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Hat Sylvester Stallone The Expendables geklaut?

freakingmuse (Rae Grimm), Veröffentlicht am 27.10.2011, 09:52

Mit Expendables gelang Sylvester Stallone ein Hit. Nun hat er jedoch eine Klage am Hals, die besagt, dass das Drehbuch eigentlich nur geklaut ist.

Alles nur geklaut? Alles nur geklaut? © Splendid Film

Wenn wir an The Expendables denken, dann denken wir an viele Dinge: Explosionen, Gewalt, noch mehr Explosionen und ein Actionstaraufgebot, wie es noch kein Zweites gab. Wir denken an Jason Statham, Bruce Willis, Mickey Rourke, Jet Li, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren und natürlich Sylvester Stallone. Woran wir aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht denken, ist das Drehbuch. Genau dieses ist es aber nun, um das sich ein neuer, bizarrer Hollywood-Rechtsstreit dreht.

Der unbekannte Schreiber Marcus Webb verklangt nämlich Sylvester Stallone und Co-Autor Dave Callaham über das Skript ihres Erfolgsfilms von 2010. Marcus Webb behauptet, dass es ein Rip-Off seines 2006 geschriebenen Drehbuchs The Cordoba Caper sei, dass er hat schützen lassen und dann Studios öffentlich zugänglich gemacht habe, in der Hoffnung, es würde aufgekauft. In diesem geht es um eine Gruppe von Söldnern, die rekrutiert werden, um einen Diktator zu stürzen. Kommt euch das bekannt vor? Natürlich tut es das. Denn so lässt sich sicherlich die Hälfte aller Actionfilme der 80er zusammenfassen, die Sylvester Stallone mit The Expendables wiederbeleben wollte.

Das Problem in jedem kreativen Bereich ist, dass es kaum etwas gibt, was es noch nicht gab. Wenn wir es herunterbrechen und nur lange genug suchen, dann schaffen wir es immer, Parallelen zwischen einzelnen Filmen zu finden. Was wichtig ist, ist die Art, wie es umgesetzt wird und die Details. Natürlich kennen wir das Skript von The Cordoba Caper nicht, aber wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die Feinheiten, sofern wir bei diesem Streifen davon sprechen können, sich von The Expendables unterscheiden. Der Actionkracher lebte immerhin weniger von einem ausgeklügelten Drehbuch und mehr von seinem Cast, der nächstes Jahr in The Expendables 2 in die Kinos lockt.

Es ist zweifelhaft, dass Marcus Web mit seiner Klage durchkommt. Falls es nur sein Plan ist, Aufmerksamkeit zu erregen, dürfte das zumindest kurzfristig gelingen. Aber wie bei vielen Plagiats-Fällen, in denen bekannte und beliebte Werke Ziel solcher Anschuldigungen sind, dürfte die Aufmerksamkeit ihm gegenüber weniger positiv sein. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht möglich ist, dass Sylvester Stallone und Dave Callaham sich durch Marcus Webbs Drehbuch haben “inspirieren” lassen, da The Cordoba Caper recht lange in den Studios die Runde machte. Das zu beweisen, dürfte jedoch schwierig werden.

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LMSMDK

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wie peinlich, aber mir piep egal. Tehe Expendables war nicht mein Film, fand ihn nicht gut!

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Falkenfluegel

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Naja gut, vielleicht sind ja auch die ganze one-liner und so abgeschrieben, dann könnte ich das schon verstehen.

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Eigenbrötler

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Ging es nicht schon in den 80ern in jedem zweit- bis drittklassigen Actiongewumse darum, dass ein paar Söldner/Elitesoldaten/was-weiß-ich einen Diktator stürzen sollten? Die Idee ist an und für sich nicht wirklich neu... :)

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Neokraid

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Also die Story kommt mir aus ca. 30% alles Bücher der ganzen Welt bekannt vor, von daher Bullshit. Außerdem verstehe ich diesen amerikanischen Wir-verklagen-jeden-weil-wir-keine-Eier-haben-Wahn sowieso nicht!

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Reload

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Drehbuch hin oder her, Sly&Co. hätten auch einfach nur sinnlos vor der Kamera rumballern können, wäre auch cool gewesen...obwohl, dass haben sie ja auch, mehr nicht. Dafür braucht man keine Story.

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Copper

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Genau so sehe ich es auch. Habe mir den Film nur wegen der Cast im Kino angeschaut, nicht weil ich eine komplexe Story a la Inception etc. erwartet habe.
Evtl. gibt es ja eine auergerichtliche Einigung und der Drebuchautor ist um einige 100 T Dollar reicher.


Sollozzo

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Was man aber auf keinen Fall hierbei vergessen sollte: Das Prozedere, das Web hier beklagt, kommt in Hollywood durchaus häufiger vor. Ein kleiner Drehbuchautor meldet sich bei den Studios mit seinem Skript (das er als natürlich nicht patentieren lassen hat), die Studios lehnen dann dankend ab und kommen Monate später mit praktisch genau dem selben Film um die Ecke, nur geringfügig abgeändert. Der Drehbuchautor geht dann leer aus.

http://www.filmschoolrejects.com/features/6-things-the-film-industry-doesnt-want-you-to-know-about.php?utm_source=scribol&utm_medium=referral&utm_campaign=scribol

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catinthebag

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Bei der dünnen Story von The Expendables müßten sie schon einen Haufen Seiten 1:1 kopiert haben, damit Marcus Webb mit seine Klage Erfolg hat.

Allerdings ist es in der Branche üblich, dass gerne mal ein Drehbuch Monate lang auf den Schreibtischen der Studios "versauert", weil sie einen ähnlichen Film bereits in der Mache haben und deshalb das andere Script möglichst lange zurückhalten wollen.

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Zariel

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*whahahahaha* ...Drehbuch... *whahaha* xD

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