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Bale, Smith und Lohmeyer

Ines Walk (Ines Walk), Veröffentlicht am 15.12.2007, 08:49

Christian Bale behauptet, er habe nur Schreckliches gedreht. Peter Lohmeyer ist eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Schauspielern. Außerdem kommt Will Smith nach Berlin.

Christian Bale in Todeszug nach Yuma Christian Bale in Todeszug nach Yuma © Sony Pictures

Kleine Lügen unter Freunden
Christian Bale behauptet im Interview, dass er einige schreckliche Dinge gedreht habe. So schlimm, wie er es darstellt, finden wir seine Leistungen vor der Kamera eigentlich gar nicht. Der Brite ist einer der wenigen, dem der Wechsel vom Kinderstar ins Charakterfach gelungen ist. Schon mit 14 Jahren startete er seine Filmkarriere beim Meister Steven Spielberg. Danach hat er als junger Familienvater in einer Londoner Vorstadtsiedlung überzeugt (Metroland, als schicker Wallstreet-Yuppie eiskalt gemordet (American Psycho, sich als abgemagerter Fabrikarbeiter in Der Maschinist 29 Kilogramm abgehungert und mittlerweile ist er als überaus menschlicher sowie realistischer Superheld der Star der neue Batman-Serie. Jetzt bekriegt er sich gerade mit dem australischen Haudegen Russell Crowe in dem Western Todeszug nach Yuma. Durch all diese Filme hat er sich in die A-Liga der Hollywood-Stars gespielt und wir erwarten noch mehr solcher schrecklichen Sachen von ihm. (WELT)

Lobeshymne auf einen deutschen Schauspieler
Selten werden deutsche Schauspieler zu solchen Stars wie in Hollywood. Dafür ist unsere Filmindustrie einfach zu klein. Aber es gibt Schauspieler, die aus dem Rahmen fallen, weil sie der kleinen Filmnation etwas Größe geben. Peter Lohmeyer ist so ein Schauspieler, der rau und undurchschaubar wirkt, zugleich cool und auch verletzlich sein kann. Gerade wurde ihm der Filmpreises der Stadt Hof verliehen und ein Regisseur, der ihn in seinem ersten Film inszeniert, Dominik Graf, hielt eine Laudation auf dem Unangepassten. Er spielt immer mit vollem Körpereinsatz und zeigt, wozu deutsche Darsteller fähig sind, wenn sie sich die Freiheit nehmen, keine Drehbuchknechte zu sein. Weiter so! (FAZ)

Neuer Yampir-Jäger in Berlin
Unser Hauptstadt freut sich, dass auch außerhalb der Berlinale internationale Schauspieler die Hotels füllen und für ihre Filme Werbung machen. Der erste Hollywood-Star der im kommenden Jahr in Berlin erwartet wird, ist Will Smith. Er stellt dann seinen neuen Film I am Legend vor. Hier spielt er den letzten Mensch auf der Erde, der sich seiner ehemaligen Mitmenschen erwehren muss, weil sie inzwischen alle durch einen Killervirus zu Vampiren geworden sind. Klingt irgendwie blöd, aber es gab schon schlimmere Entzeit-Filme. (BLZ)

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