James le Bond und das goldene MännchenBearbeiten

Veröffentlicht am 07.12.2007, 16:59

In Amerika hat nun wirklich die Award-Saison begonnen und erste Kandidaten für den Oscar sind gesichtet worden. Der Gegner für den 22 Auftrag von 007, dem Agent James Bond kommt aus Frankreich. Außerdem grassiert im Kino das Phänomen der emotionalen Ansteckung. Das und die wichtigsten Kurzmeldungen des Tages gibt es im heutigen Filmspot.

James le Bond und das goldene Männchen - Bild 33

3 x für die Coen-Brüder
Der neue Film der Gebrüder Coen No Country for Old Men hat gleich drei Preise bei den amerikanischen Filmkritikern und deren Vereinigung National Board of Review abgesahnt. Schon auf dem Festival in Cannes wurde der Film als neues Meisterwerk gefeiert. Nach schwachen Streifen wie The Ladykillers oder Ein (un)möglicher Härtefall (Ein (un)möglicher Härtefall) liefern die beiden Brüdern nun wieder ein skurriles Werk ab, mit viel Blut, schwarzem Humor und schrägen Ideen sowie einem überaus skrupellosen Killer. Der Western-Thriller um eine erbarmungslose Menschenjagd in Texas ist mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem und Woody Harrelson prominent besetzt und startet bei uns leider erst im April. Es heißt abwarten! Auch andere Oscar-Kandidaten haben sich gezeigt und werden bei uns erst im neuen Jahr anlaufen: Eine geballte Ladung Film steht uns im Januar/Februar bevor. Into the Wild von Sean Penn über einen Aussteiger und dessen Traum vom Leben in absoluter Freiheit dürfte weitere Preis-Chancen haben. Auch Tim Burton wurde als Bester Regisseur für sein Musical-Thriller Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street um einen dämonischen Barbier ausgezeichnet. Allerdings gelten die Auszeichnungen der Kritiker nicht unbedingt als Kriterium für die Academy und wir müssen abwarten, wie sich die Preisvergabe weiter entwickeln wird. Es wird spannend! (SPIEGEL, FR)

Bond-Gegner kommt aus Frankreich
Der Franzose Mathieu Amalric wird als schurkischer Gegenspieler 007-Star Daniel Craig das Leben schwer machen. Der neue Böse ist relativ unbekannt, hat ihn Steven Spielberg im Film München sein Hollywood-Debüt gegeben. Was er genau spielen soll, ist noch geheim. Aber er begibt sich auf alle Fälle in eine lange Riege grandioser Schauspieler, die das Böse immer besonders böse darstellen konnten. Erinnert sei an Gert Fröbe in James Bond 007 – Goldfinger, an Christopher Lee in Der Mann mit dem goldenen Colt, an Christopher Walken in james-bond-007-im-angesicht-des-todes” und an den letzten brutalen Schurken Mads Mikkelsen in James Bond – Casino Royale. Alles brillante Gegenspieler des britischen Agenten, die meistens die Welt vernichten, und wenn nicht das, dann wenigstens beherrschen wollen. Ein Franzose kommt da gerade recht. (SPIEGEL)

Filme sehen verbindet
Wir haben es eigentlich schon immer gewusst: Der unbekannte Mann links in der Ecke und die schöne Frau in Reihe M, Sitz 12 sorgen für ein besseres Filmerlebnis. Vorausgesetzt sie telefonieren nicht mit dem Handy oder knistern mit Popcorn. Diese Tatsache haben nun amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Sie entdeckten eine unbewusste emotionale Verbundenheit zwischen Kinogästen, die sich beim Ansehen des Films zunehmend entwickelt. Je mehr wir uns mit den anderen Zuschauern in Übereinstimmung fühlen, desto mehr Spaß haben wir im Kino. Dafür haben sie übrigens den schönen Namen “Phänomen der emotionalen Ansteckung” gefunden. Vom guten Geschmack unbekannter Menschen lassen wir uns gerne infizieren. (SPIEGEL)

Weitere Nachrichten und Artikel von heute:
Was passierte zwischen Oi! Warning und Für den unbekannten Hund.
Filmemacher Dominik Reding in der Welt.

Filmregisseur Peter Bogdanovich über Tom Petty and the Heartbreakers.
Interview mit Anke Sterneborg in der Süddeutschen Zeitung

Über die Situation deutscher Drehbuchautoren.
Bernd Lange im Freitag

Russische Filmwoche in Berlin.
Nellja Veremej im Freitag

Retrospektive des Filmemachers Heinz Emigholz.
Jens Hinrichsen im Tagesspiegel

Punks in München – Ein Film von Oliver Nauerz und Katrin Seeger.
Interview mit Max Hägler in der taz

Nichts als Gespenster eröffnet 6. Festival des deutschen Films in Moskau.
Bericht in der Berliner Morgenpost

Neues aus Hollywood berichtet die WELT.


Ines Walk (Ines Walk)

Mitgliedern gefällt diese News


Kommentare

über James le Bond und das goldene Männchen
Kommentar schreiben

Es gibt noch keine Kommentare zum Artikel James le Bond und das goldene Männchen. Schreibe doch gleich den ersten!


Deine Meinung zum Artikel James le Bond und das goldene Männchen