Einige Überraschungen bei den Golden GlobesBearbeiten

Veröffentlicht am 12.01.2009, 08:31

NEWS» Heath Ledger posthum geehrt, Kate Winslet gleich zweimal und Gewinner ist Slumdog Millionär.

Slumdog Millionär Slumdog Millionär © Prokino

Gleich zweimal durfte Schauspielerin Kate Winslet vor das Mikrofon treten und sich gleich für zwei Preise bedanken: Sie erhielt den Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin in Zeiten des Aufruhrs und als Beste Nebendarstellerin in Der Vorleser. Nach zahlreichen Nominierungen hat es also endlich für sie geklappt: Kate Winslet scheint auf dem Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere angekommen.

Außerdem wurde nicht Sean Penn als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet – dessen Darstellung in Milk hatte bisher bei allen US-Kritiker-Verleihungen gepunktet – sondern Mickey Rourke für seine Rolle in The Wrestler. Penélope Cruz in Vicky Cristina Barcelona – ebenfalls vorher US-Kritiker-Liebling – konnte sich nicht gegen Sally Hawkins aus Happy-Go-Lucky behaupten. Colin Farrell, der bisher auf keiner Kritiker-Liste auftauchte, darf sich ebenfalls über den Preis als Bester Nebendarsteller freuen Alle Auszeichungen zeigten einmal mehr, dass die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association immer etwas anders voten als die US-Kritiker.

Großer Gewinner des Abends war Slumdog Millionär, der Film von Danny Boyle, der von einem indischen Jungen aus den Slums von Mumbai erzählt, der in der TV-Show “Wer wird Millionär?” nur noch eine Frage vom großen Geld entfernt ist. Seine Geschichte ist bildgewaltig in Szene gesetzt und galt bereits als Favorit für den Golden Globe. Außerdem wurde der Film noch für die Beste Regie, das Beste Drehbuch und die Beste Musik ausgezeichnet. Als Beste Komödie/Musical wurde Vicky Cristina Barcelona von Altmeister Woody Allen geehrt.

Posthum kam Heath Ledger zu Ehren. Der Schauspieler, der im Januar letzten Jahres so jung verstarb, wurde für seine Leistung in dem Kassenerfolg The Dark Knight ausgezeichnet. Der Regisseur des Films Christopher Nolan nahm den Preis stellvertretend entgegen. Colin Farrell darf sich ebenfalls über einen Preis freuen. Wie erwartet wurde Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf als Bester Trickfilm ausgezeichnet.

Der deutsche Film Der Baader Meinhof Komplex ging leer aus. Gegen den Trickfilm Waltz with Bashir, der die Erlebnisse eines jungen israelischen Soldaten im Libanonkrieg 1982 schildert und das Massaker von Sabra und Schatila zum Thema hat, hatte der RAF-Terror in Deutschland keine Chance. Aber wahrscheinlich werden sich beide Filme bei der Oscar-Verleihung wieder begegnen und alles beginnt von vorn.

Bester Film (Drama): Slumdog Millionär
Bester Film (Komödie): Vicky Cristina Barcelona
Beste Hauptdarstellerin (Drama): Kate Winslet für Zeiten des Aufruhrs
Beste Hauptdarstellerin (Komödie): Sally Hawkins für Happy-Go-Lucky
Bester Hauptdarsteller (Drama): Mickey Rourke für The Wrestler
Bester Hauptdarsteller (Komödie): Colin Farrell für bruegge-sehen-und-sterben-
Beste Nebendarstellerin: Kate Winslet für Der Vorleser
Bester Nebendarsteller: Heath Ledger für The Dark Knight
Beste Regie: Danny Boyle für Slumdog Millionär
Bestes Drehbuch: Simon Beaufoy für Slumdog Millionär
Beste Musik: A.R. Rahman für Slumdog Millionär
Bester Song: The Wrestler von Bruce Springsteen
Bester nicht-englischsprachiger Film: Waltz with Bashir
Bester Trickfilm: Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf


Ines Walk (Ines Walk)

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Kommentare

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Wombat

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Unglaublich, Regie und Bester Film an Slumdog, das ist wirklich schwach.

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Tobias

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Glückwunsch an Waltz with Bashir und die Berliner Produzenten von Razor Film!!!

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magnus55

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Poppy alias Sally Hawkins hat den Preis wirklich verdient. Hätte ich nicht erwartet :)

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alanger

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'waltz with bashir' ...große klasse!

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Muffin Man

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Heath Ledger und Mickey Rourke... YES!

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ChristiansFoyer

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Ist (mal wieder...) schade, dass von den nominierten Filmen (Kategorie Drama) hierzulande noch keiner in den Kinos ist/war.
Starker Auftritt von Mickey Rourke, der so wunderbar 'unlike Hollywood' daherkam, mit seinen Schlappen sogar an einer Treppenstufe hängenblieb, und alle Sympathien verdient auf seiner Seite hatte.
Mit etwas Bitterkeit verbunden hingegen die stellvertretende Entgegennahme des 'Supporting Actor'-Globes für Heath Ledger durch Christopher Nolan, dem augenscheinlich nur allzu bewusst war, wie wenig Lust die versammelte Star-Schar auf einen Moment des Innehaltens zwischen Lobpreisung und Selbstbeweihräucheung mitgebracht hatte. Dem gleichen Symptom fiel auch 'Waltz with Bashir'-Regisseur Ari Folman zum Opfer, dessen nahegehende Worte wahrscheinlich an nicht wenigen Ohren ungehört vorbeirauschten.

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nurleben

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Vor lauter Oscars hab ich erst gar nicht mitbekommen, dass Sally Hawkins nen Golden Globe bekommen hat.

Astrein :). Ich hab so gefeiert als ich das letztens gesehn hab :D.

Schaut euch mal ihre Dankesrede an :).

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