogs, dessen Name allein als Referenz schon reicht, um einem Freund einen Film zu empfehlen: Quentin Tarantino.

Batz hat die Gelegenheit genutzt, um den Regisseur nach seinen ganz persönlichen Lieblingswestern zu fragen, und um ihn um seine Meinung zum zeitgleich erscheinenden Lincoln zu bitten, der die gleiche Thematik behandelt: Die Emanzipation der Sklaven in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Antwort mag für einige überraschend erscheinen.

Django Unchained erzählt die Geschichte des Sklaven Django (Jamie Foxx) in den US-Südstaaten, der vom deutschen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit wird und sich gemeinsam mit diesem auf die Suche nach seiner verschleppten Frau (Kerry Washington) macht. Samuel L. Jackson, mittlerweile in der fünften Zusammenarbeit mit Altmeister Quentin Tarantino, übernahm die Rolle des bitteren Sklaven Stephen, der zusammen mit seinem Herrn (gespielt von Leonardo DiCaprio) zu den Antagonisten des Films gehört.

In den USA erregte das sensible Thema schon vor der Premiere bei einigen Interessengruppen Anstoß, unter anderen bei Regisseur Spike Lee, der schon seit geraumer Zeit scharfe Kritik an Quentin Tarantino übt.


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Kommentare

über Django-Regisseur Quentin Tarantino im Interview


eskimon

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Grandios wie ruhig und souverän er diese lebende Legende interviewt.

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Taubenbombe

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Naja das mit Lincoln ist halt so ne Sache!
Seine politischen Ziele lagen ganz gewiss nicht bei der Befreiung der Sklaven sondern vorrangig bei der Verhinderung der Sezession bzw. der Wiederherstellung der Union. Die Abschaffung der Sklaverei war da ein guter Kriegsgrund, der Frankreich und Großbritannien davon abhielt in den Krieg auf Seiten der Konföderation eingreifen zu können und gleichzeitig gewann er so die Sympathien vieler Schwarzer und mehrerer Politiker. Die Abschaffung der Sklaverei war sowieso nie das Hauptthema im Krieg und wurde erst später wichtiger.Aber selbst Leute, wie der berühmte Abolitionist Frederick Douglas respektierten ihn trotz Kritik. Er selbst war sicherlich kein Freund der Sklaverei aber ein absoluter Feind eben dieser nun wirklich nicht.
Der Lincoln-Film bleibt für mich aber nach wie vor problematisch, da er sich doch sehr beschränkt und Lincoln auf einen Aspekt reduziert.
Interview schau ich morgen an! Erstmal pennen!

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diqits

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Könntet ihr eine extra Liste erstellen für die erwähnten Tarrantino Lieblings Western? Ich bin gerade bei der Dollar Trilogie angelangt und möchte noch mehr geniale Western Filme sehen.

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Pia961

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NEID NEID NEID !!!
ich glaub ich würd mir eine Hand dafür abhacken um mit Tarantino zu sprechen :D

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jerome86

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??? ja unbedingt. Genau so eine Denkweise ist es die solche Leute glauben machen, dass sie etwas so viel besseres sind als wir das armselige Fußvolk. Ich weiß schon, dass du es nicht wortwörtlich gemeint hast. Aber ich persönlich scheiß drauf mit irgendwelchen Stars zu quatschen. Sind auch nur Menschen die halt in einem Bereich unterwegs sind, das ein großes Publikum anspricht. Lieber sprech ich mit Menschen die Entwicklungshilfe oder ähnliches leisten.


New Cameron

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Das Schlimmste an den Beiträgen ist dieser penetrante Jingle, das Interview ist Top

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sharingwithoutschere

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Aus rein geschichtlich-sachlicher Neugier heraus: Kann mir jemand eine Quelle nennen für Tarantinos Aussage, Lincoln hätte die Sklaven gerne nach Afrika zurückgeschickt?

Nebenbei, ich fand sowohl "Django Unchained" ausgezeichnet, als auch "Lincoln" sehenswert.

Als jemand der sich für Geschichte interessiert, sehe ich Tarantinos Aussage etwas kritisch. Viele "gute" Politiker waren Realpolitiker, d.h. um ein realisitsches Ziel zu erreichen, wird nicht ideologisch konsequent gehandelt, sondern pragmatisch das getan, was getan werden muss um es tatsächlich zu erreichen, auch wenn man bspw. einen schlechten Ruf nach Außen in Kauf nimmt. Und wir alle stehen "Außen". Wer kann schon in Lincolns Kopf schauen und mit Gewissheit sagen, ob er nun überzeugter Sklavereigegner war, oder eigentlich Rassismus befürwortet hat?

(Spoiler enthalten:) Interessanter Weise verhält sich Django doch auch "realpolitisch", indem er anfangs Leichen seiner "Brüder" in Kauf nimmt, um ein anderes Ziel zu erreichen.
Insofern mag Lincoln kein Heiliger gewesen sein, andererseits ist es m.E.n. realitätsfern, Personen, die zu anderen Zeiten gelebt haben, an heutigen moralischen, ideologischen Maßstäben zu messen, z.B. Lincoln.

