Hulk jetzt Böse!
© Marvel Pictures
Eigentlich ist Doktor Banner ja ein liebenswerter Zeitgenosse. Er ist gebildet, belesen, ein Frauenversteher und selbstloser Wissenschaftler, der die Übel dieser Welt ergründen möchte.
Zumindest solange man ihn nicht wütend macht, denn dann sprengt Banner Schuhe und Shirt und wird zu einer tobsüchtigen CGI-Kreatur, die Comic-Fans seit rund 40 Jahren als HULK kennen. Im neuen Blockbuster gibt der ansonsten eher auf feinsinnigere Rollen abonnierte Edelmime Edward Norton den grünen Riesen.
Der unglaubliche Hulk ist bereits der zweite Leinwandauftritt von Banner und seinem übermächtigen Alter Ego. In Hulk von Ang Lee verkörperte noch Eric Bana den guten Doktor. Doch trotz liebevoller und sehr comic-hafter Bildgestaltung konnte der Film Kritik und Kinogänger nur bedingt überzeugen. Spätestens wenn das am Computer generierte Muskelmännchen seinen Auftritt hatte, kippte die sorgfältig erzählte Geschichte ins Lächerliche und erinnerte streckenweise mehr an ein Plattform-Hüpf-Game als an einen Kinofilm.
Keine leichte Aufgabe also und so verwundert es kaum, dass auch der neue Film keine unproblematische Genese hat. Regisseur Louis Leterrier – bekannt geworden durch The Transporter – hatte wohl einige Schwierigkeiten, sich gegen seinen Hauptdarsteller Norton durchzusetzen, der absolutes Mitspracherecht forderte und wohl am liebsten selbst Regie geführt hätte.
Böse Zungen behaupten, Nortons Ego sei ebenso groß, wie der Hulk selbst, weswegen er diesen Film zurecht als sein Traumprojekt bezeichnet hat. Dafür legte er sich mit dem Regisseur, aber auch mit dem Studio an, um seine Vision des Films durchzusetzen.
Herausgekommen ist dabei ein Film, der sich weniger an der Comic-Optik seines Vorgängers orientiert, sondern eher die klassische TV-Serie aus den späten 70er-Jahren zum Vorbild nimmt, was soweit geht, dass man die Titelsequenz fast Schuss für Schuss dem Vorspann der alten Serie anglich. Obendrein wagte man diesmal mehr Ironie. Sicher ist Doktor Banner eine tragische Figur, aber das heißt ja nicht, dass nicht der eine oder andere Scherz seinen Platz findet.
Und so gibt es neben dem obligatorischen Gastauftritt von Marvel-Ikone Stan Lee diesmal auch augenzwinkernde Verweise auf die Hulk-History. Unter anderem erfährt der Zuschauer, warum Banner Angst vor Leierbündchen hat und wieso er absolut keine lila Hosen tragen möchte.
Die Kritik ist zwar weit entfernt von Lobeshymnen, wie es sie für Iron Man gab, aber sie bescheinigt dem Streifen soliden Unterhaltungswert.
Hulk Smash? Genau!
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Batzman (Oliver Lysiak) 2008/07/10 08:50:00
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Kommentare
über Hulk Smash! - Edward Norton randaliert
Kommentar schreibenNephron 2008/07/10 21:22:53
Kommentar löschenUnd genau wie "Iron Man" in den deutschen Kinos grausam geschnitten.
Die paar FSK16 Kopien retten das dann auch nicht mehr. Einfach unglaubliche Kundenverarsche von Concorde.
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alanger 2008/07/10 22:30:12
Kommentar löschen"Iron Man" iss... ""...in den deutschen Kinos grausam geschnitten?"
stimmt dass? !?!
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Twig 2008/07/10 23:53:49
Kommentar löschen"Iron Man" wurde hier geschnitten und auch "Der unglaubliche Hulk". Damit der Film noch die 12er Freigabe bekommt.
Ein Glück habe ich heute die 16er-Version von dem grünen Monster gesehen!
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Batzman 2008/07/11 14:56:34
Kommentar löschenSchnittberichte schriebt dazu: (...)Dabei ist es fast schon zweitrangig ob es sich um Kürzungen für den generellen Erhalt einer Freigabe handelt (Doomsday), Kürzungen für eine spezielle Schnittfassung für Deutschland (The Happening) oder um Kürzungen zu Gunsten einer niedrigeren Freigabe (Iron-Man).
Um eine größere Zielgruppe anzusprechen wurde jetzt auch die Comicadaption Der unglaubliche Hulk für die FSK 12 Freigabe zensiert. Ungefähr 2 Minuten wurden gegenüber der 112 Minuten langen und unzensierten Originalfassung geschnitten. Bereits der erste Teil von 2003 erlitt bei der Kinoauswertung dieses Schicksal, wurde allerdings auf DVD dann in der ungekürzten FSK 16 Fassung veröffentlicht.
http://schnittberichte.com/news.php?ID=882
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Finde auch, man hätte viel mehr aus dem Hulk machen können. Der Film war irgendwie...schlaff..und die Effekte zu läppisch.
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