3 x für die Coen-Brüder
Der neue Film der Gebrüder Coen No Country for Old Men hat gleich drei Preise bei den amerikanischen Filmkritikern und deren Vereinigung National Board of Review abgesahnt. Schon auf dem Festival in Cannes wurde der Film als neues Meisterwerk gefeiert. Nach schwachen Streifen wie The Ladykillers oder Ein (un)möglicher Härtefall (Ein (un)möglicher Härtefall) liefern die beiden Brüdern nun wieder ein skurriles Werk ab, mit viel Blut, schwarzem Humor und schrägen Ideen sowie einem überaus skrupellosen Killer. Der Western-Thriller um eine erbarmungslose Menschenjagd in Texas ist mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem und Woody Harrelson prominent besetzt und startet bei uns leider erst im April. Es heißt abwarten! Auch andere Oscar-Kandidaten haben sich gezeigt und werden bei uns erst im neuen Jahr anlaufen: Eine geballte Ladung Film steht uns im Januar/Februar bevor. Into the Wild von Sean Penn über einen Aussteiger und dessen Traum vom Leben in absoluter Freiheit dürfte weitere Preis-Chancen haben. Auch Tim Burton wurde als Bester Regisseur für sein Musical-Thriller Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street um einen dämonischen Barbier ausgezeichnet. Allerdings gelten die Auszeichnungen der Kritiker nicht unbedingt als Kriterium für die Academy und wir müssen abwarten, wie sich die Preisvergabe weiter entwickeln wird. Es wird spannend! (SPIEGEL, FR)
Bond-Gegner kommt aus Frankreich
Der Franzose Mathieu Amalric wird als schurkischer Gegenspieler 007-Star Daniel Craig das Leben schwer machen. Der neue Böse ist relativ unbekannt, hat ihn Steven Spielberg im Film München sein Hollywood-Debüt gegeben. Was er genau spielen soll, ist noch geheim. Aber er begibt sich auf alle Fälle in eine lange Riege grandioser Schauspieler, die das Böse immer besonders böse darstellen konnten. Erinnert sei an Gert Fröbe in James Bond 007 – Goldfinger, an Christopher Lee in Der Mann mit dem goldenen Colt, an Christopher Walken in james-bond-007-im-angesicht-des-todes” und an den letzten brutalen Schurken Mads Mikkelsen in James Bond – Casino Royale. Alles brillante Gegenspieler des britischen Agenten, die meistens die Welt vernichten, und wenn nicht das, dann wenigstens beherrschen wollen. Ein Franzose kommt da gerade recht. (SPIEGEL)
Filme sehen verbindet
Wir haben es eigentlich schon immer gewusst: Der unbekannte Mann links in der Ecke und die schöne Frau in Reihe M, Sitz 12 sorgen für ein besseres Filmerlebnis. Vorausgesetzt sie telefonieren nicht mit dem Handy oder knistern mit Popcorn. Diese Tatsache haben nun amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Sie entdeckten eine unbewusste emotionale Verbundenheit zwischen Kinogästen, die sich beim Ansehen des Films zunehmend entwickelt. Je mehr wir uns mit den anderen Zuschauern in Übereinstimmung fühlen, desto mehr Spaß haben wir im Kino. Dafür haben sie übrigens den schönen Namen “Phänomen der emotionalen Ansteckung” gefunden. Vom guten Geschmack unbekannter Menschen lassen wir uns gerne infizieren. (SPIEGEL)
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Nichts als Gespenster eröffnet 6. Festival des deutschen Films in Moskau.
Bericht in der Berliner Morgenpost
Neues aus Hollywood berichtet die WELT.
Ines Walk (Ines Walk) 2007/12/07 16:59:00
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