KDD bringt ein letztes Mal Qualität

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Veröffentlicht am 12.01.2010, 11:09

Heute startet die letzte Staffel der zurecht preisgekrönten deutschen Polizeiserie KDD. Der Abschied von diesem letzten Stückchen Qualität hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack…

Der Anfang vom Ende Der Anfang vom Ende © arte

Ein großer Erfolg war KDD nie für das ZDF. Das Zielpublikum des Senders konnte mit einer Serie, in der kein gediegener Altherren-Kommissar bei reichen Leuten im Wohnzimmer Fälle löst während die Dame des Hauses aus dem Fenster starrt, nicht viel anfangen. Das Zielpublikum der Serie ist größtenteils nicht auf die Idee gekommen, ausgerechnet im ZDF nach einer derart harten, realistischen Polizeiserie zu suchen. Das Drama war vorprogrammiert.

Dazu kamen auch noch Handlungsstränge, für die der Zuschauer nicht mal eben nach ein Paar Folgen einschalten konnte und, wie bei GZSZ, trotzdem nichts verpasst hat. Manche Kritiker bescheinigten der Serie, zu komplex zu sein – aber das ist keine Kritik an KDD, vielmehr eine Kritik am Publikum. Amerikanische Serien funktionieren mit übergreifender Handlung (sogar über mehrere Staffeln) ebenfalls. Das Problem ist eher, dass wir von deutschen Fernsehserien mittlerweile so wenig erwarten, dass den Zuschauer dieser Anspruch bei KDD völlig überrascht hat.

Wohin wird uns die dritte Staffel von KDD führen? Die Handlung setzt 11 Monate nach der Handlung der zweiten Staffel ein. Das ZDF schien, wie Autor Ortun Erkener in einem Interview andeutet, entschlossen, KDD zu Ende zu bringen. Dementsprechend führt er seine Figuren in dieser Staffel auch an den Rand des Abgrunds – und vielleicht darüber hinaus. Die Schauspieler um Barnaby Metschurat, Manfred Zapatka und Saskia Vester laufen ein letztes Mal zur Höchstform auf. Dem ZDF kann es egal sein, schließlich merkten wir dem Sender fast schon an, wie unangenehm es ihm war, eine derart mit Preisen überhäuften Serie nicht einfach absetzen zu können, ohne das Gesicht zu verlieren.

Heute beginnt also die letzte Staffel von KDD, diesmal co-produziert von arte und daher auch zuerst auf dem internationalen Kulturkanal zu sehen. Das ZDF ist eine teure Produktion los und Qualität verabschiedet sich wieder aus dem Fernsehprogramm und lässt uns zurück mit dem etwas bitteren Gedanken: Wie soll gutes Fernsehen gemacht werden, wenn es kein gutes Publikum gibt?

KDD startet am 12. Januar 2010 um 22:15 Uhr auf arte.


Kängufant (Andreas Gerold)

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Kommentare

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Patachon

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KDD erledigt sich selbst, nach dieser dritten Staffel muss gut sein. Die Dialogschreiber meinen offenbar, mit einer Steigerung der Vulgarität auch die Qualität mitzuziehen. Und der Drehbuchautor braucht die Außenwelt nicht mehr, die "Beamten" schaffen Stoff genug. Sie morden, vertuschen, koksen, ficken, knutschen lesbisch herum und machen alles, nur keinen guten Job. Genau das kann man auch über die Serienmacher behaupten. Eine böse Enttäuschung !!

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Wombat

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Habe noch nie etwas von der Serie gehört, obwohl ich doch die ganzen Mediatheken der Öffentlichen durchzappe.

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Patachon

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Dann schau doch mal auf arte-tv.de rein, kann doch nicht gar so schwer sein ...


Fatzenbolt

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Ein Trauerspiel. Lernt Englisch, werft euern fernseher aus dem Fenster und schaut DVDs aus Übersee. Spart man sich Kabel, GEZ und jede Menge Ärger :D

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Kängufant

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Und mach denen mal klar, daß Du nicht fernsiehst - allein die Tatsache, daß Du einen hast, reicht zur Gebührenerhebung. Und wenn Du angibst, Du hast keinen, stehen sie alle 2 Wochen vor Deiner Tür und behaupten, sie hätten das Recht nachzusehen - und ziehen nur ab, wenn man sich ihre Namen notiert und mit dem Anwalt droht...


Fatzenbolt

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Also ich zahl jetzt seit Jahren schon nur PC und werde eigtl. nicht belästigt.


Prestigeww

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Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir haben doch immernoch Alarm für Cobra 11!

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Kängufant

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Geh weg...


Batzman

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What a crying shame.

Dabei mag das deutsche Publikum doch anspruchsvolle Filme so gern. ;)

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