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ShayaNova

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naja, es geht ja um lincoln. der hat zu einer bestimmten zeit gelebt. damals gab es in africa noch keine kranken- oder sozialversicherung, einbauküchen oder wasserbetten;) was ich sagen will: dort konnte man nur überleben, wenn man in ein dorf eingebunden war und dort auch überleben gelernt hat. einen sklaven der 3. oder 4.generation in afrika auszusetzen ist so ähnlich, als würdest du einen wellensittich in die natur aussetzen - der würde auch keine 5h überleben.


sharingwithoutschere

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Schön, dass ihr so fleißig diskutiert habt, danke!

Das man Lincolns Abischt wohl kaum aufgezeichnet habe, dieses Argument möchte ich ungern gelten lassen, da erstens nur spekulativ (du weißt schlichtweg nicht, ob es aufgezeichnet wurde oder nicht, impliziert dein Kommentar, lieber Hfonda15, zumindest). Zweitens lassen sich sehr wohl gewisse Absichten, gewisser historisch relevanter Personen hie und da durch Primär- oder Sekundärquellen, je nach Authenzität und Einordnung dieser, belegen oder eben nicht. Wenn es keinen Beleg gibt, dann halte ich Tarantinos Bemerkung für fraglich, denn dann ist es wohl nur ein "Gerücht".

Von der Idee die Sklaven damals zurückzuschicken halte ich für weniger sinnvoll, egal ob Lincoln das jetzt vorhatte oder nicht.


H_B_C

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Vielleicht sollte man Tarantino mal von Hunden zerfleischen lassen wie in diesem furchtbaren Django! Dann hört der Mann auch mal auf, sich selbst zu rühmen in seinem kranken Hirn! Django war ja wohl das schlecheste was ich jemals gesehen habe und dieses Interview zeigt, wie beschränkt der Mann eigentlich ist! Schickt ihn in Rente! Und behaltet seine wirklich guten Sachen in Erinnerungen (Pulp Fiction, Inglorious Basterds!) P.S Der Drehbuch-Oscar war eine Frechheit, der Oscar-Tiefpunkt schlechthin! 200 Mal "Nigger" in ein Drehbuch schreiben und dann zu behaupten, man hätte einen realistischeren Film über die Sklaverei gemacht, als ein ernsthafterer (wenn auch weniger unterhaltsamer) Film über Lincoln, ist schon ein Hammer! Bitter!!!

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Nokia8310

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Man er hat das N-Wort gesagt :(


JoHahn

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unter seinen guten sachen siehst du also Inglourious Basterds? Hahahaha nach Kill Bill 2 der beschissenste film von ihn...Reservoir Dogs,Four Rooms und Jackie Brown <-- das waren gute sachen von ihn...und Pulp Fiction ja sowieso


soilent

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Hier gibt es die Filmempfehlungen von Tarantino zum abarbeiten als mp-Liste... ;-) http://www.moviepilot.de/liste/quentin-tarantino-empfiehlt-western-soilent

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sebastianxxx

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Mister Tarantino please go home and stop making movies :-)

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Beluschie

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Tarantino guckt Doctor Who?!
Da war ich mir sooo sicher ich könnte ihn garnicht noch mehr mögen (;

Tennant und Tom Baker teilen sich bei mir gemeinsam den ersten Platz, sie hatten beide das gleiche Genialitäts-Level, Außerdem kann ich mich einfach nicht entscheiden welche catchphrase die beste ist: "Would you like a jelly baby?" oder "Allons-y!"

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JAYonly

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Bitte erstellt noch Untertitel für die die des Englischen nicht so sehr mächtig sind dass sie alles verstehen.

Danke

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marius.knublauch

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Morgen in die Vorpremiere *_*

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Schloøpselcki

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oh gott Tarantino hat zu mir gesprochen!!!

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Jim Vega

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Was ich alles tun würde um einmal mit Tarantino zu sprechen...

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Kevin1788

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Klasse Interview davon sollte sich das Fernsehen mal eine Scheibe abschneiden. "thumps up"

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PeaceMaker93

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Die Hand würde ich mir nie mehr waschen :O

Oh und ich fands cool, dass Tarantino mal son paar seine Einflüsse aufgezählt hat, die man sich vor oder nach dem Film mal ansehen sollte.

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Surfer Rosa

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Klasse Interview. Interessante Fragen und Antworten.

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Haschbeutel

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Neid. Blanker Neid. Einmal neben QT sitzen und mit ihm plaudern. Manche würden dafür sogar in's Dschungelcamp.

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Future

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Der hat wenigstens eine Vorstellung wie sein Film zu sein hat und zieht das auch durch. Sehr sympathisch.

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micromachine

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Was für ein durchgeknallter Typ.

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