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Vote » Fight der Woche

Könner treten an - 2012 vs. 2001

Veröffentlicht am 13.11.2009, 15:00

So ähnlich sind die Filmtitel und doch trennen die Filme und die Regisseure Welten. Macht nichts, sagen wir und stellen Roland Emmerich und Stanley Kubrick in den Ring. Wie geht der Fight der Woche aus?

Fight der Woche  - Bild 2407689 Fight der Woche © collage moviepilot

Große Könner stellen wir heute in den Ring: Roland Emmerich hat mit 2012 den ultimativen Katastrophenfilm gedreht – sagen die Kritiker, wie Ihr hier lesen könnt. Stanley Kubrick wiederum hat den ultimativen Science Fiction gedreht mit 2001 – Odyssee im Weltraum. Und da zwei Jahreszahlen derart im Vordergrund stehen, bietet es sich doch an, Roland Emmerich und Stanley Kubrick die Boxhandschuhe anzuziehen. Einige von Euch werden mich jetzt mit Steinen bewerfen, wie ich es wagen kann, diese beiden Filmemacher im Fight der Woche gegeneinander antreten zu lassen: Aber was soll’s, werft ruhig! It’s fun!

Erste Runde: Verständnis
Roland Emmerich versteht ein jeder auf der Welt. In seinem Filmen kracht und bummt es aus allen Rohren und das Publikum hat seinen Spaß dabei. Eine Szenenfolge lässt sich ganz einfach beschreiben: Blick in den Himmel, Gefahr naht, Gefahr trifft zu, Rettung folgt. Stanley Kubrick ist da philosophisch tiefer gestrickt und so wird er manchmal sogar vom intellektuellen Publikum nicht verstanden. Eine klassische Szenenfolge: Affe hebt Knochen, Knochen wird geworfen, Kochen fliegt durch die Luft, Raumschiff im Weltall. Häh? Roland Emmerich schlägt also viel eindeutiger zu und gewinnt die erste Runde.

Zweite Runde: Katastrophe
Stanley Kubrick hat tiefe menschliche Desaster ans Licht gezerrt, den Krieg (Full Metal Jacket), die Ehekrise (Eyes Wide Shut) oder die Gewalt (Uhrwerk Orange). Er ist ein Könner auf den verschiedensten Gebieten, dass muss ein jeder neidlos zugestehen. Nur den ultimativen Katastrophenfilm hat er nicht gedreht. Aber Roland Emmerich konzentriert sich auf genau jenes: die Katastrophe, pur, an sich, tiefschürfend. Dafür findet er Bilder, die einmalig sind, was wohl auch Stanley Kubrick neidlos zugestehen muss. Also geht auch die zweite Runde an Roland Emmerich.

Dritte Runde: Stil
Im Boxring ist der Stil entscheidend und da ist Stanley Kubrick ungeschlagen. Wie er zu seiner Musik von 2001 tänzelt, wie fein- und scharfsinnig er seine Dialoge setzt, wie er seine Bilder komponiert – das beeindruckt den Schiedsrichter und den Konkurrenten derart, dass Roland Emmerich nicht zur letzten Runde antritt und sie verloren gibt. Stanley Kubrick gewinnt die 3. Runde eindeutig.

So ist es also entschieden: Roland Emmerich gewinnt gegen Stanley Kubrick in unserem Fight der Woche. Der Schiedsrichter schreit dem Publikum das Ergebnis von 2:1 entgegen. Ich weiß: Ihr steinigt mich jetzt. Aber entscheidet doch einfach selbst!


Ines Walk (Ines Walk)

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Kommentare

über Könner treten an - 2012 vs. 2001

FrEaKnoT

Sakrileg!

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Tyler__Durden

Bin jetzt kurz drausen Steine Sammeln....

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King_Alpa

richtig so


HOoP3L

such gerad spitze Steine :)


Cabuflé

"Roland Emmerich versteht ein jeder auf der Welt." - Als ob das ein Argument FÜR Emmerich wäre. OOoohh... Jaaahh.. Natürlich, der Emmerich ist so ein lieber Kerl, der käme nie auf die Idee, schlauer sein zu wollen als sein Publikum. Dessen Filme verstehen sogar frontal-lobotomierte Zwergpudel. Geil!! Wo kämen wir denn da hin, wenn Filme ihr Publikum herausfordern würden? Ich hätte da einen Laut, den auch ein jeder auf der Welt versteht: "Aaaaaaarrrrghh!" Bin ich jetzt ein besserer Redner als Cicero?

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Ines Walk

Wo geht sie ihn unser Allgemeinbildung?


Sheeeeep

Wo geht sie hin unsere Rechtschreibung :P
Und nicht alles ernst nehmen ;)


doctorgonzo

"Emmerich versteht ein jeder auf der Welt" ist ein herrlich eindringliches Plädoyer für mehr Niveau in dieser Welt. Abgesehen davon werd ich Tyler_Durden nun beim Steine sammeln helfen.

