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Kathryn Bigelows Bin-Laden-Jagd sorgt für Skandal

marek.bang (Marek Bang), Veröffentlicht am 16.12.2012, 08:50

In den USA läuft Kathryn Bigelows Film Zero Dark Thirty bereits in den Kinos und löste nun eine heftige Debatte über Foltermethoden der CIA sowie deren Darstellung im Film über die Jagd auf Osama bin Laden aus. Wir haben außerdem den finalen Trailer.

Wie die Los Angeles Times berichtet, ist in den USA eine Debatte über die Verhörmethoden des Geheimdienstes CIA und ihre Darstellung im Film Zero Dark Thirty von Regisseurin Kathryn Bigelow entbrannt. Im Thriller über die Jagd auf Osama bin Laden würde der Anschein erweckt, dass drastische Mittel wie Folter letztendlich zur erfolgreichen Ergreifung des Terroristen geführt hätten. Somit erweckten Drehbuchautor Mark Boal und Regisseurin Kathryn Bigelow den Anschein, dass die Verletzung von Menschenrechten in Ausnahmesituationen wie dieser gerechtfertigt wären, so die Kritiker des Films.

Im finalen Trailer sind besagte Szenen nicht enthalten, so dass wir noch bis zum 31.01.2013 warten müssen, um uns ein eigenes Bild von der filmischen Jagd auf den al-Qaeda-Anführer zu machen.

Mehr: Ist Zero Dark Thirty ein heißer Oscaranwärter?

In Zero Dark Thirty wird die Geschichte der Jagd auf Amerikas Staatsfeind Nummer 1 Osama bin Laden aus der Sicht einer CIA-Analystin erzählt, die den Einsatz eines Spezialteams der Navy-Seals koordiniert und aus dem Hintergrund leitet. Im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan spürt die Spezialeinheit den Anführer der Terror-Organisation al-Qaeda auf und tötet ihn.

Während Zero Dark Thirty überwiegend positive Kritiken erhalten hat und aktuell für den Golden Globe als bestes Drama nominiert wurde, sorgen laut New York Times besonders die Folterszenen für Aufsehen. Die Gefangenen der CIA werden mittels des perfiden Waterboardings dazu gebracht, den Aufenthaltsort Osama bin Ladens zu verraten. Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat die Praktik des simulierten Ertränkens des Folteropfers bereits mehrfach öffentlich verurteilt, wie das Magazin weiter berichtet. Dennoch ist natürlich nicht geklärt, zu welchen Methoden im halblegalen Raum operierende Geheimdienste in der Realität greifen. Ein Beitrag zu einer notwendigen Diskussion ist Zero Dark Thirty also allemal, wie auch immer die filmische Aufarbeitung der Jagd und Tötung bin Ladens gelungen sein mag.

Was haltet ihr vom finalen Trailer zu Zero Dark Thirty?


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Kommentare

über Kathryn Bigelows Bin-Laden-Jagd sorgt für Skandal


nilswachter

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Warum wundert es mich nicht, dass die amerikanische Presse so begeistert ist von diesem Film?

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uncut123

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wurde bin ladens leichnam ins meer geworfen?!bitch please

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Drogba11

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Die Seite habe ich nur zufällig über Google gefunden, als ich das Bild gesucht habe. Jedenfalls gibt es diese Fälschung (und andere) schon seit Jahren und am 2. Mai 2011 wurde sie dann von verschiedenen Medien fälschlicherweise verwendet.


uncut123

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gut zu wissen


Titaneus

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Meine Güte, die Frau hat versucht den Verlauf so wiederzugeben, wie er nun mal nacherzählt wird. Das ganze ist wieder gefundenes Fressen für diese ganzen latenten Anti-Amerika-Faschos, die denken, jeder Amerikaner sei gleich, trägt eine Waffe und zündet sich die Zigarette mit 100 Dollar Noten an...
Das schlimme, gar zynische an Folter ist ja gerade, dass diese einen, auf dem Papier, erfolgreichen Weg darstellen kann - würde Folter , die mir freilich abartig und unmoralisch erscheint, nie zu einem Ziel führen, wäre sie nicht erwünscht. Und es wurden nun mal Menschen gefoltert und ja, höchst wahrscheinlich wurden so Informationen erzwungen, die eben zur Ergreifung führten. Die Frage ist doch aber um welchen Preis und ob das geleistete tatsächlich nachhaltig ist. Bigelow hat schon in "The Hurt Locker" bewiesen, nicht bloß stumpfen Patriotismus zu zelebrieren, sondern weitaus mehr zu hinterfragen. Wer sich allerdings ein Feinbild selber zurecht schneidert, wird wohl auch nur das sehen, was er sehen möchte.

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Drogba11

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Erst sollte der Film ja die "erfolglose Suche" nach Bin Laden inszenieren, aber dann kam der CIA eine bessere Drehbuchidee, denn eine spektakuläre Navy-Seals-Operation kommt natürlich beim Volk gut an. Nachdem Bin Laden nun also auch offiziell beseitigt wurde, wird die ganze Story nochmal von Hollywood untermauert. So bleibt es bei der veröffentlichten Meinung und debattiert wird stattdessen lieber über Foltermethoden. Damit ist Bigelows neuer Oscaranwärter natürlich verwerfliche Propaganda, doch als fiktives Werk könnte er doch recht unterhaltsam werden.

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Ichundso

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Erstens: Perfekter Trailer, Oscarfavorit, vielleicht Film des Jahres.
Zweitens: Bigelow hat sich zu den Vorwürfen geäußert: "Do I wish torture was not part of that history? Yes. But it was." Und so ist es. Bigelows Film wird die ganze Geschichte erzählen und hätte sie die Folterszenen weggelassen, wäre ihr vorgeworfen worden, die amerikanischen Verhörmethoden zu verharmlosen.

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The Director

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nothing else matters :)

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