Kate Middletons Brüste im öffentlichen Fokus
guggenheim (Nils Pape), Veröffentlicht am 22.09.2012, 08:50
Die Herzogin oben ohne
© Carfax2/moviepilot
Presse- und Meinungsfreiheit und Rücksichtnahme sind dieser Tage mal wieder das beherrschende Thema. Nicht nur der berüchtigte Mohammed-Schmähfilm und die französischen Karikaturen haben die Diskussion befeuert, sondern auch Paparazzo-Fotos, die von den Titelseiten annähernd sämtlicher Klatschmagazine auf der Erde prangen.
Der Aufreger der Woche handelt von den Oben-ohne-Bildern von Kate Middleton und der nicht vorhandenen Akzeptanz der Privatsphäre von Prominenten.
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Wie gläsern muss eine Person sein?
Fotos der Royals haben einen hohen Wert und umso pikanter die Schnappschüsse sind, desto mehr Profit lässt sich daraus schlagen. Aktuell kann dies anhand der Oben-ohne-Bilder von Kate Middleton, die seit ihrer Hochzeit mit Prinz William als Catherine, Duchess of Cambridge firmiert, mal wieder festgestellt werden. Doch diesmal sitzt die königliche Familie diesen „Skandal“ nicht einfach aus, sondern schlägt gerichtlich zurück und lässt die Verbreitung der Fotos verbieten – sofern es denn möglich ist, denn nicht in jedem Land werden die Persönlichkeitsrechte hoch bewertet. Zumindest in Frankreich konnte Kate Middleton einen Sieg erringen. Den Schaden hat sie trotzdem, denn das Internet vergisst nicht und hält sich auch nicht an nationale Urteile. Dass die Herzogin überhaupt gegen die Veröffentlichung vorgeht, ruft einige Menschen auf den Plan. Sie sei schließlich eine öffentliche Person und müsse damit leben, dass ihre Privatsphäre eingeschränkt ist. Stimmt – und stimmt nicht. An diesem Fall entzündet sich die alte Frage, wie gläsern eine Person sein muss, die sich in der Öffentlichkeit bewegt. Dass Kate Middleton es nicht akzeptiert, dass ihr schlichtes Sonnenbad die Titelseiten der Klatschmagazine überall auf der Welt ziert, ist völlig in Ordnung. Auch ein Promi ist ein Mensch, und Menschen brauchen ihren Freiraum und ihre Privatheit.
Grenzen sind notwendig
Paparazzi ist das naturgemäß egal, schließlich verdienen sie ihr Geld mit der Verletzung der Privatsphäre und der Persönlichkeitsrechte. Die moralische Beurteilung dieser Berufsgruppe soll jeder für sich selber vornehmen, juristisch ist deren Arbeit doch mehr als zweifelhaft. Sie verstecken sich hinter der Pressefreiheit und beharren stets auf dem Rechtsbegriff des öffentlichen Interesses. Aber was muss eine bekannte Person alles über sich ergehen lassen, nur weil er oder sie Prominentenstatus besitzt? Wo ist die Grenze? Die entblößten Brüste von Kate Middleton rühren zwar nicht an ihrer Ehre oder sind hochgradig peinlich, aber wer würde sich schon gerne (unfreiwillig) halbnackt in einer Zeitung sehen? Grenzen sind notwendig, sonst erreichen wir bald den Punkt, an dem Brad Pitt auf dem Lokus gefilmt oder Kristen Stewart beim Gynäkologen geknipst wird. Privat muss privat bleiben, auch wenn die Neugierde, wie ein Star sein Klopapier faltet, den ein oder anderen Normalbürger dann beinahe umbringt.