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alanger

schräger vergleich. als nächstes bitte 1984 vs. 1900. kommen ja auch in beiden jahreszahlen vor und haben beide nix miteinander zu tun. obwohl ...sind ja beides filme.

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Liam Quinn

Ich find ja die Wilkür der Kategorien immer am interessantesten. Ich hätte ja: Laufzeit des Filmes , Special Effects, und Anzahl an roten Kravatten genommen.

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Ortega Lorre

"Dafür findet er Bilder, die einmalig sind, was wohl auch Stanley Kubrick neidlos zugestehen muss."

Für diesen Satz einen Felsbrocken. Durden, Gonzo... wartet mal kurz, ich komm mit.

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alanger

bin auch schon unterwegs. mit meinem brecheisen sollte doch ein felsbrocken drin sein.


Ortega Lorre

Hab grad noch schnell den Presslufthammer aus der Garage geholt...


Ines Walk

Okay! Tausende von Steinen, Felsbrocken, ganze Berge sind bei mir gelandet. Ich schäme mich in Grund und Boden.

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KlohauZ

zu recht :D


Batzman

Kubricks 2001 ist für mich immer noch der erste Bildschirmschoner der Kinogeschichte. Egal wie wertvoll, kunstsinnig und durchdacht der Streifen sicher ist, ich find ihn (wie sehr vieles von Kubrick) vor allem prätentiös und langweilig. Und wer gegen Emmerich wettert sollte nicht vergessen, das auch Kubrick ein extrem technischer Regisseur war.

Hätte er Barry Lyndon nicht bei Kerzenschein gedreht und das ad inifinitum von seinen Anhängern nachbeten lassen, würde sich den stinklangweiligen Heuler doch freiwillig keiner angucken.
Und auch Shining ist abseits seiner Steady-Cam-Fahrten und blutiger Fahrstuhlfluten nicht halb so spannend wie ein Spaziergang im hellen Sonnenschein.

So und jetzt dürft ihr Steine schmeißen ;)

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alanger

"wege zum ruhm" sollte hier bitte außenvorbleiben damit ich mich nicht wie ein etwas schlechtgelaunter und unfairer hunne vor den toren roms aufführe MUSS.
um das mal nett zu formulieren.


synthax

Man man man... Batzman. Du bist ja'n echter Kubrick-Hasser.


Ling-Ling

Gegen 2012 gewinnt jeder Film, wo zumindestens versucht wurde eine Story aufzubauen... In diesem Sinne:
http://www.youtube.com/watch?v=ZW2qxFkcLM0

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HOoP3L

großartig :D


Acry

Wer gehört bitte zu den 26%, die für 2012 gestimmt haben?? :O
Oder nein...outet euch lieber nicht^^

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number_22

Hier muss man sich fragen: Sehe ich den Film als Unterhaltungsmedium oder als Kunstwerk. Hier könnte man 2012 als Gameboy und 2001 als Mona Lisa sehen. Hmm, jetzt kann man ja selbst feststellen, welches einem besser gefällt.

Hat so ein bisschen was von Äpfel und Birnen... ;-)

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Hitmanski

Naja es ist ja auch immer eine Frage wie man Kunst definiert. Ich kann mit dieser Masche "Das ist jetzt ganz große Kunst" und der damit einhergehenden "Wenn du es nicht auch so siehst, dann verstehst du es einfach nicht"-Attitüde immer recht wenig anfangen. "2012" ist eine andere Art von Kunst, als "2001", aber einfach so dieses Schubladendenken in "Kunst" und "Kommerz" empfinde ich als unglücklich. Andy Warhol hat sich auch anderer, größtenteils "einfacherer" Mittel bedient als das vll klassische Maler gemacht haben, nichtsdestotrotz ist beides Kunst.

Insofern ist der Vergleich wirklich überflüssig wenn man so will...

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Detronic

Das meint ihr doch alles nicht Ernst oder?

gebt mir nen Stein, ich hab kine Steine mehr.

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BigDi

Katastrophe bei Emmerich besser?! Also steht eine aus dem Nichts kommende esoterische Zerstörung über dem absoluten und vom Menschen selbst geschaffenem Übel?! Mit dieser Einstellung: Auf eine bessere Zukunft!

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Julio Sacchi

Die größte Katastrophe - und diese hätten sich weder Emmerich noch Kubrick einfallen lassen können - heisst Ines Walk.

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KlohauZ

Ich werd die Steine sogar vorher noch hübsch pyramidenförmig schleifen damits auch wehtut... aber mal ehrlich, das ist wie der Vergleich zwischen Hegel und den Teletubbies, zwischen den Doors und den Backstreet Boys, zwischen einem Computer und einer Steintafel - Jede_r soll mögen wen oder was er/sie will, aber zwischen den Beiden liegen allein schon bei Intention, Anspruch und Tiefgang Welten, sodass ein Vergleich völlig sinnfrei ist.

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