Mehr: Kristen Stewart im Würgegriff der Sexualmoral
Uneinheitlichkeit
Problematisch an der Durchsetzung von Persönlichkeitsrechten ist die häufig unklare Rechtslage. Die Maßstäbe in vielen Ländern klaffen auseinander, was derzeit auch Kate Middleton feststellen muss, denn in beispielsweise Irland und Italien können die Fotos (noch) weiterhin veröffentlicht werden. In Deutschland hätte sie allerdings wohl gute Chancen, jeden, der eines der Halbnackt-Bilder zeigt, in Grund und Boden abzumahnen. Hierzulande machen Anwälte im Auftrag ihrer mehr oder weniger prominenten Klienten, zu denen z.B. unbegabte und unlustige Imitatoren von richtigen Stars wie Franz Beckenbauer oder Dieter Bohlen gehören, gerne Jagd auf Seitenbetreiber, bevorzugt kleine Fische, denen dann einige Euros aus den Rippen geleiert werden. Alles natürlich unter dem Vorwand, es ginge um das Recht am eigenen Bild. Das gibt es zwar, aber eine Löschung ließe sich in 99% der Fälle auch ohne Geldbuße durchsetzen.
Hier besteht eindeutig eine Differenz zwischen der berechtigten Forderung nach Persönlichkeitsrechten und einer unangemessenen Durchsetzung. Es zeigt sich, dass in beinahe keinem Land eine eindeutige Rechtslage besteht. Wer darf was, wann, wie, wo und wozu? Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information. Jeder Mensch hat jedoch auch ein Recht auf Privatsphäre. Problematisch ist hierbei die Definition, was in welcher Situation höher bewertet wird. Keinesfalls soll hier für härtere Gesetze plädiert werden, sondern nur für klarere und, wenn möglich, einheitlichere. Wenn in Deutschland alles und jeder bestraft werden kann, in Italien hingegen kaum jemand, dann wird in Zeiten der weltweiten Vernetzung ein Weg gefunden werden, Rechte zu umgehen. Und das muss ja nicht sein.
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Kommentare
über Kate Middletons Brüste im öffentlichen Fokus
Briseis Mon, 24 Sep 2012 02:36:56 -0000
Kommentar löschenKrass, wie freizügig die Alte ist. Wahrscheinlich duscht sie auch noch nackt!
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Irreversibel Sun, 23 Sep 2012 21:06:03 -0000
Kommentar löschenDie Einen wären ohne die Anderen nichts und umgekehrt. Jetzt echauffieren sich die königlichen Bratzen über die voyeuristische Presse bzw. deren Klientel (also alle kleinen Dummchen, die sich brav immer wieder Boulevard-Schrott reinziehen), sind aber ansonsten auf eben jene angewiesen, da sie letztendlich so überflüssig wie ein Kropf sind, wenn es nicht besagte Idioten gäbe, die es anscheinend brennend interessiert wie oft am Tag die Queen austreten muss...
Wer gibt mir meine wertvollen 15 Minuten Lebenszeit zurück, die ich mit so einem Scheißdreck verschwendet habe?
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*frenzy_punk<3 Sun, 23 Sep 2012 11:45:25 -0000
Kommentar löschenIch ertrag die Dirne langsam nicht mehr. Jetzt war sie oben ohne zu sehen, na und? Wen kratzt das?
Finde die Aufregung so lächerlich, die ganze Zeit schon spamt mich Yahoo mit ihrem Müll zu und jetzt ist die auch noch auf MP. Was interessiert mich was die an hat oder nicht an hat? Die sollte mal etwas "Bedeutendes" machen, wenn sie dann in der Presse ist, gibt's ein "Herzlichen Glückwunsch" von mir und sonst soll sie doch Kühe streicheln oder zur Maniküre gehen ...
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Curryman1312 Sun, 23 Sep 2012 11:36:03 -0000
Kommentar löschenWer ist Kate Middleton?
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Moncineo Sat, 22 Sep 2012 17:57:30 -0000
Kommentar löschenFür mich ist das alles "Royal mit Käse". Nacktbilder von Kate sind was für kleine Prinzen. Whoa, was ein Wortspiel.........MOPSFLOSSE !!! :D
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Rukus Sat, 22 Sep 2012 17:52:32 -0000
Kommentar löschenIch verstehe einige der Kommentare hier nicht. Klar, Kate M. ist keine Schauspielerin, und hat hier auf der Seite eigentlich nur wenig verloren, aber als Anstoss für das Thema Promis und Privatsphäre ist das Beispiel doch völlig in Ordnung. Oder müssen auf auf Emma Stones Nippelgate warten? Oder den Puller von Pattinson?
Abgesehen davon, dass mich dieser Klatsch nur sehr bedingt interessiert, finde ich das Paparazzitum generell fragwürdig. Über gerade Gurken kann die EU entscheiden, aber es ist nicht möglich, klare Grenzen für diesen Berufsstand zu zementieren, und gleich noch den Schmierblättern eben solche zu setzen? Pressefreiheit muss Grenzen haben, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Royale Titten zählen nicht zum öffentlichen Interesse, auch wenn einigen da gleich einer abgeht. Wenn es um gesetzeswidrige Handlungen geht, ist eine tiefere Recherche nicht nur okay, sondern sogar generische Aufgabe von Journalismus, wie ich ihn verstehe. Dass man Menschen, so sehr sie in der Öffentlichkeit stehen mögen, auch noch privat belästigt, gehört unterbunden. Will heißen, sofern eine öffentliche Person, ob nun Promi, Politiker oder was weiß ich, in ihrer öffentlichen Funktion, respektive geschäftlich, unterwegs ist, darf - mit gebotenem Respekt - drauf gehalten werden. Sofern jemand rein privat unterwegs ist, darf in der Öffentlichkeit geknippst werden. Wenn jemand aber offenkundig in einer privaten Umgebung ist, wozu halt auch eine Yacht oder eine wie auch immer gestaltete geschlossene Gesellschaft zählen, muss die Belagerung tabu sein. Von Verfolgungsjagden, wie bei Diana sollte man garnicht erst anfangen müssen. Achja, jedwede Form intimer Darstellungen sollte generell verboten werden. Das ist nämlich definitiv privat und geht die Gazettenspanner (damit sind die Konsumenten gemeint) nichts an.
Eine solche Regelung sollte in der ach so zivilisierten "Westlichen Welt" ja wohl möglich sein, oder etwa doch nicht?
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MrKORNCLOWN Sat, 22 Sep 2012 17:22:08 -0000
Kommentar löschenich könnte kotzen. das ist doch moviepilot hier und nicht die gala.
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A.V. Sat, 22 Sep 2012 14:47:04 -0000
Kommentar löschenIch bin hier weil ich das Möpsehorn gehort hab...
aber war wohl falscher Alarm oder wie siehts aus :P
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Dom699 Sat, 22 Sep 2012 10:39:43 -0000
Kommentar löschendie eigentlich viel interessantere frage ist doch, warum ist ein so überflüssiges thema hier einen ganzen artikel wert? ich kanns drehen und wenden wie ich will, ich versteh es einfach nicht...
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Chrisetoph Sat, 22 Sep 2012 09:10:15 -0000
Kommentar löschenDer Knaller war ja (mal wieder) die BILD: Empörung über die Nacktfotos von Kate mit dem Hinweis 'Fotos von bild.de entfernt', und genau daneben ein Foto von Emma Watson, deren Oberteil auf einer öffentlichen Veranstaltung gefühlte 2 Millimeter verrutscht war.
siehe: http://www.bildblog.de/42112/der-stelzbock-als-gaertner/
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David "Noodles" Aaronson Sat, 22 Sep 2012 08:45:43 -0000
Kommentar löschenKlar, die Franzosen können es halt einfach nicht ertragen dass das Haus Windsor mit Kate jetzt endgültig seine, jahrhunderte lang gepflegte, Inzest-Linie durchbrochen hat. Also werden aus Hinterfotzigkeit halt Fotos geknipst…
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SamRamJam Sat, 22 Sep 2012 07:16:44 -0000
Kommentar löschenAch, die ganze Geschichte ist doch Käse. Ja, Kate hat Brüste, eine Mumu wird sie wohl auch haben und ich vermute mal dass sie ebenfalls regelmäßig ihre Tage hat. So what?! Das ist doch vollkommen normal, viel mehr interessiert mich warum es scheinbar so viele Leute interessiert?! Denn wenn die es nicht fressen würden, dann würde es auch keine Klatschpresse geben.
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Tytus Sat, 22 Sep 2012 09:16:19 -0000
Antwort löschensieh mal die Anzahl der Schundblätter ähm meine klatschblätter angefangen bei der Bunte.
Frage mich auch immer wieder wer diesen scheiß liest und warum überhaupt
LavaBaer Sat, 22 Sep 2012 09:28:27 -0000
Antwort löschenund was ich mich frage: wieso springt moviepilot auf den Zug auf? O.o
Tytus Sat, 22 Sep 2012 09:43:20 -0000
Antwort löschenja das frage ich mich was hat da denn guggi geritten :D
Weiterführendes zum Artikel ?
Orlindo alias goodspeed liebt, lebt, hört, fühlt und atmet Filme. Er studierte Animation/VFX und betreibt mit ANIch einen eigenen Blog zum Thema. Im Aufreger der Woche lässt er sich über skurrile, unfassbare oder schlicht traurige News aus der Filmwelt aus. Wenn euch ein Aufregerthema auf der Seele brennt, dann meldet euch bei ihm.






Ich schließe mich Rukus an. Auch ich musste beim Lesen des Artikels an die vor der Presse gejadte Diana denken.
Und "nur" weil Kate keine Schauspielerin ist, soll dieser Artikel hier nicht her passen? Wäre es denn in der Tat so gravierend anders, wenn solche Fotos von Emma Watson geschossen werden oder noch mehr "Beweise" vom angeblichen Betrug Kristien Stewarts veröffentlich werden und dabei oft sogar Fotos von anderen Schauspielern in ähnlich kompromittierenden Situationen gepostet werden, nur weil es halt gerade so zum Thema passt und evtl. noch mehr Brüste so gezeigt werden können?
Der Tatbestand ist der gleiche. Eine Person wird ihrer Privatsphäre beraubt und die Öffentlichkeit hat mal wieder ihre Sensationsgier befriedigt und der Paparazzi (ich weigere mich, ihn Fotografen zu nennen) sein Geld kassiert und jadt das nächste Bild.
Wo ist da die Grenze? Wenn die kleinen Kinder der Promis verfolgt werden und abgelichtet werden? So ein Blitzlichtgewitter ist durchaus nicht wirklich immer angenehm und wie schlimm muss dass dann erst für ein kleines Kind sein? Das Kind hat nicht die Wahl gehabt, dass es zu den Promis gehört. Aber die Paparazzis sehen es als Freiwild an.
Und wir alle, die wir uns darüber austauschen, die entsprechenden Magazine kaufen, "belohnen" diesen Voyeurismus der untersten Schublade auch noch.
Wollt ihr euch in solche Situationen gestellt sehen? Sehr viel übelst ausgedachten Mist über eure angeblichen Schandtaten in der Öffentlichkeit ausgebreitet sehen und erleben, wie dann jeder, aber wirklich jeder, genüsslich offen darüber diskutiert? Besonders dann, wenn es eine sehr verletzende, demütigende oder beleidigende Geschichte über euch oder eure Familie ist? Eben. Da hört die Toleranz auf. Nur, was wir für uns selber in Anspruch nehmen, sollten wir doch bitteschön auch den Promis zugestehen.
Und ich finde es gut, dass MP hier einen Artikel zu diesem Thema geschrieben hat.
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